Jediismus in Deutschland

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 Betreff des Beitrags: Was ist Jediismus?
Verfasst: 06.07.2016, 19:42 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Vorab: Ich habe gesehen, dass es schon ähnliche Themen gibt, die aber nicht ganz in die gleiche Richtung gehen und die auch schon etwas älter sind.

Ich selber bin ja keine Jediistin, frage mich aber beim Lesen in Foren diverser jediistischer Orden, was das Ganze überhaupt beinhaltet. Es gibt soweit ich sehen konnte, wenig Punkte, die von jeder Gruppe als eindeutig zum Jediismus zugehörig definiert werden. Es fängt schon damit an, dass allgemeine Uneinigkeit darüber herrscht, ob es sich um eine Religion oder um eine philosophische Weltanschauung handelt. Dann wird von den allermeisten zwar ein Bezug zu den Filmjedi wie auch zu deren Kodex abgelehnt, ich habe allerdings auch noch von keiner anderen Grundlage an Stelle davon erfahren. Man scheint sich darüber einig zu sein, dass es Personen gibt, die einen höheren Rang haben und anderen etwas beibringen, inhaltlich geht das aber auch wieder sehr weit auseinander. Ansich ist es ja nicht ungewöhnlich, dass es innerhalb einer bestimmten Weltanschauung verschiedene Strömungen und Denkweisen gibt, allerdings gibt es ja trotzdem immer bestimmte Grundlagen, die alles innerhalb miteinander verbinden und dafür sorgen, dass man überhaupt eine Definition und eine Bezeichnung für die jeweilige Weltanschauung hat. Ansonsten könnte man einfach seine eigenen Ideen unter einem klangvollen Namen "verkaufen".


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 06.07.2016, 21:34 
Tritorianer Orden <Θ>
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Ryia Nakala hat geschrieben:
Es fängt schon damit an, dass allgemeine Uneinigkeit darüber herrscht, ob es sich um eine Religion oder um eine philosophische Weltanschauung handelt.


Das spielt auch keine Rolle, da es nicht einmal eine eindeutige Abgrenzung dieser beiden Begriffe gibt.
Welchen Sinn macht es scharf zwischen zwei Begriffen zu unterscheiden, die ihrerseits nicht klar abgegrenzt sind?

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 06.07.2016, 22:09 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Selbst wenn es da fließende Übergänge gibt, mir geht es mehr um das gesamte angesprochene Problem bzw. meine Frage. Jeder Punkt einzeln ist ja nicht die Ursache dafür.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 11:29 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Vrooktar hat geschrieben:
Das spielt auch keine Rolle, da es nicht einmal eine eindeutige Abgrenzung dieser beiden Begriffe gibt.
Welchen Sinn macht es scharf zwischen zwei Begriffen zu unterscheiden, die ihrerseits nicht klar abgegrenzt sind?


Ich denke schon, dass da eine klare Abgrenzung besteht.
Eine Religion postuliert eine "Existenz von unkörperlichen, übernatürlichen „Kraftfeldern“ (Seelen, Ahnen, Geister, Götter)." (Wikipedia)

Eine Religion beinhaltet üblicherweise auch ein Heilsversprechen (Wenn du Gutes tust, kommst du in den Himmel), wobei das auch auf eine Weltanschauung zutreffen kann (Wenn du Gutes tust, fühlst du dich glücklich).

Aber gerade das Transzendente unterscheidet soweit ich weiß nicht nur meiner Meinung nach sondern auch per Definition eine Philosophie von einer Religion.

Daher sehe ich durchaus das "Problem", dass es Jediisten gibt, die den Jediismus als Religion betrachten und welche, die das als Weltanschauung, Wertedefinition sehen. Die Grenze ziehe ich persönlich beim Glaube an die Macht.

Zitat:
Es fängt schon damit an, dass allgemeine Uneinigkeit darüber herrscht, ob es sich um eine Religion oder um eine philosophische Weltanschauung handelt.


Ja, man ist sich uneins darin, aber das sehe ich nicht als großes Problem an. Für mich zum Beispiel geht es beim Jediismus um die Werte und die Ideale. Wer Machtgläubig ist, für den ist es eine Religion. Grundlegend denke ich aber, da sich das sehr mischt, dass der kleinste gemeinsame Nenner die Ethik und die Ideale sind, die dahinterstecken.

Im Vergleich zum Christentum: Man kann die "christlichen Werte" akzeptieren, ohne dass man christlich oder allgemein gläubig ist. Niemand würde sich dann einen Christ nennen vermute ich, da das Religiöse doch sehr im Vordergrund steht. Aber man kann dennoch nach den Reglen leben. Beim Jediismus ist es eben anders herum: Man lebt jediistisch, wenn man gewisse Grundwerte akzeptiert, man kann dazu noch gläubiger Jediist sein, das ist aber keine Notwendigkeit.

Welches diese Grundwerte sind, da gibt es natürlich in jedem Orden unterschiedliche Auffassungen. Es gibt diverse Kodices und Regelwerke. Aber tatsächlich wäre es durchaus interessant dabei die Gemeinsamkeiten genauer herauszuarbeiten um eine allgemeine Definition zu erreichen. Spannend ist das Thema mit Sicherheit.

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"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 11:37 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Ein paar Punkte kann man glaube ich als allgemeinen Konsens unter Jedi sehen, zumindest hoffe ich das, würde mich aber natürlich auch über Korrektur freuen, falls ich mich irre. Ich liste mal auf, was ich als allgemein anerkannt betrachte.

Disziplin
Die meisten Orden die ich kenne und auch, so glaube ich, alle Jedi die ich kenne, vertreten den Standpunkt, dass es wichtig ist, bestrebt zu sein, sich selbst zu entwickeln. Aber auch, dass man geduldig ist und Dinge mit bedacht tut, dass man nichts überstürzt sondern sich Ursachen und Wirkungen bewusst macht, gehören dazu.

Aufrichtigkeit
Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und ein offener Umgang miteinander. Verlässlichkeit und Verantwortungsgefühl.
Das beinhaltet aber auch Verschwiegenheit an entsprechender Stelle, da Vertrauen auch im persönlich-geheimen liegt.

Gerechtigkeit
Jedi setzen sich für Gerechtigkeit ein, unabhängig von persönlichen Interessen und Vorteilen.

Toleranz
Vorurteilsfrei Menschen begegnen, immer offen sein. Menschen niemals diskriminieren, schon gar nicht wegen Äußerlichkeiten, körperlicher Merkmale, Sexualität, Herkunft, Religion oder politischer Ansichten. Gerade im letzten Punkt: Diskutieren und widersprechen, ja. Aber dennoch tolerieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 17:15 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Aran Aryono hat geschrieben:
Ich denke schon, dass da eine klare Abgrenzung besteht.
Eine Religion postuliert eine "Existenz von unkörperlichen, übernatürlichen „Kraftfeldern“ (Seelen, Ahnen, Geister, Götter)." (Wikipedia)


Die gleiche Quelle besagt auch

Zitat:
Religion bezeichnet soziale und kulturelle Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen.


Darunter fällt automatisch jede Ordensgemeinschaft die sich auch nur minimalst ernst nimmt.
Von Fußballvereinen ganz zu schweigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 17:27 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Zitat:
Jedi setzen sich für Gerechtigkeit ein, unabhängig von persönlichen Interessen und Vorteilen.


Ich finde diesen Punkt auch eher schwierig. Es mag ein hehres Ziel sein, aber Gerechtigkeit per se gibt es ja meistens gar nicht.

Man könnte anstreben eine Lösung zu finden, mit der die Beteiligten zufrieden sind, aber ob das dann immer noch gerecht ist, ist nochmal eine andere Frage.

Wie man jetzt an den Brexit Gesprächen sieht, ist nichtmal Demokratie gerecht, irgendwer muss sich immer beugen.

Grüße

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Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 19:37 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Vrooktar hat geschrieben:

Zitat:
Religion bezeichnet soziale und kulturelle Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen.


Darunter fällt automatisch jede Ordensgemeinschaft die sich auch nur minimalst ernst nimmt.
Von Fußballvereinen ganz zu schweigen.


Seit wann kann man denn mit einem Teil einer Definition argumentieren bei einer Abgrenzung? Klar, es gibt parallelen, aber die Definition beinhaltet der Glaube an eine höhere Macht in irgendeiner Form und das ist nicht bei jedem Orden oder für jeden Jedi gegeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 19:40 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Zitat:
Jedi setzen sich für Gerechtigkeit ein, unabhängig von persönlichen Interessen und Vorteilen.


Ich finde diesen Punkt auch eher schwierig. Es mag ein hehres Ziel sein, aber Gerechtigkeit per se gibt es ja meistens gar nicht.

Man könnte anstreben eine Lösung zu finden, mit der die Beteiligten zufrieden sind, aber ob das dann immer noch gerecht ist, ist nochmal eine andere Frage.

Wie man jetzt an den Brexit Gesprächen sieht, ist nichtmal Demokratie gerecht, irgendwer muss sich immer beugen.

Grüße


Schwierig, ja. Aber sollte es nicht ein Ziel sein, für das man sich einsetzt? Klar ist es nicht immer erreichbar, aber es ist das was man anstrebt. Und natürlich ist Demokratie (im Sinne von: "Die Mehrheit bestimmt") nicht Gerecht. Da kannst du jede Minderheit fragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 20:43 
Tritorianer Orden <Θ>
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Aran Aryono hat geschrieben:

Seit wann kann man denn mit einem Teil einer Definition argumentieren bei einer Abgrenzung? Klar, es gibt parallelen, aber die Definition beinhaltet der Glaube an eine höhere Macht in irgendeiner Form und das ist nicht bei jedem Orden oder für jeden Jedi gegeben.



Übrigens auch nicht bei jeder Weltreligion.
Deine Vorstellung von "10 Punkte die deine Philosophie zur Religion machen" ist bedauerlicherweise nichts als eine Vorstellung.
Natürlich kann Wikipedia Dinge nicht ohne Erklärung lassen, deshalb bemühen sie sich das zu umreißen so gut es geht, aber inhaltlich hat auch die Forschung noch keinen Konsens erarbeiten können was eine Religion konkret ist und was nicht.
Da gibt es nur ein grobes Gerüst auf das man sich stützt und bei dem man akzeptiert und sich wohl auch daran gewöhnt hat, dass es öfter mal nicht passt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 20:55 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Registriert: 05.04.2016, 00:00
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Aran Aryono hat geschrieben:
Ein paar Punkte kann man glaube ich als allgemeinen Konsens unter Jedi sehen, zumindest hoffe ich das, würde mich aber natürlich auch über Korrektur freuen, falls ich mich irre. Ich liste mal auf, was ich als allgemein anerkannt betrachte.

Disziplin
Die meisten Orden die ich kenne und auch, so glaube ich, alle Jedi die ich kenne, vertreten den Standpunkt, dass es wichtig ist, bestrebt zu sein, sich selbst zu entwickeln. Aber auch, dass man geduldig ist und Dinge mit bedacht tut, dass man nichts überstürzt sondern sich Ursachen und Wirkungen bewusst macht, gehören dazu.

Aufrichtigkeit
Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und ein offener Umgang miteinander. Verlässlichkeit und Verantwortungsgefühl.
Das beinhaltet aber auch Verschwiegenheit an entsprechender Stelle, da Vertrauen auch im persönlich-geheimen liegt.

Gerechtigkeit
Jedi setzen sich für Gerechtigkeit ein, unabhängig von persönlichen Interessen und Vorteilen.

Toleranz
Vorurteilsfrei Menschen begegnen, immer offen sein. Menschen niemals diskriminieren, schon gar nicht wegen Äußerlichkeiten, körperlicher Merkmale, Sexualität, Herkunft, Religion oder politischer Ansichten. Gerade im letzten Punkt: Diskutieren und widersprechen, ja. Aber dennoch tolerieren.

Und auf welcher Grundlage basiert das alles? Es klingt nach eine Art stillen Übereinkunft, der sich aber offenbar nicht mal alle Jediisten auf dieser Seite hier anschließen würden. Das reicht mir nicht wirklich, um den Jediismus von anderen Richtungen abzugrenzen. Vor allem, da ich dann ja morgen noch irgendetwas absurdes dazu erfinden könnte und keiner mir wirklich unterstellen könnte, dass sei ja gar nicht jediistisch.

Ich lese auch viel von "ich sehe das so..." oder ähnliche Formulierungen. Ich finde eure Ansichten zwar interessant, habe hier aber wirklich ganz bewusst nach objektiven Grundlagen des Jediismus' gefragt und nicht nach eurer persönlichen Meinung dazu (auch, wenn ihr die natürlich ebenfalls gern schreiben dürft ;) ).


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.07.2016, 22:01 
Tritorianer Orden <Θ>
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Ryia Nakala hat geschrieben:
Vor allem, da ich dann ja morgen noch irgendetwas absurdes dazu erfinden könnte und keiner mir wirklich unterstellen könnte, dass sei ja gar nicht jediistisch.


Willkommen in der Welt der Religionen.
Denkst du das ist im Islam anders wo alle paar Tage die einen wie selbstverständlich proklamieren irgendeine andere muslimische Praxis hätte nichts mit dem Islam zu tun?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 08.07.2016, 06:35 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Naja, aber dann hast du wenigstens eine Grundlage und meist auch Anhaltspunkte, an denen dessen diese ausgelegt und interpretiert werden können (wobei der Koran meiner Erinnerung nach wohl eigentlich nicht interpretiert werden darf- dürfte allerdings schwer fallen, weil im Grunde alles in irgendeiner Form interpretiert werden muss, weil die Texte halt auch nicht immer sooo einfach zu verstehen sind). Ich habe letztens ein Hermeneutikseminar besucht, wo es z.B. auch um bestimmte Regeln der Bibelauslegung ging (verschieden Stellen miteinander vergleichen und in Bezug setzen, wer ist Adressat der Worte?, wer ist Sprecher?, um welche Textart handelt es sich?, sprachliche Ungenaugkeiten bei der Übersetzung, Zeitbezug). Da bleibt zwar immernoch viel Interpretationsspielraum, aber man kann halt auch nicht einfach hingehen und irgendwelche Stellen wild aus dem Zusammenhang reißen und damit IRGENDWAS behaupten.

Was den Jediismus angeht fehlt mir halt überhaupt erstmal irgendeine Art von Grundlage (in welcher Form auch immer). Ursprünge sind sicher in den Star Wars Filme (/Büchern etc.), aber gerade weil die meisten Jediisten einen Bezug dazu ablehnen, frage ich mich, wie man dann auf einen gemeinsamen Nenner kommt und was dieser dann beinhaltet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 08.07.2016, 07:20 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Ryia Nakala hat geschrieben:

Und auf welcher Grundlage basiert das alles? Es klingt nach eine Art stillen Übereinkunft, der sich aber offenbar nicht mal alle Jediisten auf dieser Seite hier anschließen würden. Das reicht mir nicht wirklich, um den Jediismus von anderen Richtungen abzugrenzen. Vor allem, da ich dann ja morgen noch irgendetwas absurdes dazu erfinden könnte und keiner mir wirklich unterstellen könnte, dass sei ja gar nicht jediistisch.

Ich lese auch viel von "ich sehe das so..." oder ähnliche Formulierungen. Ich finde eure Ansichten zwar interessant, habe hier aber wirklich ganz bewusst nach objektiven Grundlagen des Jediismus' gefragt und nicht nach eurer persönlichen Meinung dazu (auch, wenn ihr die natürlich ebenfalls gern schreiben dürft ;) ).



Die Grundlage ist meine Erfahrung mit verschiedenen jediistischen Vereinigungen und das lesen verschiedenster Kodices und Selbstdefinitionen. Es ist das, was nach meinem Gefühl, überall vertreten ist als Grundsatz.

Was du suchst ist eine Quelle, die dir das objektiv belegt und die wirst du nicht finden. Es gibt keine einheitliche Definition des Jediismus, es gibt keinen Konsens und es gibt den Jediismus auch noch nicht sehr lange. Ich sehe hier an dieser Stelle gerade eher die Möglichkeit, dass Jedi verschiedener Orden einen Teil beitragen dazu, hier zu finden, was denn die Gemeinsamkeiten sind und daher kann auch jeder nur von sich sprechen und von seiner Erfahrung.

Aber es gibt kein gemeinsames "Glaubensbekenntnis" oder ein Buch wie eine Bibel oder ein Manifest, was alle teilen. Die einzige harte Gemeinsamkeit ist der Name, der gewisse Dinge aus der Vorlage, also aus Star Wars, ableiten lässt. Aber selbst da sind sich Jedi nicht einig, wie stark man sich da prägen lassen möchte. Die einen sehen die Filme als das, was für Christen die Bibel ist oder für Muslime der Koran. Andere nehmen nur die Grundthese des Jedi-Seins aus den Filmen und leiten davon andere Dinge ab. Und dann kommt die Krux schon wieder: Welche Grundthese? Jeder Fan hat ein anderes Bild davon, was die Jedi in den Filmen ausmacht.

Daher glaube mir, niemand wird dir hier eine Definition fertig liefern können. Aber wir könnten eine gemeinsam erarbeiten, das wäre doch eine schöne Aufgabe. :-)


Ryia Nakala hat geschrieben:

aber gerade weil die meisten Jediisten einen Bezug dazu ablehnen



Jaein. Ein Bezug wird üblicherweise nicht gänzlich abgelehnt. Man distanziert sich vom Fandom, aber man beruft sich durchaus auf die Lehren der Jedi aus den Star-Wars Universen und überträgt sie auf unsere Welt und unsere Möglichkeiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 08:41 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Ok, das beantwortet meine Frage schon teilweise. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass man an einer gemeinsamen Grundlage arbeitet. Ganz im Gegenteil, nehme ich die gesamte "Jedi-szene" eher so wahr, dass es sehr viele Orden und Richtungen bei verhältnismäßig sehr wenig Menschen gibt, sodass jeder die Richtung einschlagen kann, die ihm/ihr entspricht. Also im Grunde eine immer größere Spaltung. Auf gemeinsamen Seiten wie hier, setzt man sich zwar mit entsprechenden Themen auseinander, aber weder habe ich den Eindruck, dass man auf einen gemeinsamen Nenner kommt, noch wird viel aus Sicht des Jediismus diskutiert, sondern eher die persönliche Meinung proklamiert. Manchmal lese ich sogar so Sachen wie (ich hoffe es fühlt sich jetzt keiner persönlich angesprochen^^) "Ich bin Jediist und sehe das so..." und es scheint als könne daraus etwas inhaltliches über den Jediismus abgeleitet werden. Eigentlich müsste es ja umgekehrt sein, also dass man sagt "Ich sehe das so... und deswegen bin ich Jediist". Versteht ihr, was ich meine?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 09:05 
Tritorianer Orden <Θ>
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Ich würde nicht sagen, dass das viel mit dem Jediismus zu tun hat sondern mehr mit der Zeit in der er entsteht.
Heutzutage kann jeder für sich proklamieren was er will und damit eine große Reichweite erzielen.
Auch kann jeder der eine vage Idee hat in 5 Minuten einen Orden gründen.

Von all den Leuten die in der Gründungszeit des Christentums irgendwelche eigenen Vorstellungen oder Gruppierungsideen hatten erfährst du eher nichts. Das fängt ja schon damit an, dass die heilige Schrift desselbigen erst im Verlauf der Jahrhunderte aufgestellt wurde. Die Gründungszeit war komplett chaotisch und von 2, 3 Prämissen abgesehen war sich kaum jemand inhaltlich einig.
Sogar, dass Jesus der Sohn Gottes sein soll musste erst 400 Jahre nach seinem vermeintlichen Tod beim Konzil von Chalcedon geklärt werden.

Nach 2000 Jahren bekommt man vielleicht den Eindruck große Religionen seien immer klar strukturiert gewesen.
Aber faktisch sind wir Jediisten uns bei unseren Idealen und Zielsetzungen inhaltlich sehr viel ähnlicher als es die frühen Vertreter der meisten Weltreligionen über Jahrhunderte waren.
Da wird in der Retrospektive zu viel verklärt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 09:35 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Mh ich weiß nicht, worauf du dich damit genau beziehst, aber was das Neue Testament angeht, so handelt es sich dabei um eine der bestüberliefertsten historischen Quellen, die es gibt. Wenn du dessen Überlieferung in seiner Qualität in Frage stellst, müsstest du das noch viel mehr mit anderen historischen Schriften tun. Viel Chaos gab es, ganz klar: Uneinigkeit, Christenverfolgungen, viele verschiedene Strömungen und schließlich irgendwann die katholische Kirche, die teilweise einfach mal biblische Inhalte mit Krams vermischt hat, den sie sich selber so zurecht gesponnen haben. Die Überlieferung der Bibel allerdings geschah mit allergrößter Sorgfalt. In den Anfängen wurden Informationen von Zeitzeugen gesammelt und Texte von Lehrern wortwörtlich an ihre Schüler weitergegeben bis diese sie auswendig kannten und sie wiederum an ihre eigenen Schüler weitergaben. Damals galt diese Art der Informationsweitergabe als seriöser als irgendwelche Schriften, da man dabei nicht genau wusste, wer diese verfasst hatte. Was die ersten Abschriften angeht, weiß man ja auch recht sicher wann und unter welchen Umständen diese entstanden sind und bis heute sind sie mehrfach geprüft und überarbeitet worden. Man versucht sogar in bestimmten Bibelausgaben durch Anmerkungen die Ungenauigkeiten zu relativieren, die durch die Übersetzung (aus dem alt-griechischen etc.) entstehen. (Ich rede jetzt an dieser Stelle nicht von der sachlichen Richtigkeit der biblischen Inhalte - was das angeht werden wir ohnehin nicht übereinkommen - sondern lediglich über die Richtigkeit historischer Bezüge und der Aussagen von Zeitzeugen).

Aber es geht mir jetzt auch nicht um irgendwelche Religionen. Ich sehe den Jediismus eher weniger als Religion, denn im Gegensatz zu Religionen oder auch anderen spirituellen Strömungen gibt es eben kaum etwas, auf das sich alle berufen und einigen können. Es gibt keine heilige Schrift, keinen Gott, kein Glaubensbekenntnis und auch keine allgemein anerkannte Lehre wie beispielsweise im Buddhismus. Eine Religion entwickelt sich zwar weiter mit der Zeit, aber normalerweise gibt es zuvor etwas, von dem diese Entwicklung ausgeht. Es entsteht eine Grundlage und daraus entwickelt sich die Religion. Beim Jediismus habe ich das Gefühl, man hat ne ungefähre Richtung (Spiritualität/"Religion") und würde jetzt im 2. Schritt noch eine Grundlage dazu entwickeln (, wenn das denn tatsächlich der Fall wäre).


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 09:49 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Ich kanns leider nicht mehr editieren. Vrooktar, du hast dich vermutlich auf einen früheren Zeitraum für das Christentum bezogen als ich, aber von meienr Grundaussage her würde ich trotzdem dabei bleiben.

Es gab trotzdem ganz am Anfang eine feste Grundlage, über die es einfach viel Uneinigkeit gab. Es galt Inhalte zu klären und zu festigen - nicht selber irgendwas zu erfinden. Beim Jediismus sehe ich (mal etwas überspitzt) einen vagen Auslöser durch die Star Wars-Filme, der dazu geführt hat, dass sich Leute gesagt haben "Irgendwie ist das interessant. Damit könnte man was machen", aber mehr Grundlage halt auch eher nicht. Dann kam durch ein paar dieser Gedanken die Entstehung des Jediismus und weil man jetzt merkt, dass inhaltlich mehr offen als klar ist, irgendwo das Basteln an ergänzenden Inhalten, um das Ganze alltagstauglich zu machen. Oder habe ich da was übersehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 10:46 
Tritorianer Orden <Θ>
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Wir befinden uns nach wie vor in den ersten 11 Jahren des Jediismus.
Vergleiche die mit den ersten 11 Jahren des Christentums und du wirst verstehen was ich meine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 11:14 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Ryia Nakala hat geschrieben:
Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass man an einer gemeinsamen Grundlage arbeitet. Ganz im Gegenteil, nehme ich die gesamte "Jedi-szene" eher so wahr, dass es sehr viele Orden und Richtungen bei verhältnismäßig sehr wenig Menschen gibt, sodass jeder die Richtung einschlagen kann, die ihm/ihr entspricht.


Ich meinte auch eigentlich, dass wir das hier im Forum, an dieser Stelle, versuchen könnten. Nicht, dass das bereits jemand täte. Denn ansonsten stimme ich dir zu was das angeht. :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 11:36 
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@Vrooktar Ja, ich weiß was du meinst... 1 zu 1 lässt es sich trotzdem nicht übertragen und bezogen auf das aktuelle Thema, bietet das Christentum dennoch mehr inhaltliche Grundlage. Ich habe mal zur Veranschaulichung ein paar Punkte aus den Star Wars-Filme aufgelistet, die die Jedi in dem Filmen betreffen und ausmachen:

Glauben an die Macht Das Glauben an eine Art Lebensenergie, die alles durchdringt kenne ich aus verschiedenen fernöstlichen Religionen und auch aus der TCM ("Qi"), das ist weder neu, noch brauche ich dafür eine gesonderte spirituelle Richtung. Im Jediismus wird es zu etwas erhoben, mit dem Agnostiker gerne argumentieren, weil es Spielraum für alles mögliche lässt, aber nunmal eine gewisse "höhere Existenz" und Sinnhaftigkeit schafft.

Bewusstes Einsetzen der Macht Gedankenmanipulation, Psychokinese,... Naja ich glaube, wer es schonmal versucht hat, hat nicht mehr als hochgezogene Augenbrauen oder ein amüsiertes Grinsen geerntet ;)

Jediausbildung Wird zwar von den meisten Orden betrieben, allerdings in geringerer Intensität, inhaltlich stark von den Filmjedi abweichend und im Vergleich mit anderen Orden sehr uneinheitlich.

Lichtschwerter als Waffe Manche Jediisten betreiben ersatzweise Training mit Übungsschwertern, allerdings sind das nur einzelne der vielen Orden und es unterschiedet sich sowohl im Ergebnis als auch in Alltagsrelevanz stark vom Jedivorbild.

Jediroben als Alltagskleidung Jediroben sind bei den meisten Jediisten eher verpöhnt...

Keine Liebesbeziehungen keine Relevanz im Jediismus

Materieller Verzicht Keine große Bedeutung im Jediismus und schwer innerhalb des normalen gesellschaftlichen Umfeldes umsetzbar.

Kodex:
„Es gibt keine Gefühle, es gibt Frieden.
Es gibt keine Unwissenheit, es gibt Wissen.
Es gibt keine Leidenschaft, es gibt Gelassenheit.
Es gibt kein Chaos, es gibt Harmonie.
Es gibt keinen Tod, es gibt nur die Macht.“
Wird in der Form von den wenigsten Orden anerkannt, da er als unlogisch, widersprüchlich und unnatürlich gilt. Die Kodizes der einzelnen Orden haben zwar einen mehr oder weniger großen Bezug zu diesem Grundkodex, jedoch sind die Abweichungen häufig so groß, dass es schon fast nichts mehr mit dem Filmkodex als Vorlage zu tun hat.

Gemeinnützigkeit, Schutz von schwächeren Der Gedanke ist bei vielen vorhanden, in der Umsetzung auf Ordensebene jedoch eher schwach ausgeprägt... Ansich ist das ja auch nichts typisch jediistisches. Das hab ich damals schon so bei den Pfadfindern gelernt ;) https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfindergru%C3%9F

@Aran jajaja hier zu lesen und zu schreiben, dafür hast du Zeit, aber nicht um mit mir Schach zu spielen? :P


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 12:07 
Tritorianer Orden <Θ>
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All das könnte ich auch auf das Christentum übertragen.

Tatsächlich haben wir viel mehr Gemeinsamkeiten als jede monotheistische Religion in der Erdgeschichte 11 Jahre nach "Gründung".
Du sprichst da immer von "inhaltlicher Grundlage", aber faktisch gabs die damals nicht.
Andernfalls kläre mich bitte auf.
Von welcher "inhaltlichen Grundlage" sprichst du?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 12:14 
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Ich finde einfach, die Herangehensweise ist eine andere. Damals gab es bestimmte Ereignisse, auf Grund derer man sich gefragt hat "Was genau ist passiert?" "Wie ist das gemeint gewesen?" "Was bedeutet das für uns?". Beim Jediismus habe ich das Gefühl, dass man nicht versucht eine bestimmte Grundlage zu erforschen, sondern eine zu schaffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 12:45 
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Ergänzung: In dem Fall meine ich mit Grundlage den Tanach und alles, was man über Jesus und seine Lehren wusste.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 13:23 
Tritorianer Orden <Θ>
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Ein riesiger Teil der Christen wusste die ersten Jahrhunderte von beidem praktisch gar nichts....

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 13:35 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Wenn du sie als "Christen" bezeichnest, müssen sie zumindest anteilig Inhalte gewusst haben... Vieles war aber zu Anfang eher in bestimmten Kreisen verbreitet, dem widerspreche ich gar nicht.

All das spielt aber für meine Frage keine so große Rolle. Was gibt es denn deiner Meinung nach vergleichbares im Jediismus? Was ist die Grundlage? Was ist der kleinste gemeinsame Nenner?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 13:50 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Deine These ist ja im Grunde, dass es bei anderen Religionen anfangs auch noch keine allgemeine Grundlage gab (du definierst hier Grundlage etwas anders als ich) und dass der Jediismus auf Grund seines jungen Alters erst im Laufe der Zeit seine Grundlage definieren (und verbreiten?) wird. Allerdings schreibst du anfangs auch:

Zitat:
Ich würde nicht sagen, dass das viel mit dem Jediismus zu tun hat sondern mehr mit der Zeit in der er entsteht.
Heutzutage kann jeder für sich proklamieren was er will und damit eine große Reichweite erzielen.


Also können auch nicht die gleichen zeitlichen Paradigmen für Entwicklung und Verbreitung gelten wie vor 2000 Jahren. Was denkst du denn, wie lange der Jediismus noch braucht für mehr Einheitlichkeit etc.?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 14:16 
Tritorianer Orden <Θ>
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Zitat:
Also können auch nicht die gleichen zeitlichen Paradigmen für Entwicklung und Verbreitung gelten wie vor 2000 Jahren.


Genau. Heutzutage ist große inhaltliche Diversität zu erwarten, weil Thesen leicht zu verbreiten sind. Dennoch gab es sie auch schon vor 2000 Jahren ebenso. Warum genau du es logisch findest, dass wir, in einer Zeit in der mehr Vielfalt zu erwarten ist, auf einmal weniger davon haben müssten als vor 2000 Jahren erschließt sich mir nicht.


Zitat:
Deine These ist ja im Grunde, dass es bei anderen Religionen anfangs auch noch keine allgemeine Grundlage gab (du definierst hier Grundlage etwas anders als ich) und dass der Jediismus auf Grund seines jungen Alters erst im Laufe der Zeit seine Grundlage definieren (und verbreiten?) wird.


Ich definiere Grundlage gar nicht. Ich übertrage das was du dem Jediismus unterstellst einfach blanko aufs Christentum.
Für das Christentum war am Anfang nicht viel mehr nötig als an einen Heiland (Also Christus) und einen Gott zu glauben.
Für den Jediismus war nicht viel mehr nötig als eine synkretisch-idealisierte Darstellung einer Gruppierung(die Jedi) als inspirierend zu betrachten.

Dass du dann Dinge, die frühe Christen gar nicht kannten zur Grundlage erhebst ist deine Sache.

Zwar ist das Christentum erst nach vielen Jahrhunderten die Art Gruppe geworden die du dir vom Jediismus wünschst, aber ich würde auch nicht erwarten, dass der Jediismus den gleichen Weg einschlägt, selbst wenn du ihm die 400 Jahre Zeit gibst, die das Christentum brauchte.
Dass Alleinherrscher Staatsreligionen bestimmen und Schlachten in ihrem Namen schlagen ist irgendwie außer Mode gekommen.
Auch das ganze Konzept ist anders.
Das Christentum basierte darauf Fremden und den eigenen Nachkommen die entsprechende Sicht aufzuzwingen.
Ein Konzept das der Jediismus ebenfalls nicht verfolgt.

Die meisten älteren Religionen basieren darauf, dass sie dir erzählen woran du zu glauben hast.
Der Jediismus ermuntert dich dazu deinen Weg selbst zu finden.
Wenig überraschend, dass es bei ersterem leichter ist die Gefolgschaft auf einer Linie zu halten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 14:39 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Diversität einerseits, aber es ist auch sehr viel leichter, Inhalte überhaupt erst einmal bekannt zu machen, was ja deiner eigenen Aussage nach im Christentum lange ein Problem darstellte. Trotzdem kennt kaum jemand den Jediismus geschweige denn, was genau dahinter steckt - oder ist das nur meine subjektive Wahrnehmung?

Zitat:
Für den Jediismus war nicht viel mehr nötig als eine synkretisch-idealisierte Darstellung einer Gruppierung(die Jedi) als inspirierend zu betrachten.

Darum eben geht es mir. Die Jedi werden idealisiert und sind Inspiration für den Jediismus. Wieso wird dann aber so wenig von ihnen tatsächlich übernommen, wie man oben in meiner Auflistung erkennen kann?

Zitat:
Das Christentum basierte darauf Fremden und den eigenen Nachkommen die entsprechende Sicht aufzuzwingen.
Ein Konzept das der Jediismus ebenfalls nicht verfolgt.

Die meisten älteren Religionen basieren darauf, dass sie dir erzählen woran du zu glauben hast.
Der Jediismus ermuntert dich dazu deinen Weg selbst zu finden.

Diese Aussagen sind mir ein wenig zu undifferenziert. Auch, wenn ich selber glücklich wäre, wenn es in einigen Bereichen eine klare Trennung von Religion/Kirche und Staat gäbe, glaube ich nicht, dass das Problem in den jeweiligen Religionen liegt sondern eher an den gesellschaftlichen bzw. geschichtlichen Hintergründen, die es in den entsprechenden Zeiten gab und noch bis heute Einfluss haben. Du hast ja selber mal geschrieben, dass die Kreuzzüge vorrangig politisch motiviert waren. Ebenso ist es in vielen anderen Zeiten gewesen, dass der Glaube als Machtwerkzeug missbraucht worden ist. Das ist aber dadurch nicht zwangsweise Inhalt der jeweiligen Religion.

Ich finde es schade, dass du nur auf einzelne Punkte eingehst, meine Fragen zum Jediismus aber nicht beantwortest.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 22:34 
Tritorianer Orden <Θ>
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Zitat:
Trotzdem kennt kaum jemand den Jediismus geschweige denn, was genau dahinter steckt - oder ist das nur meine subjektive Wahrnehmung?


Über den Jediismus gab es definitiv früher Aufmerksamkeit als für das Christentum.
Kannst ja mal vergleichen wann der erste Fernsehbeitrag über den Jediismus lief und wann der erste zeitgenössische Schriftsteller angefangen hat das Christentum zu erwähnen.....


Zitat:
Darum eben geht es mir. Die Jedi werden idealisiert und sind Inspiration für den Jediismus. Wieso wird dann aber so wenig von ihnen tatsächlich übernommen, wie man oben in meiner Auflistung erkennen kann?


Und das ist im Christentum anders?
Ich sag nur die andere Wange......


Zitat:
Diese Aussagen sind mir ein wenig zu undifferenziert. Auch, wenn ich selber glücklich wäre, wenn es in einigen Bereichen eine klare Trennung von Religion/Kirche und Staat gäbe, glaube ich nicht, dass das Problem in den jeweiligen Religionen liegt sondern eher an den gesellschaftlichen bzw. geschichtlichen Hintergründen, die es in den entsprechenden Zeiten gab und noch bis heute Einfluss haben. Du hast ja selber mal geschrieben, dass die Kreuzzüge vorrangig politisch motiviert waren. Ebenso ist es in vielen anderen Zeiten gewesen, dass der Glaube als Machtwerkzeug missbraucht worden ist. Das ist aber dadurch nicht zwangsweise Inhalt der jeweiligen Religion.


Das Vernichten von Ungläubigen in der heiligen Schrift zu verherrlichen macht es arg leicht.
Aber ich merk schon wieder, dass du in dein Abwehrschema verfällst.
Lassen wir das.


Zitat:
Ich finde es schade, dass du nur auf einzelne Punkte eingehst, meine Fragen zum Jediismus aber nicht beantwortest.


Du scheinst einfach gar nicht zu merken, wenn sie beantwortet werden.
Im Prinzip schreib ich schon zum dritten mal das gleiche.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 09.07.2016, 22:39 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Ich hätte zum Beispiel gerne gewusst, was deiner Meinung nach konkret von den Filmjedi in den Jediismus übernommen worden ist oder übernommen werden sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 01:37 
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Ryia Nakala hat geschrieben:
Glauben an die Macht Das Glauben an eine Art Lebensenergie, die alles durchdringt kenne ich aus verschiedenen fernöstlichen Religionen und auch aus der TCM ("Qi"), das ist weder neu, noch brauche ich dafür eine gesonderte spirituelle Richtung. Im Jediismus wird es zu etwas erhoben, mit dem Agnostiker gerne argumentieren, weil es Spielraum für alles mögliche lässt, aber nunmal eine gewisse "höhere Existenz" und Sinnhaftigkeit schafft.


Niemand hat gesagt, dass 1. Die Idee der Macht vom Qi abweicht (es wird sogar oft damit verglichen), noch dass 2. daran etwas neues ist oder 3. dass es den Jediismus zwingend dafür braucht. Es geht beim Jediismus nicht zentral darum. Warum nicht? Im StarWars - Universum ist die Macht eine real existierende, messbare, wissenschaftlich erfahrbare Sache. In unserer realen Welt taugt sie höchstens zur religiösen Betrachtung.

Ryia Nakala hat geschrieben:

Bewusstes Einsetzen der Macht Gedankenmanipulation, Psychokinese,... Naja ich glaube, wer es schonmal versucht hat, hat nicht mehr als hochgezogene Augenbrauen oder ein amüsiertes Grinsen geerntet ;)



Natürlich. Es gibt wenig Jedi, die glauben, dass das wirklich geht. Habe es aber auch schon erlebt. Das sind aber auch ansonsten eher Menschen, die wissenschaftliches Denken eher ablehnen und an sehr viel Esoterik glauben.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Jediausbildung Wird zwar von den meisten Orden betrieben, allerdings in geringerer Intensität, inhaltlich stark von den Filmjedi abweichend und im Vergleich mit anderen Orden sehr uneinheitlich.


Die Intensität ist gering, da Jediorden eher freizeitlich organisiert sind, niemand tritt einem Jediorden bislang bei wie einem Mönchsorden, da kann man dann auch nicht die gleichen Maßstäbe anlegen. Inhaltlich weicht es stark ab, zum Beispiel ergibt es keinen Sinn den "Umgang mit der Macht" zu lehren, wenngleich es bei manchen Orden ein Ausbildungsthema ist.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Lichtschwerter als Waffe Manche Jediisten betreiben ersatzweise Training mit Übungsschwertern, allerdings sind das nur einzelne der vielen Orden und es unterschiedet sich sowohl im Ergebnis als auch in Alltagsrelevanz stark vom Jedivorbild.


Es ist offenkundig, dass die Alltagsrelevanz von Schwertern in unserer Gesellschaft eben nicht gegeben ist. Dennoch ist es eine interessante sportliche Betätigung.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Jediroben als Alltagskleidung Jediroben sind bei den meisten Jediisten eher verpöhnt...


Verpöhnt nicht, aber eben völlig unpraktisch in unserer Welt. In der Welt der Filmjedi eben nicht.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Keine Liebesbeziehungen keine Relevanz im Jediismus


Wieso auch?

Ryia Nakala hat geschrieben:
Materieller Verzicht Keine große Bedeutung im Jediismus und schwer innerhalb des normalen gesellschaftlichen Umfeldes umsetzbar.



Wieder: Wieso auch? Wobei Bescheidenheit oft als Thema aufkommt.

Ryia Nakala hat geschrieben:

Kodex:
„Es gibt keine Gefühle, es gibt Frieden.
Es gibt keine Unwissenheit, es gibt Wissen.
Es gibt keine Leidenschaft, es gibt Gelassenheit.
Es gibt kein Chaos, es gibt Harmonie.
Es gibt keinen Tod, es gibt nur die Macht.“
Wird in der Form von den wenigsten Orden anerkannt, da er als unlogisch, widersprüchlich und unnatürlich gilt. Die Kodizes der einzelnen Orden haben zwar einen mehr oder weniger großen Bezug zu diesem Grundkodex, jedoch sind die Abweichungen häufig so groß, dass es schon fast nichts mehr mit dem Filmkodex als Vorlage zu tun hat.


Der Kodex ergibt ebenfalls nicht viel Sinn in unserer Gesellschaft, wobei es Orden gibt die ihn so verwenden aber eben ein wenig uminterpretieren.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Gemeinnützigkeit, Schutz von schwächeren Der Gedanke ist bei vielen vorhanden, in der Umsetzung auf Ordensebene jedoch eher schwach ausgeprägt... Ansich ist das ja auch nichts typisch jediistisches. Das hab ich damals schon so bei den Pfadfindern gelernt ;) https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfindergru%C3%9F


Umsetzung schwach ausgeprägt? Was ist dein Maßstab für einen Orden denn? Wir machen das alles über das Internet und Abends in der Freizeit. Wie oben bereits erwähnt: Es gibt keine Jediistischen Mönchsorden.

Ryia Nakala hat geschrieben:
@Aran jajaja hier zu lesen und zu schreiben, dafür hast du Zeit, aber nicht um mit mir Schach zu spielen? :P


Jap. Als ich das fertig geschrieben hatte, bin ich kurz darauf los zur Hochzeit. Tut aber hier nichts zur Sache.


---


Der Punkt ist für mich gerade ein wenig irritierend. Die Filme sind die Basis für die Idee des Jediismus. Die Ideale der Filmjedi wurden als Grundlage genommen, dann wurden quasi synkretistisch Teile aus realen Religionen (Daoismus wird oft als Vorbild genannt), den Filmjediidealen und eigene Ideen zusammengebracht.

Natürlich nimmt man nicht alles wörtlich mit hinüber. Es gibt eine (unbestätigte Geschichte, vermutlich eher eine Legende, aber dennoch bezeichnend) über einen Druidenorden in England, der sich in den 70er-Jahren in England bildete, sich synkretistisch Ideen aus bestehenden Religionen aneignete und dann versuchte danach zu leben. Man hatte dafür aber keinen Namen gefunden, was nicht weiter störte. Als dann StarWars kam, haben die Mitglieder bemerkt, dass die Filmjedi genau das zu Leben versuchen, was die Ordensgeschwister sich als Ziel setzten, also adaptierte man den Namen "Jedi", ohne zu ahnen, dass dieser Begriff sehr bekannt werden wird. So wird, wie gesagt als Legende, die ich nicht ganz so glaube, erklärt, wo reale Jedi in England herkamen ursprünglich.

Ich finde, das trifft jedoch ganz gut, wie der Jediismus funktioniert. Wir alle leben nach Ideen und Idealen. Manche von uns haben sich da explizit besonders "gute" Ziele zu setzen versucht. Fast jeder Jedi den ich kenne erzählt, dass man den Jediismus fand und in der Definition sich selbst wiederkannte und daher hängen blieb.

Natürlich sind davon keine Ideen neu, warum auch? Die Welt existiert bereits lange, es gab schon viele gute Ideen, wie man mit Menschen, der Welt, den Tieren, der Umwelt etc. umgeht. Aber wenn man sich in keiner Religion oder Philosophischen Richtung so wirklich zuhause fühlt, kann man Teile nehmen und sich danach richten, ohne sich direkt einer bestehenden Gruppe anzuschließen. Wenn sich dann jedoch eine Gruppe findet, die Ideale teilt, warum dann nicht zusammentun?

Ich liebe die jediistische Idee. Klar, es gibt Pfadfinder, es gibt Daoismus, es gibt Christentum, es gibt alles mögliche. Alle tun sie gute Dinge, aber nichts hat mich wirklich jemals überzeugt. (Ok, Pfadfinder finde ich an sich super, war aber nie einer).

Die Jediisten mögen noch keine gemeinsame klare Linie haben, was sie sind. Aber tut das etwas zur Sache? Viel lebt auch vom Austausch, der Diskussion, dem Miteinander, was uns alle weiterbringt. Man lernt, man entwickelt sich, das ist der für mich wichtige Punkt. Nennen kann man das von mir aus auch anders, das ist mir relativ egal.


Kurze Geschichte davon, wie der Aran zum Jediismus kam. Ich fand damals, zu einem Artikel zu StarWars, den Hinweis, dass es Jediisten gäbe. Ich fand das erst einmal witzig und absurd, dachte, das sind Fans die es übertreiben. Dann fand ich durch Suche den "Orden der Jedi" und den "Orden der Hoffnung" und habe mir beide angeschaut und gemerkt, die meinen das ernst. In einer Welt, in der viele Menschen nur noch an sich denken und sich egoistisch verhalten, in der kaum noch jemand alten Menschen zu helfen scheint oder mit den Nachbarn spricht, fand ich es inspirierend, dass es da wohl eine Gruppe gibt, die sich mehr für Menschen und für ein Miteinander einsetzen möchte. Wieder mehr Tugenden, der OdJ hat damals von dem wiederauflebenlassen der Rittertugenden gesprochen, fand ich eine sehr schöne Idee und das finde ich immer noch.

Die Jedi fühlten sich nach Gleichgesinnten an und ich sehe nicht, wieso die positiven Werte jetzt weniger Wert sind, nur weil sie nicht einzigartig sind. ;-)

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"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 01:39 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Registriert: 24.01.2013, 17:15
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Wohnort: Dudweiler
Ryia Nakala hat geschrieben:
Ich hätte zum Beispiel gerne gewusst, was deiner Meinung nach konkret von den Filmjedi in den Jediismus übernommen worden ist oder übernommen werden sollte.


Achja, dazu noch aus meiner Sicht:

- Altruismus
- Bedachtheit
- Selbstdisziplin
- Streben nach Wissen
- Streben nach Frieden
- Demut
- Aufrichtigkeit
- Toleranz

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"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 20:56 

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Bitte zeigt mir eine einzige Religion, die von mehr als zwei Individuen verfolgt wird und in der völlige Einigkeit herrscht.

Es gibt weder DAS Christentum, noch DEN Islam oder DEN Buddhismus...etc. überall gibt es verschiedenste Strömungen, Sekten, Mischungen, als warum bitte soll es ausgerechnet DEN Jediismus geben?! Das wäre völlig gegen jede menschliche Natur.
DEN Jediismus hättest Du vielleicht, mit ganz viel Glück nach einer ordentlichen Gehirnwäscheparty. Aber das würde sicherlich dem jediistischen Grundgedanken völlig widersprechen.
Selbst in den krassesten Sekten gibt es Hardliner und welche, die's nicht so genau nehmen.

Bei einer Philosophie brauchen wir da schon gar nicht drüber nachdenken, alle gleichmachen zu wollen. Eine Philosophie ist noch viel mehr im Fluss, wird weiterentwickelt und basiert oftmals auf den Gedanken einzelner oder einer kleinen Gruppe.

Wie also soll eine moderne Denkrichtung, eine Lebenseinstellung BEIDE Modelle (starres religionsartiges Gerüst UND philosophische Freiheit) gleichermaßen erfüllen?

Überspitzt ausgedrückt funktionieren die jediistischen Orden, wie früher die Anbetung von Lokalgottheiten. Es geht natürlich nicht darum, einen Schrein aufzustellen oder sakrale Statuetten zu beweihräuchern, sondern es geht darum, in der medialen Welt an gemeinsamen Plätzen mit gemeinsamen Bestrebungen zusammenzufinden und innerhalb der Gruppierung Gemeinsamkeiten zu finden respektive anzustreben. Diese Plattform hier ist das Forum, der Ort zum Gedankenaustausch, man findet Gemeinsamkeiten, man findet Unterschiede, man kann Ideen übernehmen, wenn man will, man kann sich an Diskussionen beteiligen oder sich schlicht berieseln lassen.

Jediismus ist ein bunter Haufen Philosophen und Weltverbesserer und das ist das attraktive daran!
Wir brauchen nicht noch eine fanatische Gruppierung, die tumbe Zeitgenossen für "ihre Sache" rekrutiert und gleichschaltet!

Naja und das wir nicht wie Mönche in gleichen Kutten rumlaufen und nicht wie Kämpfer mit Waffen herumfuchteln, ist die direkte Folge daraus (aus dem bunten Haufen)!
Ach, sogar der Pfarrer trägt gern Jeans und auch der Polizist legt in seiner Freizeit Uniform und Waffe ab.
Es ist mir nicht bekannt, dass es hauptamtliche Jedi(isten) gibt, die sonst nicht viel im Leben tun, außer einfach nur "wahre Jedi(isten)" zu sein und daher tagtäglich und voller Überzeugung in Robe und mit Lichtschwert herumlaufen und neben all ihren altruistischen Machenschaften auf der Domplatte oder der Fußgängerzone den Kodex predigen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 21:48 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Ich weiß nicht, was hier immer diese zum Teil doch sehr spitzen Seitenhiebe auf das Christentum und andere Religionen sollen... Das mit der Toleranz ist dann wohl doch nicht ganz so jediistisch... Zumindest habe ich sowas zuvor noch nie so in dem Maße erlebt und ich komme aus einer eher weniger gläubigen Familie und habe einen vorwiegend atheistischen Freundes- und Bekanntenkreis.

Dieser Thread hier sollte weder den Jediismus in irgendeiner Form klein machen, noch eine andere Richtung dementsprechend erheben. Ich habe einfach immer mehr das Gefühl, dass es viel Unklarheit gibt, was der Jediismus überhaupt beinhaltet (zumindest bei mir). Dem einfach nur gegenüber zu stellen, was andere Religionen vielleicht alles so falsch machen, finde ich nicht hilfreich. Es ist nicht so, dass ich eine dogmatische Lehre vermisse oder mich nach irgendwelchen Liturgien sehne. Mir geht es nur darum, dass wir eine Bezeichnung für eine bestimmte Weltanschauung haben, die aber bisher sehr unscharf definiert, was diese Gruppe alles ausmacht.

Das einzige, was im Grunde von meinen aufgezählten Punkten übrig bleibt, ist ein Ausbildungssystem basierend auf verschiedenen Rängen und die Ansicht, dass man in irgendeiner Form als Orden einen Kodex haben sollte.

Zitat:
Umsetzung schwach ausgeprägt? Was ist dein Maßstab für einen Orden denn? Wir machen das alles über das Internet und Abends in der Freizeit. Wie oben bereits erwähnt: Es gibt keine Jediistischen Mönchsorden.

Kannst du mir mehr als 2 gemeinnützige Projekte nennen, die von Jediorden innerhalb der letzten Jahre umgesetzt worden sind? Ich rede jetzt ausschließlich von Projekten auf Ordensebene, nicht das was jeder privat für sich so macht. Da besteht meiner Meinung nach großer Veränderungsbedarf!

Zitat:
- Altruismus
- Bedachtheit
- Selbstdisziplin
- Streben nach Wissen
- Streben nach Frieden
- Demut
- Aufrichtigkeit
- Toleranz


Was diese Punkte angeht, so würde ich mir wünschen, dass du, Aran, nochmal kurz erläuterst, inwieweit und an welchen Stellen du diese als "umgesetzt" bezeichnest. Also in welcher Form sie umgesetzt werden oder ob es sich lediglich um einen Wunsch von dir handelt. Was Altruismus angeht, habe ich ein wenig Probleme mit der Definition, weil ich nicht denke, dass wir tatsächlich selbstlos handeln können (das Thema gab es ja an anderer Stelle schon). Wenn du damit "Gemeinnützigkeit" meinst, habe ich ja schon oben etwas dazu geschrieben. Die anderen Punkte sehe ich gemischt. Bei manchen bin ich mir nicht mal sicher, ob die Filmjedi diese überhaupt vorleben, bei anderen finde ich hat der Transfer bisher nicht gut geklappt, manches mag im Jediismus seinen Platz gefunden haben. Wie gesagt, eine kurze Erläuterung wäre da hilfreich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 22:28 

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Ehrlich gesagt denke ich, dass ein "Ausbildungssystem" das unnötigste an der Sache ist. Ein Nice-to-have, aber wie Du schon bemerkt hast, ist alles recht schwammig, jeder Meister erklärt seinem Padawan den Jediismus, wie er ihn versteht. Es gibt kein Buch "Jedi für Angefangene" oder so.

Jediismus ist momentan der gequirlte Rührteig, Zutaten findest Du in allen Religionen quer durch die Menscheit, fertig ist der Kuchen aber noch lange nicht: jeder füllt ihn in passende Kodex-Formen, bäckt ihn in seinem Orden gar und garniert ihn hinterher mit allerlei Ordensritualen.

Die bestehenden Religionen sind halt schon fertige Kekse in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, da langst Du in die große göttliche Keksdose und findest irgendwann den richtigen Keks, der voll nach Deinem Geschmack ist!

Ich denke, wenn der Jediismus jemals in dieser tollen Keksdose landet, dann auch nur in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Formen, niemals mit immer gleichen 52 Zähnen und Industriearoma. Wäre das denn so schlimm, hausgemacht-individuell zu sein, anstatt industriell vorgefertigt?


Wenn wir ein einigermaßen einheitliches jediistisches Prinzip schaffen wollen, kommen wir nicht um ein Konzil herum, an dem alle vorhandenen Orden aktiv teilnehmen.
Ich sehe hierzu aktuell jedoch weder Bedarf, noch Notwendigkeit. Dazu sind wir schlicht zu wenige mit zu unterschiedlichen Ansichten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 22:57 
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Joa, ist zumindest ne recht klare Aussage zu dem Thema, kann ich so stehen lassen...

Was mir jedoch immer wieder auffällt ist, dass sich der Jediismus eigentlich als synkretisch darstellt und ich schon von diversen Leuten gehört habe, er stelle keinen Widerspruch zu einer religiösen Gläubigkeit dar. Ich selber wurde schon als Jediistin bezeichnet, mit dem Wissen, dass ich Christin bin und man hebt immer wieder hervor wie tolerant man ist. Aber dann sind es wieder 2 verschiedene Kekse, von denen der eine (na welcher wohl?) einen "Industriegeschmack" hat und man hört eigentlich von der gesamten jediistischen Front fast nur negatives über (monotheistische) Religionen. Woher kommt das? Ist das wirklich hilfreich?

"Beginne bei den Gemeinsamkeiten" hat man mich gelehrt... andere Meinungen stehen lassen können, nicht vorschnell urteilen, es hinnehmen, dass man nicht immer jemanden findet, der die eigene Meinung teilt, Brücken zu bauen, anstatt Gräben zu ziehen... Ja, vielleicht klingt das jetzt ein wenig melodramatisch, aber gerade wenn ich mir die Welt so anschaue, empfinde ich das als wichtiger als vieles andere. Ich hatte z.B. vor kurzem ein Gespräch mit einer Muslimin über Ramadan und mir ist aufgefallen, wie viele Religionen in irgendeiner Form fasten. Eine total wichtige Sache (und Gemeinsamkeit), um Körper und Geist zu reinigen und sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. In Zeiten in denen eine riesige Lücke klafft zwischen Menschen, die hungern und um ihr Leben fürchten und denen die völlig übersättigt sind (nicht nur in Bezug auf Nahrung) und Ressourcen verschwenden, finde ich es sehr lehrreich, mal bewusst zu verzichten.

Mh das geht jetzt wieder etwas weg vom Ursprungsthema und ich selber wollte hier eigentlich gar nicht groß auf das Thema "Religion und Jediismus" einsteigen, aber ein paar Aussagen haben mich dann doch dazu gebracht. Ich hoffe das war ok und keiner fühlt sich davon angegriffen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus
Verfasst: 10.07.2016, 23:09 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
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Industriekekse sind nicht schlechter oder besser.
Es gibt sie einfach schon länger, die optimalen Formen dafür sind schon lange gefunden und entwickelt. Auch Industriekekse wurden mal in liebevoller Handarbeit gebacken und auch sie ändern ab und zu noch mal was am Geschmack oder an der Verpackung.
Aber da sie sich anscheinend bewährt haben über viele, viele Jahre, gibt es 'en gros', jeder kennt sie und hat zumindest schonmal gehört, wie sie angeblich schmecken sollen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 10.07.2016, 23:44 
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So oder so hatten viele Aussagen vorher schon eher eine andere Note...

Das "lustige" ist ja, dass ich meinen eigenen Glauben aus diesem Thread eigentlich komplett heraushalten wollte, weil es mir hier nur um mein Interesse am Jediismus ging. Weil dann aber dermaßen viele Aussagen in eine entsprechende Richtung gingen, war mir das irgendwann nicht mehr möglich.

Ich habe nochmal darüber nachgedacht, warum ich für mich so klar sage, dass ich keine Jediistin bin und es ist genau DAS. Der Jediismus scheint ansich sehr offen zu sein und es gab mal tatsächlich einen Weg für mich, Glauben und Jediismus miteinander zu vereinen, auch wenn ich mich auf Grund meines Negativeindrucks bezüglich Toleranz von Religion und des Bedürfnisses der Abgrenzung, damals auch schon nicht als "Jediistin" bezeichnet habe. Inhaltlich war ich es vielleicht (Christin aber auch nach wie vor). Doch es gab immer wieder von jediistischer Seite aus sehr negative bis hin zu abwertenden und sogar beleidigenden Aussagen über meinen Glauben und darüber wie Christen (angeblich) leben, die mich sehr verletzt haben. Dazu kam schon im Grunde immer die in diesem Thread angesprochene Unsicherheit darüber, was der Jediismus nun WIRKLICH beinhaltet (um meinen von einigen Jediisten vermittelten Eindruck nicht auf den Gesamtkontext zu übertragen) mit Phasen, in denen ich glaubte eine Antwort (ungefähr) zu wissen, in denen ich aber doch mehr oder weniger unterbewusst viel von dem, was ich von einzelnen Jediisten kannte, auf den Gesamtkontext bezog. Mein Gedanke war dann sehr schnell "Wenn DAS Jediismus ist, kann das für mich nicht richtig sein". Ob richtig oder falsch, leider hat dieser Thread bisher nicht unbedingt dazu geführt, mein Bild zu revidieren...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 11.07.2016, 00:09 

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Dann die klare Gegenfrage an Dich, Ryia:
Wie müsste Jediismus genau FÜR DICH gestaltet sein, damit Du Dich selbst freien Herzens als Jedi(ist) bezeichnen könntest?

Vielleicht bringt Deine Antwort uns alle der allgemeinen Frage "was ist Jediismus?" näher...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 11.07.2016, 06:35 
Tritorianer Orden <Θ>
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Zitat:
Was mir jedoch immer wieder auffällt ist, dass sich der Jediismus eigentlich als synkretisch darstellt und ich schon von diversen Leuten gehört habe, er stelle keinen Widerspruch zu einer religiösen Gläubigkeit dar. Ich selber wurde schon als Jediistin bezeichnet, mit dem Wissen, dass ich Christin bin und man hebt immer wieder hervor wie tolerant man ist. Aber dann sind es wieder 2 verschiedene Kekse, von denen der eine (na welcher wohl?) einen "Industriegeschmack" hat und man hört eigentlich von der gesamten jediistischen Front fast nur negatives über (monotheistische) Religionen. Woher kommt das? Ist das wirklich hilfreich?


Monotheistische Religionen haben Kritikern im Laufe der Zeit viel Futter geliefert.
Niemand kritisiert, dass Christen Kirchen bauen oder Muslime Ramadan halten.
Aber besagte Religionen haben im Verlauf ihrer Geschichte eben auch ohne jeden politischen Hintergrund schon Massenmorde begangen.
Wer da ohne darüber zu reflektieren "Brücken bauen" oder solche Dinge als "Meinung stehen lassen" will kann sich auch gleich in Toleranz mit der Rassenlehre üben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 11.07.2016, 08:59 
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Ryia Nakala hat geschrieben:
Ich weiß nicht, was hier immer diese zum Teil doch sehr spitzen Seitenhiebe auf das Christentum und andere Religionen sollen... Das mit der Toleranz ist dann wohl doch nicht ganz so jediistisch... Zumindest habe ich sowas zuvor noch nie so in dem Maße erlebt und ich komme aus einer eher weniger gläubigen Familie und habe einen vorwiegend atheistischen Freundes- und Bekanntenkreis.


Ich weiß nicht, was du jetzt speziell mit den spitzen Seitenhieben meinst hier, ich sehe keine in den letzten Beiträgen von Amatra und mir. Allgemein ist es aber eben so, dass es auch durchaus berechtigte Kritik am Christentum gibt. Das mag nicht für jeden einzelnen Christen gelten, aber das größte Aushängeschild der christlichen Gemeinschaft ist die katholische Kirche und da lässt sich eines vom anderen nicht so leicht trennen, wenn man Kritik übt.

Warum Kritik intolerant sein soll erschließt sich mir nicht. Ich respektiere und toleriere jeden persönlichen Glauben, auch wenn ich ihn persönlich für irrational halte. Ich habe Intoleranz gegenüber Gläubigen bisher nicht sehr präsent erlebt innerhalb jediistischer Gruppen. Kritik wird natürlich geübt, aber das sollte erlaubt sein, denke ich.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Dieser Thread hier sollte weder den Jediismus in irgendeiner Form klein machen, noch eine andere Richtung dementsprechend erheben. Ich habe einfach immer mehr das Gefühl, dass es viel Unklarheit gibt, was der Jediismus überhaupt beinhaltet (zumindest bei mir). Dem einfach nur gegenüber zu stellen, was andere Religionen vielleicht alles so falsch machen, finde ich nicht hilfreich.


Da missverstehst du das Prinzip der Gleichnisse. Du übst Kritik am Jediismus, das ist dir unbenommen. Die Kritik, dass es keine gemeinsame Definition davon gibt, was denn Jedi sind, dass es schwer ist zu erkennen, was Jediismus definiert, die ist nicht ohne Fundament. Den Vergleich zu ziehen mit anderen Religionen, zum Beispiel dem Christentum, um zu erkennen, dass das kein spezielles Problem der Jediisten ist, in den Anfängen noch keine klare Linie zu haben, soll einfach nur das Problem relativieren und aufzeigen, dass das nicht bedeuten muss, dass etwas völlig falsch läuft. Wenn es auch bei anderen Religionen solche Phasen gab, dann ist das wohl ein natürlicher Teil der Entwicklung und damit nichts schlimmes.

Das soll dann weder eine Ausflucht sein noch soll es das Christentum angreifen, man vergleicht, zieht Schlüsse und versteht Zusammenhänge, mehr nicht. Dass das Christentum immer wieder als Vergleich gebracht wird liegt nicht zwingend an dir, sondern eher daran, dass es eben die vorherrschende Religion in unserer Gesellschaft ist, mit der man sich dann ganz selbstverständlich vergleicht.

Das Christentum habe ich recht früh in diesem Beitrag erwähnt, aber nicht um es abzuwerten oder weil du Christin bist, sondern lediglich deshalb, weil es sich als Vergleichsbasis anbietet, da jeder etwas damit anfangen kann.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Es ist nicht so, dass ich eine dogmatische Lehre vermisse oder mich nach irgendwelchen Liturgien sehne. Mir geht es nur darum, dass wir eine Bezeichnung für eine bestimmte Weltanschauung haben, die aber bisher sehr unscharf definiert, was diese Gruppe alles ausmacht.


Da stimme ich dir ja, wie oben bereits erwähnt, absolut zu. Auch wenn es diverse "Strömungen" im Jediismus gibt, wenn man das so nennen kann bei einer derart kleinen Gruppe von Menschen, die es erst seit einigen Jahren gibt, sollte man einen zentralen Kern erkennen können und ich finde, den kann man erkennen.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Das einzige, was im Grunde von meinen aufgezählten Punkten übrig bleibt, ist ein Ausbildungssystem basierend auf verschiedenen Rängen und die Ansicht, dass man in irgendeiner Form als Orden einen Kodex haben sollte.


Damit verneinst du meine Ausführungen. Schade.

Ryia Nakala hat geschrieben:
Kannst du mir mehr als 2 gemeinnützige Projekte nennen, die von Jediorden innerhalb der letzten Jahre umgesetzt worden sind? Ich rede jetzt ausschließlich von Projekten auf Ordensebene, nicht das was jeder privat für sich so macht. Da besteht meiner Meinung nach großer Veränderungsbedarf!


Die meisten Orden sind sehr klein, da ist es nicht direkt möglich sich derart zu engagieren. Wir sind alle in der Findungsphase und in der Selbstdefinition, da ist wenig Raum, bereits Dinge nach außen zu tragen. Du verlangst also, dass hier an verschiedenen sehr schweren Baustellen parallel gearbeitet wird. Außerdem muss es für mich nicht zwingend so sein, dass es nur um Projekte geht, die innerhalb eines Ordens organisiert werden. Wenn Jedi etwas unabhängig vom Orden tun, ist dass schließlich auch etwas, was auf den Charakter von ebenden Menschen schließen lässt, die sich Jedi nennen.

Dennoch gab es bereits solche Projekte. Ich kenne nicht alle Details, aber der Orden der Hoffnung hat zum Beispiel bereits Hilfsprojekte für Katastrophenopfer über den Orden organisiert und ich meine mich zu erinnern, dass es Spielzeugsammlungen für Kinderprojekte/Kinderhäuser oder so etwas gab. Das geschah durch eine Planung innerhalb des Ordens und wurde auch dann unter dieser Flagge getätigt.

Aber es geht um das Ideal. Jedi wollen sich kümmern und schwächeren helfen, sie wollen Beschützter sein. Das ist ein Ideal, man hält das für eine gute Tugend und das ist das was ich angesprochen habe. Dafür muss man keine X Hilfsprojekte aufweisen können, es geht darum, dass die einzelnen sich das zu Herzen nehmen. Daher finde ich die Abgrenzung, dass es nur dann zählt, wenn der Orden es als Orden auf die Beine stellt, unfair.


Ryia Nakala hat geschrieben:
Zitat:
- Altruismus
- Bedachtheit
- Selbstdisziplin
- Streben nach Wissen
- Streben nach Frieden
- Demut
- Aufrichtigkeit
- Toleranz


Was diese Punkte angeht, so würde ich mir wünschen, dass du, Aran, nochmal kurz erläuterst, inwieweit und an welchen Stellen du diese als "umgesetzt" bezeichnest. Also in welcher Form sie umgesetzt werden oder ob es sich lediglich um einen Wunsch von dir handelt. Was Altruismus angeht, habe ich ein wenig Probleme mit der Definition, weil ich nicht denke, dass wir tatsächlich selbstlos handeln können (das Thema gab es ja an anderer Stelle schon). Wenn du damit "Gemeinnützigkeit" meinst, habe ich ja schon oben etwas dazu geschrieben. Die anderen Punkte sehe ich gemischt. Bei manchen bin ich mir nicht mal sicher, ob die Filmjedi diese überhaupt vorleben, bei anderen finde ich hat der Transfer bisher nicht gut geklappt, manches mag im Jediismus seinen Platz gefunden haben. Wie gesagt, eine kurze Erläuterung wäre da hilfreich.


Ich rede nicht von einem Wunsch von mir. Du hast gefragt, welche Teile von dem, was die Orden als Jediistisch ansehen, übernommen wurde aus den Filmen. Wie kann man Ideale "Umsetzen"? Woran misst man das? Es geht darum, wie die Orden sich selbst und ihre Mitglieder als Jedi definieren und das sind Punkte, die auch in den Filmen vorkommen. Die Diskussion drehte sich darum, ob die Filme tatsächlich als Vorlage herhalten, ob tatsächlich daraus Inhalte übernommen wurden oder nur der Name und offensichtlich sind Inhalte übernommen worden. Vielleicht nicht von allen Orden, vielleicht nicht von allen Jedi, das mag sein.

Toleranz ist ein starkes Wort. Man könnte meinen, es ist selbstverständlich aber das ist es in unserer Gesellschaft nicht. Alle Jedi die ich kenne, möchten dieses Ideal leben. Das ist aber nicht immer einfach, wir sind zum Beispiel alle Alltagsrassisten. Jeder von uns, das ist auch kein Vorwurf sondern gesellschaftliche Prägung. Das zu begreifen, zu überwinden und tolerant zu sein, ist ein Ideal, welches selbstverständlich ist. Ich kenne nicht alle Kodices auswendig, aber wenn ich einen lese, ist das oft ein Punkt der vorkommt.

Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind ein ähnliches Beispiel. Niemanden betrügen oder übervorteilen, offen sein, ehrlich mit den Mitmenschen umgehen und aufrichtig zu Taten stehen, auch zu Fehlern.

Demütig sein bedingt, dass man weiß, dass man sein Leben lang lernt. Und diese Demut, aber auch die Disziplin sich selbst weiter zu entwickeln, spiegelt sich alleine darin schon, dass es in jedem Orden ein Ausbildungssystem zu geben scheint, welches nicht nur Padawan ausbildet, sondern auch die Meister/Ritter/Dozenten weiterbilden soll. Streben nach Wissen gehört da mit hinein.

Jedi sind friedliebend, Gewalt nur dann, wenn sie unvermeidlich ist. Selbst Vrooktar (Sorry mein Freund, aber du passt so gut in dieses Beispiel. ;-) ) bekämpft nicht Menschen aus Spaß, aber er weiß sich und andere zu verteidigen.

All das sind Ideale, man kann jetzt keinen Grad der Umsetzung messen, aber sie sind vorhanden. Man müsste alle Kodices sichten um zu sehen, ob alle Orden das in ihrem jeweiligen Kodex stehen haben, aber manche Punkte sind auch derart selbstverständlich, die werden dort vielleicht nicht einmal stehen, aber man würde zustimmen. Vielleicht werden einzelne auch einzelnen Punkten widersprechen, wer weiß. Aber dennoch sind es Punkte, die sich aus der Fantasy-Vorlage ableiten lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 11.07.2016, 12:48 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Um auf eine gemeinsame Basis zu kommen, was die Diskussion über die zentralen Inhalte des Jediismus sind, hier ein paar jediistische Kodices. Einige der von mir oben benannten Punkte, die ich als gemeinsame Basis ansehe, sind durchaus mehrfach wiederzufinden.

Bitte ergänzt fehlende, das sind die, die ich jetzt spontan finden kann.

Orden der Jedi / Tritorianerorden
Zuallererst, die älteste mir bekannte Fassung des Kodex des Jediordens/Orden der Jedi ist online nicht mehr verfügbar, die hängt unten als Text an, aus meinem persönlichen Archiv.

Dieser Kodex wurde weiterentwickelt und ist in der darauffolgenden Fassung, wenn ich das richtig sehe, heute noch der Kodex des Tritoianerordens, korrigiere mich, wenn ich mich irre, Vrooktar. Entstanden ist dieser meines Wissens nach ungefähr 2010. https://odj.xobor.de/t6f47-Der-Kodex.html

Eine wiederum abgewandelte Fassung des Kodex ungefähr 2012 findet sich unter https://www.jediorden.org/kodex/

Orden der Hoffnung
https://order-of-hope.com/index.php?faq/unsere-inhalte.6/category

Jediallianz
https://jediallianz.forumieren.com/t2-unser-kodex

Orden der neuen Republik
https://ornr.de/index.php?topic=20.0

Temple Of The Jedi Order
https://www.templeofthejediorder.org/doctrine-of-the-order

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Der alte Kodex des Jediordens, soweit mir bekannt aus dem Jahre 2008.

I. Tapferkeit
Ein Jedi gibt in allen Herausforderungen, egal ob im Kampf oder im täglichen Leben sein Bestes. Er strebt nach Kraft, vielmehr um der Gerechtigkeit dienen zu können, als seines eigenen Vorteils Willen. Ein Jedi strebt danach, sich körperlich, seelisch und geistig optimal zu entwickeln. Das erfordert Disziplin, Geduld und beständiges Üben. Ein Jedi ist sich immer bewusst, was hinter ihm und vor ihm liegt und er bereitet sich vor, seinem Schicksal zu begegnen. Ein Jedi kämpft entschlossen für den Sieg – egal auf welches Schlachtfeld die moderne Welt ihn auch führen mag.

II. Gerechtigkeit
Suche immer den Weg des “Rechts”, unbeeinflusst von Vorlieben und persönlichen Interessen. Erkenne, dass das Schwert der Rechtsprechung eine furchtbare Sache sein kann. Daher muss sie von Menschlichkeit und Gnade durchdrungen sein. Wenn das, was du als Recht empfindest mit dem Rechtsverständnis von anderen übereinstimmt und du findest es ohne der Versuchung es dir zweckdienlich zu machen, dann wirst du außergewöhnlichen Ruhm ernten. Nutze die Macht in der Meditation, um erkennen zu können, was Gerechtigkeit ist, ebenso um zu erkennen, was gut und böse ist.

III. Treue
Sei bekannt für unerschütterliches Vertrauen in die Menschen und Ideale für die du dich entschieden hast, um mit ihnen zu leben. Es gibt viele Bereiche in denen Kompromisse erwartet werden. Bei der Treue gibt es keine. Es gibt die Jedi, weil es die Macht gibt. Aber der Jedi Orden braucht mehr: Er fordert Treue. Das geschieht ohne zu sagen, dass die Jedi treu zusammenhalten. Sie sollten sich nicht zanken oder bekämpfen. Jeder Jedi muss sich bewusst sein, in Einklang mit seinem Meister zu handeln und jeder Meister handelt in Einklang mit dem Hohen Rat der Jedi. Das ist keine Frage des höheren Alters, sondern ein Verständnis der Macht.

IV. Verteidigung
Der wahre Jedi schwört, das Licht zu verteidigen. Schütze immer dein Volk, deine Familie und die, die es wert sind, die Treue zu halten.

V. Mut
Ein Jedi zu sein bedeutet oft den schwierigeren Pfad zu gehen, der persönliche Opfer erfordert. Sei darauf gefasst, persönliche Opfer zu erbringen im Dienst an Menschen und Idealen die du schätzt. Gleichzeitig muss ein Jedi Weisheit erlangen, um zu erkennen, dass Dummheit nicht Mut und Mut nicht Dummheit ist. Mut erfordert es auch in allen Bereichen des Lebens den Weg der Wahrheit zu gehen, anstatt zweckmäßigerweise zu lügen. Suche die Wahrheit, wann immer es möglich ist. Erinnere dich aber immer daran, mit Verständnis zu urteilen, sonst kann die reine Wahrheit Kummer bringen. Dennoch muss erwähnt werden, dass es nichts beweist, wenn ein Jedi in einem Kampf tapfer ist, denn Tapferkeit an sich beweist nichts. Ein Jedi soll darauf gefasst sein, seine Furcht und Unsicherheit zu überwinden, sich nicht selbst zu bedauern, sondern handeln, sich zurückziehen, aufgeben oder umzukommen.

VI. Glaube
Ein Jedi muss an seine Überzeugungen glauben, denn sie geben ihm Wurzeln und Hoffnung gegen die Verzweiflungen, die die Menschen schaffen. Ein Jedi erlangt seine Stärke von der Macht. Der Glaube der Jedi entspringt dem Licht und der Quelle aus der es entspringt. Es ist Führung, Weg, Freund und Schicksal. Der Pfad des Jedi ist der der Erleuchtung, der Überwindung des niederen Selbst, so dass das "Große Höhere Selbst", über den Lebenszweck bestimmen kann.

VII. Demut
Schätze als erstes die Beiträge und Leistungen von anderen. Rühme dich nicht deiner eigenen Taten, lass das andere tun. Hebe die Taten der anderen hervor, sofern sie aufrichtig und tugendhaft erreicht wurden. Auf diese Weise wird die Ritterschaft der Jedi verehrt und nicht nur benannt.

VIII. Freiheit von Angst
Angst führt zur dunklen Seite. Angst führt zu Ärger, Ärger führt zum Hass und Hass führt zum Leiden. Es gibt so viel Aberglauben und Heuchelei, dass man sich ängstigt, sogar das Richtige zu tun. Wenn du aber der Angst unterliegst, wird sogar die Wahrheit unterdrückt. Die goldene Regel lautet: Wenn du glaubst, dass etwas richtig ist, dann handele so, ohne Angst. Angstfrei zu sein bedeutet nicht überheblich oder angriffslustig zu sein. Angstfreiheit setzt einen ruhigen und friedvollen Geist voraus. Dazu ist ein unerschütterlicher Glaube an das Licht erforderlich. Wessen Geist vom Licht durchdrungen ist, ist frei von Angst. Angst existiert nur durch eine Täuschung im Geist. Höre immer auf die innere Stimme – verbinde ihre Worte mit Meditation in Bewegung und Ruhe. Entwickele deinen Mut, bis du du selbst bist. Übe dich in Gleichmut, so dass du der selbe bleiben kannst, während sich alles um dich herum verändert. Wenn Angst deinen Geist beherrscht, dann fülle deinen Geist mit Licht. Die Natur lässt kein Vakuum zu.

IX. Edelmut
Strebe nach einem starken Charakter indem du Tugenden und Verpflichtungen eines Jedi einhältst. Obwohl die Ideale schwer zu erreichen sind, wird der Geist doch beflügelt, auf dem Weg vom Steinigen zu den Sternen. Edelmut hat auch einen Einfluss auf andere, da er leuchtendes Beispiel ist, was getan werden kann, im Dienste der Rechtschaffenheit.

X. Zielbewusstheit
Tu dein Bestes. Gehe alles so strebsam wie möglich an, nicht aus Gründen des persönlichen Gewinns, sondern weil es richtig ist. Beschränke deine Forschungen nicht auf eine kleine Welt, sondern versuche, jeden Aspekt deines Lebens mit diesen Qualitäten zu erfüllen. Sollte es dir gelingen, ein kleines Zeichen zu setzen, dann wird man sich an Dich erinnern für deine Qualität und Tugend. Die Macht für selbstsüchtige Zwecke zu benutzen – Eigengewinn, Egoismus oder gar Bequemlichkeit – überschreitet die Grenze zwischen dem Licht und der dunklen Seite.

XI. Motivation
Es ist wahr: Taten sagen mehr als Worte. Hinter jeder Aktion steckt ein Motiv und ein Zweck. Ohne Beweggrund und Zweck, hat Aktivität keine Bedeutung, keine Bestimmung keine Grundlage. Aktivität ohne Grund und Zweck wäre wie Löcher in die Luft zu schlagen. Ein Jedi lebt in Einklang mit der Macht. Er meditiert, um den Willen der Macht zu ergründen. Seine Aktivitäten werden vom Willen geleitet, der Macht zu dienen und sind praktisch orientiert. Es gibt keine überflüssige Bewegung, keine Aktivität, wenn es nicht erforderlich ist. Denn ein Jedi tut nichts ohne Grund.

XII. Disziplin
Der Geist eines Jedi ist wie ein ruhiger Ozean, wie ein Meer aus Glas. Er weiß, dass er seine Emotionen beherrschen muss, um siegreich in allen Bereichen sein zu können. Denn er ist ein Kelch für die Macht, ein Werkzeug für den Willen der Macht. Diese innere Ruhe erfordert viel Disziplin: geistig, emotional, spirituell körperlich. Ein Jedi entwickelt von Natur aus eine hohe Disziplin in allen Bereichen seines Lebens, sodass die Macht, sollte er sie eines Tages benötigen, um sich oder andere zu schützen, zur Verfügung steht, als Ergebnis jahrelangen Trainings und innerer Disziplin.

XIII. Konzentration
Ein Jedi konzentriert sich auf das Hier und Jetzt, wissend, dass das Leben in der Gegenwart stattfindet und ein ständiger Prozess ist. Ein Jedi weiß, welche Bedeutung Vergangenheit und Zukunft haben. Er arbeitet an der Entwicklung seiner spirituellen Fähigkeiten, aber nicht auf Kosten des Hier und Jetzt.

XIV. Verschwiegenheit
Manchmal ist es erforderlich absolute Verschwiegenheit zu halten. Jedi stehen für Recht und Ordnung. Das Ziel der Jedi ist es lieber eine Atmosphäre zu schaffen und zu bewahren in der Recht und Ordnung gedeihen kann, als Recht und Ordnung selbst durchsetzen zu müssen.

XV. Meditation
Jeder Jedi sollte jeden Tag über den Willen der Macht meditieren. Der Grund dafür ist einfach: Wenn man gegen den Willen der Macht gehandelt hat, erkennt man sofort den Fehler und man hat vielleicht noch Zeit, diesen wieder gut zu machen. Wer seine eigenen Beweggründe regelmäßig untersucht, kann sicher sein, dass er nicht erlaubt, dass Gefühle, Unwissenheit und Leidenschaft seine Klarheit trüben. Ein Jedi, der keine Zeit zur Meditation hat, wird leicht verloren sein. Ein Jedi, der es ablehnt zu meditieren, mag sogar schon wissen, dass seine Beweggründe nicht rein sind und er sich nur selbst belügt. „Ein Jedi, der nicht die Ratschläge der Macht befolgt, folgt der Dunklen Seite..."

XVI. Übung
Die Übung, mit der Macht umzugehen, endet niemals. Ein weiser Jedi sollte sich immer daran erinnern, dass es immer etwas über die Macht zu lernen gibt. Die Macht offenbart sich denen, die das Verlangen haben, sie zu erfahren. Denke niemals alles über die Macht zu wissen. Um ständig zu wachsen sollte der Jedi jeden Tag üben.

XVII. Aufrichtigkeit
Ein Jedi trägt die Verantwortung immer ehrenhaft zu sein. So lange ein Jedi nicht selbstsüchtig handelt und dem Kodex folgt, wird die Macht mit ihm sein. Ein Jedi kann und sollte mit Rat und Tat hilfreich sein, ohne sich aufzudrängen. Von einem gewissen Standpunkt aus gesehen ist es nicht unehrenhaft, wenn ein Jedi die Menschen glauben lässt, was sie glauben wollen. Ein Jedi muss niemanden davon überzeugen, seinem Rat zu folgen. Er mag Täuschungen, Ausflüchte, Irreführung und sogar Betrug einsetzen, solange er ein aufrichtiges Ziel verfolgt. Verwechsele dies nicht mit „moralischer Flexibilität“. Ein Jedi tut, was getan werden muss. Bedenke aber dass ein Jedi nicht über dem Gesetz steht.

XVIII. Nicht-verurteilen
Jedi ergreifen nicht Partei, wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen. Sie können Ordnung und Recht schaffen, fällen aber nicht Urteile über andere. Verurteilen führt zu Rache und Rache führt zur Dunklen Seite. Daher gilt die Regel, dass die Jedi die Moral nicht selbst durchsetzen. Jedoch können sie anstelle der Position der Richter eine Vermittlerrolle einnehmen. Dafür sind sie geschaffen. Im Einklang mit der Macht wird Meditation den Ausgleich schaffen.

XIX. Kampfbereitschaft
Immer wieder wird es im Leben Konflikte geben und kein Jedi kann hoffen, niemals davon betroffen zu sein. Aber ein Jedi sollte einen Konflikt nicht annehmen. Er sollte seine Fähigkeiten verborgen halten, um unnötiges Kämpfen zu vermeiden. Zum Zwecke der Verteidigung allein rechtfertigt die Macht Gewalt. Nie jedoch zum Angriff.

XX. Einmischung
Ein Jedi erlaubt dem Bösen nicht sich auszubreiten, wenn er erkannt hat, wie es wirkt. Abseits stehen, während Handeln erforderlich ist, gibt der Dunklen Seite eine Chance und bedeutet somit eine Unterstützung für sie. Das darf ein Jedi niemals tun. Ein Wahrer Jedi muss sich immer seines Weges bewusst sein, vollkommen sicher, nicht zur Dunklen Seite abzuirren, sondern fest im Licht zu bleiben. Wenn die Situation es rechtfertigt, handelt der Jedi als Erweiterung des Willens der Macht. Daher wird er von ihrem Willen gefördert und unterstützt.

XXI. Harmonisieren
Der Pfad der Jedi ist mehr als ein System von Techniken zur Kontrolle, zum Fühlen und Steigern der Macht. Es ist eine tiefgehende spirituelle Weltanschauung, eine tiefe bedeutungsvolle Reise und ein Weg der Seele und des Geistes, um die Macht vollständig erfahren zu können, wobei das Individuum seine wahre Natur erkennt, als ein Teil eines größeren Ganzen. Er beansprucht seinen wahren Platz im Zusammenleben aller Wesen. Ein Jedi strebt danach, in Harmonie mit dem Universum zu leben, sich ernsthaft auf Disziplin konzentrierend, mit umfassender Wachsamkeit, seine Ziele zu erreichen. Es gibt eine angeborene Versuchung, die es erscheinen lässt, einen Konflikt zwischen Natur und Geist zu schaffen, was den Jedi auf einen scheinbar leichteren Pfad verführen könnte. Das muss der Jedi um jeden Preis vermeiden, koste es, was es wolle. Ein Jedi sollte seine Anstrengungen darauf konzentrieren, Harmonie zwischen allen Wesen zu schaffen. Jedi verabscheuen Gewalt in jeder Form; sie ziehen nur widerstrebend in den Kampf, wenn alle anderen Versuche, den Konflikt gewaltfrei zu lösen, versagt haben.

XXII. Liebe
Die Liebe ist ein ständiger Begleiter der Jedi. Ohne die Liebe ist ein Jedi bedeutungslos denn Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich. Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig. Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe macht grausam. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig. Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

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"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 11.07.2016, 16:05 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
Soweit alles richtig.
Der "alte Kodex" stammt aber nicht aus 2008 sondern von Mitte 2009. Vorher hatten wir keinen.

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 11.07.2016, 17:59 
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Der Jediismus unterscheidet sich u.a. schon allein darin vom Christentum, dass Letzteres eine Offenbarungsreligion ist, während der Jediismus auf einer fiktionalen Ritterklasse als Inspiration für den eigenen Lebensweg aufbaut. Offenbarung deshalb, weil es eine Kraft von außerhalb braucht, da sich der Mensch alleine nicht selbst am Schopf packen und aus dem Sumpf ziehen kann.
Auch im Zweck und in der Zielsetzung ist ein eklatanter Unterschied vorhanden: Jedi wollen sich ihren Vorbildern/Idealbildern annähern; aber wozu? Wer kann sagen, wohin es führt, wie weit man kommt, was man zu erwarten hat?
Im Judentum/Christentum gibt es den Sündenfall, die Erbarmung Gottes, einen angekündigten Retter/Messias, die Rückkehr zu bzw. Wiedervereinigung mit Gott. Wenn man die Bibel so nimmt, wie sie ist, dann ist diese ganze Erde und Materie ein vorübergehender gefallener Zustand, aus dem man rauszukommen trachtet.

Im Jediismus gibt es so eine Problemsituation erst gar nicht, die Welt ist einfach wie sie ist, niemand muss aus dem Sumpf gezogen werden, und eine Annäherung an die Macht ist - um es mal lapidar auszudrücken - eigentlich mehr Luxus als Notwendigkeit.

Und während am Anfang des Buddhismus ein erleuchteter Mensch steht, der anderen den Weg zeigen kann, hat der Jediismus das Problem, dass nicht ein Jedi-Meister der Gründer ist, der eine starke Verbindung zur Macht wie kaum jemand vor ihm gefunden hätte, und der dann andere aus seiner Erkenntnis lehren könnte; sondern es war ein Schriftsteller, der sich eine Geschichte ausgedacht hat. Und eigentlich war nicht mal er der Gründer, sondern eine Gruppe Star-Wars Fans, die die Idee der Jedi begeisterte.
Darin sehe ich ein Grundproblem des Ganzen: Es gibt keinen Meister, an dem man sich orientieren könnte. Nur ein gezeichnetes Idealbild, ohne die leiseste Zusicherung, dass man es auch wirklich erreichen könne.
Wie eine Schule voller Schüler, die sich gegenseitig selbst unterrichten, weil kein Lehrer da ist.

Nun, vielleicht befinden wir uns in dem Prozess, in welchem herausgefunden wird, wie das mit der Macht jetzt wirklich funktioniert und vielleicht kommt irgendjemand soweit, dass er schließlich als eigentlicher Gründer oder zumindest als Pionier des Jediismus gelten wird.
Aber wie es jetzt aussieht, scheiden sich die Geister schon bezüglich der Ansichten, wie wirklichkeitsnah die Idealvorstellungen sind. Ich vermute, aufgrund fehlender persönlicher Erfahrungen mit der Macht wird der Jediismus mehr und mehr auf den Boden der Tatsachen geholt und realistisch werden mit sehr vorsichtigen Formulierungen bezüglich der Erwartungen; alles auf Kosten inspirierender Ziele und Sehnsüchte; was ich persönlich eigentlich schade finde, denn diese geben dem Jediismus eigentlich erst die Würze bzw. haben ihn anfangs für viele überhaupt erst attraktiv gemacht.

_________________
Man muss aus dem Herzen sprechen, um die Herzen anderer zu erreichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 17.07.2016, 17:02 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Amatra hat geschrieben:
Dann die klare Gegenfrage an Dich, Ryia:
Wie müsste Jediismus genau FÜR DICH gestaltet sein, damit Du Dich selbst freien Herzens als Jedi(ist) bezeichnen könntest?

Vielleicht bringt Deine Antwort uns alle der allgemeinen Frage "was ist Jediismus?" näher...

Ich denke, wenn man meine kritischen Aussagen ins Gegenteil umwandelt, kann man sich das ganz gut erschließen..

Vrooktar hat geschrieben:
Vrooktar
Zitat:
Was mir jedoch immer wieder auffällt ist, dass sich der Jediismus eigentlich als synkretisch darstellt und ich schon von diversen Leuten gehört habe, er stelle keinen Widerspruch zu einer religiösen Gläubigkeit dar. Ich selber wurde schon als Jediistin bezeichnet, mit dem Wissen, dass ich Christin bin und man hebt immer wieder hervor wie tolerant man ist. Aber dann sind es wieder 2 verschiedene Kekse, von denen der eine (na welcher wohl?) einen "Industriegeschmack" hat und man hört eigentlich von der gesamten jediistischen Front fast nur negatives über (monotheistische) Religionen. Woher kommt das? Ist das wirklich hilfreich?



Monotheistische Religionen haben Kritikern im Laufe der Zeit viel Futter geliefert.
Niemand kritisiert, dass Christen Kirchen bauen oder Muslime Ramadan halten.
Aber besagte Religionen haben im Verlauf ihrer Geschichte eben auch ohne jeden politischen Hintergrund schon Massenmorde begangen.
Wer da ohne darüber zu reflektieren "Brücken bauen" oder solche Dinge als "Meinung stehen lassen" will kann sich auch gleich in Toleranz mit der Rassenlehre üben.

Ich bezog mich auf die Gruppe der heutigen Gläubigen (mal abgesehen von den Extremisten), nicht auf alle Gläubigen zu allen Zeiten. Sicher gibt es da auch Leute, die Fehler machen, aber die gibt es innerhalb aller Ausrichtungen. Was du ansprichst, passiert ist, ist schrecklich und häufig leiden heute Gläubige fast noch mehr darunter, weil man nicht nur die Geschehnisse bedauert, sondern auch mit den Tätern ion einen Topf geworfen wird.

@Mönch Danke, für deinen Post! :) Das spiegelt einige meine Gedanken ganz gut wieder! Vielleicht wird dadurch verständlicher, was ich meinte :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 19.07.2016, 23:56 

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Also ich habe all diese Fragen für mich selbst schon beantortet. Inwiefern ihr damit übereinstimmt bleibt euch selbst überlassen. Ich unterscheide jedoch zwischen Jeditum und Jediismus und gebe dem den klobigen Überbegriff „Jediistik“. ^^

Darunter fällt alles was sich in irgendeiner Form als jediistisch/jeditümlich versteht. Gemeinsamkeiten:
1. Glaube an „die Macht“ als universelle Kraft ohne Notwendigkeit einer konkreten Definition.
2. Engagierter Sinn für Gerechtigkeit in Relation zu den gesellschaftlich anerkannten Werten.
3. Innerer wie äußerer Frieden als oberste Priorität.

Zwei grundlegende Ausrichtungen – Jediismus und Jeditum.

Der Jediismus ist eine religiöse Lebensart der Jediistik, da er in seinen Ansprüchen fordernder im Hinblick auf die äußere Wirksamkeit seiner gedanklichen Leitkultur ist. Man kann kein Jediist im Herzen sein, wenn die Taten dem Jediismus widersprechen – Fehler und menschliche Schwächen ausgenommen. Ein jediistischer Orden hat ein elitäres Selbstverständnis und ist in seinem Kodex konkret und praxisbezogen.

Das Jeditum ist eine philosophische Grundhaltung der Jediistik, da es auch gegensätzlichen Ansichten offen und ebenbürtig gegenübersteht. Der Weg gilt als das Ziel und die Ausprägung des Jeditums ist weitgehend individuell. Ein jeditümlicher Orden beruht auf allgemeiner Weißheit, die mehr Spielraum für Interpretationen lässt.

Zum Thema monotheistischer Religionen: Es ist absolut FALSCH zu behaupten, dass Religionen Massenmorde etc. begangen hätten. Das waren Menschen. Ebenso wie mit einem Messer, einem Werkzeug, welches weder gut noch schlecht ist, sondern zu vielerlei zwecken gebräuchlich, so ist es auch mit der Religion bestellt. So wie die Schärfe eines Messers auf den Gedanken kommen lässt, man könne damit unliebsame Zeitgenossen loswerden, so ist auch die Leidenschaftsfähigkeit einer Religion ein bekanntes Mittel für persönliche Zwecke dubioser Leitfiguren. Wenn du einem gewaltliebenden Menschen ein Messer gibst, wundere dich nicht, wenn er damit lebendes Fleisch schneidet. Würdest du das Messer beschuldigen? Und wenn ein gewaltliebender Mensch eine Religion zu fassen bekommt, dann wird er auch eine gewalttätige Lesart propagieren und leben. Aber dann soll die Religion Schuld sein?

Ich denke, oder besser gesagt hoffe, dass hier niemand Religion per se für schlecht hält, damit würde sich dieser jemand nämlich schon auf einem der radikaleren Pfade der Religionskritik befinden. Warum? Weil man dann zu subjektiv argumentiert und eingestellt ist. Objektivität braucht aber Sachlichkeit, welche niemals von einem Standpunkt heraus Argumente findet, sondern aus Argumenten einen Standpunkt.

Das war mein Senf dazu. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 20.07.2016, 10:17 
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Hmm, ich bin immer noch kein Freund von dieser Unterscheidung zwischen Jediismus und Jeditum und ich verstehe auch nicht, wieso das so getrennt wird. Jediistik ist ein für mich jetzt hier neuer Begriff, der sich aber eher wie eine Wissenschaft zur Analye des Jediismus anhört.

Jeditum ist eine Wortneuschöpfung um die Dinge abzugrenzen. Da aber Jediisten diversen Religionen angehören, sehe ich nicht, wieso Jediismus jetzt ganz klar eine eigene Religion sein soll und die philosophischen Grundthesen einen neuen Begriff benötigen.

Wie kommst du auf das elitäre Selbstverständnis eines Jediordens?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 20.07.2016, 12:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 20.07.2016, 15:46 
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mh bei "Jediistik" muss ich auch ein wenig schmunzeln ;)

Was die anderen 2 Wörter angeht, kann ich beide Denkweisen nachvollziehen. Eigentlich ist der Begriff "Jediismus" so weit gefasst, dass das, was du Issa als "Jeditum" definierst da ohne weiteres auch drunter fällt. Es gibt also rational betrachtet nicht die Notwendigkeit eines weiteren Begriffes. Andererseits gibt es halt schon unterschiedliche Richtungen innerhalb des Jediismus und es ist, finde ich, eine Überlegung wert, ob man nicht tatsächlich 2 Definitionen oder zumindest Untergruppierungen oder ähnliches auseinander differenziert. Es ist mitunter sehr abweichender Inhalt der da jeweils drin steckt und das Bedürfnis einer Abgrenzung scheint ja da zu sein...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 20.07.2016, 19:00 
Tritorianer Orden <Θ>
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Bisher habe ich nur erlebt, dass Leute unbedingt den Jediismus durchdefinieren müssen, wenn sie ihn selbst für sich ablehnen oder ihn nur am Rande tangieren.

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 20.07.2016, 23:46 

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Also. Das mit "Jediistik" ist auch nicht unbedingt ernst zu nehmen, ich brauchte einfach für meine Gedanken einen Überbegriff. Und keiner muss damit übereinstimmen, für mich persönlich stellt es sich einfach so dar.

Aran Aryono:

Ein -ismus klingt immer etwas radikaler als ein -tum. Das mag ein rein psychologischer Aspekt sein und sich vielleicht sogar weitgehend auf Deutsche beschränken, weil wir mit Nationalsozialismus und Kommunismus gleich zwei schlimme -ismen gerade erst verwunden haben. Und wo jetzt noch der Islamismus zum Feind erklärt wird. Ich kann nur wiederholen: Für MICH ist dem so. Ich habe aber niemanden von euch in bestimmte Schubladen gesteckt. Wenn ihr euch als Jediisten bezeichnet und aufgrund meiner Definition gekränkt seid, dann sorry, aber das ist nicht meine Schuld. Ich habe deutlich gemacht, dass ich es einfach so sehe - Aber ohne jemandem etwas zuzuschieben.

Ich sagte auch nicht, dass Jediismus eine Religion für sich ist, sondern meinte, dass es meiner Ansicht nach religiöse Züge aufweist. Wenn überhaupt, dann wäre das natürlich synkretistisch. Da ich es für einen Jediisten meiner Definition nach für schwierig erachte beispielsweise gläubiger Muslim zu sein. Ich rede nicht von einem "Ich esse kein Schweinefleisch und Ende" Muslim, sondern einem komplett praktizierenden Muslim. Dessen religiöse Gebote und Ansprüche würden doch von den strengeren Jediisten als abzulehnende Unterwerfung, wenn nicht sogar Aufgabe von Freiheit gewertet und als unvereinbar mit dem Jediismus gesehen werden. Oder irre ich mich?

Während im Jeditum meiner Definition nach, dies als indviduell gewählter Pfad als genauso positiv gesehen wird wie die völlige Hingabe unter nichts anderes als dem Jediismus selbst.

Auf das elitäre Bewusstsein eines Jedi-Ordens komme ich nicht. Ich sagte, meiner Ansicht nach, ist ein jediistischer Orden, also ein strengerer Jedi-Orden elitär. Denn je strenger etwas ist, umso höher sind dessen Ansprüche. Wie definierst du denn Elite? Wenn du auf meine Worte eingehst, solltest du auch meine Definition dazu beachten.

Vrooktar:

Mag für dich unhaltbar sein, das ist für mich kein Problem. Gerade bei meinen Ausführungen über Jediismus/Jeditum ist es auch mehr ein Gedankenschwall gewesen, als die absolute Wahrheit. Sicher ist das recht schwammig. Aber ich schreibe hier auch kein Lehrbuch, ich teile meine Gedanken mit. Wenn du allerdings dem widersprichst, was ich als kleinsten gemeinsamen Nenner aller Jediisten/jedi/Jediinteressierte genannt habe, wüsste ich gerne warum. Eine Antithese a la "Nein, finde ich nicht" erachte ich als unzureichend.

Denn Ryia hatte schon Recht, wenn sie sich fragt, wie wir denn alle darauf kommen uns im Großen und Ganzen als Gemeinschaft zu sehen und uns alle als Jedi/Jediisten zu bezeichnen, wenn es doch niemand weiß, woher das eigentlich kommen soll. Ansonsten nenne ich mich morgen Christ und bete dann zum großen Manitu damit es regnet. Kann man machen. Ist aber sinnfrei und schlichtweg unzutreffend in der Bezeichnung.

Und wenn du jetzt deiner Erfahrung nach meinst, ich würde den Jediismus ablehnen oder nur so lala dabei sein, dann denke das ruhig, auch das stört mich nicht weiter. Ich finde es jedoch schade, dass du mir scheinbar so ablehnend gegenüberstehst, wo ich doch nur meinen Teil dazubeitragen wollte, dass wir nicht über ein diffuses Gespenst sprechen. Ich kann nämlich deine Ablehnung einer gemeinsamen Definition absolut nicht nachvollziehen.

Ryia:

Da magst du Recht haben, wie gesagt: das ist weitgehend sehr schwammig. Allerdings bleibe ich bei der Ansicht, dass es grob unterteilt, zwei Denkrichtungen gibt, die sich vorrangig in der Art des Auslebung und der Strenge unterscheiden. Es geht mir auch nicht um Abgrenzung. Aber wenn ich über etwas spreche, finde ich, sollte ich auch erklären können was das ist. Das kann ich grundsätzlich nur aus der Innenperspektive. Das kann derzeit jeder nur so. Ich würde es aber wünschenswert finden, wenn man sich auf etwas einigen könnte, damit nicht der eine Kuchen und der andere Torte sagt. Lasst uns uns doch auf leckeres Genussmittel einigen. Wir reden darüber, bezeichnen und als Teil davon. Aber man kann nicht individuumsübergreifend sagen, was es damit auf sich hat? Das finde ich ist irgendwie kein gutes Aushängeschild.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 21.07.2016, 10:01 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
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Issa, ich möchte Dich nicht in Deinem Eifer bremsen, aber Du platzt mit einem unüberlegten Gedankenschwall heraus, wirfst neue Wortkreationen in den Raum, proklamierst, dies sei allein Deine Ansicht, keiner müsse da mitgehen, ruderst dann Stück um Stück wieder zurück, relativierst alles, bis hin zu "Das mit "Jediistik" ist auch nicht unbedingt ernst zu nehmen".
Möchtest Du denn nun ernst genommen werden, planst Du nur einen weiteren Keil hineinzutreiben oder machst Du Dich einfach nur lustig?

Was verstehst Du überhaupt unter einem "strengeren Jedi-Orden"?
Und in was für eine Deiner proklamierten Richtungen geht dieser denn?
Es klingt so, als unterstellst Du, eine von beiden Richtungen sei "elitäter", als die andere (nach welche wohl?), damit diskreditierst Du automatisch alle andersdenkenden oder jene mit weniger strengen Vorstellungen und schiebst direkt ein "Wenn ihr euch als Jediisten bezeichnet und aufgrund meiner Definition gekränkt seid, dann sorry, aber das ist nicht meine Schuld." hinzu, um Dich nicht angreifbar zu machen, nachdem Du Dich beinahe beleidigend aus dem Fenster gelehnt hast.

"Ein -ismus klingt immer etwas radikaler als ein -tum." Ist das so, hm?
Das beispielsweise Pluralismus sonderlich radikal klingt, halte ich für einen Irrtum.

Ist denn "Ich habe deutlich gemacht, dass ich es einfach so sehe - Aber ohne jemandem etwas zuzuschieben." in Deinem Sinne besonders jediistisch?
Scheint mir doch eher egoistoisch, unreflektiert und wider jeden "individuumübergreifenden" Gemeinschaftssinn.
An dieser Stelle möchte ich deutlich machen, dass ich es einfach so sehe, aber eben ohne jemandem etwas zuzuschieben. Falls Du jetzt gekränkt bist, dann sorry, aber das ist nicht meine Schuld. Ich bin sicher, Du verstehst das.

Was Du schreibst klingt jedenfalls insgesamt sehr nach "alle sind gleich, aber mache sind gleicher.". Mir ist schon klar, dass Du sehr deutlich gemacht hast, dass es nur und ausschließlich Deine eigene Meinung ist und dass Du niemanden dabei speziell anschaust -das muss man schließlich auch nicht, wenn man von oben herabblickt.
Ja, Du machst letztendlich nur das, was alle, die hier aufschlagen tun: Du ziehst Dein individuelles Ding durch.
Aber ich frage mich ernsthaft, wie radikal Du eigentlich unterwegs bist mit Deiner Jediistik im Jediismustum (oder wieauchimmer)...?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 21.07.2016, 11:47 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Mh ich bin grad offen gesagt ein wenig irritiert, weil ich Issas Post ganz anders lese und interpretiere... Ich finde weder, dass er die Thematik nicht ernst nimmt, noch dass er auf irgendwen herabsieht, er drückt sich lediglich ein wenig humorvoller aus als mancher hier.

Issa, was deine Assoziationen zu -ismus angeht, kann ich das weitestgehend nachvollziehen und aus Richtung des OOHs z.B. hört man auch öfters diese Unterteilung. Viele Leute haben offenbar bei der Nachsilbe -tum erstmal positivere Empfindungen. Mir fallen da als erstes ein: Judentum, Reichtum, Altertum,... Allerdings sollte man schon aufpassen, sich zu sehr von Assoziationen abhängig zu machen.

Ich habe auch öfters das Gefühl, dass es innerhalb des Jediismus 2 Richtungen gibt. Sagen wir mal eine "softere" Variante, die den Jediismus mehr als Ergänzung zu dem jeweils eingeschlagenen Lebensweg sieht und eine Gruppe, die ihr Leben in großen Teilen auf den Jediismus ausrichtet.

Zitat:
Ich würde es aber wünschenswert finden, wenn man sich auf etwas einigen könnte, damit nicht der eine Kuchen und der andere Torte sagt.

Das ist auch meine Sicht darauf. Denn während die einen 2 "Richtungen" sehen, sagen die anderen "alles ist legitim" und noch andere unterteilen in die Einen, die den Jediismus konsequent umsetzen und die, die das nicht tun. In letzterem ist übrigens auch schon eine gewisse Wertung enthalten. Wenn man sich also über den Jediismus austauscht, würden eventuell erweiterte Begrifflichkeiten helfen. Ich sehe sonst die Gefahr, dass man an andere Jediisten Erwartungen stellt, die sich an seinem eigenen Verständnis davon orientieren, die diese aber nicht zwangsläufig erfüllen müssen, weil sie sich das Ganze vielleicht auf eine völlig andere Art zum Ziel gemacht haben.

So habe ich z.B. schon von verschiedensten Leute gehört, dass andere den Jediismus nicht konsequent leben, in dieser Hinsicht nicht kongruent sind, gar keine Ahnung von Inhalten haben oder auch im Gegenteil das ganze übertreiben, radikal sind oder ähnliches. Das resultiert vor allem aus Erwartungshaltungen, die es möglicherweise zu überdenken gilt.

Insgesamt fände ich eine Unterteilung nicht schlecht, finde es aber gerade vor allem wichtig, den Wunsch danach einmal in seinem Ursprung zu überdenken (s.o.).


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 28.07.2016, 19:41 

Registriert: 15.07.2016, 00:09
Beiträge: 10
Amatra:

Ich habe hier meine Gedanken ausgesprochen, die ich zu diesem Thema habe. Davon relativiere ich garnichts. Ich stelle nur noch einmal gesondert fest, dass auch für mich selbstverständlich ist, dass ich hier Neologismen verwende, die wenig Potential haben bzw. überhaupt nicht dazu gedacht waren, allgemeingültig zu sein. Ich wollte den Meinungspool um meine Sicht erweitern, wollte etwas beitragen.

Dass augenscheinlich fast jeder hier mit meiner Betrachtungsweise konform gehen muss um sie akzeptieren zu können, spiegelt einerseits das eigentliche Problem sehr gut wider - andererseits ist es auch traurig. Ich habe für mich selbst eine Definition gefunden, die ich zwecks fehlender Allgemeinheitsdefinition verwende. Wäre aber auch direkt dabei, wenn man versuchen würde, gemeinsam etwas Besseres zu finden. Dass die Mehrheit daran scheinbar kein Interesse hat ist aber schon enttäuschend. Da mag man mir auch nachsehen, wenn ich etwas provokanter als mancher gutheißen mag meine Ansichten verteidige. Denn destruktive Ablehnung ohne Ergänzung oder eigener Definition werte ich als Angriff - Ein unbegründetes Nein ist kein wertvoller Beitrag!

Ich würde gerne als Person ernst genommen werden, aber niemand muss meine Gedanken teilen. Das ist mein Standpunkt und den sollte auch jeder akzeptieren können. Wenn du es als Keil verstehst, dass ich etwas sage, was die einen nicht verstehen und die anderen argumentfrei ablehnen, dann bist du schon ziemlich dabei andere auszugrenzen. Das sage ich dir ganz direkt.

Ein strenger Jedi-Orden ist ein Orden der sich und seine Mitglieder als jediistisch versteht und in seinen Anforderungen streng ist, also hohe Ansprüche stellt. Ich habe bereits erläutert, dass ich das Strengere als Jediismus verstehe und das Offenere als Jeditum. Ich habe desweiteren bereits erklärt, dass elitäres Bewusstsein bereits mit hohen Ansprüchen die einen in gewissen Bereichen einschränken beginnt.

Ich denke nicht, dass ich irgendwen habe beleidigen können - Wer es dennoch ist, hat starke Komplexe mit sich. Auch diese Aussage ist sehr provokant, gebe ich zu. Aber kann es denn sein, dass wer eingeschnappt ist, weil ich etwas für mich definiere OHNE jemanden als dieses oder jenes zu bezeichnen? Ist irgendwer schon beleidigt, weil ich den Begriff Jediismus anders verwende, als er oder sie selbst tut? Daran zeigt sich doch, dass wir sogar unbedingt eine gemeinsame Sprache finden sollten!

Und wir reden hier von einer Weltanschauung. Du vergleichst Äpfel mit Birnen, wenn du statt Sozialismus, Kommunismus, Islamismus, Absolutismus, Patriotismus etc. mir mit Pluralismus kommst. Ich bleibe dabei, dass dies vielleicht nur meine Empfindung ist, dass ein - ismus härter wirkt. Aber meine Ansichten hängen nun einmal mit meinen Empfindungen zusammen. Wäre eher seltsam wenn nicht. Solange meine Ansichten nicht starr bleiben, sollte das legitim sein. Ich stellte es aber ganz bewusst zur Diskussion. Also was gibt es zu meckern?

Du denkst ich sage: "Es ist soundso und mir ist egal was ihr denkt."
Ich meine aber: "Ich sehe es soundso und was denkt ihr?"

Ich kann nichts für deine vorschnellen Interpretationen. Dass ich mich so undeutlich ausgedrückt habe, kann ja nicht sein, wenn zumindest eine Person hier meine Gedanken versteht - Auch ohne sie absolut teilen zu müssen.

Ich bin deiner Meinung nach also radikal, bloß weil ich meine Meinung sage und es damit wage etwas anders zu sehen als ihr? Ich ziehe hier garnichts durch, ich habe etwas von innen nach außen getragen um es zur Debatte beitragen zu lassen. Wenn das für dich zuviel ist, dann sollte wohl ich entweder meine Gedanken in Zukunft für mich behalten, damit auch ja keiner Anstoß daran nehmen kann, oder du solltet dir dringend überlegen, was du da eigentlich gerade von dir gibst.

Vrooktar:

Noch ein kleiner Nachtrag... Wenn du sagst:

Vrooktar hat geschrieben:
Bisher habe ich nur erlebt, dass Leute unbedingt den Jediismus durchdefinieren müssen, wenn sie ihn selbst für sich ablehnen oder ihn nur am Rande tangieren.


Was meinst du dann mit "Jediismus" und mit "ihn"? Wenn du das erklären kannst - Warum teilst du diese Erklärung nicht mit uns? Wenn nicht - Dann sind deine Worte sinnbefreit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 28.07.2016, 20:02 

Registriert: 15.07.2016, 00:09
Beiträge: 10
Ryia Nakala hat geschrieben:
Ich habe auch öfters das Gefühl, dass es innerhalb des Jediismus 2 Richtungen gibt. Sagen wir mal eine "softere" Variante, die den Jediismus mehr als Ergänzung zu dem jeweils eingeschlagenen Lebensweg sieht und eine Gruppe, die ihr Leben in großen Teilen auf den Jediismus ausrichtet.


Und das würde ich genau so direkt unterschreiben. Du hast es besser und offener (vielleicht auch weniger provokant ;)) formuliert. Mancher mag die Unterteilung für unnötig halten, weil es immer und überall stärker und schwächer praktizierende gibt. Aber abseits von einer Unterteilung geht es mir ganz allgemein um die übergreifende Definition.

Warum finde ich das nötig? Allein deshalb, weil sich mancher dadurch angegriffen fühlt, dass ich beim Begriff Jediismus etwas konkretes Anderes im Kopf habe, statt etwas unkonkretes Bekanntes. Auch deshalb, weil ich ungern über etwas rede ohne dieses Etwas definieren zu können. Das wäre ein Stammtischgespräch a la "Der Islam gehört nicht zu Deutschland." Da müsste man auch fragen, was ist denn "der Islam"?

Wenn wir also zurück zum eigentlichen Kern meiner Erstaussage kommen:

Jeder der sich als Jedi/Jediist versteht, teilt wahrscheinlich diese Punkte:

1. Glaube an „die Macht“ als universelle Kraft ohne Notwendigkeit einer konkreten Definition dieser.
2. Engagierter Sinn für Gerechtigkeit in Relation zu den gesellschaftlich anerkannten Werten.
3. Innerer wie äußerer Frieden als oberste Priorität.

Und bevor sich wieder jemand auf den Schlips getreten fühlt, sage ich es nochmal deutlich - Wer es anders sieht, soll sich bitte melden und seine gegensätzliche/ergänzende/einschränkende Meinung kundtun, denn genau das ist es was ich suche - Dialog.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 28.07.2016, 21:39 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich habe hier meine Gedanken ausgesprochen, die ich zu diesem Thema habe. Davon relativiere ich garnichts.

Oh, dann habe ich wohl folgendes falsch verstanden:
Issa Iskandar hat geschrieben:
Also. Das mit "Jediistik" ist auch nicht unbedingt ernst zu nehmen, ich brauchte einfach für meine Gedanken einen Überbegriff. Und keiner muss damit übereinstimmen, für mich persönlich stellt es sich einfach so dar.

und auch das:
Issa Iskandar hat geschrieben:
Gerade bei meinen Ausführungen über Jediismus/Jeditum ist es auch mehr ein Gedankenschwall gewesen, als die absolute Wahrheit. Sicher ist das recht schwammig.

Klingt für mich zwar nach "Rücktritt vom Rücktritt", aber diesen Gedanken muss niemand mit mir teilen, der das nicht möchte.



Issa Iskandar hat geschrieben:
Dass augenscheinlich fast jeder hier mit meiner Betrachtungsweise konform gehen muss um sie akzeptieren zu können, spiegelt einerseits das eigentliche Problem sehr gut wider - andererseits ist es auch traurig. Ich habe für mich selbst eine Definition gefunden, die ich zwecks fehlender Allgemeinheitsdefinition verwende.
Wäre aber auch direkt dabei, wenn man versuchen würde, gemeinsam etwas Besseres zu finden.
Dass die Mehrheit daran scheinbar kein Interesse hat ist aber schon enttäuschend.

Dem kann ich insgesamt nur zustimmen. Leider (nicht bezüglich des Zustimmens, sondern wegen des allgemeinen Desinteresses an einem Konsens).


Issa Iskandar hat geschrieben:
Da mag man mir auch nachsehen, wenn ich etwas provokanter als mancher gutheißen mag meine Ansichten verteidige.

Das Recht das Du Dir herausnimmst, gestehst Du anderen aber hoffentlich auch zu?


Issa Iskandar hat geschrieben:
Denn destruktive Ablehnung ohne Ergänzung oder eigener Definition werte ich als Angriff - Ein unbegründetes Nein ist kein wertvoller Beitrag!

Warum fühlst Du Dich gleich angegriffen? Weil Du "gefühlt" provoziert hast oder weil Du anderen ihre provokante Art zu antworten nicht nachsiehst?
Dem Rest stimme ich übrigens zu.


Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich würde gerne als Person ernst genommen werden, aber niemand muss meine Gedanken teilen. Das ist mein Standpunkt und den sollte auch jeder akzeptieren können. Wenn du es als Keil verstehst, dass ich etwas sage, was die einen nicht verstehen und die anderen argumentfrei ablehnen, dann bist du schon ziemlich dabei andere auszugrenzen. Das sage ich dir ganz direkt.

Du urteilst selbst sehr vorschnell. Ich habe lediglich eine Frage gestellt und direkt mehrere Antwortmöglichkeiten angeboten:
Amatra hat geschrieben:
Möchtest Du denn nun ernst genommen werden, planst Du nur einen weiteren Keil hineinzutreiben oder machst Du Dich einfach nur lustig?

...gerade weil ich eben nicht vorschnell urteile, sondern gerne erst einmal die Tatsachen hinterfrage.
Die Frage hast Du ja hiermit beantwortet.
Deine Meinung akzeptiere ich, fühle mich aber ehrlich gesagt nicht angesprochen von Deiner Argumentationskette. Oder willst Du damit zum Ausdruck bringen, dass Du Dich aufgrund Deiner Meinung über mich von mir ausgegrenzt fühlst?
Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich kann nichts für deine vorschnellen Interpretationen.
ich auch nichts für die Deinen.


Issa Iskandar hat geschrieben:
Ein strenger Jedi-Orden ist ein Orden der sich und seine Mitglieder als jediistisch versteht und in seinen Anforderungen streng ist, also hohe Ansprüche stellt. Ich habe bereits erläutert, dass ich das Strengere als Jediismus verstehe und das Offenere als Jeditum. Ich habe desweiteren bereits erklärt, dass elitäres Bewusstsein bereits mit hohen Ansprüchen die einen in gewissen Bereichen einschränken beginnt.

Verstehe ich Dich richtig: Jediismus hat für Dich etwas beinahe-radikales, religiös-fixiertes und engstirniges, im Gegensatz zum Jeditum, das eher eine weltoffene, positive (provokant formuliert) Larifari-Lebenseinstellung darstellt? Also ist Jeditum weder streng, noch elitär, selbst wenn man es als seinen Lebensweg gefunden hat, den man allen Widrigkeiten zum Trotz mit höchsten Ansprüchen an sich selbst durchzieht? Oder fällt man dann schon automatisch in die Jediismus-Definition, sogar wenn man es für sich selbst nicht annähernd religonsartig betrachtet?


Issa Iskandar hat geschrieben:
Und wir reden hier von einer Weltanschauung. Du vergleichst Äpfel mit Birnen, wenn du statt Sozialismus, Kommunismus, Islamismus, Absolutismus, Patriotismus etc. mir mit Pluralismus kommst.

Entschuldige, wenn es für Dich zu provokant war.
Hast Du denn ein Problem mit Pluralismus? ...ich meckere jetzt übrigens nicht über Äpfel und Birnen, sondern ich frage Dich deshalb, weil ich Jediismus/Jeditum eher mit Pluralismus, als mit Deinen Beispielen in Verbindung bringe.

Issa Iskandar hat geschrieben:
Du denkst ich sage: "Es ist soundso und mir ist egal was ihr denkt."
Und Du glaubst zu wissen, was ich denke?
Du liest, was ich schreibe, Du interpretierst das für Dich, aber Du bist weit davon entfernt, zu wissen, was ich denke.
Ich denke, Du bist so sehr mit Dir und Deiner eignen Meinung beschäftigt, dass Du weit davon entfernt bist, annähernd objektiv andere Meinungen überdenken zu können. Und ich denke, dass Du noch relativ jung und impulsiv bist.
Und ich glaube nicht, dass es Dir weiterhilft, zu wissen, was ich denke...


Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich bin deiner Meinung nach also radikal, bloß weil ich meine Meinung sage und es damit wage etwas anders zu sehen als ihr? Ich ziehe hier garnichts durch, ich habe etwas von innen nach außen getragen um es zur Debatte beitragen zu lassen. Wenn das für dich zuviel ist, dann sollte wohl ich entweder meine Gedanken in Zukunft für mich behalten, damit auch ja keiner Anstoß daran nehmen kann, oder du solltet dir dringend überlegen, was du da eigentlich gerade von dir gibst.

Auch hier scheinst Du zu interpretieren, anstatt zu lesen.
Amatra hat geschrieben:
Aber ich frage mich ernsthaft, wie radikal Du eigentlich unterwegs bist mit Deiner Jediistik im Jediismustum (oder wieauchimmer)...?

...auch hier habe ich eine Frage formuliert und keine Behauptungen in den Raum geworfen. Ich habe Dir niemals unterstellt, radikal zu sein.
Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich kann nichts für deine vorschnellen Interpretationen.
ich auch nichts für die Deinen.


Und um die Diskussion zumindest einigermaßen wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, hier noch zwei Sätze, die gegensätzlicher nicht sein könnten:
Issa Iskandar hat geschrieben:
Auch deshalb, weil ich ungern über etwas rede ohne dieses Etwas definieren zu können.
vs.
Issa Iskandar hat geschrieben:
1. Glaube an „die Macht“ als universelle Kraft ohne Notwendigkeit einer konkreten Definition dieser.

Ich würde daraus logisch schlussfolgern, dass Du nur ungern über "die Macht" als universelle Kraft redest.
...aber das ist sicher naiv. Daher bin ich bin gespannt auf Deine Erläuterungen zu diesem Konflikt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 29.07.2016, 09:55 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Issa Iskandar hat geschrieben:
Jeder der sich als Jedi/Jediist versteht, teilt wahrscheinlich diese Punkte:

1. Glaube an „die Macht“ als universelle Kraft ohne Notwendigkeit einer konkreten Definition dieser.
2. Engagierter Sinn für Gerechtigkeit in Relation zu den gesellschaftlich anerkannten Werten.
3. Innerer wie äußerer Frieden als oberste Priorität.


Aus meiner Erfahrung mit Jedi(isten) kann ich dir sagen, dass der erste Punkt nicht zutrifft. Es gibt da durchaus sehr gemischte Haltungen zur "Macht", von "Macht ist ein anderes Wort für Qì" über "Die Macht ist die Summe der Energie im Universum, daher sind wir Teil der Macht" bis hin zu "Es gibt nichts dergleichen."

Während meine ersten beiden Beispiele durchaus noch deiner Beschreibung ("ohne Notwendigkeit einer konkreten Definition") entsprechen, gibt es, so meine Erfahrung, doch einige Jedi die das Konzept der Macht einfach gänzlich ablehnen. Andersherum gibt es aber auch Jedi, die sich in "Umgang mit der Macht" schulen. Ich würde sagen, dass das (leider?) keine Gemeinsamkeit ist.

Deinem zweiten Punkt würde ich zustimmen, wobei natürlich "gesellschaftlich anerkannt" nicht klar definiert ist. Jedi versuchen Gerechtigkeit so zu leben, wie es als Ideal gesehen wird in der Gesellschaft, aber auf jeden Fall engagierter als es die meisten Menschen tun.

Innerer wie äußerer Frieden ist eine Priorität, aber ob es die oberste ist, wage ich nicht zu beurteilen. Das hängt natürlich auch wieder davon ab, wie man die Dinge beurteilt. Gerechtigkeit würde ich als oberste Priorität sehen, denn wenn die Welt gerecht wäre, gäbe es mehr Frieden. Andererseits kann man auch sagen, dass Unfrieden große Ungerechtigkeit bringt und Frieden die Grundlage wäre für mehr Gerechtigkeit. Hier eine Priorisierung festzulegen halte ich daher für schwierig. Prinzipiell stimme ich aber natürlich zu, dass Frieden, innerer wie äußerer, ein wichtiger Punkt für einen Jedi ist.

An der Stelle bin ich so frei und ergänze noch Toleranz bei Gerechtigkeit, da das für mich sehr stark verknüpft ist. Außerdem ist die Disziplin denke ich auch noch ein zentrales Ideal des Jediismus, zumindest in meiner Wahrnehmung.

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"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 29.07.2016, 14:23 
Tritorianer Orden <Θ>
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@Issa
Für mich wirkst du wie ein Außenstehender der versucht etwas einzuteilen wovon er keinen Plan hat.

Einen Austausch auf der Basis halte ich nicht für fruchtbar.
Ich fang ja auch nicht an mit jemandem über die begriffliche Definition der "Kosmologie" diskutieren der sich noch nie tiefergehend mit der Materie beschäftigt hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 01.08.2016, 10:39 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Ich glaube nicht, dass wir da auf einen grünen Zweig kommen werden - ich selber will das auch gar nicht.

Zum einen steht da eben die Frage "Religion oder Philosophie" im Raum, da möchte ich keine der Parteien ausgrenzen nur, weil wir dann festlegen was Jediismus zu sein hat. Ich bin ja auch über Daoismus zum Jediismus gekommen, und da gibt es ebenfalls eine religiöse und eine philosophiosche Strömung, da grenzt keiner jemanden aus.

Das Gleiche gilt dann auch für Gerechtigkeit, die es in meinen Augen so gar nicht gibt. Schon gar nicht würde ich das an irgendwelchen dubiosen kulturellen oder sonstigen Aspekten festmachen. Wenn man überhaupt Gerechtigkeit ausüben möchte, sollte man eben über alle Prägungen erhaben sein und etwas so abschliesen, dass alle betroffenen Parteien einvernehmlich zufrieden sind.

Mit dem inneren Frieden ist es auch so eine heikle Sache. Ich kann auch als Mörder meinen inneren Frieden haben, oder eben als Jediist selbigen nicht finden - wo genau und warum soll man da Grenzen ziehen?

Ich persönlich ziehe die Grenze zwischen Jeditum und Jediismus eigentlich nur da, wo der Wille ist, seine Vorstellungen von Moral und Regeln zu leben und sich nicht nur in Kostüme zu kleden, Wasser zu predigen und Wein zu saufen. Das Jeditum ist für mich das Fandom und das "ein Jedi sein wollen", während der Jediismus für mich das leben dieser Dinge ist. Dazu gibt es aber immer auch alle möglichen Mischformen. Ein Jediist kann ja auch gern mal seine Kutte tragen, einer aus dem Jeditum kann die Sache auch ernsthaft betrachten und religiös können das alle sehen, oder eben auch nicht.

Die andere Frage dazu ist eigentlich: Warum muss man bei uns immer alles einzäunen und mit Vorschriften und Regelungen versehen? Sind wir immer noch so kleingeistig, dass man alles in eine Schublade packen muss?

Aber das ist eben meine Meinung darüber, das muss niemand teilen ;)

Grüße

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Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 02.08.2016, 17:45 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Zitat:
Das Jeditum ist für mich das Fandom und das "ein Jedi sein wollen", während der Jediismus für mich das leben dieser Dinge ist.


Was genau meinst du mit "ein Jedi sein wollen"? Wie die Filmjedi oder auf eine Art wie die Jediisten? Ich bin mir nicht sicher, ob du sagen willst, dass die "Jeditumanhänger" ( :D ) im Grunde das Gleiche möchten wie die Jediisten, das sie aber aus Mangel an Willen oder Können nicht umsetzen oder ob das Ziel in deinen Augen ein anderes ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 02.08.2016, 18:46 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Ja, ich meine das so wie Du sagst. Da sehen Leute die Filem, finden das grossartig, gehen auf Cons und sonstige Veranstaltungen, legen sich Roben und alles Mögliche zu, aber sie leben das Spirituelle daran nicht.

Im Grunde genommen kenne ich höchstens 3-5 Leute, die ich aus meiner Sicht als Jediisten bezeichnen würde, der Rest ist dem Jeditum - in dieser Definition gesehen - zugehörig.

Ein Jediist - wieder betont, NUR aus meiner Sicht - muss das auch leben, was er sich in Kodex und sonstigen Regeln auferlegt. Es genügt halt nicht, sich Christ zu nennen und dann aber die Gebote und die Lehren Jesus nicht ein zu halten, das machen zwar auch viele Leute, aber das beseitigt nicht das Problem daran.

Man kann das auch wieder Fernöstlich betrachten, wie Leute, die ein oder zweimal in ein Kampfsporttraining gehen, sich dann Kampfkünstler nennen, aber es dann nicht einmal bis zur ersten Prüfung durchstehen. Oder Leute, die eine Lehre, sagen wir jetzt mal Elektriker, anfangen, zwei Monate dort lernen, dann abbrechen und dann volltönig behaupten, sie wären Elektriker.

Das Übel dabei ist, dass es Leute heute offensichtlich nicht mehr schaffen, bei irgend etwas zu bleiben, irgend etwas konsequent zu verfolgen, sich Ziele zu setzen, die man dann aber auch erreicht oder wenigstens so lange durchhält, bis die Grenze der Erreichbarkeit erreicht ist. Das ganze Leben ist ein Prozess des Lernens und des Wachsens, aber viele geben da schon in den Windeln auf und machen sich selber und anderen Manschen vor, sie wären die Gurus - das kann man ganz gut auch in der New Age Bewegung sehen, tausende von Scharlatenen, die alle das Heil und die Erläsung versprechen und keiner dabei, der das auch wirklich durchzieht.

Im Grunde genommen - wenn man mal alle Brillen absetzt - besteht der Jediismus aus eben diesen 3-5 Leuten, der Rest ist einfach Fan und möchte gerne so sein wie die Filmjedi. Ob das dann ein Mangel an Interesse oder ein Mangel an Durchhaltevermögen oder ein Mangel an sonstwas ist, mag und kann ich nicht beurteilen, ich vermute aber, es ist eine Mischung aus mehreren Möglichkeiten.

Ich habe das in diversen Orden schon mit nahezu hunderten von Leuten beobachtet, die alle Feuer und Flamme waren, aber dann plötzlich wieder in der Versenkung verschwanden. Manche aus Frust, manche aus Desinterese, manche aus mangelndem Durchhaltevermögen - aber alle sind wieder irgendwie weg.

Wenn man ganz ehrlich ist, gibt es keinen nennenswerten Jediismus und das wird vermutlich auch sehr lange oder immer so bleiben. Je jünger die Leute sind, mit denen ich zu tun habe, desto weniger Ideale und Ziele haben sie in der Regel - Ausnahmen mal weggelassen.

Es ist ein schönes Märchen ein Jedi zu sein, aber es ist harte, lange, unaufhörliche Arbeit ein Jediist zu werden, daran scheitern halt fast alle.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 02.08.2016, 19:05 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Beiträge: 89
Mh aber denkst du die von dir angesprochenen Leute WOLLEN so leben wie Jedi oder Jediisten? Etwas gut zu finden ist die eine Sache, aber ich denke, dass viele nicht wirklich so leben möchten und das dann dementsprechend auch nicht tun, weil sie sich in ihrer Lebensführung eher an anderem orientieren. Wenn das Ziel ein anderes ist, hat man es nicht verfehlt. Weißt du, was ich meine?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 02.08.2016, 19:16 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Ergänzung: Woran machst du denn fest, wie ein "richtiger Jediist" ist, wenn du gleichzeitig sagst, dass du es nicht für sinnvoll hälst eine Definition für "den Jediisten"/"den Jediismus" festzumachen. Wenn es keine Definition gibt, hast du auch keine Schablone, die du anlegen kannst, um Aussagen darüber zu treffen, auf wen der Begriff zutrifft und auf wen nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 02.08.2016, 20:11 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Das kann ich so nicht beurteilen. Wenn man das zu Grunde legt, was diese Leute in den dementsprechenden Foren von sich geben und wie sie tönen wenn sie anfangen, dann müsste ich unterstellen, dass sie erstmal Feuer und Flamme sind und dann recht schnell von ihren eigenen Unzulänglichkeiten ernüchtert werden. Diejenigen, von denen ich das aus einem anderen Orden genau weiss, wollten ALLE so leben und die Ideale und hehren Ziele leben, aber sie scheiterten immer an ihrem eigenen Ego. Selbst grossartige "Meister" lebten und leben von Intrigen, von Lug und Betrug bis hin zu kriminellen Machenschaften - das weisst Du aber alles selber ganz gut, einiges davon hast Du selber mitbekommen ;)

Wie ich schon schrieb, einige dieser Leute predigen Wasser und saufen dabei selber hektoliterweise Wein. Sie WOLLEN jediistisch sein, schaffen das aber nicht, also errichten sie sich - zuerstmal nur für sich selber - eine Scheinwelt in der sie Andere kritisieren und heruntermachen - so lange, bis halt herauskommt, was für Spitzbuben sie selber sind. Dann wird nach Ausreden gesucht und die Schuld am eigenen Verhalten bei allem Möglichen gesucht, nur nicht bei sich selber.

Das sind übrigens auch schon einige der Kriterien, die ich selber anlege, damit man sich Jediist nennen darf - aber ich habe dazu auch schon gesagt, dass das meine Meinung ist, nicht ein allgemeingültiger Konsens zwischen Jediisten.

Aber meine Lebensführung stelle ich selber auf, auch das ist keine Ausrede. Wenn ich mich entschliesse Christ zu werden, entschliesse ich mich bewusst und absichtlich dazu. Wenn ich mich entschliesse Moslem zu werden, entschliesse ich mich bewusst und absichtlich dazu - und wenn ich Jediist sein will, ist das adäquat ebenso, da muss man sich nachher nicht herausreden oder Sachen beschönigen, die man dann in seiner Selbstherrlichkeit "verbrochen" hat.

Es kann auch jeder scheitern, niemand ist perfekt und es gibt keinen allweisen, perfekten Jediisten, aber man steht dann wenigstens zu seinen Defiziten und versucht diese aus zu räumen, auch das macht ja schon einen Unterschied. Wieder in unserer gewohnten christlichen Sprache gesprochen, jeder von uns hat Sünde auf sich geladen, aber ich kann dann nicht vor Gott treten und alle greifbaren Ausflüchte anbringen, sondern ich trete vor Gott und bereue meine Taten ehrlichen Herzens - das ist der Kern dabei, hier wie dort.

Was ich schliesslich daran festmache habe ich schon geschrieben, eine gewisse Ernsthaftigket bei der Sache dabei zu sein. Ich kann nicht Mönch in einem katholischen Kloster werden, wenn ich jeden Abend auf Mädchenjagd gehe, das Eine schliesst das Andere aus. Entweder ich bin Christ, dann lebe ich auch so, oder ich lebe nicht so, dann nenne ich mich auch nicht Christ ;)

Ganz einfach, wenn man die Worte "Konsequenz" und "Aufrichtigkeit" kennt.

Grüße

_________________
Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 02.08.2016, 20:19 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Nachtrag, weil ich nicht mehr ändern kann:

Nur, damit wir jetzt da nicht aneinander vorbeireden: Ich finde es nicht verwerflich oder lächerlich oder sonstwas, wenn man Jedi und nicht Jediist sein will - all das soll keinerlei Wertung sein, es geht nur um meine persönliche Definition der Worte "Jedi" und "Jediist". Jeder soll und darf das machen, was er für richtig hält. Ich mag es nur nicht, wenn jemand lügt, betrügt, stiehlt, mordet, zu Götzen betet oder sonstwas und dann sagt, er wäre tief gläubiger Christ.

Lieber sagt mir jemand er ist Jedi und steht auf Cosplay oder sonstwas und hat nichts mit der Philosophie der Jediisten zu tun, als wenn er dann eine Lachnummer abgibt, indem er anderen ihr Jediistentum abspricht, während er selber ein Verbrecher ist.

Ich hoffe, ich hab mich da einigermassen klar ausgedrückt, sonst frag lieber nochmal ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 26.08.2016, 17:00 

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Amatra:

Ich glaube wir reden aneinander vorbei, da ich mich vielfach wiederholen müsste, um dir zu antworten. Nur noch soviel:

Ich habe tatsächlich nicht relativiert, sondern nur ergänzend erklärt, dass dies nichts als unfertige Gedanken sind, da man scheinbar davon ausging, ich würde hier eine absolute Aussage anbringen. Der Inhalt ist aber weiterhin meine Meinung!

Würdest du dich nicht angegriffen fühlen, wenn jemand deine Meinung, welche du der Neugierde wegen zur Debatte stellst, direkt ablehnt ohne sich weiter damit zu beschäftigen und dir desweiteren vorwirft, entweder keine Ahnung zu haben oder "Außenstehender" zu sein? Wie auch immer man einen Außenstehenden definiert, wenn man nicht einmal erklären kann, was man eigentlich ist - Was schon ziemlich arrogant ist. Und damit meinte ich nicht dich.

Die Frage nach meiner Absicht von wegen Keil treiben oder nicht impliziert eine gewisse Unterstellung, da du mir das allein anhand meiner Aussagen scheinbar zutraust. Was ich nicht nachvollziehen kann, aber wohl akzeptieren muss.

Das du mir nicht zustimmst finde ich völlig in Ordnung. Ich hätte nur, wie gesagt, gerne mehr als nur Ablehnung, sondern vielleicht eine Gegenargumentation. Wenn Pluralismus deine Antwort ist, dann bin ich damit als Antwort zufrieden, auch wenn ich das aus bereits erklärten Gründen für zu schwammig halte.

Zitat:
Du liest, was ich schreibe, Du interpretierst das für Dich, aber Du bist weit davon entfernt, zu wissen, was ich denke.
Das übernehme ich so auch für mich. Aber wie soll ich mich denn mit anderen Meinungen als meiner eigenen befassen, wenn kaum jemand hier in der Lage ist, die seine kundzutun, abgesehen von Ablehnung der meinen?

Und ja, ich bin jung und vermutlich auch impulsiv. Wenn du durch diese Feststellung ähnlich zu argumentieren versuchst wie Vrooktar, dann empfinde ich das auch von deiner Seite als recht arrogant.

Zitat:
Und um die Diskussion zumindest einigermaßen wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, hier noch zwei Sätze, die gegensätzlicher nicht sein könnten:
Issa Iskandar hat geschrieben:
Auch deshalb, weil ich ungern über etwas rede ohne dieses Etwas definieren zu können.
vs.
Issa Iskandar hat geschrieben:
1. Glaube an „die Macht“ als universelle Kraft ohne Notwendigkeit einer konkreten Definition dieser.

Ich würde daraus logisch schlussfolgern, dass Du nur ungern über "die Macht" als universelle Kraft redest.
...aber das ist sicher naiv. Daher bin ich bin gespannt auf Deine Erläuterungen zu diesem Konflikt?


Nein, du hast recht. Ich finde von allen Dingen macht es am wenigsten Sinn die Macht zu definieren, weil das immer zu persönlich und individuell ist. Das stützt sich auf subjektive Glaubenserfahrung im positiven oder negativen und jeglicher Diskurs über das Wesen von etwas, an das man nur glauben, aber was man nicht erfassen kann, ist sinnbefreit. Man kann über seine Erfahrungen sprechen, was dann individuell konkret ist. Aber im Sinne eines Diskurses - Nein. Ich dachte, jeder Jedi würde zumindest die Macht als existente Kraft welcher Art und welchen Ursprungs auch immer anerkennen. Wenn dem nicht so ist, dann war zumindest dieser Punkt Wunschdenken.

Aran Aryono:

Das finde ich schade, aber wenn es so ist, dann ist es so. Der Punkt mit der Disziplin gefällt mir.

Vrooktar:

Ich bin also ein Außenstehender. Das klingt für mich wie "Ungläubiger". Ich komme aus einer scheinbar anderen Denkrichtung und bin noch nicht lange im Forum. Geschenkt. Und das ist deine Legitimation, dich nicht mit mir und meinen Aussagen zu beschäftigen, abgesehen von Ablehnung? Ich würde dich ja bitten, deine Haltung diesbezüglich ganz dringend kritisch zu hinterfragen, aber erfahrungsgemäß weiß ich, dass wer so redet dafür zu arrogant ist. Du wirst sicherlich nicht betrauern, dass ich zukünftig ebenfalls kein Interesse mehr daran habe, mich mit dir oder deinen Aussagen zu beschäftigen.

Jondalar:

Sicher sollte man über den Prägungen stehen, aber da die Definition von Gerechtigkeit kulturell differiert, muss die Grundhaltung eines Jedi entweder aus einem universalen Gerechtigkeitsprinzip kommen, was so meines Wissens nach nicht zu 100% existiert, oder im Rahmen der gesellschaftlichen Konventionen sein, die man kennt und als gerecht anerkennt. Beispiel Seitensprung. Die eine Hälfte der Welt empfindet so etwas als Verbrechen, wovon ein Teil auch staatliche Sanktionen befürworten würde. Die andere Hälfte hält Seitensprünge für menschlich und natürlich, berufen sich auf biologische Faktoren und ein Teil lehnt Monogamie als Lebensart sogar ab. Was wäre also gerecht? Ich finde daher, ein Jedi/ist muss klare Vorstellungen davon haben, was er als gerecht empfindet und dem sich daraus ergebenden Moralkodex treu sein, und das nicht nur gedanklich, sondern offenkundig.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ein Mörder nur dann inneren Frieden findet, wenn er sich selbst verzeihen kann und tut was in seiner Macht steht um seinem Leben eine positive Richtung zu geben - Entscheidend sind ja nicht die Fehler die man in Vergangenheit gemacht hat, auch wenn diese schreckliche Konseuenzen nach sich zogen - sondern, welchen Weg man für sich wählt. Gesetzt den Fall, dass es jemand nicht als belastend oder schlimm empfindet derartiges anzurichten, so kann dies auch kein psychisch gesunder Mensch sein und ist kein gutes Beispiel. Es ging jedenfalls nicht darum, dass man nur dann Jedi/ist ist, wenn man seinen Frieden hat, sondern wenn man bemüht ist, diesen Zustand für sich und seine Umwelt herzustellen/ zu erhalten.

Ich will keine Vorschriften und auch kein Tutorial a la "Wie werde ich ein Jedi?", ich möchte eigentlich das Gemeinsame entdecken, eine Basis auf der man auch ordensübergreifend eine Gemeinschaft ist. Bisher scheint das nur über den Begriff der Fall zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 27.08.2016, 08:21 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich bin also ein Außenstehender. Das klingt für mich wie "Ungläubiger". Ich komme aus einer scheinbar anderen Denkrichtung und bin noch nicht lange im Forum. Geschenkt. Und das ist deine Legitimation, dich nicht mit mir und meinen Aussagen zu beschäftigen, abgesehen von Ablehnung? Ich würde dich ja bitten, deine Haltung diesbezüglich ganz dringend kritisch zu hinterfragen, aber erfahrungsgemäß weiß ich, dass wer so redet dafür zu arrogant ist. Du wirst sicherlich nicht betrauern, dass ich zukünftig ebenfalls kein Interesse mehr daran habe, mich mit dir oder deinen Aussagen zu beschäftigen.



Du bist nicht ungläubig, sondern unwissend.
Wenn du an diesem Zustand etwas ändern wollen würdest hättest du im vergangenen Monat schon extrem viel über das Thema über das wir hier sprechen dazu lernen können, problemlos bis zu einem Level das 90% der Leute in der Szene übersteigt.
Hast du aber nicht.
Du bleibst lieber ein Veganer der Fleischsorten nach Geschmack kategorisiert.

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 28.08.2016, 13:14 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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@Jondalar Mein Post ist durch das Serverchaos gelöscht worden. Ich hatte geschrieben, dass ich nachvollziehen kann, was du meinst und es diese Richtung ganz klar auch gibt. Es gibt aber nicht nur Jediisten und Fandom, sondern auch Leute, die sich für Teile der Jediphilosophie interessieren, aber weder dem Fandom, noch klar dem Jediismus (so wie du ihn offenbar verstehst) zuzuordnen sind, sondern sich einfach durch die Jedi inspirieren lassen, ohne selbst (komplett) jediistisch zu leben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 01.09.2016, 23:49 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Issa Iskandar hat geschrieben:
Amatra:
Würdest du dich nicht angegriffen fühlen, wenn jemand deine Meinung, welche du der Neugierde wegen zur Debatte stellst, direkt ablehnt ohne sich weiter damit zu beschäftigen und dir desweiteren vorwirft, entweder keine Ahnung zu haben oder "Außenstehender" zu sein? Wie auch immer man einen Außenstehenden definiert, wenn man nicht einmal erklären kann, was man eigentlich ist - Was schon ziemlich arrogant ist. Und damit meinte ich nicht dich.

Nein, würde ich nicht.
Tatsächlich begegne ich diesem Phänomen Tag für Tag. Aber ich fühle mich weder angegriffen, noch gräme ich mich sonderlich darüber.
Weißt Du, das mag jetzt überaus altklug klingen, aber meine Zeit ist mir zu kostbar, um mich mit solchen Befindlichkeiten abzugeben. Wir sind alle nur Menschen, die meisten von uns haben eine eigenständige Meinung und das respektiere ich.
Ein Beispiel: Wenn ich mit einem wahnsinns Wissen und hochmotiviert neu in einen Betrieb komme und mir Mitarbeiter, die rangmäßig unter mir stehen, jedoch schon etliche Jahre länger als ich dort arbeiten, "vorwerfen" ich hätte keine Ahnung oder sei (noch) Außenstehende, dann denke ich zunächst mal drüber nach, ob sie damit möglicherweise Recht haben, anschließend bitte ich sie, die doch erfahrener als ich in diesem Betrieb sind, mir die Sache zu erläutern in den Punkten, in denen meine Meinung abweicht und schlussendlich vergleiche ich die beiden Standpunkte so objektiv, wie es mir nur eben möglich ist. Manchmal liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, manchmal muss man aber auch anerkennen, dass neue Besen zwar gut kehren, alte Hasen aber wissen, wo´s lang geht.
Keep calm and join the force... ;)

Zitat:
Die Frage nach meiner Absicht von wegen Keil treiben oder nicht impliziert eine gewisse Unterstellung, da du mir das allein anhand meiner Aussagen scheinbar zutraust. Was ich nicht nachvollziehen kann, aber wohl akzeptieren muss.

Es geht nicht darum, was ich Dir zutraue oder was nicht, ich kenne Dich nicht. Ich betrachte die Sache eben so objektiv wie es mir möglich ist und ziehe diverse Optionen in Betracht. Weitestgehend wertfrei. Im Grunde ist das eine pluralistische Philosophie, an der das einzig radikale ist, eben nicht (m)eine Meinung als die einzig wahre auszuloben, sondern stets bemüht zu sein, die Dinge jenseits des Tellerrandes wahr-zu-nehmen, respektive zu verstehen.
Bitte beantworte mir folgende Fragen:
Was verstehst DU unter einer pluralistischen Philosophie(, als welche ich, wie bereits erwähnt, den Jediismus durchaus betrachte)?
Was genau ist daran schwammig?


Zitat:
Und ja, ich bin jung und vermutlich auch impulsiv. Wenn du durch diese Feststellung ähnlich zu argumentieren versuchst wie Vrooktar, dann empfinde ich das auch von deiner Seite als recht arrogant.

Fühle Dich bitte frei, das zu empfinden, wie Du möchtest.
Ich schätze mal, ich bin gut und gerne mindestens 10 Jahre älter als Du und habe entsprechend mehr Lebenserfahrung. Das kannst Du anerkennen oder nicht, wir kennen uns schließlich nicht. Ich meine damit aber nicht, dass ich besser wäre als Du oder das ich nichts von Dir lernen könnte, verstehe mich dahingehend bitte nicht falsch, ich lerne jeden Tag sogar etwas von meinen Kindern, weil ich mich eben darauf einlasse, aber: ich habe eben inzwischen verinnerlicht, Dinge zu objektivieren, nicht persönlich zu nehmen, übe mich darin, meine unfertige Meinung nicht halbgar herauszuplappern und meinen Standpunkt stets zu überdenken, über das impulsive Stadium à la "Ich bin schon viel erwachsener geworden: ich beende meine Diskussionen zwar immer noch mit 'selber doof', aber ich weine nicht mehr dabei" bin ich längst hinausgewachsen...
Issa Iskandar hat geschrieben:
Du wirst sicherlich nicht betrauern, dass ich zukünftig ebenfalls kein Interesse mehr daran habe, mich mit dir oder deinen Aussagen zu beschäftigen.
...oops. :twisted:
Fühlst Du Dich schon angegriffen? Wunderbar! Dann weißt Du, was ich meine und kannst daran arbeiten... :lol:



Zitat:
Nein, du hast recht. Ich finde von allen Dingen macht es am wenigsten Sinn die Macht zu definieren, weil das immer zu persönlich und individuell ist. Das stützt sich auf subjektive Glaubenserfahrung im positiven oder negativen und jeglicher Diskurs über das Wesen von etwas, an das man nur glauben, aber was man nicht erfassen kann, ist sinnbefreit. Man kann über seine Erfahrungen sprechen, was dann individuell konkret ist. Aber im Sinne eines Diskurses - Nein. Ich dachte, jeder Jedi würde zumindest die Macht als existente Kraft welcher Art und welchen Ursprungs auch immer anerkennen. Wenn dem nicht so ist, dann war zumindest dieser Punkt Wunschdenken.

Herrje, wie kompliziert: Du erwartest quasi, dass jeder Jedi/ist an eine subjektive individuell unterschiedliche, jedoch existente und dennoch undefinierbare Kraft unbekannten Ursprungs namens "Macht" glaubt? Das klingt aber sehr religös - gerade im Sinne des Diskurses.
Also definiere bitte "Glauben" in diesem Zusammenhang: glauben im Sinne von "Morgen wird´s regnen" oder eher im Sinne von "göttlicher Funke"?
Wo ziehst Du denn da die Grenze zwischen Religion und Philosophie für Dich selbst?





Zitat:
Ich will keine Vorschriften und auch kein Tutorial a la "Wie werde ich ein Jedi?", ich möchte eigentlich das Gemeinsame entdecken, eine Basis auf der man auch ordensübergreifend eine Gemeinschaft ist. Bisher scheint das nur über den Begriff der Fall zu sein.

Nun, runtergebrochen auf das Minimum findest Du die Gemeinsamkeit wohl im Daseinskodex:

Die Jedi sind die Friedenswächter der Galaxis.
Sie nutzen ihre Kraft zur Verteidigung und zum Schutz anderer, nie jedoch zum Angriff.
Die Jedi achten alles Leben, in jeder Form.
Die Jedi dienen, anstatt zu herrschen, zum Wohle der Galaxis.
Die Jedi streben nach Vervollkommnung durch Wissen und Ausbildung.


...wenn Du Dich in diesen Worten wiederfindest, wenn Du versuchst, jeden Tag Dein Wissen zu erweitern, Dich in Selbstreflexion und Kontemplation zu üben, gelassen zu bleiben, anstatt Dich angegriffen zu fühlen, Deine Gefühle zulässt, ohne Dich von ihnen treiben oder beherrschen zu lassen, wenn Du nach reiflicher Überlegung verzeihst, anstatt vorschnell zu verurteilen und anderen, Schwächeren, im Rahmen Deiner Möglichkeiten hilfst, anstatt nur zuzusehen, dann bist Du auf dem besten Weg zum Jedi.

Mit Gerechtigkeit hat das rein garnichts zu tun.
(Zum Thema "Gerechtigkeit" kannst Du übrigens gerne da: https://www.jediismus.de/alltag-gesellschaft/gerechtigkeit-t140.html Deine Meinung beitragen. Hast Du Dich dort schon durch gelesen?)

Diese Haltung, der Daseinskodex, hat bei genauerer Betrachtung überhaupt nichts mit irgendeiner Art von Religion zu tun, es liegt an Dir selbst, ob und wie intensiv Du diese Philosophie zu Religion erheben möchtest, ob und wie "radikal" Du Dir selbst und Deinem inneren Schweinehund gegenübertreten möchtest und ob und wie Du diese Grundhaltung in Dein Leben integrieren möchtest.
Wenn Du für jede Sprosse der Leiter eine eigene Bezeichnung benötigst, um Deine Position darauf zu definieren, dann kannst Du das ad libitum etikettieren, aber bitte erwarte nicht, dass jeder andere Deiner Einteilung zustimmt, respektive sie überhaupt benötigt, selbst wenn er auf derselben Leiter steht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 18.09.2016, 18:51 

Registriert: 15.07.2016, 00:09
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Heruntergebrochen auf das Wesentliche, möchtest du mir also sagen, dass:

...hier nur fertige Konzepte vorgestellt werden dürfen, die dann entweder komplett akzeptiert, oder komplett abgelehnt, aber keinesfalls als Prototypen diskutiert und ausgebessert werden dürfen.

Ich behaupte einfach mal, dass dies eine Plattform zum Debatte ist und nicht zum Kampf der Konzepte.

...ich schweigend akzeptieren muss, wenn Mitglieder aufgrund offensichtlich schlechter Kinderstube sich erdreisten jemandem eine Seinsform abzusprechen, ohne diese definieren zu können, bloß weil dies im echten Leben zuweilen auch der Fall ist?

Vielleicht bin ich auch zu idealistisch um Dinge die falsch laufen zu ignorieren.

...ich mich, um nicht den Eindruck zu erwecken, ich sei eingeschnappt, weiterhin mit Arroganz beschäftigen soll?

Hast du nicht selbst gesagt, dir sei deine Zeit zu kostbar für solcherlei?

Und nein, du verdrehst meine Worte. Ich erwarte, dass jeder der sich Jedi nennt, sich in irgendeiner Weise mit der Macht beschäftigt hat oder eine Vorstellung von ihr hat. Denn dieser Daseinskodex kann auch ein Polizist sein. Dann haben wir ja erstaunlich viele Jedi in Deutschland.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 18.09.2016, 19:34 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Issa Iskandar hat geschrieben:
Denn dieser Daseinskodex kann auch ein Polizist sein. Dann haben wir ja erstaunlich viele Jedi in Deutschland.


Du kennst die Kodizes doch nicht einmal.
Was soll dieser hilflos naive Vergleich?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 19.09.2016, 12:39 
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Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich erwarte, dass jeder der sich Jedi nennt, sich in irgendeiner Weise mit der Macht beschäftigt hat oder eine Vorstellung von ihr hat.

Ist es ausreichend, relativ kurz nachgedacht und dann entschieden zu haben, dass es die Macht nicht gibt, um als "hat sich damit beschäftigt" zu gelten?
Obwohl mir das egal sein kann, ich nenne mich nicht "Jedi".

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 29.09.2016, 00:52 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Issa Iskandar hat geschrieben:
Heruntergebrochen auf das Wesentliche, möchtest du mir also sagen, dass:

...hier nur fertige Konzepte vorgestellt werden dürfen, die dann entweder komplett akzeptiert, oder komplett abgelehnt, aber keinesfalls als Prototypen diskutiert und ausgebessert werden dürfen.

Nö. Aber man sollte schon erwarten können, dass hier keiner völlig naiv vor sich hin blubbert, sondern intensiv über sein Konzept nachdenkt, BEVOR er es zur Diskussion stellt.

Zitat:
Ich behaupte einfach mal, dass dies eine Plattform zum Debatte ist und nicht zum Kampf der Konzepte.

Sicher. Aber jeder, der hier etwas postet, sollte auch mit Kritik umgehen können und selbige auch nach reiflicher Überlegung annehmen, wenn sie berechtigt ist.


Zitat:
...ich schweigend akzeptieren muss, wenn Mitglieder aufgrund offensichtlich schlechter Kinderstube sich erdreisten jemandem eine Seinsform abzusprechen, ohne diese definieren zu können, bloß weil dies im echten Leben zuweilen auch der Fall ist?

Nö. Aber man sollte schon erwarten können, dass jeder, der hier postet intensiv über die Kritik nachdenkt, die ihm gegenüber geäußert wird und selbige auch annimmt, wenn sie berechtigt ist oder eben sachlich dagegen argumentiert, falls die Kritik unangebracht erscheint, eleganterweise hebt man dabei das Niveau der Diskussion auf ein akzeptables Level an, wenn einem die bisherige Ausdrucksweise der Beteiligten missfällt.

Zitat:
Vielleicht bin ich auch zu idealistisch um Dinge die falsch laufen zu ignorieren.

Wenn Du meinst. Dinge nicht zu ignorieren und Dinge die falsch laufen in richtige Bahnen zu lenken ist aber ein Unterschied. MMn beschäftigst Du Dich derzeit mehr mit nicht-ignorieren, anstatt mit verbessern.

Zitat:
...ich mich, um nicht den Eindruck zu erwecken, ich sei eingeschnappt, weiterhin mit Arroganz beschäftigen soll?

Nö. Aber man sollte schon erwarten können, dass jemand, der so forsch argumentiert wie Du, statt zu lamentieren, sein rhetorisches Talent nutzt, um der gefühlten Arroganz, die eines der falsch laufenden Dinge ist, positiv zu begegnen, um das Niveau der Diskussion auf ein Level anzuheben, dass Dir persönlich besser gefällt.

Zitat:
Hast du nicht selbst gesagt, dir sei deine Zeit zu kostbar für solcherlei?


Dass ich mich nicht darüber gräme, bedeutet nicht, dass ich nicht über die Kernaussagen nachdenken würde, sonst würde ich auf Dein stetes Lamentieren längst nicht mehr eingehen.

Zitat:
Denn dieser Daseinskodex kann auch ein Polizist sein. Dann haben wir ja erstaunlich viele Jedi in Deutschland.

Diese Aussage verstehe ich nicht, ich bitte Dich um eine detaillierte Erläuterung, nach Möglichkeit frei von emotionalen Äußerungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 30.09.2016, 07:55 
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Da sich diese Diskusdion immer mehr in eine respektlose und unhöfliche Richtung entwickelt hat, werde ich mich weitestgehend raushalten.

Eine Sache allerdings: Dieses "Dann veränder doch was anstatt zu meckern" nervt mich mittlerweile. Es ist die eine Sache, dass man als Teil einer Gruppierung auch in den schlechten Phasen noch Teil des Ganzen ist und es unnötig und destruktiv ist, dann nur zu meckern anstatt sich an einer Problemlösung zu beteiligen. Dass für einen Neuling auf einer losen Internetplattform nicht das gleiche gilt, hielt ich für selbstverständlich. Wenn ich mir einen Verein suche, entscheide ich mich auch für einen, bei dem ich mich wohlfühle und Potential sehe und nicht für einen, in dem ich direkt auf solche Art kritisiert werde. Zeit und Energie sind kostbar und ich kann verstehen, dass man nicht bereit ist, beides unter solchen Umständen zu investieren. Außerdem wäre mir keine Regel bekannt, nach der man hier nur fertige Konzepte und/oder Vorstellungen präsentieren dürfte. Im Verlauf der Diskussion gefällt mir Issas Argumentationsstil auch immer weniger, allerdings wäre es meiner Meinung nach an den selbsternannten Jedirittern und alten Hasen, Reife und Geduld zu zeigen und sich nicht durch die Gedanken eines Neulings derart provoziert zu fühlen und entsprechend zu reagieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 30.09.2016, 09:00 
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Ignoranz provoziert mich nicht.
Dennoch pflege ich sie als das zu betrachten was sie ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 06.10.2016, 12:20 
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Issa Iskandar hat geschrieben:
Jondalar:

Sicher sollte man über den Prägungen stehen, aber da die Definition von Gerechtigkeit kulturell differiert, muss die Grundhaltung eines Jedi entweder aus einem universalen Gerechtigkeitsprinzip kommen, was so meines Wissens nach nicht zu 100% existiert, oder im Rahmen der gesellschaftlichen Konventionen sein, die man kennt und als gerecht anerkennt. Beispiel Seitensprung. Die eine Hälfte der Welt empfindet so etwas als Verbrechen, wovon ein Teil auch staatliche Sanktionen befürworten würde. Die andere Hälfte hält Seitensprünge für menschlich und natürlich, berufen sich auf biologische Faktoren und ein Teil lehnt Monogamie als Lebensart sogar ab. Was wäre also gerecht? Ich finde daher, ein Jedi/ist muss klare Vorstellungen davon haben, was er als gerecht empfindet und dem sich daraus ergebenden Moralkodex treu sein, und das nicht nur gedanklich, sondern offenkundig.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ein Mörder nur dann inneren Frieden findet, wenn er sich selbst verzeihen kann und tut was in seiner Macht steht um seinem Leben eine positive Richtung zu geben - Entscheidend sind ja nicht die Fehler die man in Vergangenheit gemacht hat, auch wenn diese schreckliche Konseuenzen nach sich zogen - sondern, welchen Weg man für sich wählt. Gesetzt den Fall, dass es jemand nicht als belastend oder schlimm empfindet derartiges anzurichten, so kann dies auch kein psychisch gesunder Mensch sein und ist kein gutes Beispiel. Es ging jedenfalls nicht darum, dass man nur dann Jedi/ist ist, wenn man seinen Frieden hat, sondern wenn man bemüht ist, diesen Zustand für sich und seine Umwelt herzustellen/ zu erhalten.

Ich will keine Vorschriften und auch kein Tutorial a la "Wie werde ich ein Jedi?", ich möchte eigentlich das Gemeinsame entdecken, eine Basis auf der man auch ordensübergreifend eine Gemeinschaft ist. Bisher scheint das nur über den Begriff der Fall zu sein.


Hallo Issa,

ich gebe Dir insofern recht, als dass jedes Gerechtigkeitsempfinden sehr subjektiv und kulturell geprägt ist. Aber ich muss Dir widersprechen, was ein "universelles" Gerechtigkeitsempfinden anbetrifft, das gibt es mMn gar nicht. Es gibt Recht und Gesetz, aber Gerechtigkeit wird es immer dann nicht geben, wenn zwei oder mehr Menschen an irgend etwas beteiligt sind.

Ein harmloses Beispiel, der Unternehmer bezieht zu Recht ein ordentliches Gehalt, weil er - normalerweise ;) - ja auch das unternehmerische Risiko trägt. Er ist nicht versichert gegen Arbeitslosigkeit und gesetzlich auch nicht Renten- oder Krankenversichert. Da tut sich der Arbeiter/Angestellte schon sehr viel leichter, aber der jammert nun, dass er so wenig verdient und dass die Reichen ja auch nur immer reicher werden. Wer hat denn da jetzt recht, was wäre gerecht, wie soll man da Stellung beziehen?

Da gibt es Millionen von Beispielen, die eindeutig belegen, dass es eine Gerechtigkeit in diesem Sinne überhaupt nicht gibt, nicht geben kann.

Bei Deinem Beispiel ist das ja genau das gleiche, es gibt da keinen Moralkodex der gerecht sein könnte. Wenn ich der Natur folge wäre Monogamie schlecht, wenn ich der Moral folge wäre Bi- oder Polygamie schlecht, aber nichts und niemand kann festlegen, wie ich das persönlich empfinde. Sicherlich ist man versucht, die Dinge auf die Weise zu sehen, auf die wir sie zu sehen gelernt haben, aber das ist dann trotzdem immer noch nicht gerecht. Natürlich kannst Du für Dich eine klare Vorstellung von Gerechtigkeit haben, das habe ich ja auch, aber ob andere Menschen das dann auch als gerecht empfinden ist eine ganz andere Baustelle.

Die Sache mit dem Mörder, ja, das behauptest Du halt, aus Deiner Sicht und Deinem Verständnis heraus. Der kann aber eben auch ganz andere Wert- und Moralvorstellungen haben. Nimm einfach mal einen Taliban oder einen IS-ler und frag die mal nach ihren Motiven und nach Gerechtigkeit, die werden Dir dann erzählen mit welchem Gewissen sie "feindliche" Soldaten aus dem Westen töten um ihre Familien zu beschützen. Selbstmordattentäter sind ja auch eher dafür bekannt, dass sie das freiwillig und voller Überzeugung machen. Meinst Du, die würden sich dann schlecht fühlen, wenn sie unschuldige Frauen und Kinder mit in den Tod reissen?

In so fern ist auch Deine These mit dem "geistig gesunden" Menschen nicht wirklich haltbar. Das sind schöne Moralvorstellungen, die aber immer wieder mit der Realität verschiedener Volksgruppen und Überzeugungen kollidieren. Ich halte Dir das nicht vor oder möchte Dich damit nieder machen, aber Du siehst halt auch alles "nur" aus Deiner Kultur und Deiner Moral heraus. Andere Menschen anderer Länder werden das uU sogar genau umgekehrt sehen als Du.

Sicherlich wäre es schön, wenn die Menschheit sich mal auf allgemeingültige ethische und moralische Werte verständigen könnte, aber das wird wohl noch ein paar Jahrhunderte dauern.

Zum Thema Jedi und Gemeinsamkeiten kann ich Dir nur widerholen, es ist schon schwer unter "alteingesessenen" Jedi einen Konsens zu finden, das haben wir nicht nur einmal versucht, aber es scheitert halt, wie in der realen Welt, siehe UN oder EU, daran, dass auch wir nicht bereit sind, unsere Vorstellungen davon anderen Vorstellungen unter zu ordnen. Alleine wenn Du dieses Thema von vorne durchliest, wirst Du sehen, dass es auch unter uns keinerlei Konsens gibt, noch nicht einmal über die Namen Jedi/Jediist.

Von mir aus können wir da gerne diskutieren, aber in diesem Sinne wird das nur wenig zielführend sein, weil ich Dir da auch nur immer meine Meinung schreiben kann, da kann durchaus passieren, dass Vrooktar, Amatra, Orsyn oder Aran mir vehement widersprechen, weil da eben jeder eine individuelle Moral hat.

Allgemein noch geschrieben, zum Rest Eurer Unterhaltung:

Nimm die Aussagen der anderen Diskutanten nicht so schwer und ernst. Wir, gerade Amatra, Vrooktar und ich, sind es gewöhnt in klaren, unmissverständlichen Worten zu sprechen. Das ist nicht beleidigend oder herabsetzend gemeint, dafür kenne ich alle zu gut, sondern das sind einfach die Gedanken der Leute ohne Schminke und Puder. Man kann Worte so oder so lesen, und wenn Du ernsthaft an einem Austausch interessiert bist, solltest Du Dir angewöhnen, die Worte so zu lesen wie sie da stehen, nicht wie Du sie interpretieren würdest.

Das ist wie mit der Gerechtigkeit, je weiter Du Dich vom Geschehen entfernst und von aussen zusiehst, desto klarer wird das, was da geschrieben steht. Ich verstehe Deine Argumentation und Deinen Frust darüber, nicht gleich mit Handkuss angenommen worden zu sein, aber ich versthe eben auch die Worte von Amtara und Vrooktar, bei denen ich keinerlei Herabsetzung oder Provokation sehe. Amatra hat Dir ja sogar en detail erklärt, wie sie was gemeint hat, aber da wart Ihr wohl schon zu festgefahren.

Ich würde Dir daher einen Reboot empfehlen. Lies das alles nochmal von vorne durch und versuche das so zu sehen, als würen die gar nicht mit Dir schreiben, sondern mit irgend jemandem, dann wirst Du auch leichter verstehen, was die Beiden sagen möchten ;) Manchmal sitzt man einfach zu tief in sich selber drin, da hilft Abstand und vor Allem Selbstreflexion ;)

Wenn mir Vrooktar schreiben würde, dass ich keine Ahnung von Jedi habe, würde ich mich nicht angegriffen fühlen, sondern ihn fragen, wie er darauf kommt das zu sagen, oder ich würde ihm gleich schreiben, dass ich natürlich keine Ahnung davon habe, weil ich ja nicht im Tempel aufgewachsen bin, sondern hier auf Erden ;) Mach Dich einfach ein wenig locker, dann wird das schon.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 06.10.2016, 12:36 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Ryia Nakala hat geschrieben:
allerdings wäre es meiner Meinung nach an den selbsternannten Jedirittern und alten Hasen, Reife und Geduld zu zeigen und sich nicht durch die Gedanken eines Neulings derart provoziert zu fühlen und entsprechend zu reagieren.


Nur hier kann ich wieder mal so gar nicht zustimmen.

Ich höre das schon ewig, dass man als alter Sack doch gefälligst den Jungen die Fehler zu verzeihen hat, während die Jungen ungebremst über die alten Säcke herziehen dürfen. Dem ist aber nicht so.

Auch ein alter Sack hat Gefühle und Neigungen und Persönlichkeit. Jeder ist so, wie er ist und es obliegt jedem für sich selber, sich zu erziehen, das ist nicht die Aufgabe anderer Menschen. So, wie Du das hasst, wenn man sagt, "Dann veränder doch was anstatt zu meckern", hasse ich es, wenn irgendjemand andere Menschen massregelt oder ihnen sagt, wie sie sich zu benehmen haben.

Jeder von uns ist alt genug, zu wissen, wie man sich benimmt. Wer das dann absichtlich oder situationsbedingt nicht so macht, wird schon seine Gründe haben, und ein "Jungspund" hat keinen Welpenschutz.

Im Gegenteil sind wir erwachsen aus einem Konglomerat fernöstlicher Philosophien und Konzepte. Da schliesst das ein, dass der Padawan nicht den Meister kritisiert. Früher musste man auch tatsächlich Lehrgeld bezahlen, damit einem ein Meister seinen Beruf beibringt und sein Wissen teilt.

Ich finde es sehr ungehörig und unangebracht, wenn man als junger Mensch daher kommt und meint sowieso schlauer als die Alten zu sein. Ich verlange keinerlei Respekt oder sonstwas auf Grund meines Alters, aber ich für mich persönlich verlange von meinem Gegenüber, dass er sich so verhält, wie er es auch gerne selber hätte.

Soll also heissen, keiner hat irgendwelchen Schutz und keiner hat irgendwelche Auflagen unter denen er sich äussern darf. Issa darf genauso ruhig und besonnen sein wie ein alter Meister und Vrooktar darf genauso ungehobelt sein wie ein junger Schüler - natürlich auch umgekehrt.

Dieses "Eigentlich solltest Du Dich als alter/reifer/gebildeter/erwachsener/sonstwas Mensch so und so verhalten", oder auch ein "so etwas gehört sich nicht für einen Jedi/Ritter/Meister/heiligen vom Berg" holt in mir immer Missmut und Brechreiz hervor. Genau das hat nämlich unser aller Vorzeigejedi und Obergrossmeister zu mir gesagt, während er seine schmutzigen Finger in schmutzige Gesachäfte gesteckt hat. Ich und Vrooktar und vielleicht gehört jetzt auch Amatra für Euch dazu, sind direkt und offen und ehrlich, das mag manchmal verletzend wirken oder zu deutlich herüber kommen, aber wir sind alle drei ehrliche Menschen die weder betrügen, noch bestehlen, noch sonstwie unlautere Sachen machen.

Ein ehrlicher, offener und wahrhaftiger Mensch ist mir allemal lieber als einer, der die Etikette wahrt und Dir unter dem Gespräch mit einem freundlichen, höflichen Grinsen den Geldbeutel aus der Hose klaut.

Jeder ist so, wie er ist, und jeder hat mit den Unzulänglichkeiten der Anderen fertig zu werden. Keiner nimmt Rücksicht auf einen, sondern nur wir alle zusammen für uns alle. Hopp oder Top ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 06.10.2016, 16:41 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Aran Aryono hat geschrieben:
Aran Aryono
Ryia Nakala hat geschrieben:
Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass man an einer gemeinsamen Grundlage arbeitet. Ganz im Gegenteil, nehme ich die gesamte "Jedi-szene" eher so wahr, dass es sehr viele Orden und Richtungen bei verhältnismäßig sehr wenig Menschen gibt, sodass jeder die Richtung einschlagen kann, die ihm/ihr entspricht.


Ich meinte auch eigentlich, dass wir das hier im Forum, an dieser Stelle, versuchen könnten. Nicht, dass das bereits jemand täte. Denn ansonsten stimme ich dir zu was das angeht. :-)



Ich hole das jetzt mal runter, damit die eigentliche Diskussion nicht ganz verloren geht.

Meine persönliche Definition des kleinsten gemeinsamen Nenners besteht eigentlich nur daraus, dass wir alle an uns selber, an unserer Entwicklung und unseren Makeln arbeiten um ein "besseres" zielgerichteteres Leben führen zu können.

Alles andere, was schon erwähnt wurde und was ich sonst noch erwähnen könnte ist halt Ansichts- und Geschmackssache, da werden nicht viel mehr gemeinsame Punkte auftauchen ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 17.10.2016, 10:21 
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Orsyn Ar'atol hat geschrieben:
Orsyn Ar'atol
Issa Iskandar hat geschrieben:
Ich erwarte, dass jeder der sich Jedi nennt, sich in irgendeiner Weise mit der Macht beschäftigt hat oder eine Vorstellung von ihr hat.

Ist es ausreichend, relativ kurz nachgedacht und dann entschieden zu haben, dass es die Macht nicht gibt, um als "hat sich damit beschäftigt" zu gelten?
Obwohl mir das egal sein kann, ich nenne mich nicht "Jedi".


Na, das hoffe ich doch, dass das ausreicht. ;)

Eine andere Frage an der Stelle ist: Weswegen erwartest du das Issa?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.03.2017, 08:38 
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Aran Aryono hat geschrieben:
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Der alte Kodex des Jediordens, soweit mir bekannt aus dem Jahre 2008.

I. Tapferkeit
Ein Jedi gibt in allen Herausforderungen, egal ob im Kampf oder im täglichen Leben sein Bestes. Er strebt nach Kraft, vielmehr um der Gerechtigkeit dienen zu können, als seines eigenen Vorteils Willen. Ein Jedi strebt danach, sich körperlich, seelisch und geistig optimal zu entwickeln. Das erfordert Disziplin, Geduld und beständiges Üben. Ein Jedi ist sich immer bewusst, was hinter ihm und vor ihm liegt und er bereitet sich vor, seinem Schicksal zu begegnen. Ein Jedi kämpft entschlossen für den Sieg – egal auf welches Schlachtfeld die moderne Welt ihn auch führen mag.

[...]

XXII. Liebe
Die Liebe ist ein ständiger Begleiter der Jedi. Ohne die Liebe ist ein Jedi bedeutungslos denn Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich. Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig. Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe macht grausam. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig. Glaube ohne Liebe macht fanatisch.



Ich habe mir erlaubt, das Zitat etwas zu kürzen. Eigentlich wollte ich erst an anderer Stelle etwas zum Thema Kodex fragen, aber da das Thema hier bereits eingebettet ist, erschien es mir passender. Und zwar habe ich bei meinen Recherchen ebendiesen hier zitierten Kodex bisher nur auf einer anderen Website gefunden, und zwar hier: https://www.starwars-union.de/index.php? ... fo&lid=643

Die dort verlinkte Quellenangabe hat mich nicht wirklich weitergebracht und daher möchte ich an dieser Stelle gern fragen, woher der Text ursprünglich stammt. Ist es die übersetzte Version eines englischen Originals, stammt es vielleicht aus einem Buch oder hat ein moderner Orden den Text selbst verfasst? Und wenn ja, gab es dazu eine Vorlage, was den Aufbau der Regeln betrifft?

Alles andere, was ich im Netz ansonsten zum "Original Kodex" finde, bezieht sich immer nur auf die sehr viel kürzeren Teile (Moral- und Daseinskodex).

Danke im Voraus für hilfreiche Antworten! :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.03.2017, 15:21 
Tritorianer Orden <Θ>
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Den hab ich damals angepasst.
Die Quelle weiß ich nicht mehr genau, sie war aber aus Star Wars.

Wir hatten nach einem Jahr immer noch keinen Kodex also hatte ich schnell was zusammengezogen.
Den 22 Punkt hab ich drangehangen, der stammt sinngemäß aus dem Tao te king und ich habe auch so zwischendrin noch ein paar Sachen angepasst.

Erst 2011 haben wir dann unseren neuen Kodex aufgesetzt der komplett von uns stammt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.03.2017, 23:34 
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Danke für die schnelle Antwort, Vrooktar. Natürlich würde mich jetzt erst Recht interessieren, wie denn der Originaltext in seinem Wortlaut war und warum er eurer Meinung nach eine Anpassung erfordert hat. Ich liebe es, Texte zu vergleichen und in gewissem Sinne zu analysieren, um nach den Ursprüngen oder, dem kleinsten gemeinsamen Nenner, zu suchen. Schade, dass du den anderen Text nicht mehr hast. Jedoch gefällt mir der Kodex in dieser Form bzw. es gibt darin auf den ersten Blick nichts, dem ich direkt widersprechen würde.

Eigentlich war ich darauf (Kodizes im Vergleich) bereits in einem neuen Beitrag in der Vorstellungsrunde eingegangen, hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass man automatisch abgemeldet wird, wenn man länger nicht aktualisiert... jetzt ist ein Text, der gut auf eine Din-A-4-Seite gepasst hätte, leider ungespeichert verschwunden. :( Da werde ich mich morgen dann nochmal dransetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 07.03.2017, 23:44 
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Ananya hat geschrieben:
Eigentlich war ich darauf (Kodizes im Vergleich) bereits in einem neuen Beitrag in der Vorstellungsrunde eingegangen, hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass man automatisch abgemeldet wird, wenn man länger nicht aktualisiert... jetzt ist ein Text, der gut auf eine Din-A-4-Seite gepasst hätte, leider ungespeichert verschwunden. :( Da werde ich mich morgen dann nochmal dransetzen.

Mist. Das alte Problem wieder, ich dachte, das hätten wir abgestellt... Entschuldige bitte, irgendwie bin ich unfähig, dagegen was zu machen, das Problem hatten andere auch schon.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 08.03.2017, 00:28 
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Orsyn Ar'atol hat geschrieben:
Mist. Das alte Problem wieder, ich dachte, das hätten wir abgestellt... Entschuldige bitte, irgendwie bin ich unfähig, dagegen was zu machen, das Problem hatten andere auch schon.

Ist ja kein Weltuntergang. Natürlich im ersten Moment ärgerlich, aber wenn man es weiß, lässt sich das Problem ja beim nächsten Mal durchaus umgehen - vielleicht hat es wenigstens den positiven Nebeneffekt, dass die Problematik wieder in Erinnerung gerufen wurde und es anderen so schnell nicht ebenfalls wieder passiert. :)
Früher in dem ein oder anderen älteren Forum, in dem ich Mitglied war, gab es das auch. Liegt vielleicht am System an sich? Damals habe ich einfach alles zuerst auf einem Open Office Dokument geschrieben und gespeichert, nur habe ich mir das irgendwann wieder abgewöhnt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Jediismus?
Verfasst: 08.03.2017, 10:33 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
So viel interessantes gäbe es da nicht zu analysieren.
Mein Vorschlag war damals nur von mir an einem Nachmittag zusammen gepanscht. Ich hatte mich drauf vorbereitet das Ding noch wochenlang anzupassen, aber statt einer Debatte meinten einfach alle sofort, dass wir den so nehmen und fertig war er.

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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