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Meditationsanleitung
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    Vrooktar
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    Meditationsanleitung

    von Vrooktar » 01.04.2015, 14:37

    Die Meditation ist für den Jedi ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten wie man meditieren kann. Es wird dabei grundsätzlich in zwei Hauptarten unterteilt, welche wiederum in weitere Unterarten unterteilt werden können. Die eine Art ist die Art Meditation die während einer körperlichen Tätigkeit geschieht. Die Andere ist die Art Meditation, welche in körperlichem Ruhezustand geschieht. Die Erste kann während einer Vielzahl von Tätigkeiten stattfinden, z.B. beim gehen, beim arbeiten, während dem üben einer Kampfkunst. Für die zweite gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten, wichtig ist hierbei nur das der Körper in einem ruhenden Zustand ist. Dies kann z.B. im liegen, im sitzen auf einem Stuhl oder dem Boden sein. Die Basismeditation der Ritterausbildung konzentriert sich als Einführung auf die Sitzmeditation.

    Grundsätzlich ist zu beachten, dass das Meditieren unter Umständen Dinge im Unterbewusstsein auslösen oder loslösen kann, mit denen der Meditierende nicht rechnet und die ihm Schwierigkeiten bereiten, in diesem Fall sollte er sich umgehend an eines der Ordensmitglieder wenden, welches Erfahrung mit Meditation hat. Nicht jede Meditationsmethode ist für jeden geeignet! Du solltest verschiedene Möglichkeiten einige Zeit ausprobieren und selbst herausfinden, welche DEINE ist. Lass dir vor allem Zeit, bei der Meditation geht es nicht unbedingt darum ein Ziel zu erreichen, die Lösung einer Frage oder eines Problems zu bewirken oder einen speziellen Zustand zu erlangen.
    Bei meditierenden Menschen stellt sich ein Gefühl der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit ein, welches sich im Idealfall über die Meditation selbst hinaus in den Alltag überträgt. Diese Gemütsruhe und Gelassenheit ist eine wertvolle Begleiterscheinung. Meditation kann dir helfen dich, deinen Geist und deinen Körper besser kennen zu lernen. Sie hat Einfluss auf den Atem. Einfluss auf deine Körperhaltung. Sie kann dir helfen in Stresssituationen besser zurecht zu kommen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Es ist möglich durch gezielte Meditation spezielle Bewusstseinsebenen zu erreichen oder zu erweitern. Es ist auch möglich bestimmte Probleme, Fragen oder Angelegenheiten zu erkennen und sie besser zu verstehen. Wie gesagt, dies sind oder können Begleiterscheinungen der Meditation sein, sie sind aber nicht als Zielsetzung zu verstehen. Du solltest diese Dinge nicht erzwingen wollen, das würde nur die Meditation erschweren.


    Um die Meditation zu beginnen solltest Du Dir ein Ritual angewöhnen um Dich innerlich auf die Meditation einzustellen und um eine klare Grenze zu ziehen. Z.B. eine Verbeugung oder in die Hände klatschen oder etwas in dieser Art. Dieses solltest Du immer zu Beginn und zum Ende Deiner Meditation machen.

    Wenn Du alleine für dich meditierst, solltest Du für den Anfang einen Ort wählen an dem du nicht gestört wirst. Ein Zimmer ist gut, dieses sollte aber nicht zu groß sein, damit Du dich nicht verloren fühlst. Auch sollte Dir dieser Ort vertraut sein. Die Lichtverhältnisse sollten wie folgt sein: abgedunkelt aber nicht völlig dunkel, ein kleines Licht etwas entfernt von dir ist gut. Es ist nicht unbedingt nötig, dass der Raum besonders still ist, absolute Stille kann auch beängstigend wirken, er sollte aber frei von unnatürlichen, unangenehmen Geräuschen sein. Wer möchte kann es auch mit Musik versuchen, aber diese lenkt oft ab. Auch Duftkerzen oder Räucherstäbchen können verwendet werden aber auch diese lenken eventuell ab. Bedenke, je einfacher Deine Meditationstechnik ist, desto einfacher ist sie zu üben, wenn Du viele "Hilfsmittel" verwendest (Kissen, Decke, Räucherstäbchen, Musik...) fällt es Dir eventuell schwer zu meditieren, wenn eines oder mehrere dieser Dinge fehlen.

    Ein besonders Wichtiger Punkt ist die Körperhaltung. Du kannst wählen was dir als geeignet erscheint. Stehend, liegend auf dem Rücken, sitzend in einem Sessel oder auf einem Stuhl oder sitzend auf dem Boden, mit oder ohne Kissen/Bank. Auf dem Boden sitzend empfehlen sich verschiedene Sitzpositionen: Schneidersitz, ganzer oder halber Lotussitz, Seiza. (beim Lotussitz werden die Beine übereinander geschlagen, so dass die Füße auf den Oberschenkelinnenseiten zu liegen kommen. Beim halben Lotussitz liegt ein Fuß auf und ein Fuß unter dem Oberschenkel. sowohl für den halben als auch den ganzen Lotussitz spielt es keine Rolle ob das linke oder das rechte Bein oben oder unten liegt. Bei Seiza sind die Beine eingeklappt, man sitz kniend mit den Oberschenkeln auf den Unterschenkeln. Die Füße liegen mit dem spann auf dem Boden. Siehe dazu auch die Abbildungen weiter unten.) Auch die Hände spielen eine große Rolle. Halte sie entspannt. Je nach Körperposition kannst Du sie neben dich legen, ineinander oder aufeinander legen, falten, auf die Brust, den Bauch oder in den Schoss legen. Die Handhaltung sollte im Einklang mit der Körperhaltung sein. Ändere die Position der Hände nicht unnötig während der Meditation. Wichtig ist aber in jedem Fall eine aufrechte bzw. gerade, aufrechte Haltung des gesamten Körpers. Die Wirbelsäule sollte gerade und gestreckt gehalten werden. Du solltest der aufrechten Haltung höchste Achtsamkeit schenken, jedes mal und immer wieder, da die Haltung sich oftmals während der Meditation verschlechtert und schlechte Haltung führt zu schwächerem Atemfluss und schließlich zu Unkonzentriertheit. Überprüfe deine Haltung immer wieder und bringe sie wieder in Ordnung.

    Der wohl entscheidendste Punkt an der Meditation ist der Atem. Nur wenn der Atem natürlich fließen kann gelingt die Meditation. Der Atem benötigt eine gute Körperhaltung. Der Atem versorgt unseren Körper, er entspannt uns, er ist für den Jedi ein Träger der Macht. Du solltest versuchen einfach natürlich zu atmen. Als erste Übung wird mit dem zählen begonnen. Beim Einatmen zählst Du im Geiste 1 und beim Ausatmen 2. Oder Du sagst im Geiste "ein" und "aus" beim Atmen. Diese Übung wird Dir helfen den Atem fließen zu lassen. Die Atmung sollte nicht erzwungen sein oder übermäßig kontrolliert. Achte nur darauf, dass Du entspannt tief einatmest und lange und vollständig ausatmest. Dabei ist es gut wenn die Ausatmung länger ist als die Einatmung.

    Beginne langsam. Fange mit kurzen Zeiten an z.B. max 10 min. Später kannst Du die Zeit verlängern bis max 30 min. Achte aber dabei vor allem auf gute Körperhaltung und Deine Konzentration. Es ist nicht sinnvoll die Zeit lange zu halten und dabei in schlechter Art und Weise zu meditieren. Auch übermäßig lange sollte nicht unbedingt meditiert werden. Bei den meisten Schulen haben sich Zeiten zwischen 10 und 30 min bewährt. Taste Dich langsam heran und übertreibe es nicht. Meditiere nur solange wie Du in guter Körper und Geisteshaltung meditieren kannst und versuche diese Zeit immer weiter zu verlängern. Es ist hilfreich regelmäßig zu meditieren. Es ist gut dir feste Zeiten einzurichten an denen Du nach Möglichkeit immer meditierst z.B. früh morgens nach dem Aufstehen und nachdem Du dich gewaschen hast oder am Abend bevor du zu Bett gehst. Die Tageszeit jedoch spielt nur eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist regelmäßig zu üben. Die beste Zeit zum meditieren ist wohl in den frühen Morgenstunden. Mit ausreichend Übung wird es Dir möglich sein an allen Orten und zu allen Zeiten zu meditieren. Wenn Du alleine meditierst kannst du dir einen Wecker oder Timer stellen der dir eine gewisse Zeit vorgibt. Einige Handys bieten z.B. solche Funktionen an, die extra für Meditation gedacht sind. Wichtig ist nur, es sollte ein angenehmes Geräusch machen um die Meditation nicht allzu ruppig abzubrechen.  

    Dieser Text soll Dir eine Hilfe sein und Dich etwas anleiten, er erhebt aber keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Auf der ganzen Welt wird seit vielen tausend Jahren meditiert und dieser Weg wird zu verschiedenen Zwecken beschritten. Es gibt eine Vielzahl von Schulen und Richtungen welche unterschiedlichste Methoden verwenden. Jedoch, nicht jede Art ist für Jeden geeignet, also versuche durch ausprobieren heraus zu finden welche die Deinige ist. Übe geduldig und fleißig, bis es Dir zur Gewohnheit wird und Du es als ganz natürlich erachtest. Du solltest ein inneres Bedürfnis danach entwickeln zu meditieren, es sollte Dir kein Zwang oder unangenehme, auferlegte Sache sein.
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    Re: Meditationsanleitung

    von Reeir » 06.04.2015, 20:04

    Ist schon relativ Vollständig, ich habe selbst mehrere Anleitungen zuhause in denen das selbe steht.
    In einem Punkt sind sich die meistens Anleitungen uneinig, soll der Raum abgedunkelt sein oder Hell mit viel Licht, aber das ist wohl eine Charaktersache.
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    Vrooktar
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    Re: Meditationsanleitung

    von Vrooktar » 06.04.2015, 22:01

    Es sollte keines der beiden Extreme sein.
    Zu grell beleuchtet ist einfach unnatürlich und zu dunkel macht schnell schläfrig.

    Im Kern kann man aber immer und auf jede Weise meditieren, wenn man es denn kann.
    "Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."
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