Jediismus in Deutschland

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 Betreff des Beitrags: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 27.08.2015, 00:45 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Seid gegrüßt.

Vorweg: Ich war selbst jetzt lange sehr inaktiv hier, habe nur selten mal herein geschaut und muss feststellen, dass das wohl auch nicht nur mir betrifft. Dass seit dem 15.08 ungelöscht ein SPAM-Beitrag hier ansteht, sagt einiges über die Belebtheit des Forums aus. Dennoch zähle ich mich immer noch zu den Jedi und ein aktuelles Thema hat mich wieder sehr nachdenklich gestimmt. Ich hoffe, dass jemand hier noch mitliest und sich beteiligt.

Wenn ich mir die aktuelle politische Lage in Deutschland ansehe, vor allem das, was zur Zeit in der Nähe von Flüchtlingsheimen geschieht, wird mir ganz anders. Jeder von uns hat von Heidenheim gelesen oder gehört und wir alle wissen wohl, dass die Entwicklung, die unsere Gesellschaft zur Zeit mitmacht, eine Katastrophe der Menschlichkeit darstellt.

In diesen Zeiten musste ich sehr oft an die Jedi denken und an den Jediorden, sowie an euch alle da draußen, die in anderen Orden organisiert sind oder auch ohne Orden sich zu den Jedi zählen. Die Jedi waren für mich schon immer der Gegenpol zu allem schlechten in dieser Welt und je schlimmer mir die Welt aussieht, desto mehr wünsche ich mir eine starke Bewegung der Jedi in Deutschland und der ganzen Welt. Es stimmt mich traurig, wenn ich sehe, welche "Meinungen" quasi unwidersprochen in die Welt posaunt werden von so genannten "besorgten Bürgern".

Ich denke, hier in dieser Runde muss ich nicht ausführen, wieso es wichtig ist Menschen in Not zu helfen, Asyl zu gewähren und diese Menschen gut zu behandeln und es ist wohl ebenso wenig vonnöten zu erklären, wieso der grassierende Menschenhass ein Gräuel ist.

Meine explizite Frage lautet viel mehr: Was denkt ihr, kann man dagegen tun? Wie kann man gegen das antreten und ankämpfen?

Grüße,
euer Aran.

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"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 29.08.2015, 18:55 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 365
Ich denke man muss sich mit der Thematik vernünftig befassen.
Fast ausnahmslos alle Seiten gehen extrem lax mit dem Thema um.
Wenn man aber nicht inhaltlich sauber mit ihnen umgeht, dann können Fakten und Realitäten auch nichts bewegen.
Was übrig bleibt sind Befindlichkeiten gegen die man in keine Richtung wirklich ankämpfen kann.

Das einzige was die Zeitungen machen ist auf die "besorgten Bürger" eindreschen, indem sie sie als "rechts" titulieren.
Aber was soll das bringen? Keiner sagt: "Oh, ich habe da eine Meinung, aber jetzt nennen mich Leute deswegen Nazi/Kommunist/Verräter/Idiot, da werde ich doch schnell mal meine Meinung ändern!"
Wenn man jemanden überzeugen will, dass er schwachsinnige Inhalte vertritt reicht es nicht eine Werbekampagne zu starten die ihnen sagt, dass ihre Auffassung Schwachsinn ist. Da muss schon ein bisschen mehr kommen.

Und politisch braucht man sich ohnehin nicht wundern.
Wer politisch die CSU unterstützt, die inhaltlich genauso rechtsradikal aufgestellt ist wie besagte "besorgte Bürger" braucht sich nicht wundern, dass er einen schweren Stand hat sich da vernünftig in irgendeine Richtung zu positionieren.

Fazit: Die Politik ist dagegen wehrlos, weil sie jede Glaubwürdigkeit durch das politische Spiel aufgegeben hat, dass sie nunmal spielen muss und die Presse ist zu populistisch um in irgendeine Richtung was zu bewegen.

Ich für meinen Teil weiß nicht, was man dagegen im großen tun soll. Alle denkbaren Institutionen sind offensichtlich entweder machtlos oder ungeeignet.

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 02.09.2015, 18:22 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Registriert: 24.01.2013, 17:15
Beiträge: 55
Wohnort: Dudweiler
Zitat:
Ich denke man muss sich mit der Thematik vernünftig befassen.
Fast ausnahmslos alle Seiten gehen extrem lax mit dem Thema um.
Wenn man aber nicht inhaltlich sauber mit ihnen umgeht, dann können Fakten und Realitäten auch nichts bewegen.
Was übrig bleibt sind Befindlichkeiten gegen die man in keine Richtung wirklich ankämpfen kann.


Mit was willst du denn inhaltlich sauber umgehen? Bei den ganzen immer stärker aufkeimenden "Bewegungen" der letzten Zeit ist es ja nicht viel daher mit Inhalt.

Zitat:
Das einzige was die Zeitungen machen ist auf die "besorgten Bürger" eindreschen, indem sie sie als "rechts" titulieren.
Aber was soll das bringen? Keiner sagt: "Oh, ich habe da eine Meinung, aber jetzt nennen mich Leute deswegen Nazi/Kommunist/Verräter/Idiot, da werde ich doch schnell mal meine Meinung ändern!"
Wenn man jemanden überzeugen will, dass er schwachsinnige Inhalte vertritt reicht es nicht eine Werbekampagne zu starten die ihnen sagt, dass ihre Auffassung Schwachsinn ist. Da muss schon ein bisschen mehr kommen.


Ich behaupte, dass die, die Flüchtlingsheime anzünden und Menschen angreifen, sowieso nicht mehr von irgendetwas überzeugen kann. Die sind inhatlich verloren, dagegen kann man nur noch rechtsstaatlich vorgehen.

Für alle, die sich inhaltlich da wiederfinden, die aber an sich keinen Hass in sich tragen, ist es ein Anfang, wenn man offensichtlich macht, welch Geistes Kinder da einen wütenden Mob bilden. Denn dann ist für viele schon der Punkt erreicht, an dem sie erkennen, dass sie da nicht dazu gehören wollen. In meinem Umfeld gab es anfangs AfD-Befürworter, die ihren Standpunkt schnell änderten, als die AfD immer deutlicher rechtspopulistisch wurde.

Zitat:
Und politisch braucht man sich ohnehin nicht wundern.
Wer politisch die CSU unterstützt, die inhaltlich genauso rechtsradikal aufgestellt ist wie besagte "besorgte Bürger" braucht sich nicht wundern, dass er einen schweren Stand hat sich da vernünftig in irgendeine Richtung zu positionieren.


Die CSU ist eindeutig im rechtspopulistischen Spektrum zu verorten, als Rechtsradikal würde ich das jetzt nicht bezeichnen, aber insgesamt gebe ich dir da Recht. Wer CSU oder CDU wählt, wählt meiner Meinung nach gegen Menschlichkeit.

Zitat:
Fazit: Die Politik ist dagegen wehrlos, weil sie jede Glaubwürdigkeit durch das politische Spiel aufgegeben hat, dass sie nunmal spielen muss und die Presse ist zu populistisch um in irgendeine Richtung was zu bewegen.


"Die Politik" ist ein Konzept und "Das Volk" sind wir Menschen, wenn wir wollen, können wir etwas dagegen tun. Das Problem ist, dass die Mehrheit zwar nicht einverstanden ist mit dem, was aktuell geschieht, aber nur die wenigsten dagegen anzukämpfen bereit sind.

Presse hat die Aufgabe "populistisch" zu sein, aber ich glaube, ich weiß was du meinst. Aber die Pressewelt könnte etwas bewegen. Wir leben in einem Informationszeitalter und wer Meinung macht, bestimmt die Machtverhältnisse und vor allem die Situation im Land. Wenn große Medienhäuser sich entscheiden etwas für Menschen und gegen Hass zu unternehmen, haben sie die Möglichkeiten dazu.

Zitat:
Ich für meinen Teil weiß nicht, was man dagegen im großen tun soll. Alle denkbaren Institutionen sind offensichtlich entweder machtlos oder ungeeignet.


Die Medien oder die Regierung (allgemein) haben die Macht dazu und sind auch dafür geeignet etwas zu tun, die aktuelle Regierung scheint aber die Möglichkeiten nicht nutzen zu wollen und die Medien sind sich uneinig, auf welcher Seite sie stehen. Dass man gegen Hass und Gewalt ist, da ist man sich einig, aber offensichtlich nicht in der Frage, ob wir ein Problem haben im Land.

Ich sehe ein Problem, welches schon immer da war, aktuell aber hoch kocht. Sehe für mich als Einzelnen aber nur die Option, öffentlich dagegen zu argumentieren, auf die Straße zu gehen und Menschen zu informieren. Ich stoße politische Aktionen an und versuche meine Kontakte zu nutzen um Dinge umzusetzen, sind es auch noch so kleine Pläne.

Aktuell habe ich die Diskussion angestoßen, in meinem Heimatort an den Ortseingängen Schilder anzubringen. "Dudweiler" - "Hier ist jeder willkommen, außer rassisten. Ihr dürft draußen bleiben." (oder ähnlich, ich bin kein Werbetexter). Mal sehen, was daraus wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 02.09.2015, 19:12 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 365
Grundsätzlich stimme ich dir zu, Problem ist nur, dass sich 90% der Rassisten eben nicht als Rassisten betrachten würden.
Genauso betrachten sich 90% der Flüchtlingsgegner nicht als Flüchtlingsgegner.


Zitat:
Für alle, die sich inhaltlich da wiederfinden, die aber an sich keinen Hass in sich tragen, ist es ein Anfang, wenn man offensichtlich macht, welch Geistes Kinder da einen wütenden Mob bilden. Denn dann ist für viele schon der Punkt erreicht, an dem sie erkennen, dass sie da nicht dazu gehören wollen. In meinem Umfeld gab es anfangs AfD-Befürworter, die ihren Standpunkt schnell änderten, als die AfD immer deutlicher rechtspopulistisch wurde.


Das funktionierte aber nur, weil die AfD nunmal eine klar abzugrenzende Gruppe ist. Wer die wählt ist dafür wer nicht ist dagegen.
So einfach steckt sich aber niemand die Hüte bei der Flüchtlingsdebatte auf. Das Lieblingswort der grauen Masse, wenn sie ihren Standpunkt formulieren ist in dem Fall "aber".
Die CSU ist für Asyl, ABER gegen "Asylmissbrauch".
Der "besorgte Bürger" ist für Flüchtlingshilfe, ABER will nicht von ihnen "überrannt" werden.

Die graue Masse "besorgter Bürger" sieht sich genauso weit rechts, wie sich Obamas Unterstützer in den USA als Kommunisten sehen (Beides Vorwürfe die immer wieder ausgesprochen werden). Beide Vorwürfe prallen an der Zielgruppe mit absoluter Selbstverständlichkeit ab.


Ich beispielsweise lebe in einer Umgebung wo jemand, der Mitglied in der NPD ist, NPD wählt oder sonstwie rechte Sprüche bringt buchstäblich gebrandmarkt wird. Von Kollegen werden solche Leute bisweilen nur als "Zecke" tituliert, sie werden gemobbt, drangsaliert ein ums andere Mal tätlich angegriffen. Von denen die diese "offensichtlich rechten Sympathisanten" aber so behandeln kommuniziert bestimmt die Hälfte genau solche "Besorgnisse" wie sie in den Medien als "rechts" eingestuft werden.
Du wirst es niemals schaffen, dass diese Leute das Gefühl haben zu besagten "offensichtlich rechten Sympathisanten" dazuzugehören.

Wenn du sie dennoch dazu zählst fühlen sie sich einfach unverstanden und, selbst wenn sie auf den gleichen Demos rumturnen, werden sie einfach aufhören dir zuzuhören.
Und nächste Woche stehen sie wieder auf ner Demo und jammern, dass ihnen keiner zuhört und sie niemand versteht.


Zitat:
Mit was willst du denn inhaltlich sauber umgehen? Bei den ganzen immer stärker aufkeimenden "Bewegungen" der letzten Zeit ist es ja nicht viel daher mit Inhalt.


DAS zu erläutern ist eigentlich gar nicht so schwer. Die Hauptpunkte die ich von "Flüchtlingsgegnern" (die sich natürlich nie selber so bezeichnen würden) höre sind die, dass es zu viele Flüchtlinge werden, die Flüchtlinge zu Kriminalität neigen, den deutschen Wohlstand ausnutzen oder nie wieder gehen würden.

All das kann man doch mit Fakten beleuchten und im Normalfall sprechen die Fakten fast immer hammerhart gegen alles was besagte Flüchtlingsgegner von sich geben, warum argumentiert dann niemand so?
Die CSU hat letztes Jahr, wenn ich nicht irre ihre tolle Kampagne gefahren "Wer betrügt fliegt" und füllte die Zeitungen und Onlineportale mit ihren Besorgnissen, wo wir denn hinkämen bei massenhaftem Sozialschmarotzertum.
Wo waren die Medienportale, die darüber berichtet haben, dass die Gesamtzahl aller Ausländer in Bayern bei denen 2014 der Verdacht bestand sich Sozialleistungen zu erschleichen einstellig war?

Wo sind die Medienportale die berichten, dass der Libanon vom Verhältnis her gut und gerne 100 mal so viele syrische Flüchtlinge aufgenommen hat wie die Bundesrepublik?
Wo sind die Medienportale die berichten wie es in Eritrea (Das Land aus dem die drittmeisten Asylbewerber 2014 stammten) zugeht oder wo das Land überhaupt ist?

Wer so lausig informiert KANN überhaupt kein Verständnis in der Bevölkerung ernten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 02.09.2015, 21:54 
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Beiträge: 9
Die Vorgänge in unserem Land sind schockierend.
Ich schäme mich förmlich dafür, was in unserem Land geschieht,
und das schlimmste ist, ich weis nich was wir oder vielmehr was ich dagegen tun soll. Ein Beispiel dafür ist der Brand einer Turnhalle, in der Asylanten untergebracht werden sollten. Was will man gegen soetwas tun?
Nur weil jemand ein Rasisst, ein Vertreter eine schwachsinnigen, unbegründeten Meinung ist, gibt es ihm doch lange kein Recht soetwas zu tun. Was will man dagegen tun? Diese Leute werden immer weiter machen.
Das einzige was ich als Jediist tun kann, ist gegen diese oberflächliche Meinung, gegen die schlechte Aufklärung anzukämpfen, wenn ich ihr begegne.
Doch das ist, wenn man siegreich sein will, leider noch lang nicht geug.

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Auf in den Himmel, um zu Siegen oder zu sterben! -Eragon


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 03.09.2015, 00:07 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Registriert: 24.01.2013, 17:15
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Wohnort: Dudweiler
Zitat:
All das kann man doch mit Fakten beleuchten und im Normalfall sprechen die Fakten fast immer hammerhart gegen alles was besagte Flüchtlingsgegner von sich geben, warum argumentiert dann niemand so?


Genau das meinte ich ja. Ich sehe immer wieder, wie mit solchen Punkten argumentiert wird, das prallt aber ab. Denn die, die diese "Argumente" vorbringen, bringen diese nur als Nebelkerzen vor um von ihrem eigentlichen rassistischen Hass abzulenken.

Widerlegst du einen der Punkte, versuchen sie den nächsten und drehen sich irgendwann im Kreis. Zumindest ist das meine Erfahrung. Das mag nicht auf alle zutreffen, im Großen und Ganzen passt das aber, denke ich.

Ich denke, man muss eben klare Kante zeigen. Wenn jemand sagt: "Ich bin ja kein Nazi, aber..." dann sollte man direkt mit "Doch!" unterbrechen. Denn danach kommt nie etwas Gutes. Und dann kann man vielleicht noch erklären wieso.

Im Alltag versuche ich zu erkennen, wo Menschen noch für Argumente offen sind und wenn sie es nicht sind, lasse ich mich nicht zu einer Diskussion gegen einen rassistischen Don Quijote ein, sondern breche ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 03.09.2015, 08:52 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 365
Den Standpunkt kann ich verstehen, ich habe aber den Eindruck, dass du deutlich zu viele Schlachten direkt als verloren aufgibst.

Dem "großen und ganzen", womit du wahrscheinlich die Mehrheit der "Flüchtlingsgegner" meinst, rassistischen Hass zu unterstellen wird dich auf dem Weg davon auch nur einen davon vom besseren zu überzeugen, lediglich selbst ausbremsen.

Wir reden hier von den Befindlichkeiten von vielen Menschen. Das ist keine seltene Wettererscheinung gegen die man einen Damm bauen kann bis es vorbei ist. Rassisten fallen nicht vom Himmel und sind dann einfach so. Das sind Individuen, deren Haltung man begreifen kann. Und in sehr vielen Fällen hätte eben auch von anderer Seite aus allerhand besser laufen können.

Die Menschen sind was die Flüchtlingsfrage angeht im wesentlichen komplett ungebildet. Die meisten wissen nicht was ein Asylant ist, sie kennen die Heimatländer von ihnen nicht, Krieg kennen sie nur als Phänomen von dem sie selbst als Zivilisten nicht betroffen sind und jede Zahl die du ihnen an den Kopf schmeisst, seien das nun "500 Flüchtlinge sind in München angekommen" oder "140000 Flüchtlinge letztes Jahr" kann ihr Gehirn nicht fassen und überklebt es im Unterbewusstsein einfach mit "extrem viele", was sofort die Sorge um ihr eigenes Fortbestehen anwirft.

Wer diese abstrakte Sorge nicht bekämpft befindet sich, wenn überhaupt, nur auf einem Nebenkriegsschauplatz.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Verfasst: 07.03.2017, 08:24 
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Wohnort: S-H, Erde
Bei dieser Thematik setze ich irgendwie eine gewisse Hoffnung in den Jediismus... da ich auf der Suche nach Gleichgesinnten bin, was sowohl moralische Grundwerte als auch die Fähigkeit zur Differenzierung betrifft. Ich weiß nicht, ob jemand von euch ab und zu mal auf Yahoo unterwegs ist, dort verwende ich denselben Benutzernamen wie hier und sehe die dortige Kommentarfunktion als einer meiner (beinahe) täglichen kleinen Aufgaben an. Dort sind fremdenfeindliche, menschenverachtende Kommentare an der Tagesordnung und es ist mir ein inneres Bedürfnis, situationsbedingt als "Stimme der Vernunft" meinen bescheidenen Beitrag leisten zu können, ohne dabei selbst überheblich zu wirken oder andere zu verurteilen. Auch das kann manchmal eine Herausforderung an sich sein. ;) Anstrengend kann es vor allem sein, wenn man das Gefühl hat, gegen Mauern anzureden oder nur Beleidigungen als Antwort erhält. Aber einfach zu schweigen, fühlt sich falsch an.

Ananya

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If nothing we do matters, then all that matters is what we do. (Joss Whedon)


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