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Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?
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    Vrooktar
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    Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?

    von Vrooktar » 11.02.2013, 23:38

    Ich glaube die Überschrift ist soweit selbsterklärend.

    So wie ich den Jediismus kennengelernt habe war er in jedem Fall immer etwas, das sehr breit aufgestellt ist.
    Nichts was sich allein durch einen Gedanken definieren ließe.
    Was für mich der entscheidende Punkt ist auf den es ankommt, den ich so noch nirgends sonst als Leitthema erkennen konnte und welcher für mich auch der wesentliche Berührungspunkt zu unseren Namensgebern darstellt, ist die Ambivalenz zwischen Mönch und Ritter.
    Die durch tiefe spirituelle Praxis, in Demut und Achtsamkeit, kultivierten Ideale der "Weisheit, Erfahrung und Erkenntnis" integriert in die von Disziplin und Tapferkeit geprägte uneingeschränkte Bereitschaft zur Courage, ohne jedes Zögern.

    Wie ist das für euch?
    "Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."
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    Aquila
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    Re: Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?

    von Aquila » 14.02.2013, 22:02

    Ich kann dir bei deinen Punkten nur zustimmen.
    Erstens sehe ich die Stärke des Jediismus auch darin, dass er breit gefächert ist und viele verschiedenen Aspekte beeinhaltet und somit eine große Flexibilität aufweist. Ebenso finde ich es einzigartig, dass Lebenseigenschaften der Mönche ( z.B. Meditation, (Selbst)Reflexion, Güte, Weisheit, Glaube, Lebenshilfe, Philosophie) mit den Idealen von Rittern (z.B. Tapferkeit, Ehre, Mut, Gerechtigkeit) vereint werden.
    Die Shaolin - Mönche werden zwar oft als Kampfmönche betitelt und wären demnach auch eine Verschmelzung von Mönch und Ritter, dennoch kann man das meiner Meinung nach kaum mit dem Jediismus vergleichen. Die Samurai verkörpern ebenfalls viele dieser Eigenschaften, tendieren meiner Meinung nach aber zu sehr in die Richtung Ritter/Kampf und vernachlässigen den Bereich Mönch/Spirituelles zu sehr.
    Deshalb bin ich der Meinung, dass es so was wie den Jediismus in dieser Art und Weise noch nicht gegeben hat. Von den Samurai kann man sich aber trotzdem einiges abschauen meiner Meinung nach.
    "Train yourself to let go of everything you fear to loose" - Yoda
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    Vrooktar
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    Re: Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?

    von Vrooktar » 14.02.2013, 22:25

    Bei uns gehört das Hagakure und der Bushido fest in den Lehrplan, aber darin steht auch allerhand bei dem manch einer wohl durchaus mal schlucken muss. Die Samurai waren nunmal eine militärische "Gruppe". Gerade im Hagekure spürt man vielerorts, welchen Stellenwert Gehorsam und Treue als Selbstzweck einnahmen. Und spätestens wenn man sich in dem Fall mit dem "Kopfsammelverhalten" der Samurai befasst ändert sich die Perspektive doch schnell.

    Aber genau das ist der Punkt.
    Eben weil es niemanden gibt der es uns 100% vorgemacht hat stehen wir vor der Frage mit wem wir welche Gemeinsamkeiten haben wollen und mit wem eben nicht. Und dahingehend muss ich dir zustimmen. "Einiges" gibt es nach wie vor, was wir uns von den Samurai abschauen kann. Und darunter sind Tugenden, die in der Form nur selten von Menschen ausserhalb strengster religiöser Kulte verkörpert wurden.
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    Re: Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?

    von Qui-Ran Demera » 15.02.2013, 02:22

    Das Jedi sein im Kern... eine der wichtigsten Fragen, wenn man das ernst meint.

    Im Kern macht es aus, dass man das Ganze ernst nimmt, ohne dabei zum Fanatiker zu mutieren.
    Es gibt gewisse Grundregeln, die einfach in das alltägliche Leben einfließen müssen, die selbstverständlich werden sollten, wenn man sich für diesen - nicht einfachen - Lebensweg entscheidet.

    Der Weg eines Jedi ist von vielen schweren Entscheidungen gesäumt; speziell, wenn es darum geht, das Ego im Zaum zu halten und an das Wohl anderer zu denken. Oder wenn es darum geht, Selbstdisziplin an den Tag zu legen.
    Es hat mal jemand gesagt, dass der größte Feind man selbst ist. Da ist etwas dran, besonders, wenn es gilt, die eigenen Defizite zu verbessern. Und auch das ist essenzieller Bestandteil des Jedidaseins.

    Jedi ist ein Lebensgefühl, eine Grundeinstellung, kein Glaube, den man durch das Verspeisen einer Hostie oder das Wippen vor einer Klagemauer bekräftigen könnte. Es besteht aus sich selbst heraus. Entweder ist man es und spürt es, oder nicht.
    Auch das herauszufinden ist eine Grundlage dieses Weges.

    Macht, Weisheit und Güte
    "Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

    Georg Christoph Lichtenberg
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  • grauer_pilger

    Re: Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?

    von grauer_pilger » 27.03.2013, 00:38

    Für mich ist es wichtig ganzheitlich (heil, unverletzt und vollständig) zu denken und zu handeln.
    Mein Blick ist dabei auf die Zukunft, auf „Ziele“ gerichtet. Oft habe ich bei älter werdenden Menschen gesehen, dass sie ausschließlich in der Vergangenheit leben. Ich hoffe diesen Weg nicht gehen zu müssen.

    Auch sind wir als Lebewesen stets miteinander verbunden. Die „Macht“ oder das morphogenetische Feld “?“- (Vereinigung derPhysik mit der Spiritualität).. versuche ich zu verstehen und darüber zu meditieren.

    Ein Jedi sieht mehr hinter den Dingen. Er versucht zu verstehen und zu interpretieren.
  • Scaver
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    Re: Was macht für euch den Jediismus im Kern aus?

    von Scaver » 26.04.2013, 10:29

    Qui-Rana hat es nach meiner Meinung für mich gut getroffen.

    Der Weg eines Jedi ist von vielen schweren Entscheidungen gesäumt; speziell, wenn es darum geht, das Ego im Zaum zu halten und an das Wohl anderer zu denken. Oder wenn es darum geht, Selbstdisziplin an den Tag zu legen.

    Das finde ich, trifft es für mich persönlich sehr gut. Wichtig im Jediismus ist für mich, dass es alltags- und praxistauglich ist.

    Jedi ist ein Lebensgefühl, eine Grundeinstellung, kein Glaube, den man durch das Verspeisen einer Hostie oder das Wippen vor einer Klagemauer bekräftigen könnte. Es besteht aus sich selbst heraus.

    Richtig... kein Höheres Wesen, kein Personenkult (auch wenn manche George Lucas als "Messias" verehren), keine Dogmen... sondern ein Lebensgefühl, Anleitungen zu einem besseren Leben für einen selber und die Mitmenschen.

    Der Jediismus gibt mir die Möglichkeit, Situationsbedingt (grau ^^) zu denken, zu handeln und zu reflektieren... um daraus zu lernen und selber besser zu werden und seinem Ziel näher zu kommen.
    „Öffnet euch. Spürt die Macht, die euch umgibt. Eure Sinne nutzen ihr müsst.“
    - Zitat: Yoda
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