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 Betreff des Beitrags: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 04.01.2016, 23:05 
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Hallo zusammen,

Ja, wo soll man anfangen, hier im Jediismus ist das Wort "Macht" ein synonyme für die Energie die uns um gibt. Doch wenn man andere Leute fragt, was ist Macht, kommt bis lang immer die Antwort, Geld.

Es stimmt, Geld hat Macht (traurigerweise) doch ist das "Wahre Macht" ?

Die Macht der Reichen besteht darin, dass sie immer jemaden finden werden, der für sie die Drecksarbeit erledigt und dafür eben bezahlt wird.
In dem Film "Fight Club" (SUPER genialer Film :D ) wird unteranderem gezeigt, was passiert, wenn sich alle "Kleinen" Leute zusammen tun, die für die Reichen die Drecksarbeit machen.

In dem Film "Sin City 1" (echt cooler Film :D ) sagt der bösewicht zu Bruce Willis als er im Krankenhaus lag, dass er ihn einfach so hier erschießen könne und alle im KH würde für ihn lügen. "Das ist eine Macht die man nicht kaufen könne" (Zitat vom Bösewicht)
Ist also Angst verbreiten "wahre Macht" ?

In dem Film "American Shaolin" (glaub so hieß der, hab den vor ca. 13 Jahren gesehen) wird gezeigt, wie die Hauptfigur die "Abschlussprüfung" meistert. Es ist eine Art Höhle mit mehren Räumen, jeder mit einer Aufgabe, Hindernis oder Rätsel. Jeder hat er gelöst, in dem er über sich hinausgewachsen ist bzw. über seinen Tellerrand geschaut. Auch körperlich wuchs er übersich hinaus, er konnte massive holzfiguren mit blossen Händen förmlich zerfetzen (klar waren das kein echtes Holz, war mir auch damals klar, dennoch hat es mich schwer beeindruckt). Und als er alle Aufgaben gemeistert hat, hat der Abt ihm das größte Geheimnis der Kampfkunst verraten.

"Die höchste Form der Kampfkunst ist es, zu siegen ohne zu kämpfen"

Bin zwar noch ein Neuling im Jediismus, doch soviel ich mit bekommen habe, würde das fast jeder Jedi so unterzeichen ;) .

Dennoch, denke ich, dass das letzte Beispiel auch eine Form von Macht ist.


Doch, ist die Antwort auf "wahre Macht" ?

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Alleine schafft man vieles, doch zusammen das Unmögliche.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 04.01.2016, 23:26 
Tritorianer Orden <Θ>
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Wahre Macht ist in meinen Augen die Macht über sich selbst.
Wer sich selbst nicht beherrscht, beherrscht rein gar nichts.

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 05.01.2016, 00:16 
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Hm, ja hört sich gut an. Doch was genau heißt es denn sich zu Beherrschen?
Impulskontrolle ?, sich Dinge zu verbieten, hart und konsequent bleiben? Diszipliniert sein?

Ist "sich Beherrchen", das gleiche wie "sich akzeptieren" ?

Klar Raum um sich zu verbessern bleibt immer, und klar ist ohne Disziplin erreicht man nicht viel bzw. man vollendet nicht sehr vieles.

Doch sich Beherrschen klingt so, nach wenig Raum für Fehler.

Wollte heute Joggen gehen, habs nicht getan. Stattdessen habe andere Sachen erledigt die auch wichtig waren. Bin ich deswegen weniger Beherrschter über mich ?

hm...was ist denn "besser" Beherrschung oder mit sich umgehen, wie mit einem guten Freund, der ein netter "Idiot" ist :) ?

(ist im prinzip die gleiche Frage wie im ersten Absatz, reicht also nur aufs davon einzugehen :mrgreen: )

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 05.01.2016, 00:38 
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Vrooktars idealistischer Ansatz gefällt mir, das könnte man fast schon als Aphorismus verwenden...
Selbstbeherrschung ist ein hohes Gut und Macht über sich zu haben erstrebenswert.

Der Begriff "wahre Macht" ist aber sehr weit auslegbar. Auch deine Beispiele, Donthor, sind sehr unterschiedlich.
Ich glaube deshalb, dass es die eine wahre Macht nicht gibt.

Geld ist dabei aber sicher keine wahre Macht. Es ist ein gedankliches Konstrukt, dem wir uns unterwerfen. Die Macht des Geldess ist leicht zu durchschauen und schwer zu durchbrechen, aber keine wahre Macht.

Selbstbeherrschung heißt in meinen Augen, dass man seine Gefühle und Verlangen unter Kontrolle hat.
Wenn du joggen wolltest, aber stattdessen wichtige Sachen erledigt hast, war das keine fehlende Selbstbeherrschung. Du hast, nehme ich jetzt einfach zu deinen Gunsten an, Prioritäten gesetzt und danach gehandelt.
Hättest du aus Faulheit auf das Joggen verzichtet und als Alibi was anderes getan, wäre das natürlich ein negatives Beispiel.

Selbstbeherrschung kann natürlich auch zu weit gehen, so wie man sich in alles verrennen kann. Doch ich denke, es ist mehr als der Umgang mit dem netten Idioten. ;)
Diszipliniertes Handeln, an Vorhaben festhalten und sie umsetzen, seine schlechten Eigenschaften erkennen und gezielt daran arbeiten - das ist äußerst erstrebenswert. Dennoch wäre es zu viel, wenn man (falsches Universum, ich weiß) zum Vulkanier werden würde.

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"I love mankind, it's the people I can't stand."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 06.01.2016, 13:37 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Abgesehen davon, dass ich spontan erstmal Vrooktar zustimme, könnte man das doch gleich mit den angepassten Worten übers Kämpfen ausdrücken:

Wahre Macht ist es, keinerlei Macht zu brauchen.

In dem Moment, in dem man irgend eine Art von Macht gebrauchen muss/will, hat man schon keinerlei Macht. Da beisst sich ein wenig die Katze in den Schwanz.

Wenn Du Dein Leben völlig - soweit es geht ;) - selbstbestimmt und wahrhaftig lebst, brauchst Du keine Macht, weil Du Dein Leben dann ja eben schon so lebst, wie Du es leben würdest, wenn Du diese Macht hättest.

Grüße

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Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 14.01.2016, 14:15 
Orden der Hoffnung <OOH>

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Hi,

Ich definiere in meinem Jeditum die Macht als das leben selber. Also nicht die Tatsache, dass wir es tun, sondern wieso. Um das zu erklären muss ich etwas ausholen.

Meine Exverlobte hat einen master in Biologie, Chemie und Genetik. Sie stammt aus einem Bauernhof in einem kleinen Dorf hinter Erding (ja, da wo das leckere Weissbier herkommt^^) und wurde sonntags von ihrer Großmutter, damals noch jeden Sonntag in die Kirche geschleift, manchmal sprichwörtlich an den Haaren. Und das prägt. Die Niederneuchinger Kirche ist sehr konservativ gewesen und meistens wurde von der Kanzel herunter gedonnert über Hölle und Verdammnis, aber natürlich war auch die Genesis ein Thema.

Später ist sie in der Uni auf die Suche gegangen, weil sie wissen wollte, wie sich Biologie und Glaube vertragen. Man muss ja hier mal nur an den Streit zwischen Darwinisten und Kreationisten denken. Keine Sorge ich komme noch zum Thema Macht^^.

Jedenfalls stieß sie darauf, daß es in der Naturwissenschaft etwas gibt, das stillschweigen als "göttlicher Funke" oder "göttliche Hand" bezeichnet wird.

Und zwar ist das der Faktor, der damals in einer Dreckspfütze die ersten beiden Aminosäuren zusammenbrachte. Und die Tatsache, daß zwar alles Leben auf die Zellebene zurückzuführen ist und jede Zelle ein Lebewesen darstellt, aber man bis heute nicht weiß, WARUM Zellen Leben. Was motiviert sie zum Leben sozusagen? Sie wissen es nicht und gehen zum damaligen Zeitpunkt auch davon aus, daß es wohl noch sehr lange dauern wird bis man es weiß. Tut mir leid, ich kann das nicht genauer ausführen, denn ich bin bis heute unsicher ob ich sie überhaupt verstanden habe, aber die Wissenschaft weigert sich wohl an Zufälle zu glauben, würde aber öffentlich auch nie die mögliche Existenz einer höheren Macht (da ist dieses Wort schon wieder^^) eingestehen.

Und genau so definiere ich die lebendige macht. Als die Kraft, die uns das Leben erst ermöglicht und deren Herkunft unbekannt ist. Die Kraft, die uns warm und lebendig sein lässt, solange wir darauf achten, genug Treibstoff im Tank zu haben.

Auf ein sehr einfaches Prinzip gebracht eben damit sogar ich es für mich verstehen kann^^

LG Ben

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"Der Sinn des Lebens ist, dem Leben Sinn zu geben!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 14.01.2016, 17:36 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
Zitat:
Was motiviert sie zum Leben sozusagen?


Die Frage macht wissenschaftlich keinen großen Sinn.
Was motiviert denn die Kontinente sich zu bewegen? Nix, aber sowas passiert eben, wenn die starre Kruste eines Himmelskörpers auf flüssigem Gestein umher schwimmt.
Der einzige Unterschied zwischen der ersten Zelle und seinem Vorgänger ist der, dass erstere eine Schicht entwickelt hat, die ihre Chemie von der äußeren trennt.

Ich will mich jetzt nicht allzu arg in das Thema werfen, darum gehts hier ja nicht.
Ich höre nur von zu vielen, die an der Wissenschaft zu arg in Mystizismus interpretieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.01.2016, 15:09 
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ach ja, dass große "WARUM".

EIn großen Mysterium wovon ich hoffe, dass es nie wirklich vollkommen enträtselt wird, weil nur so jedem die Freiheit gewährt wird, sich seinen eigenen Sinn finden zu können (oder wie es Ben Adama schön in seiner Signatur beschreibt :D )

Denn letztlich ist die Frage gar nicht so wichtig, weil tatsache bleibt ja, dass wir jetzt da sind. Und was mich am meisten am Mensch sein am meisten fasziniert, ist dass potenzial was jeder in sich trägt (auch wenns von der Gesellschaft/ Bildungssystem "ungewollt" unterdrückt wird).

Die freisetzung oder das ausleben dieses Innere Potenzials (oder auch göttlichen Funke), glaube ich, bringt neue möglichkeiten mit sich, die wir vllt jetzt nicht glauben mögen. Wie würde die Welt aussehen, wenn wir alle anstatt unsere meiste Zeit damit verschwenden würden Geld anzuhäufen bzw. dem hinter her zu rennen und stattdessen an sich selbst zu arbeiten und sich selbst erforschen. (Ist jetzt nur eine hypothetische frage, klar, Nahrung anbauen, Häuser bauen und Müllbeseitigung passieren nicht von selbst)

Und diesbezüglich, was denkt dir über der inneren "Bestie". Ist das nur eine manifastation von Wut, Trauer und Zorn? Oder ist es mehr? Hat es ein eigenes Wesen oder ist es auch nur eine Illusion (hm, Jondalar ;) ). Mein, was ist die Seele? Ich glaube auch daran, dass wenn unser Körper vergeht, die Seele als form von Energie bleibt...doch welche Form hat sie jetzt in uns. Also im Sinne von, die "Bestie" in uns ist ein Teil von uns, also auch ein Teil von unser Seele und somit eine Form von Energie. Doch trifft der Begriff"bestie" es, kann ja das Lieblingstier sein oder Fabelwesen Einhorn, Greif oder Drache sein.

Ob das überhaupt wichtig ist, nun, wenn man irgendwie drauf zugriff gewinnen will, sei es durch innere disziplin, freundschaft oder Wahnvorstellung (letzteres würde ich nicht unbedingt empfehlen :P ). Doch so oder so, glaube ich dass sowohl die Höhre Macht, oder die Macht als solche mit unseren Verstand alleine nicht fassen können, denn selbst wenn wir es glauben, es verstanden zu haben, entrinnt es schon wieder. Das gleiche gilt für unser Inneres. Daher glaube ich eher, dass "gefühlte Fantasie" ein weg sein könnte, nicht es zu fassen, sondern zu leben. Und dann wäre es schon sinnvoll, seinem inneren Wesen ein Form zu geben. Denn, in dem Moment wo ma ihr eine Form gibt, sagt es ja auch gleichzeitig viel über einen selbst aus.

Oder?

Ich glaube auch, dass "wahre Macht" aus vielen kleinen Facetten besteht und eine davon ist unsere Seele / Wesen / Pontenzial der innere Funke.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 22.01.2016, 22:18 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Hallo lieber Donthor,

zunächst antworte ich Dir auf Deine Frage, ohne andere Antworten zu lesen und dann gehe ich ggf. auch auf die anderen ein. (und ja, ich lese sie alle ;) )

Zitat:
Gibt es sowas wie "Wahre Macht" ?

Hm... da schießt mir gleich die Begrifflichkeit "Der wahre Glauben" in den Sinn. Und sobald man etwas bewertet, also hier das Adjektiv "wahr" davor setzt, impliziert man, dass es auch einen "unwahren Glauben", eine "unwahre Macht" geben soll. Und wie heikel das Thema ist, verrät uns ein Blick hinaus in die Welt, wo es leider immer noch Leute gibt, die - aufgrund sogenannter "wahrer Glauben" - anderen die Köpfe vor laufender Kamera abschneiden.

Ja, ich weiß, dass das Radikale sind, welche den Glauben nur mißbrauchen, um selbst einen wie auch immer gearteten Vorteil daraus schlagen.
Dennoch müssen wir/sollten wir mit solchen Formlierungen sehr achtsam umgehen.

Ich kann nur sagen, was ich als Jedi als "die Macht" betrachte... eigentlich hat es der gute, alte Ben Kenobi am besten zusammengefasst:

Zitat:
„Die Macht ist es, die dem Jedi seine Stärke gibt. Es ist ein Energiefeld, das alle lebenden Dinge erzeugen. Es umgibt uns, es durchdringt uns. Es hält die Galaxis zusammen.“

Genau das ist die Macht für mich. Sie ist allgegenwärtig, und sie funktioniert nach dem Actio-Reactio Prinzip. Jede noch so kleine Tat hat einen Einfluß auf unser Umfeld. Dessen sollten wir uns stets bewusst sein, wenn wir mal wieder mit einer "alles ist besch***eiden"-Einstellung vor die Tür gehen.

Was man ausstrahlt, zieht man an und umgekehrt - man wird von dem angezogen, was man ausstrahlt, in erheblicherem Maße als vom Gegenteil.
Die Macht hat also definitiv einen gewissen Einfluß auf uns und hat uns - jedem einzelnen - Talente und Wege vorgeschrieben, aber zu gleichen Teilen bestimmen wir selbst, wie wir diese Talente nutzen und welchen Weg wir gehen.
Es ist im Gleichgewicht.
Das sollten wir uns nur bewusst machen und auch akzeptieren.

Meine feste Überzeugung ist, dass, wenn man das Gleichgewicht anstrebt, man der Macht am nächsten kommt...

Ich hoffe, ich bin jetzt nicht total am Thema vorbei: Ist es in etwa das, worum es Dir ging, Donthor?

Macht, Weisheit und Güte,
Qui-Ran

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"Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 01.02.2016, 16:03 
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Beiträge: 15
Hi Qui-Ran Demera :),

freut mich auch, dass du dich an dieser Diskussion mitbeteiligst :D.

Und ja, stimmt, dass mit dem Adjektiv "wahr", da hast du recht. Als ich das schrieb, meinte ich bzw. bezog ich mich, auf die gängige Vorstellung von Macht, bezüglich Geld und Angst.
Interessant finde ich ja, dass du noch Glauben hinzugezogen hast. Wollte daher schon schreiben, dass "Glauben nicht gleich Macht ist" bzw. zumindest nicht nach der Vorstellung von Macht, die ich grad erwähnt habe.

Doch ja, es hilft vielleicht mehr wenn wir jetzt einfach das "wahr" wegnehmen. So kann man sich auf das wesentliche konzentrieren, um so auf den gemeinsam Nenner von Geld, Angst und Glauben zu kommen.
Nämlich, dass bei allen dreien sich "Dinge" in "Bewegung" gesetzt werden (direkt oder indirekt). Sprich, die Macht, Dinge in Bewegung zu setzen, sowohl im "großen" und "kleinen" - oder "Macht machts möglich".
Im Sinne von Macht = Aktion ( Ausführung -> Ergebnis).

Mit Geld kann man was "bewegen" - bzw. kann man eine gewünschte Aktion möglich machen / ausführen lassen (in Rahmen ihrer Möglichkeiten).
Mit Angst kann man ebenfalls eine Aktion auslösen bzw. Angst macht/ setzt einen Prozess in Gang.
Mit Glauben kann man das ebenfalls, wie in deinem Beispiel deutlich zu erkennen ist.
Und eben anhand dieses Beipiels kann man sehen, es gibt Leute, die würden einen anderen Menschen vor laufender Kamera ebenfalls für Geld, oder aus Angst den Kopf abschlagen.

Das zeigt auch, dass sich "Dinge" auf Menschen beziehen. Also, die Macht, Menschen in Bewegung/Aktion zu setzen. Oder eben weitergeflochten, "Macht ist, wenn Menschen "Dinge" in Bewegung setzen" bzw. Menschen haben die Macht, gewünschte Aktionen auszuführen, die das gewünschte Ergebnis erbringen / ermöglichen.
Damit meine ich, dass jeder von uns, die Macht besitzt, die Aktion - einem anderen den Kopf abzuschlagen - ausführen kann. (Und auch die Macht einen Samen in den Boden zu setzen, als "Gegenbeispiel)

Somit ergibt sich vereinfacht ausgedrückt, dass ein jeder die Macht der "Zerstörung" und die Macht des "erschaffens" inne hat (also wieder im "großen und kleinem" gemeint). Wenn wir es bei diesen Formen der Macht belassen, stellt man fest, dass ein jeder von uns im Grunde schon sehr "mächtig" ist.
Also heißt es, Menschen sind mächtig bzw. Mensch = Macht.

(Ja, an der Stelle schlage ich vor, es der einfachheit halbar bei "Mensch = Macht" zu belassen, klar ist, der Mensch hat Macht, weil die Natur es ermöglicht bzw. Macht hat, also bei der Frage wer war zu erst da? Ei oder Huhn, ist die antwort ganz klar = Natur war als erstes da)

Gut, also wenn wir alle schon mächtig sind, dann kommt es auch nicht mehr auf Macht an bzw. auf irgendeine Form von "wahrer Macht". Dann scheint nur eben der Wille zu zählen.
Also der Wille Macht auszuüben, bzw. Macht ist abhängig vom Willen - ergo, ohne Wille, keine Macht.

Jetzt kann man wieder (von vorne) Fragen? Gibt es sowas wie einen "wahren Willen" ? :P
Natürlich macht auch hier das Adjektiv wenig Sinn und gleichzeitig ergibt sich wieder ein zerstörischer Wille und schöpfender Wille (ja, ist klar, Yin&Yang lassen grüßen ;) )
Doch nehmen wir wieder einfach das Adjektiv weg und lassen nur "Wille" stehen.

Wie er sich zeigt ist klar doch wie lässt er sich ausüben. Kontrolle, Zwang, Disziplin?
Gefällt mir alles nicht so sehr.
Wie ist die praktische Ausübung von "Wille". Also um es gleich einzugrenzen, wie würde das / wie macht das ein Jedi. (Gegenstände schweben zu lassen, lassen wir außen vor :P)
Denn einfach nur was wollen, damit ist ja nichts passiert. Und "einfach machen", klingt so simpel, doch wenns es sooo einfach wäre, dann gäbe es bei weitem nicht so viele Ratgeberbücher, oder? Da fehlt mir es einfach an Inhalt. Es stur wie Roboter das Program einfach durchziehen, ist nicht meine Art.

Ich denke, dass der Wille aus mehreren Facetten besteht, wie der Mensch selbst.
Sowas wie den inneren "Sturkopf", "Träumer" und den allseits beliebten "inneren Schweinehund" :).

Was denkt ihr darüber, mit dem Hintergrund "wie den Willen nutzbar zu machen" ? Ist das überhaupt möglich?
Ist Druck = Wille?
Und was ist mit Begeisterung? Ist das auch gleich Wille?

(keine Ahnung ob die Frage dumm ist, ich sie schon selbst beantwortet habe oder einfach an der falschen Stelle suche :P )

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 01.02.2016, 20:39 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 365
Zitat:
Ist Druck = Wille?

Zitat:
Und was ist mit Begeisterung? Ist das auch gleich Wille?


Nein und Nein.
Also ich lege als "Willen" mal die Basis für "echten" Willen zugrunde, nämlich die Willenskraft und da sind beide genannten sehr viel launenhafter.


Zitat:
Wie ist die praktische Ausübung von "Wille". Also um es gleich einzugrenzen, wie würde das / wie macht das ein Jedi. (Gegenstände schweben zu lassen, lassen wir außen vor :P)
Denn einfach nur was wollen, damit ist ja nichts passiert. Und "einfach machen", klingt so simpel, doch wenns es sooo einfach wäre, dann gäbe es bei weitem nicht so viele Ratgeberbücher, oder? Da fehlt mir es einfach an Inhalt. Es stur wie Roboter das Program einfach durchziehen, ist nicht meine Art.


Wenn es keine guten Vorbilder gibt hat man keine andere Wahl als es "einfach zu machen" und das kann auch problemlos funktionieren.
Der Vorteil dessen sich an den Wegen zu orientieren, die andere schon gegangen sind liegt aber vor allem darin, dass man in weniger Zeit viel weiter voran kommen kann.
Ich bin jetzt bald seit lausigen 7 Jahren Jedi und habe in der Zeit Wegabschnitte hinter mich gebracht in denen mehrere Menschenleben von Erfahrungen stecken, wenn ich sie alle selbst hätte aus dem Hut zaubern müssen.
Von denen, die meine Sortierarbeit nicht mehr machen müssen ganz zu schweigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 02.02.2016, 01:31 
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Registriert: 04.01.2016, 15:52
Beiträge: 15
okay und welche Vorbilder hast dir gewählt, wenn man fragen darf?

Und wenn ich dich richtig verstehe, unterscheidest du Willenkraft von Wille sowie "echten Willen", richtig?
Interessant, woran machst du den Unterschied fest? (werde es auch googlen, aber fragen kostet ja nicht, wie :mrgreen: )

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 02.02.2016, 17:45 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
Zitat:
Und wenn ich dich richtig verstehe, unterscheidest du Willenkraft von Wille sowie "echten Willen", richtig?


Es ist jetzt nicht so, dass es da ein Vrooktarsches Standardwerk gäbe, aber ich wähle meine Worte dahingehend nicht grundlos.

Es gibt als "Willen" einfach nur die abgeleitete Form vom wollen. Man will was. Nicht zwangsweise mit wahnsinnig viel Nachdruck. Manche wollen etwas nicht mal genug um das Aufstehen vom Sofa zu rechtfertigen.

"Echter Wille" gilt dagegen etwas, das man wirklich will und für das man auch was zu investieren bereit ist.
Die Unterscheidung zwischen "Wille" und "echter Wille" basiert also lediglich darauf, dass ich verbal zwischen Rainer Calmund unterscheiden will, der nen Nachtisch will und einem Spitzensportler der 6 Jahre lang trainiert, weil er an einer Olympiade teilnehmen will.


Zitat:
okay und welche Vorbilder hast dir gewählt, wenn man fragen darf?


Vorbilder im idealistischen Sinne meine ich damit keine, falls das missverstanden wurde.
Ich meine damit vor allem Personenkreise aus deren Praxis man lernen kann.
Ich habe von Naturwissenschaftlern und Juristen gelernt mich durch ausgewählte (Fach-)Gebiete zu bewegen wie sie.
Ich habe von Türstehern gelernt souverän mit potenziellen Bedrohungen umzugehen.
Ich habe von Buddhisten gelernt wie und zu welchem Zweck man verschiedene Formen der Meditation praktiziert.
Ich habe von Medizinern gelernt auf die gängigsten Notfälle zu reagieren.
Ich habe von Sportwissenschaftlern gelernt was ich zum Erreichen für von mir geforderte Leistungen beachten sollte.
Ich habe von Kampfsportlern gelernt wie robust und gleichzeitig von Schwachpunkten übersät der Mensch eigentlich ist.

Und dann waren da noch ein römischer Kaiser, ein Samurai und ein Offizier aus napoleonischer Zeit, die mir Gelegenheit gegeben haben den Versuch zu unternehmen in Perspektiven einzutauchen, die niemand mehr besitzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 11.02.2016, 15:05 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Die Macht ist etwas transzendentes, so wie beispielsweise Gott.
Letztendlich ist es völlig egal, ob es so etwas gibt.
Wichtig ist, ob Du daran glaubst.
Der Glaube an etwas ist ein starker Motivator: wenn Du an etwas glaubst, treibt es Dich voran, danach zu handeln.

Ein Wissenschaftler glaubt, dass es einen Grund für ein Phänomen gibt. Sein Glaube daran treibt ihn voran, danach zu forschen. Dieser Glaube ist nichts transzendentes, sondern etwas tatsächliches, das darf man nicht verwechseln.
Ein religiöser Fanatiker glaubt an die Existenz von etwas Transzendenten und das treibt ihn möglicherweise voran, andersdenkende mit Buch oder Schwert zu "bekehren".
Ein Astrologe glaubt an den Einfluss der Sternenkonstellationen auf das Leben und das treibt ihn voran, dementsprechend sein Leben auszurichten.

Glauben heißt aber auch, sich irren dürfen: wenn Du fest daran glaubst, dass die Konstellation der Sterne einen Einfluss auf Deinen Urin hat, das Labor aber das Gegenteil beweist, dann musst Du in der Lage sein, Deinen Glauben zu überdenken: Du kannst das Labor-Ergebnis anzweifeln, Du kannst den Einfluss der Sterne anzweifeln oder Du kannst glauben, dass die Sterne nicht möchten, dass Du deren Einfluss bemerkst.
Für welche Option würdest Du Dich entscheiden?

Wenn George Lucas die Macht "Göttin" genannt hätte - was würde sich ändern?


Macht im "weltlichen Sinne" ist mMn die Fähigkeit etwas oder jemanden zu beherrschen (wertfrei).

Nun kommt der Rösselsprung zum Transzendenten: Jeder und alles hat Macht. Ein Kaiser herrscht über ein Volk, ein Kirchenoberhaupt über seine Gläubigen, ein Schäfer über seine Schäfchen, ein Schaf über einen Grashalm, ein Stein über das Bauwerk über ihm, die Gravitation über den fliegenden Vogel, die Zeit über das Leben etc. -so gesehen bedarf es kein Bewusstsein, um Macht zu haben.
Und wo es nichts gibt, gibt es auch keine Macht... oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 12.02.2016, 18:36 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
Ich wüsste nichts woran ich "glaube".

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 12.02.2016, 22:13 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Registriert: 30.01.2013, 22:08
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Vrooktar hat geschrieben:
Ich wüsste nichts woran ich "glaube".

Diese Aussage ist irgendwie traurig.

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Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.02.2016, 00:48 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Ich vertrete eben nichts woran man glauben muss.
Glaube ist was für Leute die keine Zuversicht aus Wissen generieren können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.02.2016, 21:21 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Wohnort: Vienna
Vrooktar hat geschrieben:
Glaube ist was für Leute die keine Zuversicht aus Wissen generieren können.


Ouhah... Und Du wirfst mir Dogma vor. Das ist wirklich heftig, Vrooktar.
Du vertrittst also keinen Kodex, an den man glauben muss, um ihn vertreten zu können? Also, entweder sprichst Du eine völlig andere Sprache als ich, oder Du beschränkst den Vorgang des Glaubens alleine auf Religionen.

Was isses?

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Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 14.02.2016, 02:30 
Tritorianer Orden <Θ>
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An unseren Kodex muss man doch nicht glauben O.o

Zitat:
Der Jedi übt sich im Kampftraining, in körperlicher Fitness und ganz allgemein in den Fähigkeiten seines Körpers.


Klingt das vielleicht wie etwas woran man glauben muss?
Das ist einer der vielen Grundsätze des Ideals, das wir anstreben.
An ein solches Ideal "glaubt" man nicht. Man wählt es für sich und setzt es dann um, fertig.


Zitat:
Der Jedi erkennt, dass Selbstachtung und Selbstbeherrschung
die Früchte der Disziplin, durch Sorgfalt, Geduld und Fleiß sind.


Klingt das wie ein Glaubensgrundsatz?
Eine einfache Reihe von Wechselwirkungen, die wir uns im Hinterkopf zu behalten anschicken.
Daran muss man nicht glauben, diese Wechselwirkung ist Realität, egal ob man sie kennt oder nicht.



Ich kann verstehen, dass "Wissen" für denjenigen der das Wissen nicht nachvollziehen kann, manchmal wie "Glaube" aussehen kann.
Das ist es aber deswegen noch lange nicht.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 14.02.2016, 19:22 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Vrooktar hat geschrieben:
Vrooktar
Zitat:
Der Jedi übt sich im Kampftraining, in körperlicher Fitness und ganz allgemein in den Fähigkeiten seines Körpers.

Klingt das vielleicht wie etwas woran man glauben muss?

Auch, wenn Du Dir die sperrigsten Zeilen aus Deinem Kodex ausgesucht hast, es hilft Dir nicht: Wenn man von einem Streben nach einem Ideal spricht, so wie Du hier...
Vrooktar hat geschrieben:
Das ist einer der vielen Grundsätze des Ideals, das wir anstreben.

...kannst Du nicht einfach behaupten:
Vrooktar hat geschrieben:
An ein solches Ideal "glaubt" man nicht. Man wählt es für sich und setzt es dann um, fertig.

... denn ganz so einfach kannst Du es Dir hier nicht machen.
Das Ideal definiert sich nämlich wiefolgt, ich zitiere:
Zitat:
Ideal (von altgriechisch idéa Gestalt, Urbild) ist ein Begriff der philosophischen Ästhetik, Ethik und Wissenschaftstheorie: Es ist der Inbegriff für ein Vollkommenheitsmuster.

Da ein Vollkommenheitsmuster allein schon durch die Bezeichnung etwas ist, dass perfekt sein will, ist es nichts, was man als 100% gegeben oder real ansehen kann, denn nichts ist perfekt. Du kannst streben, solange Du willst. Wenn Du nicht an die Richtigkeit dieses Ideals glaubst, dann wird das nichts.
Was für Dich und Deinen Orden ein Ideal ist, kann an der nächsten Hausecke schon wieder völlig irrelevant sein.
Also ja, um es umzusetzen, wie Du sagst, musst Du daran glauben, das dieses Ideal umsetzensWERT ist, ansonsten wirst Du außer einer Hand voll Dir nahe stehenden Menschen niemanden damit erreichen.
Vrooktar hat geschrieben:
Vrooktar
Zitat:
Der Jedi erkennt, dass Selbstachtung und Selbstbeherrschung
die Früchte der Disziplin, durch Sorgfalt, Geduld und Fleiß sind.

Klingt das wie ein Glaubensgrundsatz?
Eine einfache Reihe von Wechselwirkungen, die wir uns im Hinterkopf zu behalten anschicken.
Daran muss man nicht glauben, diese Wechselwirkung ist Realität, egal ob man sie kennt oder nicht.

Ja, denn das ist genau der Punkt. Du mißdeutest die Bedeutung des Wortes. Wieder zitiere ich:
Zitat:
Wortbedeutung Glaube
Das deutsche Wort Glaube wird in dem hier behandelten Sinn verwendet als Übersetzung des griechischen Substantivs pistis mit der Grundbedeutung „Treue, Vertrauen“. Das zugehörige Verb lautet pisteuein („treu sein, vertrauen“). Ursprünglich gemeint war also: „Ich verlasse mich auf ..., ich binde meine Existenz an ..., ich bin treu zu ...“. Das Wort zielt demnach auf Vertrauen, Gehorsam (vergleiche: Gelöbnis, Verlöbnis), Treue.

Als Jedi verlassen wir uns, binden wir unsere Existenz an den Kodex und sind diesem Kodex auch treu. Alles trifft genau darauf zu. Zum besseren Verständnis noch einmal die Definition des Kodex an sich:
Zitat:
Im Gegensatz zu einer Regelung ist die Zielgruppe nicht zwingend an die Einhaltung des Verhaltenskodex gebunden – daher auch häufig der Begriff der freiwilligen Selbstkontrolle. Ein Verhaltenskodex ist vielmehr eine Selbstverpflichtung, bestimmten Verhaltensmustern zu folgen oder diese zu unterlassen und dafür Sorge zu tragen, dass sich niemand durch Umgehung dieser Muster einen Vorteil oder anderen einen Nachteil verschafft.

Da ein Verhaltenskodex - den unsere Kodices im Grunde darstellen - keine bindenden Regelwerke sind, muss ich natürlich an die Vertretbarkeit und auch Rechtmäßigkeit derer Inhalte glauben. Ansonsten fehlt da etwas Grundlegendes, was mich auch daran hindert, andere davon zu überzeugen, dass dies lebenswert und sinnvoll ist.
Vrooktar hat geschrieben:
Ich kann verstehen, dass "Wissen" für denjenigen der das Wissen nicht nachvollziehen kann, manchmal wie "Glaube" aussehen kann. Das ist es aber deswegen noch lange nicht.

Nein Vrooktar... Du verstehst eben nicht.
Was mich beruhigt, ist, dass Du es hoffentlich mal wirst.

Macht, Weisheit und Güte

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"Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 15.02.2016, 20:50 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 365
Freut mich, dass du inhaltlich versuchst auf mich einzugehen.


Zitat:
Da ein Vollkommenheitsmuster allein schon durch die Bezeichnung etwas ist, dass perfekt sein will, ist es nichts, was man als 100% gegeben oder real ansehen kann, denn nichts ist perfekt. Du kannst streben, solange Du willst. Wenn Du nicht an die Richtigkeit dieses Ideals glaubst, dann wird das nichts.


Ein Ideal muss nicht in richtig oder falsch unterteilt werden.
Ein "ideales Pendel" ist inhaltlich auch falsch, weil es so etwas in der Realität nicht geben kann.
Offensichtlich beißt sich deine Interpretation des Vollkommenheitsansatzes mindestens mit dem, den man in der Physik vertritt.

Tatsächlich ist der Begriff "Vollkommenheit" nicht halb so scharf definierbar, wie du dir das vorstellst.
Unser Ideal entspricht meiner Vollkommenheitsvorstellung und ich strebe an mich an sie anzunähern.
Diese meine Vorstellung von Vollkommenheit ist für eine qualitative Beurteilung ohne zusätzliche Prämisse nicht greifbar.


Zitat:
Was für Dich und Deinen Orden ein Ideal ist, kann an der nächsten Hausecke schon wieder völlig irrelevant sein.


Warum sollte mich das interessieren?
Mithilfe meines Ideals nähere ICH mich an meine Vollkommenheitsvorstellung an.
Wenn jemand anders diese Vorstellung teilt kann er gerne mitmachen und ich unterstütze ihn bei Bedarf auf dem Weg auf dem ich schon Erfahrungen sammeln konnte. Wenn nicht lässt er es eben.


Zitat:
Also ja, um es umzusetzen, wie Du sagst, musst Du daran glauben, das dieses Ideal umsetzensWERT ist, ansonsten wirst Du außer einer Hand voll Dir nahe stehenden Menschen niemanden damit erreichen.


Ich bekomme doch keinen Kodex vor den Latz geknallt und muss dann dran glauben, dass das gut ist was drin steht.
Der Kodex ist doch nur in Sprache formuliertes Ideal, das ich vorher schon hege.
Wer den Kodex annimmt trägt mindestens 85% des Inhaltes auf diese Weise vorher schon mit sich rum, hat es halt nur noch nie so klar formuliert. Und an die restlichen 15% fängt man dann auch nicht an zu "glauben", sondern man merkt beim Fortschritt auf dem Weg zum Ideal ihre Bedeutung kennen und nimmt sie damit an.

Deine Formulierung ist an der Stelle auch seltsam gewählt.
Warum sollte ich daran "glauben" müssen, dass mein Ideal umsetzungswert ist?
Wenn es mein Ideal ist habe ich längst für mich entschieden, dass es das ist und dann WEISS ich es.
Bei dir klingt es als würde einer entscheiden, dass etwas umsetzungswert ist und die anderen müssen dran glauben, dass das stimmt.
So läuft das aber nicht.

Und warum sollte mich interessieren wen ich erreiche?
Ich erreiche die, die das gleiche Ideal suchen und bei uns finden, keinen mehr sollte ich erreichen wollen.
Wild um sich zu rekrutieren und Leute dazu zu bequatschen es anzunehmen, für die es nicht passt ist nur Zeitverschwendung für alle Beteiligten.


Zitat:
Ja, denn das ist genau der Punkt. Du mißdeutest die Bedeutung des Wortes. Wieder zitiere ich:


Die Quelle bezieht sich ganz konkret auf das Substantiv "Glaube" im Sinne der Religion mit klarem Bezug zum Theismus.
Sich auf etwas zu "verlassen", seine "Existenz daran zu binden" oder ihm "treu zu sein" für dessen pure Existenz es keinerlei Hinweise gibt kommt schon ziemlich genau auf das raus, was ich mit "glauben" meine, nämlich die Tätigkeit etwas als wahr hinzunehmen ohne eine Ahnung zu haben ob es das ist.
Unseren Kodex betrifft das nicht.
Um dein Wikipediazitat zu erweitern auch gern aus dem Duden zu "glauben":

Zitat:
1. a) für möglich und wahrscheinlich halten, annehmen; meinen
b) fälschlich glauben, für jemanden oder etwas halten; wähnen
2. a) für wahr, richtig, glaubwürdig halten; gefühlsmäßig von der Richtigkeit einer Sache oder einer Aussage überzeugt sein
b) jemandem, einer Sache vertrauen, sich auf jemanden, etwas verlassen
3. a) vom Glauben erfüllt sein, gläubig sein
b) in seinem Glauben von der Existenz einer Person oder Sache überzeugt sein, etwas für wahr, wirklich halten




Zitat:
Als Jedi verlassen wir uns, binden wir unsere Existenz an den Kodex und sind diesem Kodex auch treu. Alles trifft genau darauf zu. Zum besseren Verständnis noch einmal die Definition des Kodex an sich:


Du kannst es natürlich so hinformulieren, dass du die gleichen Worte benutzt, das ist aber inhaltlich deswegen nicht treffend.
Warum die Wortwahl bereits am Kern vorbeigeht habe ich ja schon beschrieben.


Zitat:
Da ein Verhaltenskodex - den unsere Kodices im Grunde darstellen - keine bindenden Regelwerke sind, muss ich natürlich an die Vertretbarkeit und auch Rechtmäßigkeit derer Inhalte glauben. Ansonsten fehlt da etwas Grundlegendes, was mich auch daran hindert, andere davon zu überzeugen, dass dies lebenswert und sinnvoll ist.


Warum willst du eigentlich rund um die Uhr Leute von deinem Kodex überzeugen?
Mal davon ab, dass die Rechtmäßigkeit leicht objektiv zu klären ist entscheidet jeder für sich selbst was er für vertretbar anstrebenswert, ästhetisch oder angenehm hält. Entweder das überschneidet sich mit den Idealen die der Kodex formuliert oder eben nicht.
Leute dazu zu drängen an den Sinn von etwas zu glauben, dessen Sinn sie nicht erkennen bringt keinem was.


Zitat:
Was mich beruhigt, ist, dass Du es hoffentlich mal wirst.


Dich beruhigt deine Hoffnung?
Interessant.

Freut mich zumindest, dass du mich noch nicht ganz aufgegeben hast und noch glaubst, dass ich deine unfassbare Quelle der Weisheit (also Wikipedia) eines Tages noch ergründen können werde ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 15.02.2016, 22:50 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Das mit dem "Glauben" ist so eine Sache.
Jeder glaubt an irgendetwas, sogar Vrooktar.
Allerdings nicht so, wie Qui-Ran das gerne hätte.

Wie Ihr beiden schon so schön den Begriff "Glauben" auseinandergenommen habt, ist die Quintessenz daraus kinderleicht zu begreifen: Glauben bedeutet etwas für wahr annehmen.
Das Wort "glauben" ist so sehr in unserem Sprachgebrauch verwurzelt, dass es da leicht zu Missverständnissen kommen kann:

Wenn Vrooktar sagt "Ich glaube, morgen regnet´s", dann heißt das nicht, dass er sich in irgendeinem religiösen Wahn auf die Knie wirft und die Wolken lobpreist, es heißt nur und ausschließlich, dass er aufgrund einer Beobachtung dank seiner Erfahrung darauf schließt, dass es am nächsten Tag höchstwahrscheinlich regnen könnte, wissen tut er das nicht.

Glauben bedeutet etwas für wahr annehmen.
Wer glaubt, kann sich irren.
Dumm ist jener, der im Wissen um seinen Irrtum weiterhin dasselbe glaubt.
Das wäre dann quasi Aberglauben.

Ein anderes Beispiel:
Wenn ich sage: "Ich glaube an die Wirkung der Homöopathe", dann ist das mein gutes Recht, denn damit kann ich AUCH meinen: "Ich weiß um den wissenschaftlich erwiesenen Placebo-Effekt der Zuckerkügelchen und mache ihn mir gezielt zu nutze."
Aberglaube wäre es indes, wenn ich postulieren würde "Nur Arnica D6 hilft richtig gut bei allen stumpfen Verletzungen".
Bei der Aussage "Homöopathie ist der Schulmedizin grundsätzlich überlegen, daher ist die Schulmedizin in jedem Fall abzulehnen." wären wir dann schon ganz nah dran am religiösen Wahn.

Womit wir bei der "Vollkommenheit" sind.
Vrooktar strebt einem Ideal entgegen, an dem es nichts zu "glauben" gibt:
Er hat für sich ein Ideal formuliert (oder in der Formulierung eines Kodex gefunden). Seine ganz persönliche Edelgaskonfiguration...
Er glaubt aber NICHT, dass er dieses Ideal selbst verkörpert oder dass er gar in die Macht übergeht, sobald er es erreicht (vermute ich...?) - wenn er tatsächlich sein persönliches Ideal erreicht hat, wird es möglicherweise durch ein höheres Ideal ersetzt oder ergänzt oder er geht ganz darin auf, dieses erreichte Ideal zu halten, anstatt sich faul darauf auszuruhen (zumindest schätze ich ihn mal so ein).

Nun habe ich den Eindruck, Qui-Ran möchte Vrooktars Idealvorstellung gerne irgendwie glorifizieren, um daraus einen künstlichen Glauben zu generieren, kann das sein?

Qui-Ran hat natürlich recht, jedem anderen auf der großen weiten Welt kann Vrooktars Ideal äußerst unvollkommen vorkommen - das ist jedoch völlig egal, denn jeder andere auf der großen weiten Welt ist nicht Vrooktar und kann sich daher auch einen feuchten Dreck um dessen Ideale scheren.

Aber es ist nicht so, dass es etwas mystisches sei, nach irgend gearteter Perfektion zu streben.

Beispiel:
Ich möchte gerne einen Torte backen und habe eine Idealvorstellung, wie diese Torte sein soll: Zart, cremig, abgerundetes Aroma, dieses und jedes Topping, alles in allem makellos.
FÜR MICH die vollkommene Torte eben.
Daran muss ich nicht glauben! Die kann ich nach vielem Üben durchaus ganz real entwickeln!
Ja mehr noch: es kann mir sogar gelingen, diese wieder und wieder zu reproduzieren!
Und irgendwann kann es sogar passieren, dass ich diese Torte, die mir so vollkommen schien doch tatsächlich noch verbessere! Un-glaublich? Nein.
Warum?
Eben weil ich dieses Ziel der perfekten, vollkommenen Torte nicht glorifiziert habe als etwas unerreichbares, sondern weil sie für mich ein reales (und realistisches) Ziel war. Eben FÜR MICH. Möglicherweise finden jede Menge andere Leute meine Torte voll doof und unlecker, möglicherweise ist sie nichtmals etwas, das ein Konditor näherungsweise als Meisterstück bezeichnen würde - aber das schert mich einen feuchten Dreck, denn es ist meine Idealvorstellung.

Glaube...sorry: ABERglaube wäre es, wenn ich behaupten würde, mein Tortenmeisterwerk sei für jeden Menschen und für alle Zeit die Torte aller Torten, die kulinarische Krönung, die göttlicher nicht sein könnte, das goldene Kalb aller Konditoren oder was auch immer...


Ich behaupte sogar, der Glaube kann durchaus hinderlich sein, ein Ideal zu erreichen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 10:42 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Registriert: 01.02.2013, 16:18
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Zitat:
Vrooktar strebt einem Ideal entgegen, an dem es nichts zu "glauben" gibt:
Er hat für sich ein Ideal formuliert (oder in der Formulierung eines Kodex gefunden). Seine ganz persönliche Edelgaskonfiguration...
Er glaubt aber NICHT, dass er dieses Ideal selbst verkörpert oder dass er gar in die Macht übergeht, sobald er es erreicht (vermute ich...?) - wenn er tatsächlich sein persönliches Ideal erreicht hat, wird es möglicherweise durch ein höheres Ideal ersetzt oder ergänzt oder er geht ganz darin auf, dieses erreichte Ideal zu halten, anstatt sich faul darauf auszuruhen (zumindest schätze ich ihn mal so ein).


Ja, das ist auch einer der grössten Unterschiede zum OOH. die Tritorianer haben einen klaren und eindeutigen Kodex, bei dem sich keiner mit irgendwelchen Interpretationen heraus reden kann. Der OOH dagegen nimmt den Kodexder Jedi mit Passagen wie:

Zitat:
Alles, was unseren Kodex ausmacht, liegt im Grunde in den folgenden, kurzen Zeilen begründet, die jedoch so viel mehr sind als nur 5 kleine Sätze. Das gilt es, in der Ausbildung und im Lebensweg zu erfahren:

Gefühle gibt es nicht; Frieden gibt es
Unwissenheit gibt es nicht; Wissen gibt es
Leidenschaft gibt es nicht; Gelassenheit gibt es
Es gibt kein Chaos, Harmonie gibt es
Tod gibt es nicht; die Macht gibt es


Was nicht nur sehr schwammig ist, sondern dazu auch noch über die Schwelle einer Religion weit hinaus geht.

Gefühle gibt es nicht - aha, ich habe aber welche, und nun?
Unwissen gibt es nicht - aha, da kenne ich aber auch Anderes...
Leidenschaft gibt es nicht, das sag ich mal meiner Frau, die lacht sich schlapp.
Es gibt kein Chaos - eigentlich mag man da schon gar nicht mehr weiterlesen.
Und Tod gibt es auch nicht, wir kommen dann alle in den Jedihimmel und leben dort mit Qui-Gonn, Anakin und Obi-Wan weiter zusammen in der Macht.

Wenn man nun selber so einen schwammigen und unhaltbaren Kodex sein eigen nennt, projeziert man das natürlich auch gerne auf andere Menschen/Vereinigungen.

Ein nicht zu übersehender Aspekt dabei ist ja auch:
Zitat:
Das gilt es, in der Ausbildung und im Lebensweg zu erfahren:
Diese Weisheiten kannst Du also NUR dort erfahren und das auch NUR, wenn Du die Ausbildung dort machst. Andernfalls wirst Du immer ein unwissender und unwürdiger Normalojedi sein.

Bei den Tritorianern hingegen, kannst Du die Lehrpläne einsehen, Dich vorbereiten und theoretisch ohne jegliche Hilfestellung seitens eines Gurus auch zur "Erleuchtung" gelangen, weil es dort nicht darum geht, erleuchtet zu werden. Die tritorianischen Lehrpläne sehen ganz praktische und weltliche Dinge vor, Glaube, oder "den Tod gibt es nicht" kommen darin nicht an einer einzigen Stelle vor, das habe ich selber gelesen.

Zitat:
Nun habe ich den Eindruck, Qui-Ran möchte Vrooktars Idealvorstellung gerne irgendwie glorifizieren, um daraus einen künstlichen Glauben zu generieren, kann das sein?


Ich nehme mir mal die Frechheit heraus und behaupte, das ist so, wie Du meinst. Wie Du an anderen Diskussionen mit ihm schon selber gesehen hast, stellt er sich zwar immer gerne so hin, als wäre er der Jedi-Messias, schweigt sich dann aber genauso gerne aus, wenns mal konkret wird und man nachbohrt. Kommt jetzt jemand wie Vrooktar an und zeigt ihm auf, wo der Hase lang läuft, muss er ja direkt seine eigenen Neigungen auf Vrooktar übertragen, Müsste er das nicht, wäre das ein Zeichen von Weitsicht, Verständnis und offener Meinungen. Ein altes Sprichwort sagt:

Man denkt immer nur so schlecht über andere, wie man selber ist.

Qui-Ran sieht in Allem und Jedem eine Gefahr. Jeder ist sein Feind und jeder will ihn ausspionieren und ausbooten. Wir hatten in der Geschichte der paar Orden die es bisher gibt und gab nicht selten das Problem, dass er halt nur das anerkennen kann, was seinen Idealen entspricht. Das ist auch legitim, bitte verstehe mich da nicht falsch, auch die katholische Kirche oder die Zeugen Jehovas sehen das so und dürfen in Ruhe und Frieden leben und gedeihen, nur bringt das vielen anderen Vereinigungen gar nichts, wenn einer der Beteiligten dogmatisch auf seiner Meinung beharrt - vor allem auf der Meinung, dass alle Anderen eine Gefahr sind.

Wie mir über mehrere Ecken zugetragen wurde, ist der OOH - und das ist glaubwürdig, weil das schon lange im Gespräch steht - dazu über gegangen, seinen Mitgliedern Mehrfachmitgliedschaften zu verbieten. Qui-Ran mag mich da bitte korrigieren, weil ich das jetzt nur aus Gerüchten weiss, aber ich weiss aus allererster Hand, dass diese Bestrebubngen schon jahrelang in diese Richtung zielen.

Worauf ich hinaus will - ganz einfach, verzeih meine Romane ;) - jeder andere, mir bekannte Orden hat keinerlei Problem damit, wenn sich die Mitglieder hier UND da UND dort anmelden, weil keiner Angst hat, dadurch irgendwelche Nachteile zu erlangen. Im Gegenteil, man schieb sich auch mal Mitglieder zu, wenn man der Meinung ist, dass dieses Mitglied bei der anderen Organisation besser aufgehoben ist. Keiner hat Angst vor einem Vergleich, vor dem, dass Menschen ja verschieden sind und dementsprechend auch verschiedene Ideale und Ziele haben.

Nur Qui-Ran hat da geradezu panische Angst - warum weiss ich nicht, darüber möchte ich auch nicht spekulieren - und lehnt sowohl einen Dialog, als auch Offenheit und gezielte Diskussionen über seinen Orden ab. Ein Schelm, wer arges dabei denkt....

Zitat:
Aber es ist nicht so, dass es etwas mystisches sei, nach irgend gearteter Perfektion zu streben.


Nein, ist es natürlich nicht, Dein Tortenbeispiel ist da sehr gelungen. Ich zitiere mich da unhöflicherweise selber mal dazu aus meinem Orden:

Zitat:
Nach einem Kodex als Jediist zu leben ist ja auch das Ziel, nicht die Voraussetzung. Natürlich können das viele Menschen nicht, aber man kann danach streben, dahin zu kommen. Wie oben schon geschrieben, wenn ich mir meine persönliche Messlatte dahingehend aufhänge, dass ich stubenrein werde, dann bin ich bereits seit gut 45 Jahren perfekt. Wenn ich meine Messlatte so aufhänge, dass ich mich verbessere und mein Leben besser und besser in den Griff bekomme, ist immer Luft nach oben und ich werde mich nie darauf ausruhen, dass ich keine Windeln mehr brauche.


Je niedriger die Messlatte hängt, desto mehr werde ich mich der Illusion (Hallo Donthor ;) ) hingeben, dass ich ein ganz toller Kerl bin, je höher die Messlatte hängt, desto mehr werde ich sehen, dass ich noch lange und harte Arbeit vor mir habe. Das ist zwar am Ende Geschmackssache, aber wenn man sich nicht selber andauernd schmeicheln muss und seine Unzulänglichkeiten und Fehler sehen und aushalten kann, tendiert man wohl doch eher zu einer hohen Messlatte. Leute, die sich als fertig und sowieso nahezu perfekt ansehen, gehören halt eher in die erste Kategorie.

Mal in einem praktischen Beispiel ausgedrückt: Wenn ich zu Karate gehe und mir als Vorbild einen Gelbgurt nehme, der gerade mal 5 oder 10 Katas beherrscht, werde ich mich schneller für einen tollen Hecht halten können, als wenn ich mir den Meister selber zu Vorbild nehme. Der Weg meinem Sensei nach zu eifern wird zwar um ein vielfaches länger, härter und dornenreicher sein, aber am Ende meines Weges wartet dann halt nicht der gelbe Gürtel, sondern ein schwarzer.

Ich würde und werde da nicht kategorisieren, aber viele Menschen streben da halt nach gelb und halten sich dann für Bruce Lee persönlich - das kann man, man muss aber nicht.

Zitat:
Ich behaupte sogar, der Glaube kann durchaus hinderlich sein, ein Ideal zu erreichen!


Ja, das würde ich auch so behaupten.

Grüße

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Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 12:18 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Zitat:
Alles, was unseren Kodex ausmacht, liegt im Grunde in den folgenden, kurzen Zeilen begründet, die jedoch so viel mehr sind als nur 5 kleine Sätze. Das gilt es, in der Ausbildung und im Lebensweg zu erfahren:

Gefühle gibt es nicht; Frieden gibt es
Unwissenheit gibt es nicht; Wissen gibt es
Leidenschaft gibt es nicht; Gelassenheit gibt es
Es gibt kein Chaos, Harmonie gibt es
Tod gibt es nicht; die Macht gibt es


Was nicht nur sehr schwammig ist, sondern dazu auch noch über die Schwelle einer Religion weit hinaus geht.

Gefühle gibt es nicht - aha, ich habe aber welche, und nun?
Unwissen gibt es nicht - aha, da kenne ich aber auch Anderes...
Leidenschaft gibt es nicht, das sag ich mal meiner Frau, die lacht sich schlapp.
Es gibt kein Chaos - eigentlich mag man da schon gar nicht mehr weiterlesen.
Und Tod gibt es auch nicht, wir kommen dann alle in den Jedihimmel und leben dort mit Qui-Gonn, Anakin und Obi-Wan weiter zusammen in der Macht.
[/quote]

Najaa. Nun bist Du päpstlicher wie der Papst.
Dieser Kodex beschreibt nunmal keinen Weg, sondern ein Ziel.
Wenn sich jemand als Ideal steckt, seine Emotionen bis zur Nichtigkeit zu unterdrücken, weil er sie z.B. als überflüssige exergone Reaktion betrachtet und fortan beschließt, alles mit einem Lächeln hinzunehmen, kann er fürwahr erleben, dass ihm das inneren Frieden bringt.
Wenn jemand erkennt, dass er täglich aufs Neue dazulernt und es ablehnt, sich auf Nichtwissen auszuruhen, der erkennt, dass es überall Wissen gibt, welches er sich jederzeit aneignen kann.
Leidenschaft im Sinne einer oben beschriebenen übersteigerten exergonen Reaktion führt natürlich zu innerem Unfrieden. Bereits die alten Griechen sahen die Affektkontrolle als Lebensziel an (zumindest die Stoiker). Diese stoische Ruhe führt dementsprechend zu Gelassenheit (Mir ist jedoch nicht bekannt, ob die Jungs in der Stoa irgendwann ausgestorben sind aufgrund ihrer eigenen Prinzipien oder ob sie ein regelmäßiges "Pon farr" betrieben haben... Oops! Schon wieder falscher Film!)
Mit dem Chaos kann sowohl die innere (Un-)Ordnung gemeint sein, die man durch oben benannte Praxis aktiv versucht zu bändigen oder das große Ganze, also der Kosmos, der als eine Einheit betrachtet wird, dessen Ordnung sich nicht unbedingt ergründen lässt - dementsprechend ist alles als harmonisch anzusehen bzw die Kunst liegt darin, die Harmonie, die allem zu Grunde liegt zu erkennen.
Den Tod gibt es nicht, da sind wir tatsächlich in pseudoreligiösen bzw abergläubischen Gefielden, denn letztendlich ist das der Glaube an ein transzendentes Irgendwas nach dem Exitus, in dem sich die verzweifelte Frage nach dem Sinn des Lebens auflösen soll: Sind wir nun aus Staub und werden zu Staub oder aus Macht und werden zu Macht? Welle-Teilchen-Dualismus... uaahh! Ich glaube jedoch nicht, dass damit die Existenz von immateriellen Wiedergängern gemeint ist.

Zitat:
Ein nicht zu übersehender Aspekt dabei ist ja auch:
Zitat:
Das gilt es, in der Ausbildung und im Lebensweg zu erfahren:

Diese Weisheiten kannst Du also NUR dort erfahren und das auch NUR, wenn Du die Ausbildung dort machst. Andernfalls wirst Du immer ein unwissender und unwürdiger Normalojedi sein.

Wo genau steht Deine Schlussfolgerung?
In Deinem zitierten Satz erkenne ich kein Alleinstellungsmerkmal. Nichtmals ein Possessivpronomen.

Zitat:
Wie mir über mehrere Ecken zugetragen wurde, ist der OOH - und das ist glaubwürdig, weil das schon lange im Gespräch steht - dazu über gegangen, seinen Mitgliedern Mehrfachmitgliedschaften zu verbieten. Qui-Ran mag mich da bitte korrigieren, weil ich das jetzt nur aus Gerüchten weiss...

...Nur Qui-Ran hat da geradezu panische Angst - warum weiss ich nicht, darüber möchte ich auch nicht spekulieren - und lehnt sowohl einen Dialog, als auch Offenheit und gezielte Diskussionen über seinen Orden ab.
[/quote]

Das ist schade.

Und es würde dem oben zerlegten Kodex widersprechen -zumindest so, wie ich ihn interpretiert habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 13:15 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Beiträge: 150
Schön, dass Du mich da so forderst, das nenne ich Austausch ;)

Genau darin sehe ich auch den Sinn dieser Plattform, Fragen zu stellen, Antworten zu bekommen und sich gegenseitig andere Sichtweisen zu zeigen.

Zitat:
Najaa. Nun bist Du päpstlicher wie der Papst.
Dieser Kodex beschreibt nunmal keinen Weg, sondern ein Ziel.


Nein, das bin ich sicher nicht. Ich bin stets offen und neugierig, ich habe halt auch nur meine eigene Meinung, die sich jederzeit revidieren oder zumindest ändern lässt, wenn man mir mit Argumenten kommt. Auch das unterscheidet den jediistischen Weg vom Jedi. Wenn man alles wissenschaftlich, zumindest nach Faktenlage betrachtet, gibt es keine Dogmata, da gibt es nur den momentanen Stand des Wissens oder der Einstellung. Bei jedem neuen Parameter besteht die Chance, dass sich das Weltbild dreht oder zumindest ändert. Genau das unterscheidet den Glauben vom Wissen.

Natürlich kann ich nicht alles wissen - mal als Beispiel die Vorhersage des nun doch neuen 9. Planeten. Von dem weiss man erstmal nichts, aber wenn da neue Erkenntnisse kommen, kann man das anerkennen und sein Weltbild dementsprechend anpassen. Habe ich aber den Glauben an "den Tod gibt es nicht", dann werde ich meine Meinung niemals ändern können, weil es da wohl eher keine neuen Erkenntnisse geben wird. Wenn ich also meinen eigenen Kodex hernehme, kann ich den jederzeit an geänderte Realitäten anpassen, wenn ich Glaubenssätze in meinen Kodex mit aufnehme, werde ich starr und unverrückbar.

In so fern erlaube ich mir, Dir da mal zu widersprechen, ein glaubensbasierter Kodex ist kein Ziel sondern ein festgefahrenes Konstrukt, an das ich glauben muss, oder eben nicht. An meinen Kodex mus man genausowenig wie an Vrooktars Kodex glauben, man hat klar definierte Ziele und danach kann man dann streben. Nicht streben kann ich nach "den Tod gibt es nicht", das muss ich hinnehmen oder ablehnen.

Zitat:
Wenn sich jemand als Ideal steckt, seine Emotionen bis zur Nichtigkeit zu unterdrücken, weil er sie z.B. als überflüssige exergone Reaktion betrachtet und fortan beschließt, alles mit einem Lächeln hinzunehmen, kann er fürwahr erleben, dass ihm das inneren Frieden bringt.


Das glaubst Du wirklich? Nein, das glaube ich Dir nicht ;) Kein Mensch kann glücklich sein, wenn er keine Emotionen hat, weil glücklich sein auch nur eine Emotion ist. Ein Mensch ohne Emotionen ist entweder Autist, obwohl man da auch nicht genau weiss, ob die nicht Emotionen haben, oder er ist zumindest so gefühlskalt, dass er eben gar keine Gefühle hat. Ich kann nicht propagieren, dass ich diese und jene Gefühle unterdrücke, damit ich dann andere Gefühle erleben kann. Wieder mal Katze -> Schwanz.

Zitat:
Leidenschaft im Sinne einer oben beschriebenen übersteigerten exergonen Reaktion führt natürlich zu innerem Unfrieden.


Da müssten wir jetzt genauer definieren, was "Leidenschaft" ist. Ich esse leidenschaftlich gerne Steak. Führt das zu innerer Unruhe oder gar Unfrieden - ich würde behaupten das Gegenteil ist der Fall ;) Ich liebe meine Frau leidenschaftlich. Führt das zu Unfrieden - nein. Natürlich, wenn ich das Wort Leidenschaft nur für die negative Konotation verwende, kann das so aussehen, aber das wäre dann wieder engstirnig gedacht und entspräche nicht der Weitsicht und der Überlegenheit der Jedi.

Zitat:
Mit dem Chaos kann sowohl


Ja, kann, könnte, hätte, wollte. Genau das ist die Schwäche von schwammig formulierten Passagen. Wenn ich schreibe, "Das Ziel ist es, das Chaos zu durchdringen, zu überblicken und bestenfalls zu ordnen" klingt das für mich realistischer und machbarer, als wenn ich gleich sage, es gibt kein Chaos, das gibt es nämlich sehr oft, auch in der Natur. Alles in allem sind solche Formulierungen nicht nur ungünstig für den Leser und für eine gemeinsame Linie, sie sind auch noch inhaltlich falsch. Es gibt Gefühle, egal, ob ich die unterdrücke oder nicht, es gibt auch Chaos, egal, ob ich meine Augen davor verschliesse oder nicht. Und gerade bei Gefühlen ist es das fatale, dass ich sie zwar unterdrücken kann, aber sie werden nicht ausbleiben, ich muss sie eben unterdrücken, WEIL es sie gibt. Katze ;)

Zitat:
Den Tod gibt es nicht, da sind wir tatsächlich in pseudoreligiösen bzw abergläubischen Gefielden


Meiner bescheidenen Meinung nach eben nicht nur da, der ganze Kodex der auf solcherlei Aussagen fusst ist esoterisch und pseudoreligiös. Nur nochmal sicherheitshalber angesprochen, das ist legitim und wenn man das so mag ist er sicher gut formuliert, aber nicht jeder mag solcherlei religiöse Domata. Manche Menschen mögen dann doch lieber klare, auf wissenschaftlichen Dingen begründete Formulierungen.

Das, was mich mehr daran stört ist, wenn jemand seinen Kodex als den alleine richtigen und gültigen betrachtet, gerade wenn er religiöse/esoterische Inhalte aufweist. Ich selber sehe das übrigens ganz wie Vrooktar. "Mein" Kodex ist das, was ich, respektive wir Gründer, als für uns gültige Ziele festgelegt haben. Wer das nicht teilt ist nicht weniger wert oder ein schlechterer Jediist, er hat schlicht und ergreifend nur eine andere Meinung. Mein Kodex ist weniger Dogma als Richtlinie.

Zitat:
Ich glaube jedoch nicht, dass damit die Existenz von immateriellen Wiedergängern gemeint ist.


Ich fürchte, da kann ich Dir mal wieder nicht widersprechen.

Zitat:
Wo genau steht Deine Schlussfolgerung?


Die steht in meinem Kopf. Ich kene den Kodex des OOH und ich kenne sehr viele seiner Mitglieder und ich kenne die Diskussionen mit und über den Kodex und das Ausbildungssystem. Da möchte ich mich aber sehr zurückhalten, weil meine Meinung darüber auch nur meine Meinung wiederspiegelt.

Da kann man auch schlecht in Fakten diskutieren, weil es am Ende eine Frage des Geschmacks ist, ob man lieber esoterisches Gedankengut forciert oder doch lieber wissenschaftliche Inhalte erlernen möchte. Ich habe schon vorher geschrieben, ich würde trotz aller Differenzen auch Leute zum OOH schicken, wenn sie genau das suchen, was dort praktiziert wird. Das, was ich bemängle und worauf ich zugegebenermassen gerne herumreite ist nur der Umstand, dass der OOH nicht gewillt ist, andere Götter neben ihm zu dulden. Es gibt dort Leute, auch das weiss ich aus erster Hand, die würden eher zu den Tritorianern passen, oder zum Ootbs, aber die werden halt keine Chance bekommen, sich dort mal um zu sehen, ausser, sie verlassen dann den OOH. Das mag für so manchen auch angemessen klingen, für mich halt nicht. Wenn ich einen Stromanbieter habe, wird der mir nicht verbieten, dass ich nach anderen Stromanbietern ausschau halte. Wenn mein Stromanbieter mir direkt verbietet, mich nach anderen um zu sehen, oder mir, so bald er Kenntniss von meiner Suche erhält, den Strom abdreht, würde ich gerichtlich dagegen vorgehen.

Nichtmal die katholische Kirche verbietet mir, mal am Sonntag auch in eine evangelische Kirche zu gehen. Alleine das gibt mir schwer zu denken.

Am Ende ist das Problem auch nur ein Problem persönlicher Diferenzen und Verlustängsten. Im Grunde machen sich die vier Orden keinerlei Konkurrenz. Ich kann Dir das auch gerne aus meiner Sicht erklären. Der Trotorianer Orden ist - und das alles bitte nach meiner Sicht, ich erhebe da keinen Anspruch auf Wahrheit - derjenige, der am meisten jediistisch ist, während er gleichzeitig am wenigsten an die Filme angelehnt ist und auch kein Fandom bedient. Wir, der OrnR stehen da dann daneben, wir sind weniger streng, aber immer noch gemässigt jediistisch. Daneben wäre der Ootbs an zu siedeln, die bedienen auch fandom, sehen sich aber auch offen für Jediismus. Da würde ich sagen, das sind gemässigte Jedi. Daneben dann der OOH, wenig bis gar nicht jediistisch, aber ganz Jedi.

Wenn man die Reihenfolge aufzeichnet würde das so aussehen:

Trotorianer, jediistisch -> OrnR, gemässigt jediistisch -> Ootbs, gemässigt Jedi -> OOH Jedi

Ohne da eine Richtung oder eine Wertung hinein bringen zu wollen, das kann man auch umgekehrt zeichnen oder von oben nach unten. Und nochmal gesagt, das ist meine Einteilung, das müssen nicht alle so sehen.

Mit dieser Einteilung wird aber klar, dass a) keiner der Orden ALLE bedienen kann, und b) da in Wahrheit keinerlei Konkurrenz besteht. Ich, genauso wie alle ausser dem OOH, sehen uns in einer ähnlichen Konstellation wie ich beschriebenb habe, wir sehen uns nicht als Konkurenten, sondern als Ergänzungen. Wenn Du also z.B. beim Ootbs aufschlagen solltest und Dir dann eine härtere, gründlichere und jediistischere Ausbildung wünschen würdest, würde Dich der Ootbs zu den Tritorianern schicken -umgekehrt genauso.

Da sich der OOH da völlig heraus nimmt und nur sein eigenes Süppchen kochen möchte - was immer noch völlig legitim ist - muss ich meine Schlussfolgerungen dahingehend ziehen.

Abgesehen davon wissen wohl die meisten Leute mit ein wenig Erfahrung, dass ich im OOH langjähriges Mitglied war, aber auch darüber werde ich mich nicht auslassen, das bestärkt mich zwar in meiner Meinung, ist aber nichts, was hier diskutiert werden müsste.

Schmutzige Wäsche gehört in die Waschmaschine, nicht in ein Forum ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 13:26 
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Ich kann nicht mehr ändern, aber entschuldige mich für die Fehler, insbesondere "Trotorianer", das muss natürlich Tritorianer heissen ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 18:37 

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Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Zitat:
Wenn sich jemand als Ideal steckt, seine Emotionen bis zur Nichtigkeit zu unterdrücken, weil er sie z.B. als überflüssige exergone Reaktion betrachtet und fortan beschließt, alles mit einem Lächeln hinzunehmen, kann er fürwahr erleben, dass ihm das inneren Frieden bringt.

Das glaubst Du wirklich? Nein, das glaube ich Dir nicht ;) Kein Mensch kann glücklich sein, wenn er keine Emotionen hat, weil glücklich sein auch nur eine Emotion ist. Ein Mensch ohne Emotionen ist entweder Autist, obwohl man da auch nicht genau weiss, ob die nicht Emotionen haben, oder er ist zumindest so gefühlskalt, dass er eben gar keine Gefühle hat. Ich kann nicht propagieren, dass ich diese und jene Gefühle unterdrücke, damit ich dann andere Gefühle erleben kann. Wieder mal Katze -> Schwanz.

Wer hat denn was von glücklich geschrieben?!!
Das ist jetzt wohl Deine Interpretation von innerem Frieden?
Aber mal ehrlich: wer glücklich ist, läuft immer "Gefahr" unglücklich zu werden, ergo kann das kein innerer Frieden sein.
Nirgends steht, dass Jedis glücklich sind oder sein sollen. Glück wird sowieso völlig überbewertet... ;)
Ich meine tatsächlich die Unterdrückung aller Gefühle. Ob das gut und sinnvoll ist habe ich nicht zur Disposition gestellt.

Zitat:
Zitat:
Leidenschaft im Sinne einer oben beschriebenen übersteigerten exergonen Reaktion führt natürlich zu innerem Unfrieden.

Da müssten wir jetzt genauer definieren, was "Leidenschaft" ist. Ich esse leidenschaftlich gerne Steak. Führt das zu innerer Unruhe oder gar Unfrieden - ich würde behaupten das Gegenteil ist der Fall ;) Ich liebe meine Frau leidenschaftlich. Führt das zu Unfrieden - nein. Natürlich, wenn ich das Wort Leidenschaft nur für die negative Konotation verwende, kann das so aussehen, aber das wäre dann wieder engstirnig gedacht und entspräche nicht der Weitsicht und der Überlegenheit der Jedi.

Oha, was wenn das Steak nun geschmacklich einer abgelatschten Schuhsohle gleicht? Wo ist dann Deine Leidenschaft? Du bist dann nicht aufgewühlt, Du lächelst und isst Möhrchen, stimmt´s? :P
In die Angelegenheiten mit Deiner Frau misch ich mich nicht ein. ;)
Dennoch: jede Leidenschaft führt zu negativen Gefühlen, wenn sie nicht erfüllt wird, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger...Du kennst das Märchen von Rapunzel, oder?

Nun, vielleicht kommen wir ja langsam der Sache näher, wo der Unterschied zwischen den sogenannten realen Jedi und den Jediisten liegt:
die realen Jedi bauen ihr Konzept auf einem unreflektierten Kodex aus dem Star Wars Universum auf, wohingegen die Jediisten ihren eigenen Kodex entwickeln und formulieren.
Objektiv kann man dadurch die Jedi als ursprünglicher bezeichnen und die Jediisten als fortschrittlicher.

Jondalars Reihenfolge sähe dementsprechend konkret so aus:

Filmfiktion -> OOH Jedi -> Ootbs, gemässigt Jedi -> OrnR, gemässigt jediistisch -> Tritorianer, jediistisch -> Realität

Diese Reihenfolge ist und bleibt ohne Wertung, es ist alles gleichermaßen daseinsberechtigt und ich bin wirklich froh, eine Wahl (ja sogar Multiple Choice) zu haben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 21:43 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Beiträge: 150
Zitat:
Wer hat denn was von glücklich geschrieben?!!
Das ist jetzt wohl Deine Interpretation von innerem Frieden?
Aber mal ehrlich: wer glücklich ist, läuft immer "Gefahr" unglücklich zu werden, ergo kann das kein innerer Frieden sein.
Nirgends steht, dass Jedis glücklich sind oder sein sollen. Glück wird sowieso völlig überbewertet... ;)
Ich meine tatsächlich die Unterdrückung aller Gefühle. Ob das gut und sinnvoll ist habe ich nicht zur Disposition gestellt.


Gut, keine Einwände Euer Ehren. Ich habe das einfach unterstellt, obwohl der Text das nicht hergibt, da hast Du recht.

Ob das gut oder schlecht ist, mag ich jetzt nicht für alle beurteilen, ich selber fände es schlecht - obwohl ich meine Gefühle auch sehr eingeschränkt erlebe, aber gar keine - hmmm.

Zitat:
Oha, was wenn das Steak nun geschmacklich einer abgelatschten Schuhsohle gleicht? Wo ist dann Deine Leidenschaft? Du bist dann nicht aufgewühlt, Du lächelst und isst Möhrchen, stimmt´s? :P


Nein, dann gehe ich zum Metzger und sage ihm, dass sein Steak nicht gut war, dann gibt er mir ein neues und bittet mich um Verzeihung :)

Natürlich schmeckt mein Steak nicht so, da ich es nicht im Billigsupermarkt, sondern beim Metzger kaufe. Mal ganz abgesehen davon, dass meine Vergleichsmöglichkeit im Bezug auf eine abgelatschte Schuhsohle nicht wirklich eine korrekte Aussage liefern würde. Mangels bisher gegessener abgelatschter Schuhsohlen wüsste ich gar nicht, wie das schmecken soll.

Zitat:
jede Leidenschaft führt zu negativen Gefühlen, wenn sie nicht erfüllt wird, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger


Das hängt ganz und gar von der individuellen Erwartungshaltung ab. Ich kenne nicht wenige Menschen, auch hier anwesende, denen das dann keine Ausbrüche hervorlockt, die ihr Schicksal einfach so hinnehmen wie es kommt. Ohne das pauschalisieren zu wollen, trifft das eher Menschen, die sich selber zu hoch einschätzen, zu wichtig nehmen oder wie man auch immer dazu sagen will. Ab einem gewissen Grad von Demut und Bescheidenheit wird einem automatisch klar, dass man nicht alles zu seinen Gunsten erreichen oder gar erzwingen kann. Gelassenheit stellt sich dann mehr oder weniger automatisch ein.

Zitat:
die realen Jedi bauen ihr Konzept auf einem unreflektierten Kodex aus dem Star Wars Universum auf, wohingegen die Jediisten ihren eigenen Kodex entwickeln und formulieren.
Objektiv kann man dadurch die Jedi als ursprünglicher bezeichnen und die Jediisten als fortschrittlicher.


So würde ich das sehen, ja, aber das wird nicht jeder so sehen.

Zitat:
Jondalars Reihenfolge sähe dementsprechend konkret so aus:

Filmfiktion -> OOH Jedi -> Ootbs, gemässigt Jedi -> OrnR, gemässigt jediistisch -> Tritorianer, jediistisch -> Realität

Diese Reihenfolge ist und bleibt ohne Wertung,


Hier muss ich Dir aber, was mich betrifft, wieder leicht widersprechen. In meinen Augen ist bereits das "Realität" am Ende eine Wertung, bzw wertet es das "Filmfiction" am Anfang ab. Wenn wir uns da wenigstens auf "Auf die Realität bezogen" einigen könnten, klingt das für mich gleich viel freundlicher und annehmbarer. Die Jedi sind ja nicht schlechter oder unrealer, sie sind halt nur mehr an Fiktion angelehnt, während wir an reales Leben angelehnt sind. Realität sind beide, bzw alle vier Orden.

Zitat:
es ist alles gleichermaßen daseinsberechtigt und ich bin wirklich froh, eine Wahl (ja sogar Multiple Choice) zu haben!


Ja, da kann ich Dir wieder völlig zustimmen, es ist gut so und es ist alles gleichermassen berechtigt. Jeder soll ja das finden können, wonach ihn drängt.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 22:14 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
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Jondalar hat geschrieben:
Das hängt ganz und gar von der individuellen Erwartungshaltung ab.

da stimme ich Dir zu.

Zitat:
Ab einem gewissen Grad von Demut und Bescheidenheit wird einem automatisch klar, dass man nicht alles zu seinen Gunsten erreichen oder gar erzwingen kann. Gelassenheit stellt sich dann mehr oder weniger automatisch ein.

Hm, also denkst Du nicht, dass sich "Leidenschaft" im positiven, wie im negativen Sinn innerhalb eines Menschen die Waage halten? Kann einer (ohne sich selber in die Tasche zu lügen) nur voller positiver Leidenschaft sein, ohne vergleichbar intensive negative Emotionen?
Ich dachte eher, entweder lebt man die Extreme oder ist insgesamt ausgeglichen, also relativ wenig leidenschaftlich, sozusagen leidenschaftslos.

Zitat:
Zitat:
Diese Reihenfolge ist und bleibt ohne Wertung,

Hier muss ich Dir aber, was mich betrifft, wieder leicht widersprechen. In meinen Augen ist bereits das "Realität" am Ende eine Wertung, bzw wertet es das "Filmfiction" am Anfang ab. Wenn wir uns da wenigstens auf "Auf die Realität bezogen" einigen könnten, klingt das für mich gleich viel freundlicher und annehmbarer. Die Jedi sind ja nicht schlechter oder unrealer, sie sind halt nur mehr an Fiktion angelehnt, während wir an reales Leben angelehnt sind. Realität sind beide, bzw alle vier Orden.

Ja, ich haderte auch mit dem Begriff, in Ermangelung einer Alternative hab ich ihn doch hingeschrieben in der Hoffnung, dass einer mit nem passenderen Vorschlag daherkommt. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 16.02.2016, 22:45 
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Zitat:
Hm, also denkst Du nicht, dass sich "Leidenschaft" im positiven, wie im negativen Sinn innerhalb eines Menschen die Waage halten? Kann einer (ohne sich selber in die Tasche zu lügen) nur voller positiver Leidenschaft sein, ohne vergleichbar intensive negative Emotionen?
Ich dachte eher, entweder lebt man die Extreme oder ist insgesamt ausgeglichen, also relativ wenig leidenschaftlich, sozusagen leidenschaftslos.


Hmmm, nicht ganz einfach diese Frage ;)

Also grundsätzlich wird es wohl schon eher so sein, dass sich die Gefühle die Waage halten, da stimme ich Dir zu, aber man kann ja auch seine Sichtweise anpassen oder ändern. Ein halbvolles Glas ist auch immer ein halbleeres Glas, entscheidend für die Wortwahl ist der Standpunkt des Beterachters, nicht der Zustand im Glas.

Alleine das Wort "Leidenschaft" lässt mehrere Interpretationen zu. Man kann damit Vorlieben ausdrücken, dann gibt es wohl eher keine negativen Bedeutungen, wie leidenschaftlich gern Essen oder leidenschaftlich Schach spielen. Man kann damit aber auch ein Konglomerat an Gefühlszuständen ausdrücken, die dann natürlich wieder in beide Richtungen besetzt werden können.

Ich nehme daher einfach an, dass Du zweiteres meinst und nehme dazu Stellung ;)

Als Jediist insbesondere, aber auch als "normaler" Mensch sollte man bestrebt sein, sich nicht von seinen Leidenschaften leiten zu lassen. Unterbinden wird man sie nicht können, abschalten sowieso nicht, also geht man her und analysiert die Ursachen seiner Leidenschaften. Viele, wenn nicht alle Gefühlsregungen haben ja einen individuellen Grund, der bei anderen Leuten andere Auswirkungen haben kann. Wenn man schon per Persönlichkeit eher aggressiv und rücksichtslos ist, wird man auch eher dazu neigen, Leidenschaften negativer Art aus zu leben. Wenn man eher optimistisch und glücklich im Grundwesen ist, wird man eher dazu neigen, positive Leidenschaften aus zu leben. Menschen mit beiden oder keiner ausgeprägten Disposition werden dann wohl auch sehr wahrscheinlich beide Arten gleich empfinden und ausleben.

NUR voller positiver Leidenschaften wird man nicht sein können, es sei denn, man hat auch noch das Glück, dass das Leben reibungslos und gut läuft. Ich kann da am Ende nur von mir selber sprechen, wieder mal mangels der Fähigkeit Gedanken lesen zu können, aber da gibt es natürlich auch ab und an negative Leidenschaften, nur gebe ich denen selten bis gar nicht nach.

Ganz am Ende ist es auch immer eine Frage des Standpunktes und der kulturellen Hintergründe und der Situation in der man sich befindet. Wenn ich im Krieg bin und mich daran erfreue, dass ich überlebt habe, während ich andere Menschen getötet habe, ist das eine andere Qualität, als wenn ich im zivilen Leben Menschen töten würde und mich daran ergötze.

Es ist wie so oft, man kann nicht einfach pauschale Urteile und Meinungen abgeben, wenn man nicht alle Hintergründe dazu kennt. Aber das ist wieder ein anderes Thema ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 17.02.2016, 21:25 
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Beiträge: 365
Zitat:
Hm, also denkst Du nicht, dass sich "Leidenschaft" im positiven, wie im negativen Sinn innerhalb eines Menschen die Waage halten? Kann einer (ohne sich selber in die Tasche zu lügen) nur voller positiver Leidenschaft sein, ohne vergleichbar intensive negative Emotionen?
Ich dachte eher, entweder lebt man die Extreme oder ist insgesamt ausgeglichen, also relativ wenig leidenschaftlich, sozusagen leidenschaftslos.


Eine solche Gleichung würde meinen Erfahrungswerten schon sehr widersprechen.
Emotionen kann man in extremem Ausmaß selbst lenken.
Du musst dich nur mal 5 Minuten im Spiegel selber anlachen, wenns um deine Laune grad nicht so üppig bestellt ist, da gehts den meisten Leuten direkt viel besser, so einfach ist die menschliche Psyche manipulierbar.
Und genau darin liegt eigentlich der Trick.

Viele wollen irgendwie zum Erhabenen werden damit sie dann von selbst Selbstbeherrschung, Mäßigung, Wohlwollen und was ihnen sonst noch einfällt verkörpern.
Aber eigentlich bezäumt man damit das Pferd falsch herum.
Wenn du dich bewusst mäßigst, Selbstbeherrschung zu einem dir wichtigen Gut machst und eine wohlwollende Betrachtung wählst, wie Jondalar dafür ein gutes Beispiel geliefert hat:

Zitat:
Nein, dann gehe ich zum Metzger und sage ihm, dass sein Steak nicht gut war, dann gibt er mir ein neues und bittet mich um Verzeihung :)


DANN formt sich dein Charakter automatisch um diesen Eigenschaften Raum zu geben und eh du dich versiehst sind diese Eigenschaften ein Teil von dir.

Negative Gefühlt unterdrücken bringt nichts.
Du siegst über sie, wenn du es schaffst, dass sie für dich keinen Sinn mehr ergeben.


"Mache Hass und Zorn zu einem Teil des guten.
Bau den Wellen keinen Damm, sondern gib ihnen einen Strand zum ausklingen."

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 17.02.2016, 22:18 

Registriert: 11.02.2016, 13:34
Beiträge: 67
Vrooktar hat geschrieben:
Vrooktar
Zitat:
Hm, also denkst Du nicht, dass sich "Leidenschaft" im positiven, wie im negativen Sinn innerhalb eines Menschen die Waage halten? Kann einer (ohne sich selber in die Tasche zu lügen) nur voller positiver Leidenschaft sein, ohne vergleichbar intensive negative Emotionen?
Ich dachte eher, entweder lebt man die Extreme oder ist insgesamt ausgeglichen, also relativ wenig leidenschaftlich, sozusagen leidenschaftslos.

Eine solche Gleichung würde meinen Erfahrungswerten schon sehr widersprechen.
Emotionen kann man in extremem Ausmaß selbst lenken.
Du musst dich nur mal 5 Minuten im Spiegel selber anlachen, wenns um deine Laune grad nicht so üppig bestellt ist, da gehts den meisten Leuten direkt viel besser, so einfach ist die menschliche Psyche manipulierbar.
Und genau darin liegt eigentlich der Trick.

Ja, das stimmt. Aber im Grunde bestätigst Du mich ein Stück weit: wenn ich in alle Richtungen leidenschaftlich bin, ist meine Psyche leichter manipulierbar, als wenn ich eher leidenschaftslos bin.

Also im Sinne von himmelhochjauchzend-zutodebetrübt im Gegensatz zu Deinem Strand:
Zitat:
"Mache Hass und Zorn zu einem Teil des guten.
Bau den Wellen keinen Damm, sondern gib ihnen einen Strand zum ausklingen."
Oder wie verstehst Du den Strandmensch?

Zitat:
Negative Gefühlt unterdrücken bringt nichts.
Du siegst über sie, wenn du es schaffst, dass sie für dich keinen Sinn mehr ergeben.
Dem kann ich nur zustimmen.
Und wie macht der gemeine Gelegenheitsstrandmensch das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 17.02.2016, 23:31 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Zitat:
wenn ich in alle Richtungen leidenschaftlich bin, ist meine Psyche leichter manipulierbar, als wenn ich eher leidenschaftslos bin.


Das würde ich jetzt SO nicht ausdrücken, aber prinzipiell, ja. Auch hier fängst Du wieder von der falschen Seite an. Eine Welle, egal wie heftig sie sein mag, läuft sich an einem langen, flachen Strand einfach tot. Aus einem Tsunami wird am Ende ein leichtes Schwappen. Du versuchst immer noch den Tsunami gleich zu unterbinden, das staut sich dann und bricht irgendwann wieder aus wenn der Teich voll ist.

Zitat:
Und wie macht der gemeine Gelegenheitsstrandmensch das?


Der gemeine Strandmensch überdenkt halt einfach mal seine Stellung im Universum ;)

Der Metzger hat mir das Schuhsohlensteak nicht absichtlich gegeben, Dein Kind regt Dich nicht auf, weil es DICH aufregen will, der Chef schnauzt Dich nicht an, weil DU sein bevorzugtes Opfer bist. Man nimmt sich da schlicht und ergreifend zu wichtig und bezieht alles auf sich selbst.

In Wahrheit war das Steak halt einfach schlecht und Du hattest das Pech es zu kaufen, das tut dem Metzger sicher leid, weil er ja wieder was an Dich verkaufen möchte. Dein Kind hatte Stress im Kindergarten/in der Schule und hat kein Ventil das heraus zu lassen, also ärgert es Dich weil Du halt einfach mal da bist. Der Chef hatte Streit mit seiner Frau und hat auch keinen an dem er das auslassen kann, Du bist zufällig da und da nimmt er halt Dich her.

Das alles hat ursächlich erstmal gar nichts mit Dir zu tun, sondern damit, dass diese Menschen, die Dich ärgern selber Probleme oder Ärger haben. Wenn ich alles persönlich nehmen würde, müsste ich mich täglich 258 mal aufregen - nachdem ich mich überhaupt nicht wichtig nehme, muss ich mich gar nicht ärgern, ich lasse den Ärger einfach an einem langen flachen Strand auslaufen und es erreicht mich höchstens eine klitzekleine Welle.

Wie Vrooktar geschrieben hat - wenn Du mal über Deine Gefühle herrscht, machen sie keinerlei Sinn mehr. Wenn ich meinen Metzger anraunze, ist er beleidigt und unser Verhältnis leidet darunter, wenn ich mein Kind anbrülle, ist es beleidigt und unser Verhältnis leidet darunter, wenn ich meinem Chef entgegen argumentiere und ihn auch anmache, ist er beleidigt und unser Verhältnis leidet darunter - usw usf.

Gehst Du aber auf die Menschen zu und sprichst ruhig und gelassen mit ihnen, sehen sie selber, dass das nicht richtig war und werden idR auch ihr Verhalten Dir gegenüber ändern - nicht immer, aber vielfach schon.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 01:34 

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Beiträge: 67
Jondalar, Du bringst eine neue Sichtweise rein: fremdbestimmte Leidenschaft. Sehr interessant!
Das beobachte ich tatsächlich sehr häufig, wobei ich da ganz bei Dir bin: wenn einer seinen Frust bei mir ablädt, soll er doch, wenns danach besser geht. Das hab ich vor Jahren schon auf der Arbeit gelernt. Inzwischen schicken meine zartbesaiteten Kolleginnen die "Trainingskunden" zu mir (Es gibt schwierige Fälle, aber keine Problemkunden: jeder Kunde trainiert Deine Qualitäten ;)). Ich würde mich jetzt aber nicht als metaphorischen Sandstrand bezeichnen... :lol: da habe ich andere psychologische Zaubertricks. 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 02:21 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Ach ihr lieben... jetzt muss ich doch noch einmal.

Wenn ich immer lese "der Qui-Ran ist, der Qui-Ran hat, der Qui-Ran macht" bin ich denn doch wirklich erstaunt, was Du so über mich schreibst, Jondalar. Wieso glaubst Du eigentlich, genau zu wissen, was ich tue, denke und fühle, speziell, nachdem unser Kontakt seit Monaten Geschichte ist?
Ich meine, es schmeichelt mir, dass mein Befinden Dich anscheinend so dermaßen beschäftigt, aber ich kann Dich beruhigen.
Ich habe weder Panik, noch Albträume, noch mach ich mir um meine Ordensgeschwister irgendwelche gravierenden Sorgen; die meisten kommen gut zurecht und fällen ganz eigene Entscheidungen, und wenn sie uns brauchen, sind wir für sie da.
Wir kochen auch kein "eigenes Süppchen", wie Du das nennst; wir gehen unseren Weg; gemeinsam und mit Freude.

Doppelmitgliedschaften sind zwar bei manchen Grüppchen nicht gern gesehen, aber wahrlich nicht verboten, wer sind wir, das zu verbieten; und dieses Unbehagen ist auf gewisse Vereine beschränkt, die nachweislich hauptsächlich aus Konkurrenzdenken heraus entstanden sind und nicht etwa aus dem Wunsch heraus, wirklich etwas Neues zu starten (ich beziehe mich da auf die zwei Initiatoren, bei Nachfolgern derer mag das durchaus anders sein...). Bei anderen sind uns diese Doppelmitgliedschaften nicht nur wurscht, sie sind sogar sehr erquicklich und es findet reger Austausch statt.
Halt ohne euch.

Weißt Du, ich sage dazu nur noch eines:
Wir wissen beide sehr genau, weshalb bestimmte Gruppen, bzw. Personen nicht mehr auch nur ansatzweise in die Nähe unseres Ordens kommen werden, selbst, wenn sie wollten.
Handlungen haben Konsequenzen.
Jetzt im Nachhinein auf überrascht, unwissend und "ich will doch gar nicht streiten, der böse OOH spielt ja nicht mit mir!" zu tun ist nicht nur unnötig, es ist einfach viel zu spät und schadet auch keinem mehr.

Ich wünsche Dir nur das Beste, Jondalar, wirklich. Investiere Deine Energie doch lieber in den OONR/OOTBS, wo Du auch sein magst.

Macht, Weisheit und Güte
Qui-Ran

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"Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 11:02 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Registriert: 01.02.2013, 16:18
Beiträge: 150
Amatra hat geschrieben:
Jondalar, Du bringst eine neue Sichtweise rein: fremdbestimmte Leidenschaft. Sehr interessant!
Das beobachte ich tatsächlich sehr häufig, wobei ich da ganz bei Dir bin: wenn einer seinen Frust bei mir ablädt, soll er doch, wenns danach besser geht. Das hab ich vor Jahren schon auf der Arbeit gelernt. Inzwischen schicken meine zartbesaiteten Kolleginnen die "Trainingskunden" zu mir (Es gibt schwierige Fälle, aber keine Problemkunden: jeder Kunde trainiert Deine Qualitäten ;)). Ich würde mich jetzt aber nicht als metaphorischen Sandstrand bezeichnen... :lol: da habe ich andere psychologische Zaubertricks. 8-)


Ja, man unterschätzt das immer gerne, aber das läuft ziemlich oft so ab - meistens sogar unbewusst, aber es läuft so.

Welche Worte man dafür verwendet ist, wie so oft, einfach nur Geschmackssache, aber der Inhalt wiederholt sich stetig, sieht man auch an manchen Diskussionen hier ;)

Qui-Ran Demera hat geschrieben:
Ach ihr lieben... jetzt muss ich doch noch einmal.

....


Inhalt von mir gekürzt.

Nein, mein Lieber, Du musst gar nichts, aber schön, dass Du wenigstens hier halbherzig antwortest, im Parallelbeitrag nimmst Du ja nach wie vor keinerlei Stellung, auch wenn das für Dich eine Antwort war. Ich sehe das wie Ben, es ist ein herumeiern, ein sich gut darstellen, ein ausweichen, aber keinesfalls eine Antwort.

Welche der streng geheimen Orden sollen das denn sein mit denen Du da Kontakt hast? Leben die im Untergrund oder auf Tattooine, oder warum weisst nur Du von irgendwelchen dubiosen Orden, die niemals jemand zu Gesicht bekommen hat?

Ach ja, ich weiss, die wollen auch alle mit uns Aussätzigen nichts zu tun haben und sprechen nur mit Euch ;) Vielleicht solltest Du Dich mal selber lesen, was Du da so absonderst - tarurig, traurig.

Ich weiss auch ehrlich gesagt gar nicht, was in Dir so vorgeht, sonst würde ich nicht so blöd fragen. Wie kennen beide unsere gemeinsame Vergangenheit und ich erschrecke jedesmal wieder, wie sehr sich ein Mensch doch drehen kann - in Deinem Fall leider nicht zum Guten.

Aber, ja, Dein Befinden interessiert mich natürlich, weil ich eine jahrelange gemeinsame Vergangenheit nicht einfach so mal wegwerfe, schon gar nicht, wenn es auf Grund meiner eigenen Unzulänglichkeiten geschehen würde.

Würdest Du - oder lass uns sagen hättest Du - Dir so massive Sorgen um Deine Ordensgeschwiester gemacht, wäre uns allen viel an Stress und Sumpf erspart geblieben. Das, was unter Deiner Fuchtel alles passiert ist, jetzt einfach tot zu schweigen und so hin zu drehen, dass die ausgetretenen Mitglieder das Problem waren, wird Dir und Deinem Orden keinen Deut weiter helfen.

Ja, ich gebe es sogar hier und öffentlich zu: Ich habe viele Fehler gemacht, teilweise ganz massive und wenig ehrenhafte, das gehört dazu, wenn man ein Mensch ist. Aber man kann auch daraus lernen und daran wachsen, man muss sich nicht wie Du aus allem herausreden und so tun als wäre man der Einzige, der immer den richtigen Weg beschreitet.

Ich möchte das nicht zu sehr vertiefen, sonst kommen wir doch noch an die Schmutzwäsche, aber Deine Beschreibung hier entspricht einfach nicht der Realität. Wenn Du für Deine Mitglieder so treusorglich da gewesen wärst, würde es diese immer wieder kehrenden Austrittswellen nicht geben. Hast Du eigentlich jemals die Begründungen für die vielen Austritte gelesen? Ja, ich weiss, gelesen hast Du sie, aber hast Du da auch nur einmal darüber nachgedacht?

Alleine Dein gerede über Doppelmitgliedschaften, die sehr erwünscht sind und mit regem Austausch behaftet sind - da musst Du doch im Grunde selber drüber lachen, wem willst Du hier denn etwas vorgaukeln?

Sei Dir auch versichert, KEINER will hier auch nur in die Nähe Deines Ordens, es geht immer noch darum, dass man eben keinen Kleinkrieg hat sondern ein Neben- oder noch besser Miteinander. Aus Deiner Sicht mag das alles so sein, wie Du Dir einredest, aber es gibt auch noch eine andere Sicht, unsere. Wir könnte genauso gut sagen, dass wir mit Euch niemals mehr etwas zu tun haben wollen, aber dann wären halt wir die kleingeistigen, engstirnigen Menschen, das wollen wir nicht. Die Verletzungen, die wir alle davon getragen haben sind sicherlich nicht geringer, als dir, die Ihr davon getragen habt, aber wir stehen drüber und reichen Euch die Hand. Die müsst Ihr natürlich nicht annehmen, das ist mal völlig klar, aber ich zeige lieber Grösse und Vergebung als Kleingeistigkeit und Hass - jeder halt so, wie er mag und kann.

Ja, Handlungen haben Konsequenzen, das gilt aber eben auch für Euch, das solltest Du nie vergessen. An einem Erfolg genauso wie an einem Scheitern sind immer mindestens 2 Parteien beteiligt, auch wenn Du das vehement nicht eingestehen kannst. Die vielen, vielen Austritte und Rauswürfe und internen Probleme der letzten Jahre könnten Dir zu denken geben, tun sie aber anscheinend nicht. Ich finde das schade, weil mein Leben aus mehr als Ablehnung, Hass und Neid besteht und ich hätte mir gewünscht, dass auch Du/Ihr den Weg des Jedi gehen könnt und offen und respektvoll mit Problemen umgeht.

Wie sehr man sich doch täuschen kann. Am Ende kann ich nur sagen, Du tust mir sehr leid und ich hoffe für Dich, dass Du mal wieder auf einen Pfad zurückfindest, der Dich wegführt von Verblendung und Missgunst und Ablehnung, aber machen kannst das nur Du selber.

Ich war immer Dein Freund, auch, weil Freunde unangenehme Wahrheiten aussprechen und sich nicht nur immer gegenseitig schmeicheln - irgendwann wirst Du das alles auch mal verstehen.

Bis dahin halte ich weiter meine Hand hin ;)

Liebe und Frieden

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 11:52 
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Ich fasse zusammen: Du bist der unverstandene, immer Frieden suchende Jedi und ich das arme, vom Weg abgekommene Lamm. Das hättest du doch auch sehr viel kürzer schreiben können ;)

Das einzige, was hier sehr deutlich wird, ist, dass wir keinen gemeinsamen Nenner finden. Kenne ich seit Jahren nicht anders und ich möchte das Forum hier nicht weiter mit diesem Konflikt belasten, denn wenn man auf Granit beißt, soll man aufhören.

Du bist ein großartiger Rhetoriker, das muss man dir lassen. Jeder, der wirklich interessiert ist, wird die Realität erleben, insofern bin ich wirklich tiefenentspannt.
Nur eins dazu noch: ich muss dir nicht leid tun, uns, beziehungsweise mir, geht es gut :)

Liebe Grüße

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"Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 12:11 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Zitat:
Ich fasse zusammen: Du bist der unverstandene, immer Frieden suchende Jedi und ich das arme, vom Weg abgekommene Lamm. Das hättest du doch auch sehr viel kürzer schreiben können ;)


Nein, das bin ich nicht, ich habe geschrieben:

Zitat:
Ja, ich gebe es sogar hier und öffentlich zu: Ich habe viele Fehler gemacht, teilweise ganz massive und wenig ehrenhafte, das gehört dazu, wenn man ein Mensch ist.


Das sollte doch - wenn man es denn liest und nicht wie Du immer nur das herauspickt, was einem in den Kram passt - recht eindeutig formuliert sein oder? Ich habe schonmal geschrieben: Man denkt immer nur so schlecht über andere, wie man selber ist. Du musst nicht Deine Unzulänglichkeiten auf mich projezieren.

Ich zitiere dazu auch mal Dich:

Zitat:
bin ich denn doch wirklich erstaunt, was Du so über mich schreibst, Jondalar. Wieso glaubst Du eigentlich, genau zu wissen, was ich tue, denke und fühle, speziell, nachdem unser Kontakt seit Monaten Geschichte ist?


Deinen Namen kannst Du da gerne statt meinem einfügen und Dir mal Gedanken darüber machen ;)

Zitat:
Das einzige, was hier sehr deutlich wird, ist, dass wir keinen gemeinsamen Nenner finden. Kenne ich seit Jahren nicht anders


Was selbstredend meine Schuld ist....

Zitat:
Du bist ein großartiger Rhetoriker, das muss man dir lassen.


Und das hat was genau mit der von Dir verleugneten Wahrheit zu tun, dass JEDER von uns Dreck am Stecken hat, auch DU?

Zitat:
Jeder, der wirklich interessiert ist, wird die Realität erleben, insofern bin ich wirklich tiefenentspannt.


Ja, darum sind wir ja auch alle hier, damit man eine Wahl hat zu wem man gehen möchte, und nicht nur einfach das nehmen muss, was halt einfach da ist. Findet sicher jeder gut.

Zitat:
Nur eins dazu noch: ich muss dir nicht leid tun, uns, beziehungsweise mir, geht es gut


Ich bin mir sicher, dass Du an einem psychologischen Vortrag über Persönlichkeitsmerkmale, gerade von Menschen die sich masslos überschätzen und sich für gut, alle Anderen als schlecht empfinden, nicht interessiert bist, daher versuche ich es erst gar nicht.

Nichts desto trotz werde ich weiterhin meine Hand hinhalten, weil ich so bin.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 12:24 

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Qui-Ran, ich finde das alles sehr verwirrend.
Hättest Du bitte die Güte, genau die Orden aufzählen, zu denen Du als Sprecher für den OOH allgemein GERNE eine Doppelmitgliedschaft akzeptierst?
Vielen Dank bereits im Voraus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 18:50 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Amatra hat geschrieben:
Qui-Ran, ich finde das alles sehr verwirrend.
Hättest Du bitte die Güte, genau die Orden aufzählen, zu denen Du als Sprecher für den OOH allgemein GERNE eine Doppelmitgliedschaft akzeptierst?
Vielen Dank bereits im Voraus.

Ich wüsste nicht, was daran verwirrend ist?
Es gibt unseren Orden, es gibt andere, manche reden miteinander, andere nicht. Und ja, ich werde die Namen nicht bekannt geben, weil das nicht nur meine Entscheidung ist. Macht daraus, was immer ihr gerne mögt, aber so isses.

Im Allgemeinen:
Ich stehe hier festgefahrenen Ansichten gegenüber, gegen die ich nicht Willens bin, weiter anzurennen, ich habe leider ohnehin nicht so viel Zeit, wie ich gerne hätte, darum werde ich sie da investieren, wo ich wirklich etwas mit meinen Ordensgeschwistern erreichen kann. Wie ich schon einmal schrieb, heute sogar, glaube ich:

Jeder, der wirklich interessiert ist, wird die Realität erleben, und ich ergänze: Wenn er unvoreingenommen herangeht. Das seh ich hier bei keinem von uns gegeben. Neuen wird das besser gelingen.

Einen muss ich noch, lieber Jondalar:
Zitat:
Und das hat was genau mit der von Dir verleugneten Wahrheit zu tun, dass JEDER von uns Dreck am Stecken hat, auch DU?

Wo habe ich das jemals "verleugnet"? Liest Du hier irgendwo Texte, die außer Dir keiner sehen kann?
Und was fangen wir mit der Erkenntnis an, dass jeder in seinem Leben Fehler macht? Ja. Ist so. Auch ich mache die, habe welche gemacht und werde es weiterhin tun. Das ist das Leben, so lernen wir (oder auch nicht).

Ich lese hier nur Frust. Sonst nichts. Und auch, wenn Du selbstredend das Gegenteil behaupten wirst: auf so einer Basis ist kein normales Gespräch möglich.

Wenn etwas themenbezogenes kommt, bin ich gern wieder da, ansonsten

Macht, Weisheit und Güte ihr lieben

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 19:36 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Zitat:
Ich stehe hier festgefahrenen Ansichten gegenüber, gegen die ich nicht Willens bin, weiter anzurennen


Und wie immer ist nichts weiter von der Wahrheit entfernt als das. Festgefahren bist Du in Deiner Scheinwelt, die einfach nicht existiert, weder in, noch ausserhalb Deines Ordens. Dass das nicht nur ich schreibe sondern auch andere "Gefrustete" interessiert Dich genauso wenig, wie Fragen von Leuten, die das gerne wissen wollen. Aber gut, auch damit legst Du Deine Karten endlich mal auf den Tisch.

Zitat:
Wo habe ich das jemals "verleugnet"? Liest Du hier irgendwo Texte, die außer Dir keiner sehen kann?


Nicht nur Du und ich wissen ganz genau wann und wo und wie Du Dinge umdrehst und zu Deinem Nutzen ausschlachten willst, daher muss in diesem Fall ich nicht weiter darauf eingehen - Du erinnerst Dich, schmutzige Wäsche?

Zitat:
Und was fangen wir mit der Erkenntnis an, dass jeder in seinem Leben Fehler macht? Ja. Ist so. Auch ich mache die, habe welche gemacht und werde es weiterhin tun. Das ist das Leben, so lernen wir (oder auch nicht).


Ich fange damit an, dass man erkennen kann, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und was besonders zu glänzen versucht oft am wenigsten Gold enthält. Schön aber, dass Du das jetzt auch mal wenigstens einräumen kannst, dazu gratuliere ich Dir - ohne Arg und ohne Sarkassmus. Damit kannst dann Du eventuell ja auch mal das hehre Ziel der Selbstrefexion erreichen und erkennen, dass Deine ehemaligen Mitglieder nicht alls böse waren und Dich und den OOH ärgern oder vernichten wollten, sondern, dass es einfach nur Menschen waren, die mit Dir und Deinem Orden únzufrieden waren - waruim auch immer muss hier nicht interessieren, da wären wir dann wieder bei der Wäsche.

Wenn Du soweit kommst, wird es Dir vielleicht auch leichter fallen, zuminest Teile der Schuld daran bei Dir zu suchen, dann ist Dein Orden wieder wie früher ein wahres Schmuchstück.

Ich wünsche Dir, dass Du bald dahin findest.

Zitat:
Wenn etwas themenbezogenes kommt, bin ich gern wieder da, ansonsten


Gut, würdest Du uns freundlicherweise mitteilen, was für jediistische Vereinigungen es überhaupt noch gibt, wir wissen nämlich nur noch von genau einer Einzigen. Oder wollen die das gar nicht, sondern in den Katakomben von Rom versteckt ihren Geschäften nachgehen, wie einst die Christen? Du känntest diese vielen befreundeten und nicht befreundeten Organisationen auch einfach fragen, ob sie etwas dagegen hätten hier genannt zu werden, oder noch besser, sich auch gleich hier an zu melden. Nicht nur ich und Orsyn würden sich da sehr freuen, wenn neue Leute kommen würden, das kann ich Dir versichern.


Es wäre sehr lieb und auch kollegial, wenn Du uns die unabhängig von herzlichen Kontakten Deinerseits einfach mal nennen würdest.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 19:49 
Orden der Hoffnung <OOH>

Registriert: 25.10.2015, 20:09
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Zitat:
Doppelmitgliedschaften sind zwar bei manchen Grüppchen nicht gern gesehen, aber wahrlich nicht verboten, wer sind wir, das zu verbieten; und dieses Unbehagen ist auf gewisse Vereine beschränkt,[...]


Das weiss ich (mehrfach!) aus erster Hand anders. Ihr habt es sogar mindestens zweimal mit solchen Verboten versucht, aber erstens damit keine Mehrheit im Rat bekommen und zweitens drohten hinter den Kulissen einige Mitglieder mit Absprung, wenn so etwas wirklich kommen sollte. Und bevor jetzt wieder meine Fast-Nachbarin eine auf den Detz bekommt: Nein, nicht von ihr, sie schweigt eisern wenn es um den OOH geht und das ist auch gut so. Die hat genug zu tun als sich noch zwischen Loyalität und Freundschaft entscheiden zu müssen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 20:01 
Orden der Hoffnung <OOH>

Registriert: 25.10.2015, 20:09
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Ben Adama hat geschrieben:
Ben Adama
Zitat:
Doppelmitgliedschaften sind zwar bei manchen Grüppchen nicht gern gesehen, aber wahrlich nicht verboten, wer sind wir, das zu verbieten; und dieses Unbehagen ist auf gewisse Vereine beschränkt,[...]


Das weiss ich (mehrfach!) aus erster Hand anders. Ihr habt es sogar mindestens zweimal mit solchen Verboten versucht, aber erstens damit keine Mehrheit im Rat bekommen und zweitens drohten hinter den Kulissen einige Mitglieder mit Absprung, wenn so etwas wirklich kommen sollte. Und bevor jetzt wieder meine Fast-Nachbarin eine auf den Detz bekommt: Nein, nicht von ihr, sie schweigt eisern wenn es um den OOH geht und das ist auch gut so. Die hat genug zu tun als sich noch zwischen Loyalität und Freundschaft entscheiden zu müssen...



Und Nachtrag, da hier wieder die superdupergeheimen Orden erwähnt werden, mit denen ihr in Kontakt steht: Warum wollen die nicht dass es bekannt wird? Ist es ihnen etwa peinlich? Merkst du selbst, wie albern das wirkt?

Und neue Orden werden natürlich ausschliesslich aus Konkurrenzgründen gegründet unfd wollen euch selbstverständlich vernichten (diese Aussage von dir hab ich schriftlich). ja nee, is klar. Daß bei euch Ausgetretene vielleicht eine eigene Gemeinschaft gründen wollen, und dann, wenn sie Kontakt suchen, auf ätzende Weise abgewiesen werden, begründet immer noch keine Konkurrenz.

Nur müßt ihr euch dann nicht wundern, wenn die ausgestreckten Hände irgendwann zurückgezogen werden, weil man es als hoffnungslos ansieht, wenn ihr euch in solchen Denken verrennt. Und es aufgibt. Was bei dem Potential das der OOH durchaus besitzt, einfach nur schade ist, um mal wieder friedlich zu werden.

Wie soll man bei irgendwelchen Themen hier je nen Konsens finden, wenn das Differenzdenken nicht endlich ein Ende findet. Wir haben doch alle dasselbe Ziel. Nur in anderer Ausprägung. Und daran ist nichts schlimmes. Aber das hier ist ja schon ein Schisma...

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 20:08 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Ben Adama hat geschrieben:
Wie soll man bei irgendwelchen Themen hier je nen Konsens finden, wenn das Differenzdenken nicht endlich ein Ende findet. Wir haben doch alle dasselbe Ziel. Nur in anderer Ausprägung. Und daran ist nichts schlimmes. Aber das hier ist ja schon ein Schisma...


Ja, das sehe ich genauso.

Es hilft keinem von uns Jediisten - egal ob mit oder ohne Orden - wenn wie beim Christentum sich alles nur zerfleischt und nicht irgendwann mal ein Konsens kommt. Keiner will etwas Böses vom jeweils Anderen und keiner will sonst irgend etwas Übles, keiner bis auf einen :(

Aber gut, von mir aus ist bis hierher alles gesagt, der Rest liegt nicht in meiner Hand.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 20:11 
Orden der Hoffnung <OOH>

Registriert: 25.10.2015, 20:09
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Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Ben Adama hat geschrieben:
Wie soll man bei irgendwelchen Themen hier je nen Konsens finden, wenn das Differenzdenken nicht endlich ein Ende findet. Wir haben doch alle dasselbe Ziel. Nur in anderer Ausprägung. Und daran ist nichts schlimmes. Aber das hier ist ja schon ein Schisma...


Ja, das sehe ich genauso.

Es hilft keinem von uns Jediisten - egal ob mit oder ohne Orden - wenn wie beim Christentum sich alles nur zerfleischt und nicht irgendwann mal ein Konsens kommt. Keiner will etwas Böses vom jeweils Anderen und keiner will sonst irgend etwas Übles, keiner bis auf einen :(

Aber gut, von mir aus ist bis hierher alles gesagt, der Rest liegt nicht in meiner Hand.

Grüße


Dem schliesse ich mich vollumfänglich an. Nur wer mich kennt, und mein Ex-Meister sollte das zumindest im Ansatz, der weiss, wie ich auf offensichtlich unwahres nunmal reagiere. Jetzt ist aber wieder jut ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 20:36 

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Qui-Ran Demera hat geschrieben:
Qui-Ran Demera
Amatra hat geschrieben:
Qui-Ran, ich finde das alles sehr verwirrend.
Hättest Du bitte die Güte, genau die Orden aufzählen, zu denen Du als Sprecher für den OOH allgemein GERNE eine Doppelmitgliedschaft akzeptierst?
Vielen Dank bereits im Voraus.

Ich wüsste nicht, was daran verwirrend ist?


Das ist mir klar, da Du involviert bist. :|
Hier geht's zu wie auf einem Kinderspielplatz - wer hat denn nun wem die metaphorische Schaufel weggenommen?
Für einen Außenstehenden stellt sich die ernsthafte Frage, wieviel Prozent hier Privatfehde und wie vieles offizielle Ordensstatements sind? :?

Zitat:
Es gibt unseren Orden, es gibt andere, manche reden miteinander, andere nicht. Und ja, ich werde die Namen nicht bekannt geben, weil das nicht nur meine Entscheidung ist. Macht daraus, was immer ihr gerne mögt, aber so isses.
Ach, ich dachte, es gibt anscheinend so eine Art offiziell inoffizielle Blacklist, vll auch eine Positivliste...?!
Zitat:
Wenn er unvoreingenommen herangeht. Das seh ich hier bei keinem von uns gegeben. Neuen wird das besser gelingen.
Anders gefragt: wenn jemand, der mit Eurer Privatfehde nichts am Hut hat ( "Neuen wird das besser gelingen" ) bei einem anderen Orden aufschlägt, jedoch Interesse am OOH hat, wie wird dieser seitens des OOH behandelt werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 20:59 
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Amatra hat geschrieben:
Für einen Außenstehenden stellt sich die ernsthafte Frage, wieviel Prozent hier Privatfehde und wie vieles offizielle Ordensstatements sind? :?


Nachdem Du hier im Plural schreibst, sehe ich mich aufgerufen auch zu antworten.

Ich persönlich schreibe immer nur als ich. Der OrnR ist volldemokratisch, er gehört mir nicht mehr oder weniger, als allen anderen Mitgliedern. Schon alleine daher kann und will ich gar nicht für den OrnR sprechen. Falls wir uns jemals genötigt sehen, eine Art Ordensstatement ab zu geben, werden wir das gemeinsam ausarbeiten und dann höchst offiziell und ordentlich posten.

Ich habe aber auf der anderen Seite gar keine Fehde, ich kann nur nicht im Raum stehen lassen, wenn interessierte, womöglich junge Leute hier geblendet und unter falschen, schmeichelnden Worten geködert werden in einen Orden, der dann nicht hält, was er vollmundig verspricht.

Ich habe auch schon geschrieben, dass ich nicht zögern würde, Leute da hin zu schicken, WENN sie denn genau das suchen, was sie dort vorfinden werden - mit Fehde hat das nichts am Hut. Ich schreibe auch klipp und klar, was die Leute bei uns erwartet, das Mindestmass an Ehrlichkeit sollte man erwarten können und sich nicht hinstellen, als hätte man 42 gefunden ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 21:22 
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Registriert: 25.10.2015, 20:09
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Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Amatra hat geschrieben:
Für einen Außenstehenden stellt sich die ernsthafte Frage, wieviel Prozent hier Privatfehde und wie vieles offizielle Ordensstatements sind? :?


Nachdem Du hier im Plural schreibst, sehe ich mich aufgerufen auch zu antworten.

Ich persönlich schreibe immer nur als ich. Der OrnR ist volldemokratisch, er gehört mir nicht mehr oder weniger, als allen anderen Mitgliedern. Schon alleine daher kann und will ich gar nicht für den OrnR sprechen. Falls wir uns jemals genötigt sehen, eine Art Ordensstatement ab zu geben, werden wir das gemeinsam ausarbeiten und dann höchst offiziell und ordentlich posten.

Ich habe aber auf der anderen Seite gar keine Fehde, ich kann nur nicht im Raum stehen lassen, wenn interessierte, womöglich junge Leute hier geblendet und unter falschen, schmeichelnden Worten geködert werden in einen Orden, der dann nicht hält, was er vollmundig verspricht.

Ich habe auch schon geschrieben, dass ich nicht zögern würde, Leute da hin zu schicken, WENN sie denn genau das suchen, was sie dort vorfinden werden - mit Fehde hat das nichts am Hut. Ich schreibe auch klipp und klar, was die Leute bei uns erwartet, das Mindestmass an Ehrlichkeit sollte man erwarten können und sich nicht hinstellen, als hätte man 42 gefunden ;)

Grüße


Kann auch gut sein, dass sie auch mich meint und ich kann es nicht mal ganz abstreiten. Fehde in dem Sinne nicht, aber meine Augen öffnen sich seit meinem Austritt jeden Tag etwas mehr... Letztlich muss sich aber jeder selber einen Eindruck machen, wo er findet, was er oder sie sucht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 22:57 
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@ Jondalar & Ben

:shock: Wenn es hilft.

@Amatra
Zitat:
Anders gefragt: wenn jemand, der mit Eurer Privatfehde nichts am Hut hat ( "Neuen wird das besser gelingen" ) bei einem anderen Orden aufschlägt, jedoch Interesse am OOH hat, wie wird dieser seitens des OOH behandelt werden?

Offen und normal, wie jeder andere auch. Du bist herzlich eingeladen.

Liebe Grüße

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Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.02.2016, 23:22 
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Hi

Helfen würde es, wenn du dich mit der Kritik auch mal ernsthaft auseinandersetzen würdest, statt pauschal alles abzustreiten und/oder zu ignorieren oder die Schuld den Kritikern zurückschieben zu wollen... Weißt du, davon gehen Probleme nämlich nicht weg. Und Fragen auch nicht. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, auf eine Wand einzureden würde größere Erfolgsaussichten haben.

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 19.02.2016, 18:28 
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Ben Adama hat geschrieben:
Hi

Helfen würde es, wenn du dich mit der Kritik auch mal ernsthaft auseinandersetzen würdest, statt pauschal alles abzustreiten und/oder zu ignorieren oder die Schuld den Kritikern zurückschieben zu wollen... Weißt du, davon gehen Probleme nämlich nicht weg. Und Fragen auch nicht. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, auf eine Wand einzureden würde größere Erfolgsaussichten haben.

LG

Interessant ist, dass Du hier immer von Schuld redest. Von mir kam nicht ein Wörtchen in diese Richtung.
Was ihr nicht zu begreifen scheint, ist, dass alles in bester Ordnung ist bei uns. Ob ihr das nun glaubt oder nicht, beinflußt höchstens eure weitere Existenz, aber sicher nicht unsere ;)

Macht, Weisheit und Güte

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 19.02.2016, 19:13 
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Na, so lange wenigstens Du an das glaubst, was Du so an Unwahrheiten, wie die vielen anderen Orden, von Dir gibst, ist ja alles gut.

Wir haben Deine Antwort - keine Antwort ist ja bekanntlich auch eine - und Du kannst Dich weiterhin Deinen selbstgestrickten Illusionen hingeben.

Dutzende von enttäuscht ausgetretenen Mitgliedern, denen noch nachgetreten wird, können sich ja nur irren, Du alleine kennst die Wahrheit, oh Erhabener ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 19.02.2016, 20:16 
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Naja, glauben und wissen sind bekanntlich zwei paar Stiefel, nicht wahr?^^

Ansonsten das, was Jondalar sagt... :lol: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.02.2016, 13:27 
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Was soll man zu sowas noch sagen?
Dein Text ist eines Mannes, der so weise sein möchte wie du, in keiner Weise würdig.
Aber dieses Gespräch hatten wir an anderer Stelle schon Dutzende Male, und es hat genauso viel gebracht wie hier, nämlich nichts.

Bleibt mir nur eines zu sagen: Alles Liebe, Jondalar.

Und auch dir Ben, du wirst es brauchen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.02.2016, 15:03 
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Ich werde es brauchen? Also wieder ne Drohung, wie die damals, dass ich meinen Austritt noch bereuen werde (was ich KEINE SEKUNDE getan habe bisher)? Naja, ich hab an anderer Stelle deutliche Worte für gewisse Vorgänge gefunden. Ich werde mich trotzdem hier und anderweitig erst mal zu dir nicht mehr äußern, da zu einem Abschluß bekanntlich beide Seiten Ruhe geben müssen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.02.2016, 19:32 
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Ich bitte darum, die offensive Rhetorik an dieser Stelle zu beenden und zum Thema zurückzukehren.
Wenn zu den ungeklärten Reibungspunkten noch Redebedarf besteht, kann hier gerne öffentlich und auf neutralem Boden diskutiert werden, aber bitte in einem eigenen Thema. :)

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"I love mankind, it's the people I can't stand."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 22.02.2016, 19:54 
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Danke, Orsyn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 04.06.2016, 21:49 
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Die Macht entscheidet sich für Dich.
Du spürst sie sehr früh oder nicht.
Du nutzt sie als Jedi um gutes zu tun, und es ist wahr: die dunkle Seite ist verlockend weil sie dem anfangs noch schwachen Geist schmeichelt.

Ich lebe seit 35 Jahren als Jedi und spüre die Macht immer und allzeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 04.06.2016, 22:23 
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Was ist die Macht für dich?
Und was ist die dunkle Seite für dich?

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 04.06.2016, 23:00 
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Die Macht ist das was alles verbindet. Sie wahrzunehmen und nutzen zu können macht mächtig.
Das führt zu einem selbstbestimmten, glücklichen Leben.

Auch etwas wie wertfreie Annahme des Gegenübers gehört für mich dazu.

Die dunkle Seite ist das was uns immer wieder in Versuchung führt, Unsicherheit, Angst, Neid, Zorn. Dadurch wird der Energiefluss negativ gefärbt und erzeugt Leid.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 05.06.2016, 08:23 
Tritorianer Orden <Θ>
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Das klingt relativ vage finde ich.
Ich meine, dass es für dich reichen kann ein grobes Gefühl davon zu haben, was du damit meinst ist verständlich, aber jemand anders könnte sich jetzt auch fragen, warum du das überhaupt die "Macht" nennst.

Zitat:
Die Macht ist das was alles verbindet. Sie wahrzunehmen und nutzen zu können macht mächtig.


Für mich klingt es als könnte man hier auch einfach stattdessen "Energie" einsetzen.


Zitat:
Die dunkle Seite ist das was uns immer wieder in Versuchung führt, Unsicherheit, Angst, Neid, Zorn.


Also ist "dunkle Seite" für dich nur ein Synonym für alles, was du schlecht findest?

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 05.06.2016, 20:13 
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Hallo,

Vrooktar hat geschrieben:
Also ist "dunkle Seite" für dich nur ein Synonym für alles, was du schlecht findest?


nein, es geht nicht um meine persönliche Bewertung, sondern Konstellationen, die Leid erzeugen. Nicht nur bei mir.

Mit Deinem Kommentar, dass das vage rüberkommt, da gebe ich Dir recht. Ich für mich spüre was ich meine, kann es aber vielleicht noch nicht konkreter fassen. Das ist ja auch ein Grund, warum ich mich über Austausch freue.

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 06.06.2016, 07:25 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Ich denke nicht, dass man das überhaupt konkret fassen kann, dazu hängen zu viele Parameter ab wie die eigene Kultur, die Zeit, die Umstände.

Die Welt ist zu bunt, um sie in hell und dunkel aufteilen zu können.

Grüße

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Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 06.06.2016, 15:07 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Das trifft es recht gut. Und man selbst und alles um einen herum ist ja auch permanent im Wandel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 06.06.2016, 21:10 

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Zoe hat geschrieben:
Die Macht entscheidet sich für Dich.
Du spürst sie sehr früh oder nicht.
Du nutzt sie als Jedi um gutes zu tun, und es ist wahr: die dunkle Seite ist verlockend weil sie dem anfangs noch schwachen Geist schmeichelt.

Ich lebe seit 35 Jahren als Jedi und spüre die Macht immer und allzeit.


Ach, das klingt schön. Fast schon poetisch...

Hattest Du mal das Gefühl, den "Kontakt zur Macht" zu verlieren oder den "Verlockungen der dunklen Seite" nicht widerstehen zu können in den letzten 35 Jahren?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 09.06.2016, 20:18 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Hallo Amatra,

selbstverständlich. Gerade Zorn, Selbstgefälligkeit und Furcht sind für mich immer wieder eine Herausforderung. Und werde es sicher auch immer sein.
Fallen kann man auch, Aufstehen ist dann wichtig. Und auch wichtig ist es, Menschen zu haben, die einem beim Aufstehen helfen.

Wie ist es bei Dir?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 09.06.2016, 23:29 

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Liebe Zoe,

als ich letzten Herbst hier aufgeschlug, schrieb ich hier noch folgendes:
Zitat:
Also (jetzt kommts, jetzt oute ich mich!) ich schöpfe bisher all meine Kraft aus meinem Zorn und der Leidenschaft zu dem, was ich tue. (Gefühlt fehlt nicht mehr viel, bis situationsbedingt mal blaue Blitze aus meinen Fingern sprühen. :twisted: ) Es fällt auch gar nicht schwer, da es mittelbar oder unmittelbar die Entropie erhöht (also nicht der Quatsch mit den Blitzen, sondern das mit dem Zorn und der Leidenschaft!)
Irgendwie ist das aber nur die halbe Wahrheit.
Daher versuche ich mich dadurch zu vervollkommnen, dass ich nun den Weg der Tugenden suche.
Und zwar ohne sturen religiösen Fanatismus, aber dafür mit mathematisch-naturwissenschaftlich begeisterten Menschen, die keiner Seele ´was zu leide tun wollen.
Jediismus scheint mir da der für mich richtige Weg.

Inzwischen bin ich einen Schritt weiter, ich habe schonmal erkannt, dass all der Zorn sehr an mir zehrt und mir allgemein nicht sonderlich gut tut. Auch wenn es verlockend und leicht ist, sich der "dunklen Seite" hinzugeben.

Es ist unglaublich anstrengend, geduldig und gütig zu sein, gelassen und achtsam durchs Leben zu gehen und insgesamt eine große Herausforderung, der ich mich aber gerne stelle. Ich kann nur daran wachsen, niemals daran zerbrechen.

Ich würde aber nicht sagen, dass ich den (im Grunde esoterischen) "Kontakt zur Macht" durch Zorn, Wut etc. verloren hätte, es intensiviert eher sogar das Gefühl, gaukelt einem aber auch relativ schnell die Illusion von Macht (im ganz weltlichen Sinne) vor, nein, den Kontakt verlor ich nur in Zeiten, in denen ich nicht ich selbst war, sondern versucht habe, irgendwas anderes darzustellen, da sträubte sich alles in mir, nichts gelang, sämtliche Sensibilität für die verborgenen Nuancen des Lebens gingen verloren. Was das angeht, bin ich (glücklicherweise!) ein ganz schlechter Schauspieler und das Leben selbst ist Dein schärfster Kritiker... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.06.2016, 12:09 
Orden der Hoffnung <OOH>
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sehr schöne Worte, ich würde das gerne vertiefen, gerade fehlt mir die Zeit das zu tun, aber ich melde mich sobald wie möglich bei Dir!

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.06.2016, 13:37 
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Bau den Wellen keinen Damm, sondern gib ihnen einen Strand zum ausklingen."

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 12.03.2017, 19:39 
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Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Amatra hat geschrieben:
Nun, vielleicht kommen wir ja langsam der Sache näher, wo der Unterschied zwischen den sogenannten realen Jedi und den Jediisten liegt:
die realen Jedi bauen ihr Konzept auf einem unreflektierten Kodex aus dem Star Wars Universum auf, wohingegen die Jediisten ihren eigenen Kodex entwickeln und formulieren.
Objektiv kann man dadurch die Jedi als ursprünglicher bezeichnen und die Jediisten als fortschrittlicher.

So würde ich das sehen, ja, aber das wird nicht jeder so sehen.[...]Jeder soll ja das finden können, wonach ihn drängt.


Ich weiß, dieser Gesprächsauszug ist schon ein Jahr alt und im Sinne des Threads vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen (wo ich mich als Neuling eh raushalte :shock: ). Aber beim Durchlesen der Unterhaltungen hier bin ich an diesen Einschätzungen/Definitionen hängen geblieben und die Frage, zu der mich meine Gedanken führen, ist sowieso grundlegend: Wo passe ich hin, wenn ich mich - wie so oft im Leben - in keiner dieser beiden Definitionen wiederfinde, sondern irgendwo in der Mitte dazwischen liege? Bin ich dann Jediniter? :D

Nein im Ernst, was ich sagen will, mal so als spontane Kurzbeschreibung/Selbsteinschätzung:
Ich möchte z.B. den Kodex aus der "Star Wars"-Fiktion in mein Leben integrieren, aber eben nicht unreflektiert, sondern in dem Bewusstsein, aus welchen realen Quellen er entstanden ist, dass nicht alles wörtlich zu nehmen ist und noch darüber hinaus, welchen Stellenwert die Kreativität, zu welcher der menschliche Geist fähig ist, in meinem Leben und auf der Welt hat.

Ein Diskussionsthema, das mir hier im Forum immer wieder aufgefallen ist, sind die unterschiedlichen Meinungen zum Thema "Wissenschaft vs. Glauben". Ich würde mich als spirituell geprägt bezeichnen, worunter jeder für sich etwas anderes verstehen mag, interessiere mich jedoch nicht (mehr) sonderlich für den Esoterik-Bereich. Ich muss nicht selbst an etwas glauben, um es interessant oder auf die ein oder andere Weise inspirierend zu finden, aber jede neue Sichtweise auf die Welt, das Leben, das Universum und den ganzen Rest, um es mit den Worten von Douglas Adams zu sagen^^, erweitert meinen Horizont.

Der zweite Punkt ist, dass ich es irgendwie schade finde, wenn es eine so klare Abgrenzung zwischen "Fandom" und "Realität" im Jediismus gibt, statt einfach "das Beste aus beiden Welten" miteinander zu verknüpfen :arrow: Stichwort Inspiration.
Für mich kann es das Eine nicht ohne das Andere geben - das Wort Jedi und die Assoziationen, die allgemein damit einhergehen, gäbe es nicht ohne die Fiktion... während es diese Fiktion, mitsamt der Kodizes nicht gäbe, hätte sich da nicht jemand ebenfalls mit unterschiedlichen philosophischen, spirituellen und religiösen Ideen der Weltgeschichte auseinandergesetzt, unter dem Aspekt einer Ethik, welche auf den Menschenrechten beruht, die man auch als grundlegenden Menschenkodex bezeichnen könnte, der in unserer Gesellschaft gesetzlich verankert ist; diesem Gesetz darf nichts anderes widersprechen und es bietet auch keinen Spielraum für Interpretationen. Das ganzheitliche Verständnis von allem zusammen verknüpft, entspricht dem Weg, den ich persönlich gehen möchte.

Würdet ihr mir da überhaupt Chance ausrechnen, unter diesen Aspekten, in einem der derzeit bestehenden Orden tatsächlich sowas wie einen Platz, meine persönliche Nische sozusagen, zu finden?
Die Ernsthaftigkeit des Tritorianer-Ordens finde ich großartig, was den Fokus auf die Umsetzung der Ideale betrifft, nur ist die Richtung nicht die meine. In den als liberal bezeichneten OrnR wollte ich gern mal als Gast reinschnuppern, habe auf meine Registrierungsanfrage jedoch noch keine Bestätigung erhalten, während der OOH laut Website zur Zeit erst gar keine neuen Registrierungen annimmt, um mir überhaupt mal selbst ein Bild des bisher Gelesenen machen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 12.03.2017, 20:51 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Zitat:
Der zweite Punkt ist, dass ich es irgendwie schade finde, wenn es eine so klare Abgrenzung zwischen "Fandom" und "Realität" im Jediismus gibt, statt einfach "das Beste aus beiden Welten" miteinander zu verknüpfen :arrow: Stichwort Inspiration.


Fandom ist für die meisten Leute die es vertreten viel mehr als Inspiration.
Sie schneidern sich Star Wars Klamotten, kaufen sich FX-Schwerter und spielen dann fragwürdige Choreographien durch.
Ich denke es überrascht dich nicht, wenn das von manchen als wenig ernsthaft angesehen wird.


Der OOH ist momentan noch im Umbruch.
Er steckt seit letztem Jahr in der Krise und ist seitdem damit beschäftigt sich neu zu ordnen.
Die alte Struktur wurde über den Haufen geworfen und man hat damit zu tun eine neue aufzubauen.
Ich habe keine Ahnung, wie genau es um diesen Prozess steht, aber sowas hat bei vielen Orden Jahre gedauert und noch mehr Gruppierungen haben das Ende dieses Prozesses noch nichtmal erlebt.
Dazu kommt, dass der OOH relativ viele Mitglieder hat die sich in dieser Findungsphase einig werden müssen und teilweise sehr gegensätzliche Standpunkte vertreten.
Kurzum, niemand weiß ob der OOH jemals wieder einen geregelten Ordensbetrieb aufnimmt und wenn ja, wann es so weit sein wird.

Das beim Orden der Neuen Republik ist schade.
Der Admin schaltet alle Anmeldungen dort persönlich frei, wenn der mal ne Woche Urlaub macht heißt es also warten.
Ich kann dir versichern, dass das in absehbarer Zeit erledigt wird.
Ob das richtig schnell gehen wird, kann ich dir aber nicht versprechen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.03.2017, 14:55 
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Ananya hat geschrieben:
Ananya
Zitat:
Der zweite Punkt ist, dass ich es irgendwie schade finde, wenn es eine so klare Abgrenzung zwischen "Fandom" und "Realität" im Jediismus gibt, statt einfach "das Beste aus beiden Welten" miteinander zu verknüpfen :arrow: Stichwort Inspiration.

Vrooktar hat geschrieben:
Fandom ist für die meisten Leute die es vertreten viel mehr als Inspiration.
Sie schneidern sich Star Wars Klamotten, kaufen sich FX-Schwerter und spielen dann fragwürdige Choreographien durch.
Ich denke es überrascht dich nicht, wenn das von manchen als wenig ernsthaft angesehen wird.

Hmm... was du meinst bzw. wovon du dich distanzieren möchtest, verstehe ich zwar, aber ob das wirklich "die meisten" sind? Meinst du? Sowas aktiv auszuleben, erfordert schließlich auch Geld und Zeit. Nur wenn jemand das möchte, dann sage ich: warum nicht? Ich finde das ehrlich gesagt auch nicht alberner, als sich in ein Fußballstadion zu setzen und dann immer ganz laut zu brüllen, wenn jemand das Tor getroffen hat ;) . Das fällt ja alles unter die Kategorie "Hobby". Was jemand ansonsten so im Kopf hat, über welche Philosophie jemand verfolgt, darüber sagt das erstmal noch gar nichts aus. Aber es passt trotzdem zu dem, worauf ich hinauswollte, denn ich bin halt nicht "wie die meisten". Ich schau mir gern mal gutes Cosplay auf Youtube an, aber Fandom im Allgemeinen hat da für mich schon noch einiges mehr zu bieten (selbst komponierte Filk-Songs zum Beispiel).


Vrooktar hat geschrieben:
Der OOH ist momentan noch im Umbruch.
Er steckt seit letztem Jahr in der Krise und ist seitdem damit beschäftigt sich neu zu ordnen.
Die alte Struktur wurde über den Haufen geworfen und man hat damit zu tun eine neue aufzubauen.
Ich habe keine Ahnung, wie genau es um diesen Prozess steht, aber sowas hat bei vielen Orden Jahre gedauert und noch mehr Gruppierungen haben das Ende dieses Prozesses noch nichtmal erlebt.
Dazu kommt, dass der OOH relativ viele Mitglieder hat die sich in dieser Findungsphase einig werden müssen und teilweise sehr gegensätzliche Standpunkte vertreten.
Kurzum, niemand weiß ob der OOH jemals wieder einen geregelten Ordensbetrieb aufnimmt und wenn ja, wann es so weit sein wird.

Das beim Orden der Neuen Republik ist schade.
Der Admin schaltet alle Anmeldungen dort persönlich frei, wenn der mal ne Woche Urlaub macht heißt es also warten.
Ich kann dir versichern, dass das in absehbarer Zeit erledigt wird.
Ob das richtig schnell gehen wird, kann ich dir aber nicht versprechen.

Danke für die Info - das mit dem OOH finde ich vor allem deshalb schade, weil der Name eines der ersten Suchergebnisse zu dem Thema überhaupt war und ich zuerst dachte, die Presse sei immer noch mehr oder weniger aktuell. Was du über die gegensätzlichen Standpunkte der Mitglieder sagst, deckt sich ja mit meinem Eindruck hier... ich lese von soviel Uneinigkeit, wo doch bestimmt gleiche Grundwerte als Basis da sind, das finde ich schade. Nun, es eilt ja nichts, mir ging es eher um die generelle Frage. Ein Punkt, der mir z.B. am wichtigsten ist, wäre einfach diese gegenseitige Toleranz - da kann ich nur vermuten, dass die in einem als liberal bezeichneten Orden am stärksten ist? Da wir zwei uns beim Thema "sich über andere lustig machen" nicht einig geworden sind, sollte ich nochmal verdeutlichen, dass mir gerade sowas in einem Orden wichtig wäre, um mich wohlzufühlen ;) .

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.03.2017, 15:28 
Tritorianer Orden <Θ>
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Diese Plattform hier ist kein Orden.
Es ist mehr eine Begegnungsplattform.
Hier muss sich niemand einig werden.
Der OOH wollte aber inmer schon ein ausbildungsbasiertes Rangsystem haben.
Da sollte man sich schon einig werden.

Liberal war der OOH in mancherlei Hinsicht wie ich ihn kannte schon.
Sie haben zwar manches mal ihren Mitgliedern verbieten wollen sich anderso anzumelden, unter anderem hier, aber inhaltlich war da immer jeder willkommen egal ob reiner Fan oder jediistischer hardliner.

Sehe ich aber nur begrenzt als Vorteil.
Einen Konsens erreichen kann da unter anderem eben schwierig werden.

Sich auf die Presse zu verlassen ist so eine Sache.
Die sagt letztlich vor allem aus wer im Mittelpunkt stehen will.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.03.2017, 16:38 
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Vrooktar hat geschrieben:
Diese Plattform hier ist kein Orden.
Es ist mehr eine Begegnungsplattform.
Hier muss sich niemand einig werden.

Das ist klar und deshalb empfinde ich dieses Forum auch als interessante Begegnungsstätte mit einem gewissen Potenzial. Aber da gilt doch ebenfalls eine gewisse Nettiquette, oder? Was den an dieser Stelle unausgesprochenen Punkt betrifft - keine Ahnung, warum du nicht souverän darauf eingehen magst, obwohl ich gerne durch Smileys signalisiere, dass ich nicht mal nachtragend bin - so solltest du bedenken, dass wenn hier jemand ab einem gewissen Punkt repräsentativ für den eigenen Orden schreibt, dies dann auch einen gewissen Eindruck auf Neulinge macht, wo man sich fragt, ob das jetzt gerade nur die persönliche Einstellung ist oder man davon ausgehen kann, dass die Mehrheit im Orden dies auch vertritt. Daraus resultieren dann halt gewisse Fragen, denn ein erster Eindruck muss ja auch am Ende nicht immer der Realität entsprechen.

Vrooktar hat geschrieben:
Der OOH wollte aber inmer schon ein ausbildungsbasiertes Rangsystem haben.
Da sollte man sich schon einig werden.

Liberal war der OOH in mancherlei Hinsicht wie ich ihn kannte schon.

Das ist ebenfalls gut zu wissen, denn ich bezog mich mit dem Wort liberal in dem Fall auf den OrnR, von dem was ich bisher halt gelesen hatte.
Ich werde beide Webseiten weiterhin beobachten und einfach mal abwarten. Da möchte ich ohnehin ganz neutral bleiben, solange ich nicht aus eigener Erfahrung mitreden kann. Aber hat denn dann der OrnR gar kein Ausbildungssystem mit Praxisbezug, oder verstehe ich das gerade falsch?

Vrooktar hat geschrieben:
Sich auf die Presse zu verlassen ist so eine Sache.
Die sagt letztlich vor allem aus wer im Mittelpunkt stehen will.

Das war auch nicht meine Intention. Es sollte eher die zeitliche Abfolge zum Ausdruck bringen, wie ich zunächst über Presseartikel erst auf den Namen und schließlich auf dieses Forum hier, mitsamt seinen ganzen Diskussionen gestoßen bin. So ganz ohne Presse wüsste ich ja auch nichts über die Jediismus-Aktion in Neuseeland oder über einen Orden in London, der in "Galileo" vorgestellt wurde - irgendwo müssen die Infos ja erstmal herkommen^^. Was mir an besagtem Interview, das hier ja auch in einer anderen Kategorie verlinkt wurde, besonders gefiel war die Aussage, "Beim Jediismus geht es weniger darum, wie du an etwas glaubst, als darum wie du dich verhältst." Das würdest du z.B. wieder anders sehen, oder täusche ich mich?

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 13.03.2017, 17:36 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Ananya hat geschrieben:
Aber hat denn dann der OrnR gar kein Ausbildungssystem mit Praxisbezug, oder verstehe ich das gerade falsch?


Kein fixes.
Um Ritter im OrnR zu werden braucht es nur eine Kernvoraussetzung, neben einer bestimmten Mitgliedschaftsdauer und das ist, dass man mit dem Regelwerk des Ordens vertraut ist.
Die die dort sind bieten gern all ihr Wissen für jeden Interessenten an, aber das ist alles auf freiwilliger Basis.
Im OOH wollte man immer, dass eine ganz konkrete Ausbildung durchlaufen wird um Ritter zu werden, nur dass das eben nie so richtig funktioniert hat.
Das allgemein und gleichzeitig verständlich zu erklären ist schwierig.
Um das wirklich zu verstehen muss man wahrscheinlich schon die Details mitnehmen.




Zitat:
"Beim Jediismus geht es weniger darum, wie du an etwas glaubst, als darum wie du dich verhältst." Das würdest du z.B. wieder anders sehen, oder täusche ich mich?


Da täuschst du dich.
Glaube interessiert mich generell nicht.
Taten sind das einzige was für mich zählt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 26.03.2017, 18:20 
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Jetzt habe ich die letzten Tage erstmal abgewartet und wieder viel gelesen, aber ohne hier aktiv zu schreiben. Dabei hatte ich ganz vergessen, dass ich hier nochmal ansetzen wollte^^.

Vrooktar hat geschrieben:
Vrooktar
Ananya hat geschrieben:
"Beim Jediismus geht es weniger darum, wie du an etwas glaubst, als darum wie du dich verhältst." Das würdest du z.B. wieder anders sehen, oder täusche ich mich?

Da täuschst du dich.
Glaube interessiert mich generell nicht.
Taten sind das einzige was für mich zählt.

Das kaufe ich dir aufgrund vieler deiner Aussagen, die ich hier im Forum gelesen habe, nicht so ganz ab ;) . Die zeichnen einfach nach außen ein anderes Bild, auch wenn das natürlich nur mein Eindruck aufgrund schriftlicher Diskussionen ist. Zudem hast du dich über mich lustig gemacht, was sehr unhöflich war und jemand, den der Glaube anderer Menschen wirklich nicht interessiert, sondern der Menschen nur nach ihren Taten beurteilt, würde gar nicht auf die Idee kommen, sowas zu tun.
( :arrow: Ich persönlich glaube, dass ein Jedi sowas nicht tut, du glaubst daran, dass es in Ordnung geht.)

Auch Du glaubst an deinen Kodex und daran, dass er die für dich richtige (Jedi-)Lebensweise repräsentiert. In diesem Kodex steht der Satz, "Der Jedi erkennt, dass alles vergänglich und nichts von ewigem Bestand ist, alles ist dem Wandel unterworfen". Das ist ein eindeutiger Glaubenssatz, denn genauso gibt es Jediisten, die so wie ich an die unsterbliche Seele glauben und daran, dass es etwas gibt, was größer ist als wir - dass nur die physische Existenz vergänglich ist. Für mich sind beide Einstellungen mit dem Jediismus vereinbar; ich muss andere nicht verstehen, um sie zu respektieren. Und genau dieser gegenseitige Respekt ist wichtig für ein gutes Miteinander.

P.S.: Vom OrnR habe ich immer noch nichts gehört, daher warte ich weiter ab und schaue hier ab und zu vorbei, auch wenn ich nicht mehr so aktiv schreibe wie in den ersten Tagen. Allerdings kann ich mir immer noch nicht vorstellen, mich irgendwo als "Ritter" zu bezeichnen, ohne wirklich eine gewisse praxisbezogene Ausbildung durchlaufen zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 27.03.2017, 03:56 
Tritorianer Orden <Θ>
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Dass alles im Wandel ist ist wohl kaum ein Glaube.
Man kann diese Aussage mit den thermodynamischen Hauptsätzen begründen.
Ist die Physik für dich auch ein Glaube?

Es fällt auf, dass Gläubige gern überall Glauben hineininterpretieren. Vielleicht um sich selbst bestätigt zu fühlen?

Für die Entscheidung, dass unser Ordensweg das richtige für mich ist brauche ich nicht mehr Glauben als für die Entscheidung, was ich heute Abend auf meinem Teller sehen will.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 09.04.2017, 17:32 
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Wohnort: S-H, Erde
Vrooktar hat geschrieben:
Dass alles im Wandel ist ist wohl kaum ein Glaube.
Man kann diese Aussage mit den thermodynamischen Hauptsätzen begründen.
Ist die Physik für dich auch ein Glaube?

Es fällt auf, dass Gläubige gern überall Glauben hineininterpretieren. Vielleicht um sich selbst bestätigt zu fühlen?

Für die Entscheidung, dass unser Ordensweg das richtige für mich ist brauche ich nicht mehr Glauben als für die Entscheidung, was ich heute Abend auf meinem Teller sehen will.


So, jetzt wo hier alles wieder normal zu funktionieren scheint, werde ich mir nochmal kurz die Zeit nehmen, hierauf einzugehen... obwohl ich fürchte, dass es nicht viel bringt, denn statt dem konstruktiven Gedankenaustausch, den ich mir erhofft hatte, tendierst du dazu, spitzfindig zu werden oder mit zynischen Gegenfragen zu antworten... was hast du eigentlich davon? Physik hat nichts damit zu tun, ob jemand glaubt, dass der Tod das Ende der Existenz ist oder nicht. Interessant sind doch gerade die Punkte, in denen sich Wissenschaft und Spiritualität nicht widersprechen. Da braucht man nicht mal spezielle Religionen/Glaubensrichtungen, um die natürliche Bescheidenheit zu leben, dass wir immer noch so wenig von der Welt und vom Universum wissen, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Ich muss nicht alles aus den Bereichen glauben, wo es weder Beweise dafür noch dagegen gibt, aber generell den Geist offen zu halten ist wichtig, um nicht... beim Vertreten des eigenen Weltbilds anderen gegenüber arrogant zu werden. ;-)

Du redest dir selbst vielleicht ein, dein Kodex hätte nichts mit Glauben zu tun. Aber siehst du denn nicht die Ironie daran, dass ich gerade selbst als Gegenbeispiel fungiere, weil ich an bestimmte Elemente deines Kodex' eben nicht glaube, und ihn deswegen auch für mich nicht annehmen könnte?

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 10.04.2017, 04:46 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
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Ich habe den Eindruck dich stört, dass ich dir nicht bei jeder Idee sofort beipflichte.
Aber wenn dir alle 5 Minuten Ideen kämen die ich in bald einer Dekade noch nie in Betracht gezogen hätte, würde das wohl vor allem ein Zeichen dafür sein, dass ich meinen Kopfinhalt in dieser Zeit nicht sehr ausgiebig oder nur für anderes verwendet hätte.


Beim "Glauben" tanzen mir die Leute immer zu sehr um die mehreren Bedeutungen herum die dieses Wort besitzt.
Zwischen dem Zustand etwas zu glauben, weil man sich nur nicht ganz sicher ist und dem vollstes Vertrauen in etwas zu haben für das es keinerlei Hinweise gibt liegen Welten.


Wenn jemand einem Kodex folgt ohne Hinweise dafür zu haben, dass er zu einem passt ist das traurig.
Ebenso wenn jemand einen Kodex auf gleicher nicht vorhandener Grundlage ablehnt.

Ich weiß wie ich mein Leben leben will.
Das wusste ich auch bevor es den Kodex gab.
Willst du dich wirklich auf "Glauben" beschränken wenn es darum geht zu erkennen ob sich beides überschneidet?

Davon ab ist dein "Gegenbeweis" seltsam.
Glaube kann nie ein Beweis gegen etwas sein, außer vielleicht gegen die Behauptung, dass etwas nicht geglaubt wird.
Andernfalls müsste der Glaube der Vertreter der flachen Erde ja auch als Beweis gegen das heliozentrische Weltbild gelten.

Ich bin sicher den Sprung würdest du nicht machen.
Warum argumentierst du dann trotzdem so?


Du hast eine starke Meinung von der du nicht abrücken willst.

Ich habe eine starke Meinung von der ich auch nicht einfach so abrücke.

Du kannst gern versuchen mich von deiner zu überzeugen, aber da die Grundlage meiner Auffassung in vielen Jahren durch Auseinandersetzung mit diversen Lehren und Argumentationen entstanden ist sollte es dich nicht verwundern wenn dir das nicht in den Schoß fällt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 10.04.2017, 18:22 
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Wohnort: S-H, Erde
Vrooktar hat geschrieben:
Ich habe den Eindruck dich stört, dass ich dir nicht bei jeder Idee sofort beipflichte.

Vrooktar, mit dir zu schreiben ist irgendwie anstrengend und das liegt nicht daran, dass du mir irgendwas glauben oder mir in irgendwas zustimmen sollst - das war noch nie meine Intention - sondern daran, dass du den Eindruck vermittelst, deine Denkweise sei die einzig richtige und wer anders denkt, braucht bei dir gar nicht erst davon anzufangen. Du weißt, dass ich mir inzwischen das ganze Forum durchgelesen habe und daher auch weiß, dass ich nicht die Erste bin, die dir sowas sagt. ;)
Ich hätte es schon längst einfach sein gelassen und mir gedacht, da kommen wir halt auf keinen gemeinsamen Nenner, was soll's. Nur kann ich mich der Versuchung nicht erwehren, jemandem, der so schnell zynisch wird, wenn man nur seine Meinung schreibt, näher auf den Zahn zu fühlen. Nur solltest du dich nicht von sowas angegriffen fühlen, sondern dich einfach nur mal in andere Menschen hineinversetzen, denn man kann durchaus sachlich auf Gegenmeinungen eingehen und dabei weder zustimmen, noch dem anderen das Gefühl geben, seine Meinung sei weniger wert als die eigene.

Vrooktar hat geschrieben:
Beim "Glauben" tanzen mir die Leute immer zu sehr um die mehreren Bedeutungen herum die dieses Wort besitzt.
Zwischen dem Zustand etwas zu glauben, weil man sich nur nicht ganz sicher ist und dem vollstes Vertrauen in etwas zu haben für das es keinerlei Hinweise gibt liegen Welten.

Den Zusammenhang deiner Ausführungen zu irgendwelchen Ideen alle 5 Minuten verstehe ich nicht, da hast du wohl negative Erfahrungen gemacht. Aber hier gehst du immerhin auf eine Frage ein, auch wenn sich hier ebenfalls zeigt, wieviel du verallgemeinerst. Du verwendest das Wort "immer", was schon mal grundsätzlich falsch ist, denn niemals werden sich alle Menschen in dieselbe Schublade stecken lassen. Mein Eindruck ist, dass du dir selbst einredest, jemand würde dich von seinem Glauben überzeugen wollen, wenn derjenige in Wahrheit nur hören will: "Ich teile deinen Glauben nicht, aber respektiere ihn als gleichwertig gegenüber meiner eigenen Lebensauffassung." Auch das gehört für mich an oberster Stelle zum Jediismus, kein Jedi spottet über das, was andere glauben oder nicht, er steht emotional darüber. Nur lässt er dieses nicht heraushängen, da er sonst der Sünde der Arroganz verfällt.
Darauf, was ich persönlich glaube, bin ich bisher ja nur in Bruchstücken eingegangen, um objektiver argumentieren zu können, daher verstehe ich auch nicht, wie du überhaupt darauf kommst, ich würde dich von irgendwas überzeugen wollen^^. Da würde ich auch nur näher drauf eingehen, wenn mich jemand direkt fragt und es wirklich wissen will, ansonsten ist es mir wichtiger, unterschiedliche Perspektiven zu erörtern und zwischen diesen zu vermitteln.

Vrooktar hat geschrieben:
Wenn jemand einem Kodex folgt ohne Hinweise dafür zu haben, dass er zu einem passt ist das traurig.
Ebenso wenn jemand einen Kodex auf gleicher nicht vorhandener Grundlage ablehnt.

Da sind wir doch sogar einer Meinung, aber siehst du das überhaupt, dass wir uns gar nicht in allen Punkten widersprechen, sondern einfach nur unterschiedliche Individuen sind, die natürlicherweise unterschiedliche Prioritäten im Leben haben? Daher ist es auch nur natürlich, dass du deinem Kodex folgst und ich einem anderen, dem ursprünglichen. Im Gegensatz zu dir habe ich es aber nicht nötig, den deinen zu kritisieren, nur weil ich ihn für mich nicht annehmen würde. Was eben genau der Punkt ist, auf den du nicht direkt eingehst, sondern höchstens wieder eine zynische Gegenfrage stellst - oder vielleicht überraschst du mich ja auch noch positiv? Ich urteile nicht so schnell über Personen, wenn ich das tun würde, würde ich ja gar nicht weiter nachfragen, es würde mich dann nicht mehr interessieren.
Ich bin eine Philosophin und in gewissem Maße selbst Künstlerin, weshalb z.B. Kreativität und Poesie wahrscheinlich in meinem Leben einen höheren Stellenwert haben als bei dir. Du wirkst sehr rational, daher kann ich nur vermuten, dass du mit vielem, für das ich mich interessiere, nicht viel anfangen könntest. Umgekehrt genauso. Aber das ist doch nichts Schlechtes ;) .
Zum Beispiel habe ich das jetzt auch nur erwähnt, um aufzuzeigen, warum der Kodex, den ich gewählt habe, zu mir passt. Damit bin ich auf deine implizierte Frage eingegangen, denn genauso wie du weiß ich sehr genau, warum ich den Kodex für mich angenommen habe. Ich habe mich fast mein ganzes Leben lang mit den unterschiedlichsten philosophischen und spirituellen Ideen beschäftigt und daraus eine Quintessenz für mich gezogen, die keine dogmatische Religion oder dergleichen braucht. Und diese Quintessenz erkannte ich im Kodex und dem, was darüber hinausgeht, so gut wieder, dass es mich überhaupt erst hierher gebracht hat.

Vrooktar hat geschrieben:
Willst du dich wirklich auf "Glauben" beschränken wenn es darum geht zu erkennen ob sich beides überschneidet?

Das habe ich nie behauptet, wie kommst du darauf? Es wäre einfacher, wenn du ebenfalls mal zitieren würdest, worauf du dich da gerade beziehst. Ich beschränke mich auf überhaupt nichts, ganz im Gegenteil: ich will immer soviel wie möglich wissen, aus allen möglichen Richtungen, und mir dann ein Fazit auf dieser fundierten Grundlage bilden. Das gilt für so ziemlich alle Bereiche im Leben, egal ob es um Wissenschaft oder auch um Politik geht, das Prinzip ist immer dasselbe. Vieles, worauf ich hier vielleicht nur in einem Satz eingehe, beruht letztlich auf jahrelangem Lesen, nicht auf dem Schauen von irgendwelchen Youtube-Videos (da ich mir z.T. denken kann, was für Leute dich sonst so in deiner Einstellung bestärken^^).

Vrooktar hat geschrieben:
Davon ab ist dein "Gegenbeweis" seltsam.
Glaube kann nie ein Beweis gegen etwas sein, außer vielleicht gegen die Behauptung, dass etwas nicht geglaubt wird.
Andernfalls müsste der Glaube der Vertreter der flachen Erde ja auch als Beweis gegen das heliozentrische Weltbild gelten.

Hier kristallisert dich deine typische Vorgehensweise heraus: du hast entweder nicht verstanden, was ich gemeint habe, obwohl ich es sehr deutlich ausgedrückt habe, oder du drehst bewusst meine Worte herum, um das Gespräch in eine andere Richtung zu führen. Nun, ich stelle das, worum es ging, gern nochmal ganz logisch und prägnant dar:

These :arrow: Dein Kodex basiert nicht auf Glauben.
Anti-These :arrow: Ich glaube aber nicht an deinen Kodex.

Somit ist der Umstand, dass dein Kodex Elemente enthält, an die ich nicht glauben kann, für mich der Beweis dafür, dass er sehr wohl Glaubenselemente enthält. Denn sonst könnte ich mein Argument gar nicht anbringen und belegen, was ich bereits in einem anderen Beitrag mit einem Beispielsatz getan habe.

Von irgendwelchen Glaubensbeweisen im Allgemeinen war nie die Rede, davon halte ich auch nichts, also sei doch so nett und drehe mir bitte nicht meine Worte herum. Ich verstehe auch dein Bedürfnis nicht, dich irgendwie zu verteidigen, so als sei es regelrecht eine Beleidigung für dich, dir zu unterstellen, an irgendwas zu glauben.

Vrooktar hat geschrieben:
Du hast eine starke Meinung von der du nicht abrücken willst.

Ich habe eine starke Meinung von der ich auch nicht einfach so abrücke.

Du kannst gern versuchen mich von deiner zu überzeugen, aber da die Grundlage meiner Auffassung in vielen Jahren durch Auseinandersetzung mit diversen Lehren und Argumentationen entstanden ist sollte es dich nicht verwundern wenn dir das nicht in den Schoß fällt.

Das einzige, wovon ich je versucht habe, dich zu überzeugen, ist Toleranz, Respekt und vielleicht ein bisschen mehr Feinfühligkeit Andersdenkenden gegenüber. ;-)

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If nothing we do matters, then all that matters is what we do. (Joss Whedon)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 10.04.2017, 21:29 
Orden der Jedi-Allianz <OdJA>
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Zuerst einmal vorneweg: ich habe nicht vor, mich näher in diese Diskussion einzumischen. Zum Einen, weil Vrooktar diese Auseinandersetzung in regelmäßigen Abständen hat und ich seine Argumente kenne und zum Anderen, weil das Wort "Glaube" tatsächlich ziemlich uneindeutig ist, was es schwierig macht zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Man könnte das ganze Thema höchstens nochmal versuchen darüber aufzurollen, dass man erstmal versucht klar den Unterschied zwischen "Glauben" und "Wissen" herauszustellen, z.B. unter Einbeziehung der Erkenntnistheorie, aber ich persönlich habe auch da wenig Lust zu.

Nur eine Sache Ananya: Du siehst dich als Philosophin, also kann ich vorraus setzen, dass du dich mit Argumentationstheorien auskennst?

Zitat:
These :arrow: Dein Kodex basiert nicht auf Glauben.
Anti-These :arrow: Ich glaube aber nicht an deinen Kodex.

Somit ist der Umstand, dass dein Kodex Elemente enthält, an die ich nicht glauben kann, für mich der Beweis dafür, dass er sehr wohl Glaubenselemente enthält.


Dieser Schluss ist leider nicht logisch. Ich studiere Philosophie (bzw. Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt "Philosophie") und versuche dir mal zu erklären, was ich meine.

Du stellst (vermutlich nicht bewusst) für deine Ableitung eine Reihe von Prämissen auf:

P1: Vrooktar lebt nach einem Kodex
P2: Ananya glaubt nicht an Vrooktars Kodex

Konklusion: Vrooktar muss an einen Kodex glauben, um danach zu leben
(oder vielleicht sogar: Jeder, der nach einem Kodex lebt, muss daran glauben)

Das Problem dabei ist, dass du hier implizierst, dass Vrooktar aus dem gleichen Grund nach einem Kodex lebt, wie du eben nicht danach lebst. Das ist aber nicht zwangsläufig so. Um die entsprechende Konklusion zu ziehen, müsstest du vorher herausstellen, warum das Glauben an einen Kodex eine notwendige Bedingung ist, um nach eben jenem zu leben. Was du da anführst, nennt sich "induktives Argument", also das Ableiten einer Erkenntnis aus einem Einzelfall. Induktive Argumente sind in der Philosophie sehr Umstritten und selbst die Verteidiger von induktiven Argumenten, lassen diese nur unter bestimmten Bedingungen gelten. Ein Faktor wäre da zum Beispiel die Häufigkeit, die in diesem Fall nicht klar belegt wird.


So und nun viel Freude weiterhin! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 10.04.2017, 22:00 
Tritorianer Orden <Θ>
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Ananya hat geschrieben:
Nur solltest du dich nicht von sowas angegriffen fühlen, sondern dich einfach nur mal in andere Menschen hineinversetzen, denn man kann durchaus sachlich auf Gegenmeinungen eingehen und dabei weder zustimmen, noch dem anderen das Gefühl geben, seine Meinung sei weniger wert als die eigene.


Bei vielen Menschen führt schon das nennen von Gegenargumenten dazu, dass sie sich angegriffen fühlen.
Ich habe mich stets dagegen entschieden deshalb die Argumente zu verwässern.


Zitat:
Mein Eindruck ist, dass du dir selbst einredest, jemand würde dich von seinem Glauben überzeugen wollen, wenn derjenige in Wahrheit nur hören will: "Ich teile deinen Glauben nicht, aber respektiere ihn als gleichwertig gegenüber meiner eigenen Lebensauffassung."


Ich habe nicht den Eindruck, dass mich Leute von ihrem Glauben überzeugen wollen, sondern viel mehr, dass sie mich dahingehend bevormunden wollen, dass sie meinten genau zu wissen was ich glaube, wie du unter anderem auch:

Zitat:
Auch Du glaubst an deinen Kodex


Nein, ich "glaube" nicht an meinen Kodex.
Immer wenn ich solche Vergleiche bringe möchtest du das nicht gelten lassen, nennst es vielleicht "Zynismus" aber meine Entscheidung für den Kodex erfordert tatsächlich nicht mehr Glaube als meine Wahl des Mittagessens.
Ich habe mich davon überzeugt, dass ich es will also nehm ich es an, fertig.

Du bist nicht die erste die Schwierigkeiten hat dem zu folgen, aber ich habe ganz ehrlich nicht den leisesten Schimmer was daran schwer zu verstehen ist.


Zitat:
Auch das gehört für mich an oberster Stelle zum Jediismus, kein Jedi spottet über das, was andere glauben oder nicht, er steht emotional darüber.


Warum denkst du, dass jemand emotional nicht darüber stehen kann, wenn er über etwas spottet?
Das gesamte politische Kabarett ist ein Komplex in dem es Leute zu ihrem Beruf gemacht haben beides voneinander getrennt zu behandeln.

Ich sehe mich beim besten Willen nicht als Kabarettisten, aber ich folge auch nicht deiner scheinbaren Auffassung, dass irgendetwas Immunität gegenüber Spott besitzen sollte.
Wenn es um Scientology und Leute geht die glauben, dass der Außerirdische Warlord Xenu dafür verantwortlich ist, dass die Menschen mit Thetanen belastet sind ist auf einmal niemand mehr so feinfühlig sie unter den gleichen Schutz zu stellen unter dem er Angehörige älterer Konfessionen sehen will.
Muss ich das Wort Doppelmoral hier wirklich noch ausschreiben?

An der Stelle hast du die Wahl entweder du nimmst die Scientologen genauso ernst und verteidigst sie vor Verunglimpfung oder du wählst meinen Weg und benennst sowohl die Geschichten von Hubbard, als auch das Neue Testament als das was sie sind, Fantasyliteratur.


Zitat:
Nur lässt er dieses nicht heraushängen, da er sonst der Sünde der Arroganz verfällt.
Darauf, was ich persönlich glaube, bin ich bisher ja nur in Bruchstücken eingegangen, um objektiver argumentieren zu können, daher verstehe ich auch nicht, wie du überhaupt darauf kommst, ich würde dich von irgendwas überzeugen wollen^^


Das gleiche wie weiter oben.

Zitat:
Auch Du glaubst an deinen Kodex


Du unterstellst besser zu wissen was ich glaube, als ich selber.
Das macht auf mich ehrlich gesagt nen arroganten Eindruck.
Mich stört Arroganz anderer nur nicht so arg, weil sie damit ja nicht mir sondern nur sich selber schaden, deshalb neige ich nicht wirklich dazu das ständig als Vorwurf zu erheben.


Zitat:
Da würde ich auch nur näher drauf eingehen, wenn mich jemand direkt fragt und es wirklich wissen will, ansonsten ist es mir wichtiger, unterschiedliche Perspektiven zu erörtern und zwischen diesen zu vermitteln.


Ich habe noch über rein gar nichts gesprochen, an das ich glaube.
Alles worüber ich bislang gesprochen habe ist objektiv überprüfbar.
Darauf beschränke ich mich aus dem gleichen Grund wie du:

Zitat:
um objektiver argumentieren zu können


Der Unterschied scheint darin zu bestehen, dass du schlicht nicht mit mir darüber übereinstimmst, was objektiv überprüfbar ist.


Zitat:
Im Gegensatz zu dir habe ich es aber nicht nötig, den deinen zu kritisieren, nur weil ich ihn für mich nicht annehmen würde.


Ich kritisiere was kritikwürdig ist irrelevant welche Verbindung ich dazu habe.
Keine Kritik zu äußérn und das dann zu "nicht nötig haben" zu glorifizieren ist kaum mehr als Fortschrittsverweigerung.
Das mag dir wieder zu hart klingen, aber genau so meine ich es.
Ohne Kritik bleibt das, was Kritik erfahren würde für immer in seiner Selbstbestätigungsblase ohne jede Chance sich weiterzuentwickeln.
Ich denke ich kann dich mittlerweile gut genug einschätzen um zu wissen, dass du dieses Resultat eigentlich nicht zu vertreten gewillt wärst.
Warum also willst du es doch in Kauf nehmen?
Weil das "Nichtäußern" von Kritik vom kritisierten als "netter" empfunden wird?
Mich stellt das als mögliche Erklärung nicht zufrieden.


Zitat:
Was eben genau der Punkt ist, auf den du nicht direkt eingehst, sondern höchstens wieder eine zynische Gegenfrage stellst


Du tätest gut daran keine meiner Aussagen als vermeintlich zynisches Unterhaltungselement unbeachtet zu lassen.
Auch eine zynische Gegenfrage stelle ich nicht aus Spaß.
In der Disziplin der Logik treibt man ein Argument gern auf die Spitze um zu beobachten wie es sich in dieser Umgebung schlägt.
Das kann manchmal mehr Erkenntnis über die Natur des Arguments liefern als die oberflächliche Wahrnehmung den Eindruck haben mag.


Zitat:
Ich bin eine Philosophin und in gewissem Maße selbst Künstlerin, weshalb z.B. Kreativität und Poesie wahrscheinlich in meinem Leben einen höheren Stellenwert haben als bei dir.


Ich würde ernsthaft infrage stellen, dass du das bist als was sich Philosophen ursprünglich mal selbst bezeichnet haben.
Ein Philosoph führt in der Argumentation eine noch viel schärfere Klinge als ich das zu tun pflege.
Auf die Idee Argumente gegen Befindlichkeiten abzuwägen käme ein solcher nicht im Traum.



Zitat:
Zum Beispiel habe ich das jetzt auch nur erwähnt, um aufzuzeigen, warum der Kodex, den ich gewählt habe, zu mir passt. Damit bin ich auf deine implizierte Frage eingegangen, denn genauso wie du weiß ich sehr genau, warum ich den Kodex für mich angenommen habe. Ich habe mich fast mein ganzes Leben lang mit den unterschiedlichsten philosophischen und spirituellen Ideen beschäftigt und daraus eine Quintessenz für mich gezogen, die keine dogmatische Religion oder dergleichen braucht. Und diese Quintessenz erkannte ich im Kodex und dem, was darüber hinausgeht, so gut wieder, dass es mich überhaupt erst hierher gebracht hat.


All das bleibt vage.
Richtig begründen, warum in "Es gibt keine Leidenschaft nur Gelassenheit" tatsächlich Weisheit stecken soll kannst du nicht.
Es bleibt bei deiner Befindlichkeit, die sich wahrscheinlich vor allem darauf stützt, dass der Autor der Zeilen mit Absicht Worte genutzt hat die eine esoterischere Resonanz erzeugen.

Erinnert mich bestenfalls an die "Pseudo-Tiefsinnigkeit" die die Wissenschaft Autoren wie Deepak Chopra unterstellt.
Das klingt dann bisweilen so:

Zitat:
There are traditions that say the in-body experience is a socially induced collective hallucination. We do not exist in the body. The body exists in us. We do not exist in the world. The world exists in us.


Die Wissenschaft fasst sowas bisweilen unter "eleganter Unsinn" zusammen.




Zitat:
Das habe ich nie behauptet, wie kommst du darauf?


Einen Teil davon hab ich jetzt schon 2 mal zitiert. Also den Teil wo du meinen Kodex auf "Glauben" reduzierst.
Du wirst schon wissen was ich meine.


Zitat:
ich will immer soviel wie möglich wissen, aus allen möglichen Richtungen, und mir dann ein Fazit auf dieser fundierten Grundlage bilden. Das gilt für so ziemlich alle Bereiche im Leben, egal ob es um Wissenschaft oder auch um Politik geht, das Prinzip ist immer dasselbe. Vieles, worauf ich hier vielleicht nur in einem Satz eingehe, beruht letztlich auf jahrelangem Lesen, nicht auf dem Schauen von irgendwelchen Youtube-Videos (da ich mir z.T. denken kann, was für Leute dich sonst so in deiner Einstellung bestärken^^)


Von solchen Kameraden gibt es sicherlich auch genug.
Aber deine Herangehensweise der Kritikvermeidung klingt halt auch nicht gerade nach wissenschaftlicher Methode.





Zitat:
These :arrow: Dein Kodex basiert nicht auf Glauben.
Anti-These :arrow: Ich glaube aber nicht an deinen Kodex.

Somit ist der Umstand, dass dein Kodex Elemente enthält, an die ich nicht glauben kann, für mich der Beweis dafür, dass er sehr wohl Glaubenselemente enthält. Denn sonst könnte ich mein Argument gar nicht anbringen und belegen, was ich bereits in einem anderen Beitrag mit einem Beispielsatz getan habe.



Merkst du denn gar nicht wie sehr du dich da in falscher Logik verkapselst?
Ich tausch mal ein paar Wörter, ich bin sicher du merkst worauf ich hinaus will:


Zitat:
These :arrow: Das heliozentrische Weltbild basiert nicht auf Glauben.
Anti-These :arrow: Ich glaube aber nicht an das heliozentrische Weltbild.

Somit ist der Umstand, dass das heliozentrische Weltbild Elemente enthält, an die ich nicht glauben kann, für mich der Beweis dafür, dass es sehr wohl Glaubenselemente enthält. Denn sonst könnte ich mein Argument gar nicht anbringen und belegen, was ich bereits in einem anderen Beitrag mit einem Beispielsatz getan habe.


Die Frage ist jetzt nur die: Kannst du das Argument jetzt immer noch verteidigen oder erkennst du die fundamentalen handwerklichen Fehler an die dir beim Anwenden der Logik unterlaufen sind?



Zitat:
Ich verstehe auch dein Bedürfnis nicht, dich irgendwie zu verteidigen, so als sei es regelrecht eine Beleidigung für dich, dir zu unterstellen, an irgendwas zu glauben.


Es ist keine Beleidigung. Aber eine Unterstellung.
Falsche Unterstellungen wird man doch noch korrigieren dürfen?


Zitat:
Das einzige, wovon ich je versucht habe, dich zu überzeugen, ist Toleranz, Respekt und vielleicht ein bisschen mehr Feinfühligkeit Andersdenkenden gegenüber. ;-)


Meine Antwort darauf kannst du dir denken.

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 18.04.2017, 13:04 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Ananya hat geschrieben:
Ananya
Jondalar hat geschrieben:
Jondalar
Amatra hat geschrieben:
Nun, vielleicht kommen wir ja langsam der Sache näher, wo der Unterschied zwischen den sogenannten realen Jedi und den Jediisten liegt:
die realen Jedi bauen ihr Konzept auf einem unreflektierten Kodex aus dem Star Wars Universum auf, wohingegen die Jediisten ihren eigenen Kodex entwickeln und formulieren.
Objektiv kann man dadurch die Jedi als ursprünglicher bezeichnen und die Jediisten als fortschrittlicher.

So würde ich das sehen, ja, aber das wird nicht jeder so sehen.[...]Jeder soll ja das finden können, wonach ihn drängt.


Ich weiß, dieser Gesprächsauszug ist schon ein Jahr alt und im Sinne des Threads vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen (wo ich mich als Neuling eh raushalte :shock: ). Aber beim Durchlesen der Unterhaltungen hier bin ich an diesen Einschätzungen/Definitionen hängen geblieben und die Frage, zu der mich meine Gedanken führen, ist sowieso grundlegend: Wo passe ich hin, wenn ich mich - wie so oft im Leben - in keiner dieser beiden Definitionen wiederfinde, sondern irgendwo in der Mitte dazwischen liege? Bin ich dann Jediniter? :D

Nein im Ernst, was ich sagen will, mal so als spontane Kurzbeschreibung/Selbsteinschätzung:
Ich möchte z.B. den Kodex aus der "Star Wars"-Fiktion in mein Leben integrieren, aber eben nicht unreflektiert, sondern in dem Bewusstsein, aus welchen realen Quellen er entstanden ist, dass nicht alles wörtlich zu nehmen ist und noch darüber hinaus, welchen Stellenwert die Kreativität, zu welcher der menschliche Geist fähig ist, in meinem Leben und auf der Welt hat.

Ein Diskussionsthema, das mir hier im Forum immer wieder aufgefallen ist, sind die unterschiedlichen Meinungen zum Thema "Wissenschaft vs. Glauben". Ich würde mich als spirituell geprägt bezeichnen, worunter jeder für sich etwas anderes verstehen mag, interessiere mich jedoch nicht (mehr) sonderlich für den Esoterik-Bereich. Ich muss nicht selbst an etwas glauben, um es interessant oder auf die ein oder andere Weise inspirierend zu finden, aber jede neue Sichtweise auf die Welt, das Leben, das Universum und den ganzen Rest, um es mit den Worten von Douglas Adams zu sagen^^, erweitert meinen Horizont.

Der zweite Punkt ist, dass ich es irgendwie schade finde, wenn es eine so klare Abgrenzung zwischen "Fandom" und "Realität" im Jediismus gibt, statt einfach "das Beste aus beiden Welten" miteinander zu verknüpfen :arrow: Stichwort Inspiration.
Für mich kann es das Eine nicht ohne das Andere geben - das Wort Jedi und die Assoziationen, die allgemein damit einhergehen, gäbe es nicht ohne die Fiktion... während es diese Fiktion, mitsamt der Kodizes nicht gäbe, hätte sich da nicht jemand ebenfalls mit unterschiedlichen philosophischen, spirituellen und religiösen Ideen der Weltgeschichte auseinandergesetzt, unter dem Aspekt einer Ethik, welche auf den Menschenrechten beruht, die man auch als grundlegenden Menschenkodex bezeichnen könnte, der in unserer Gesellschaft gesetzlich verankert ist; diesem Gesetz darf nichts anderes widersprechen und es bietet auch keinen Spielraum für Interpretationen. Das ganzheitliche Verständnis von allem zusammen verknüpft, entspricht dem Weg, den ich persönlich gehen möchte.

Würdet ihr mir da überhaupt Chance ausrechnen, unter diesen Aspekten, in einem der derzeit bestehenden Orden tatsächlich sowas wie einen Platz, meine persönliche Nische sozusagen, zu finden?
Die Ernsthaftigkeit des Tritorianer-Ordens finde ich großartig, was den Fokus auf die Umsetzung der Ideale betrifft, nur ist die Richtung nicht die meine. In den als liberal bezeichneten OrnR wollte ich gern mal als Gast reinschnuppern, habe auf meine Registrierungsanfrage jedoch noch keine Bestätigung erhalten, während der OOH laut Website zur Zeit erst gar keine neuen Registrierungen annimmt, um mir überhaupt mal selbst ein Bild des bisher Gelesenen machen zu können.



Hallo Ananya,

ich hol das mal hier runter, nicht zuletzt, weil Du mich da direkt angesprochen hast.

Gleich vorneweg und mit aller gebotenen Entschuldigung, ich habe jetzt endlich Dein Konto freigeschaltet und Du kannst Dich da jetzt mal umsehen, wir freuen uns sicher alle, bei uns von Dir zu hören.

Es ist sehr schwer da eine Grenze zu ziehen, vor allem für die Allgemeinheit. Daher beschränke ich mich stets darauf, meine eigene, persönliche Meinung kund zu tun, nicht die Meinung meines Ordens oder anderer Menschen, das kann ich gar nicht. Meiner Meinung nach darf sich ein Jediist, der zusätzlich auf Cosplay steht natürlich Jediist nennen - übrigens ist Jediist kein geschützter Begriff, also darf sich sowieso jeder so nennen. Für mich ist eben der Unterschied in der Ernsthaftigkeit. Wenn ich egal was glaube oder verinnerlicht habe und dann auch danach lebe, dann bin ich so einer. Wenn ich mir nur das Cosplay Element daraus heraussuche und den Rest nicht ernst nehme, würde ich mich als Cosplayer bezeichnen. Wenn Du Dich da also in der Mitte siehst, musst Du das für Dich selbst entscheiden, das kann Dir keiner abnehmen.

Den Kodex aus den Filmen zum Vorbild zu nehmen, halte ich aber - wieder nur meine Meinung - für eher nicht geeignet, sich in irgendeiner Weise weiter zu entwickeln, dazu ist dieser Kodex zu vage und zu auslegbar. Dagegen ist sogar die Bibel noch sehr stringent und in sich geschlossen. Daher tendieren auch jediistische Gemeinschaften dazu, sich einen eindeutigen und nahezu unauslegbaren Kodex zu "erschaffen".

Die Symbiose der Elemente aus Film und Realität ist eher schwer zu machen, dafür sind die Filme halt zu abgedreht und zu unrealistisch. Die Originaltrilogie geht da ja gerade noch so, aber wenn man die höchst manipulativen und intriganten Jedi der neuen Trilogie hernimmt, möchte man doch nicht wirklich Jedi sein, oder? In so fern ist es schon schwer, als Jediist die Ernsthaftigkeit der Jedi (Cosplay) an zu erkennen. Ein gutes Beispiel siehst Du auch aktuell hier, wenn ein Cosplayer, der schwere Verfehlungen hinter sich hat, sich gegen einen ernsthaften Jediisten zum Moralapostel aufschwingt. Das hinterlässt immer einen sehr bitteren und üblen Geschmack beim Lesen solcher Beiträge.

Jemanden, der sich selber zu ernst nimmt, dafür aber dann im Gegenzug das Jediistische zur Karikatur verkommen lässt und sich dann immer noch hinstellt, als wäre er Meister Yoda persönlich, als irgendwie "das Beste aus zwei Welten" zu sehen, übersteigt jegliche Grosszügigkeit und man muss schon auf mehr als zwei Augen blind sein, wenn man solchen Leuten vertraut und sich ihnen anschliesst.

Viele hier kennen auch natürlich die Cosplay-Fraktion, worunter auch sehr viele "Mischwesen" sind wie Du. Die nimmt man natürlich ernst und zieht auch nicht über sie her, weil deren Anliegen ein ganz anderes ist als der Jediismus. Ich kenne einige Leute, mit denen ich mich sehr gut verstehe, die aber niemals Jediisten werden wollen, obwohl sie mit Kostümen und Plastikschwertern rumfuchteln - teilweise sogar ganz ansehnlich.

Wenn ich so Aussagen treffe, wie die von Dir zitierte, dann sind das bewusst und absichtlich Extremvergleiche - niemand von uns denkt wirklich in solchen Kategorien und Extremen, wir sind alle sehr gemässigt und lassen jedem seine Ideen und Leidenschaften. Wenn es Überschneidungen gibt, hat keiner etwas dagegen. Gibt es keine, kann man trotzdem befreundet sein - eines schliesst das andere nicht aus, jedenfalls nicht kategorisch.

Ja, im OrnR könntest Du mit dieser Einstellung durchaus ein Heim finden, aber das musst Du wohl selber heraus finden ;) Wir haben verschiedene Wege, respektive verschiedene Ränge, die Du mehr oder weniger frei wählen kannst. Ist es für Dich eher spielerisch-philosophisch kannst Du das praktizieren, ist es Dir ernst und wichtig, kannst Du tiefer einsteigen - ganz wie DU das willst.

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 20.04.2017, 19:20 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Registriert: 30.01.2013, 22:08
Beiträge: 109
Wohnort: Vienna
Ananya hat geschrieben:
Ananya
Vrooktar hat geschrieben:
Dass alles im Wandel ist ist wohl kaum ein Glaube.
Man kann diese Aussage mit den thermodynamischen Hauptsätzen begründen.
Ist die Physik für dich auch ein Glaube?

Es fällt auf, dass Gläubige gern überall Glauben hineininterpretieren. Vielleicht um sich selbst bestätigt zu fühlen?

Für die Entscheidung, dass unser Ordensweg das richtige für mich ist brauche ich nicht mehr Glauben als für die Entscheidung, was ich heute Abend auf meinem Teller sehen will.


So, jetzt wo hier alles wieder normal zu funktionieren scheint, werde ich mir nochmal kurz die Zeit nehmen, hierauf einzugehen... obwohl ich fürchte, dass es nicht viel bringt, denn statt dem konstruktiven Gedankenaustausch, den ich mir erhofft hatte, tendierst du dazu, spitzfindig zu werden oder mit zynischen Gegenfragen zu antworten... was hast du eigentlich davon? Physik hat nichts damit zu tun, ob jemand glaubt, dass der Tod das Ende der Existenz ist oder nicht. Interessant sind doch gerade die Punkte, in denen sich Wissenschaft und Spiritualität nicht widersprechen. Da braucht man nicht mal spezielle Religionen/Glaubensrichtungen, um die natürliche Bescheidenheit zu leben, dass wir immer noch so wenig von der Welt und vom Universum wissen, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Ich muss nicht alles aus den Bereichen glauben, wo es weder Beweise dafür noch dagegen gibt, aber generell den Geist offen zu halten ist wichtig, um nicht... beim Vertreten des eigenen Weltbilds anderen gegenüber arrogant zu werden. ;-)

Du redest dir selbst vielleicht ein, dein Kodex hätte nichts mit Glauben zu tun. Aber siehst du denn nicht die Ironie daran, dass ich gerade selbst als Gegenbeispiel fungiere, weil ich an bestimmte Elemente deines Kodex' eben nicht glaube, und ihn deswegen auch für mich nicht annehmen könnte?

Hui, ich dachte der Beitrag hier sei von mir an Vrooktar gewesen... nee halt, anscheinend fällt das auch anderen auf. Interessant. Aber wie Ryia schon sagte, diese Debatten wiederholen sich stetig.

Themenmäßig hat Jondalar das bestens umschrieben.

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"Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.04.2017, 09:58 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Registriert: 01.02.2013, 16:18
Beiträge: 150
Qui-Ran Demera hat geschrieben:
Themenmäßig hat Jondalar das bestens umschrieben.


Danke für die Blumen, aber das ist halt eben auch nur meine Meinung, die muss niemand teilen oder sich zu eigen machen.

Wir kennen uns lange genug, dass ich Dir nicht sagen muss, dass bei mir jeder gerne seine eigene Meinung haben darf - eher sogar soll. Wären wir alle gleich, bräuchte es ja auch nur einen Orden in dem wir alle friedlich kooperieren und uns gegenseitig die Eier schaukeln würden ;)

Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.04.2017, 17:03 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 365
Ich finds schade, dass Qui Ran schon seit Jahren nur noch so dünne Pseudoempörungsposts verfasst.

Kann doch nicht sein, dass ich als der jüngste von uns dreien jetzt der bin der sich bedauernd an die "alten Zeiten" erinnert als wir noch zu dritt über Inhalte diskutiert haben :roll:

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.04.2017, 20:36 
Orden der Hoffnung <OOH>

Registriert: 25.10.2015, 20:09
Beiträge: 50
Vrooktar hat geschrieben:
Ich finds schade, dass Qui Ran schon seit Jahren nur noch so dünne Pseudoempörungsposts verfasst.

Kann doch nicht sein, dass ich als der jüngste von uns dreien jetzt der bin der sich bedauernd an die "alten Zeiten" erinnert als wir noch zu dritt über Inhalte diskutiert haben :roll:


Das könnt ihr doch noch immer, nur ohne diesen vorgeschalteten und fast schon automatisierten Frust..

_________________
"Der Sinn des Lebens ist, dem Leben Sinn zu geben!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 21.04.2017, 20:53 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 365
Auf Inhaltsdiskussionen lässt sich Qui Ran nicht mehr ein ^^

Er ist generell sehr inaktiv geworden.
In unserem früheren Forum war er mal mit 3 accounts unterwegs.
Vielleicht hat er im OOH mittlerweile zu viel um die Ohren.

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 22.04.2017, 13:39 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Registriert: 01.02.2013, 16:18
Beiträge: 150
Vrooktar hat geschrieben:
Kann doch nicht sein, dass ich als der jüngste von uns dreien jetzt der bin der sich bedauernd an die "alten Zeiten" erinnert als wir noch zu dritt über Inhalte diskutiert haben :roll:


Naja, da muss ich Dir als ältester von uns Dreien sagen, dass die Lust am Streiten genauso abnimmt wie alles andere was einen jungen Menschen so bewegt.

Nicht, dass ich jetzt dadurch weiser oder friedlicher geworden wäre, aber manche Themen sind einfach zusehends uninteressant geworden. Einige Themen haben wir ja auch schon mehrfach durchgekaut, da wird es dann sowieso müssig das alles wieder und wieder auf zu rollen.

Aber ich verspreche Dir, sobald jemand wieder ein interessantes und neues Thema aufbringt, bei dem man sich so richtig ergeifern kann, bin ich wie immer voll dabei ;) Der alte Tiger ist nur müde, nicht zahnlos ;)

Grüße

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 22.04.2017, 16:05 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
Hat ja auch lang gedauert dich zu ermüden ^^

Wirklich neues gibts nach all den Jahren logischerweise für UNS wirklich nicht.
Aber ich fände den Gedanken auch schade, sich aus den Diskussionen der Neulinge direkt auszuklinken, nur weil man sie selber irgendwann schonmal geführt hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 22.04.2017, 18:22 
Orden der neuen Republik <OrnR>
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Registriert: 01.02.2013, 16:18
Beiträge: 150
Vrooktar hat geschrieben:
Aber ich fände den Gedanken auch schade, sich aus den Diskussionen der Neulinge direkt auszuklinken, nur weil man sie selber irgendwann schonmal geführt hat.


Hmmm - jein ;)

Mit "normalen" Leuten diskutiere ich ja immer noch gerne, aber mit dem Ameisenbär - äh, sorry - Wolf letztens würde ich nicht wirklich so lange diskutieren. Da würde ich einmal fragen, ob er sich auch so ausdrücken kann, wie man es üblicherweise auch verstehen kann, und wenn er das nicht kann, dann halt nicht.

Inzwischen mache ich da durchaus auch Unterschiede. Egal, wie abgedreht jemand ist, ICH muss ihn nicht bekehren. ;) Egal ob zynisch, ironisch, satirisch, ernsthaft oder sonstwie, Du wirst manche Leute einfach nicht zu einem für alle Beteiligten konstruktiven Gespräch bewegen können. Versuchen kann man es gerne, aber nicht so fruchtlos.

Grüße

_________________
Das Leben ist hart - aber es geht vorbei !


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 15.08.2017, 20:01 

Registriert: 15.08.2017, 19:48
Beiträge: 1
Ja, es gibt sie.

https://www.youtube.com/watch?v=n2maOUeG6-s

"Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten. Nahezu nichts ist sich fremd. Alles Geschaffene ist einander beigeordnet und zielt auf die Harmonie derselben Welt. Aus allem zusammengesetzt ist eine Welt vorhanden, ein Gott, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft, allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, so wie es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt." (Mark Aurel)

Möge die Macht mit euch sein


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibst es sowas wie "Wahre Macht" ?
Verfasst: 17.08.2017, 05:55 

Registriert: 03.02.2017, 23:34
Beiträge: 68
Alle schauen auf das brennende Haus, außer Klaus, der schaut raus.

MtFbwy


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