Jediismus in Deutschland


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 Betreff des Beitrags: Tritorianer Orden <Θ>
Verfasst: 24.01.2013, 18:55 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
http://odj.xobor.de/

Einleitung:

Zitat:
Willkommen,
Wir sind der Tritorianer Orden.

Wir sind eine jediistische Gemeinschaft, geordnet nach dem hierarchischen Prinzip eines Ritterordens und unser Verhalten unterliegt einer Wertvorstellung, unserem Kodex.

Der Jediismus im allgemeinen versteht sich als eine moderne synkretische Weltanschauung, die den Gedanken der Ritterlichkeit und des Mönchtums aufgreift.

Wir richten unseren Alltag und unser Denken nach bestem Wissen und Gewissen nach dem Kodex des Ordens aus.

Die Mitglieder der Gemeinschaft des Tritorianer Ordens sind durch Selbstverpflichtung ernsthaft und diszipliniert bestrebt, ein Leben in Einklang mit Körper, Geist und der Macht, zum Wohle aller Wesen im normalen Alltag umzusetzen und zu leben.

Unser Orden soll hierbei ein Zentrum des Wissens, des Lernens und Lehrens, sowie der Motivation sein. Dabei lehnen wir uns im religiösen Sinne an die Lehren des Buddhismus und des Daoismus, die Erkenntnisse aus Philosophie und Wissenschaft im allgemeinen, sowie an die Tugenden der Samurai, der mittelalterlichen Ritter und Mönche an.

Das was wir allgemein als die Macht bezeichnen dient uns keinesfalls als Gottesersatz oder ähnliches. Alles seiende ist Energie, darauf bauen wir auf. Die Macht verstehen wir eher als Naturkräfte, Prinzipien und Phänomene die durch dementsprechende wissenschaftliche Gesetze beschrieben werden können, auch wenn dies zur Zeit nicht gänzlich erforscht und geschehen ist. Begrifflichkeiten wie Hara, Chi, Mushin usw. dienen uns als weiterer Ansatz zu diesem Thema.

Wir sind kein Star Wars Fanclub, sondern ernsthaft bestrebt einen im Alltag funktionierenden Jediismus zu leben, diesen weiterzuentwickeln und zu vertiefen.



Das ist kein Werbetext, sondern wörtlich zu nehmen.
Wir richten uns an jene, die einen realen Jediismus leben wollen.

Unsere grobe Ausrichtung ist dadurch denke ich ersichtlich.
Aber wie genau soll das ganze aussehen?
Um was für eine hierarchische Struktur handelt es sich?
Und wie genau sieht ein solches "Zentrum des Wissen, des Lernens und Lehrens" aus?

Die hierarchische Struktur ist linear und relativ einfach.
Der Begriff "Ausbildung" ist dabei von zentraler Bedeutung.
Es gibt 6 Ränge die, sollten sie alle durchlaufen werden, immer in dieser Reihenfolge durchlaufen werden.
Initiant, Novize, Varlet, Ritter, Precept, Meister.
Diese Ränge drehen sich zu großen Teilen um die Ausbildung zum Ritter.
Der Initiant ist ein einfaches Schnuppermitglied, das einen Einblick in erste Teile dieser Ausbildung und Teile des Ordenslebens erhält um abzuschätzen ob es ihm zusagt.
Der Novize ist jemand der den ersten, einführenden, Ausbildungsabschnitt beschreitet.
Der Varlet (esperanto=Knappe) schließt in komplexeren und anspruchsvolleren Themen an diese Kenntnisse an.
Der Ritter hat diesen Weg hinter sich und begleitet jene, die ihn noch gehen.
Ritter die sich in weiterführenden Bereichen erfolgreich fortgebildet und ihre Lehrkompetenz bewiesen haben können nach einigen Jahren zu einem Precept (esperanto=Lehrer) ernannt werden.
Ist sich die Gemeinschaft einig kann ein solcher dann prinzipiell zum Meister erhoben werden.

Was hat es nun mit der Ausbildung auf sich um die sich die Hierarchie dreht?
Weder "die Macht" noch (Licht)Schwertkampf kommen darin vor.

Kern des ganzen ist unser Kodex, den ich an dieser Stelle vollständig ausführe:

1. Ausbildung - Schulung
Der Jedi schult sich stets in den drei Bereichen Körper, Geist und Macht,
die durch das Ordenssymbol der Triskele dargestellt sind.

1.a. Training des Körpers
Der Jedi übt sich im Kampftraining, in körperlicher Fitness und ganz allgemein in den Fähigkeiten seines Körpers.
Der Jedi erweitert sein Wissen über den menschlichen Körper.
Ein Jedi mit Einschränkungen körperlicher Art, intensiviert sein Studium in den Bereichen die ihm möglich sind.

1.b. Training des Geistes
Rechtes Bewusstsein:
Der Jedi ist achtsam und nutzt den Augenblick.
Rechte Konzentration:
Der Jedi übt sich in Meditation.
Rechte Erkenntnis:
Der Jedi erlangt klare Einsicht in die Dinge.

1.c. Training der Macht
Alles Seiende ist Energie.
Der Jedi dient als Resonanzgefäß der Macht und agiert in Harmonie mit der Welt.
Er übt sich im Verständnis und im Umgang mit der Macht.


2. Disziplin
Der Jedi erkennt, dass Selbstachtung und Selbstbeherrschung
die Früchte der Disziplin, durch Sorgfalt, Geduld und Fleiß sind.

Rechter Zweck:
Entscheide dich für den Weg der Jedi.
Rechtes Sprechen:
Der Jedi spricht getreu seinem Gewissen und dem Weg der Jedi
Rechtes Betragen:
Der Jedi handelt getreu seinem Gewissen und dem Weg der Jedi
Rechte Berufung:
Seine Lebenseinteilung soll der Schulung und dem Weg der Jedi nicht entgegenstehen.
Rechte Anstrengung:
Seine Schulung soll mit einer zuträglichen Geschwindigkeit vorankommen.


3. Bewusste Achtsamkeit
Der Jedi nutzt aufmerksam das Mittel der Selbstreflexion,
um sich seiner Motive, Handlungen und Reaktionen bewusst zu werden
und wie er dadurch seine Umwelt beeinflusst.
Ein Jedi sollte sich über Ursache und Wirkung stets im Klaren sein.

Der Jedi achtet auf seine Gedanken,
denn sie werden seine Worte.
Der Jedi achtet auf seine Worte,
denn sie werden seine Handlungen.
Der Jedi achtet auf seine Handlungen,
denn sie werden seine Gewohnheiten.
Der Jedi achtet auf seine Gewohnheiten,
denn sie werden sein Charakter.
Der Jedi achtet auf seinen Charakter,
denn er wird sein Schicksal.


4. Überwinden der Ängste
Ein Gefühl wie das der Angst kann ein guter Lehrer sein, es ist aber ein absolut schrecklicher Meister.
Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass und Hass führt zu unsäglicher Verzweiflung und Leid.


5. Überwinden der Anhaftungen
Der Jedi trennt sich von allem unwesentlichen,
wichtig ist nicht ein tägliches Mehr, sondern ein tägliches Weniger.
Der Jedi lässt los, Gier, Hass, Verblendung und all seine Illusionen.
Wenn der Jedi versteht, dass es kein Selbst gibt lässt er los,
bildet eine Einheit mit allem anderen und erweitert sich unsagbar, loslassen ist der Weg zu wahrer Freiheit.
Der Jedi lässt los, das sinnliche Anhaften.
Keine sexuellen Ausschweifungen, der Jedi geht bewusst und verantwortungsvoll mit seiner Sexualität um.
Kein Missbrauch von berauschenden, oder süchtig machenden Substanzen.
Ein Jedi lässt sich nicht von Gefühlen überwältigen, sondern nutzt sie stattdessen bewusst und sinnvoll.


6. Vergebung
Der Jedi lässt die Vergangenheit ziehen, verleugnet sie aber auch nicht.
Er erfährt Heilung, indem er sich sein gegenwärtiges und zukünftiges Leben,
nicht länger durch den Schmerz oder Groll aus der Vergangenheit diktieren lässt.
Der Jedi vergibt anderen und auch sich selbst.


7. Demut
Der Jedi ist freundlich, bescheiden, manierlich und selbstlos.
Dankbarkeit ist ein wesentliches Element auf dem Weg zur Demut.


8. Aufrichtigkeit
Der Jedi ist ehrlich, verantwortungsvoll und verlässlich.
Er missbraucht nicht das Vertrauen, das man in ihn setzt und wenn nötig ist er auch verschwiegen.
Dies sind die ersten Schritte auf dem Weg der Treue und der Ehre.


9. Mitgefühl
Der Jedi ist rücksichtsvoll, einfühlsam und verständnisvoll
und gelangt so zu wahrer Herzensgüte.


10. Hilfsbereitschaft
Der Jedi hilft nach besten Kräften.
Wenn möglich und nötig lindert der Jedi das Leid anderer.
Der Jedi schadet aber auch nach Möglichkeit niemandem.


11. Tapferkeit
Der Jedi weiss, Tapferkeit erfordert Selbstvertrauen, Mut und Entschlossenheit.
Der Jedi ist ein Hüter des Friedens, aber wenn nötig, ist er ein Beschützer der schwachen und hilflosen.
Das ist die Zivilcourage, die einen Jedi auszeichnet.


12. Erkenntnis
Der Jedi erkennt, dass jede Erscheinung von Bedingungen abhängig ist, er versucht nicht Dinge zu erzwingen,
denn nur wenn die Bedingungen stimmen, kann sich alles fügen.
Der Jedi erkennt, dass alles vergänglich und nichts von ewigem Bestand ist, alles ist dem Wandel unterworfen.
In Gleichmut unterscheidet der Jedi nicht mehr zwischen Freund, Feind oder Fremden,
sondern erkennt die Wesen stattdessen so wie sie tatsächlich sind.
Der Weg ist das Ziel.


Die Ausbildung hat letztlich zum Ziel eine vernünftige Basis für die Verwirklichung dieses Kodex zu bilden.
Schwertkampf würde besser zu dem Filmvorbild passen, aber helfen würde es bei der Verwirklichung von Punkt 11 wohl nicht.
Doch anstatt darüber zu sprechen was unsere Ausbildung nicht ist, was ist sie denn nun?
Sie ist ein sehr intensiver Crashkurs in vielen Grundlagen.
Sie beinhaltet Lehrinhalte für Selbstverteidigung, Erste Hilfe, Geografie, Physik, Philosophie, Psychologie, Meditation, Juristik, Sportwissenschaft, Chemie, Astronomie sowie eine Fallschule et cetera perge perge.
Manche Punkte sind essentieller als andere, dem Zweck ganzheitlich "klare Einsicht in die Dinge" zu erlangen dienen sie aber alle.
Diese Basis, man mag sie Grundstudium nennen, soll dem Ritter auch als Ansatz dienen um sich anschließend darüber hinaus fortführend weiterentwickeln zu können.
Diese erlangte Kenntnis wiederum soll dann mit der Ordensgemeinschaft geteilt werden.

Das soll es als Einführung erst einmal gewesen sein.
Fragen können sowohl hier, als auch in der Fragerunde im Forum jederzeit gestellt werden.

Zum Abschluss noch ein kleiner Lehrsatz.
Wenn ihr mal Schere, Stein, Papier spielen solltet, nehmt Stein.

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Orden der Jedi <OdJ>
Verfasst: 26.02.2013, 13:05 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
FAQ:

F: Ich würde gerne die Frage stellen wieso wir uns selbst als Jedi bezeichnen.
Ich persönlich kann mich nur schwer mit diesem Begriff anfreunden da er doch sehr an eine gewisse Filmserie erinnert, dadurch wirdt es meiner Meinung nach sehr oft vorkommen das dieser Orden nicht ernst genommen wird.
Ein Manko vor allem bei der Mitgliedergewinnung.

A: Ich stimme in vielen Punkten zu, aber wärst du hier, wenn wir anders heissen würden?

Vor Jahren hatten wir einmal eine interne, richtungsweisende Diskussion zu dem Thema. Ich sah mich anfangs sogar tendenziell eher in der Richtung den Orden anders zu benennen, doch zugegebenermaßen wäre ich dann selbst kaum hier.
Dein Gedanke ist einer, der bei den Mitgliedern die sich die tiefgreifendsten Gedanken machen, wie ein Leitmotiv immer wieder auftaucht.
Aber letztlich kommen wir immer wieder zu dem Schluss, dass wir uns kaum gefunden hätten wenn wir eine andere Begrifflichkeit gewählt hätten.
Meiner Auffassung nach müssen wir die von dir als störend empfundenen Assoziationen zu dem Begriff "Jedi" überwinden und ihm die Bedeutung geben, die er für uns haben soll.


F: Ich muss schon sagen das für mich außenstehendem die Aufgeführten Abstimmungen, Prüfungen, etc. ziemlich hart wirkten. Auch das geforderte polizeiliche Führungszeugnis war mir etwas extrem. Ist das alles nicht ein wenig zu extrem?

A: Das Fühurngszeugnis ist erst gefordert nachdem man mindestens ein Jahr Mitglied ist.
Ich denke mal da weiss man dann ob es das einem wert ist oder nicht.
Ausserdem gibt es vieles, das sich reißerischer liest als es ist.
Ich meine was ist ein polizeiliches Führungszeugnis?
Ein Schnipsel den man beim Bürgeramt bekommt.
Es ist mehr Aufwand ein Buch zu lesen.

So hart ist auch der Weg zur Mitgliedschaft aus meiner Sicht eigentlich gar nicht.
Es sind nur 2 Mitgliederabstimmungen und gut 3 Monate Wartezeit auf dem Weg zur Mitgliedschaft.
Ich glaube die meisten sortieren sich dabei selbst aus, wenn es ihnen schlicht zu lange dauert.

Und was die Prüfungen angeht, die in der Ausbildung vorkommen.
Die haben den Zweck, dass Lehrziele nicht einfach nur schöne Worte in einem Text sind den niemand für voll nimmt.
Jeder Jediist mit dem ich bisher Bekanntschaft gemacht habe, und das waren mittlerweile so einige, würde es durch unsere Ausbildung schaffen, wenn er es wollte.

Eines unserer Mitglieder prägte in unserer Gründungsphase für den Missstand mangelnder Initiative den Ausdruck "Viel bla bla um nichts". Man kann guten Gewissens sagen, dass ein Großteil unserer Struktur dem Ansatz verschuldet ist keinen solchen Missstand aufkommen zu lassen.



F: In eurem Regelwerk steht, dass der Ritter an den Orden gebunden ist, heißt das man darf nirgends sonst Mitglied sein?

A: In der Statusordnung steht wortwörtlich unter dem Ritterparagraphen: "Er steht treu zum Orden, ist mit seinem Gelöbnis an ihn gebunden und kann keine andere vergleichbare Bindung eingehen."
Diese Zeile dreht sich um das Gelöbnis, dass das Mitglied beim Ritterschlag, also nach mehreren Jahren der Ausbildung, ablegt.
Kurz und knapp zusammengefasst gelobt es dabei weiterhin alle die Ideale anzunehmen und zu verwirklichen zu suchen, die der Kodex uns darbietet und dabei weiterhin unserem Ordensweg zu folgen.
Treu zum Orden zu stehen heißt die Lehren nicht zu vergessen und die Pflicht zu erfüllen auch andere so gut es geht auf dem Ordensweg zu unterstützen. Gebunden ist der Ritter allein durch das Gelöbnis. Er kann also kein weiteres Gelöbnis, oder keinen anderen Schwur oder Eid ablegen, der von ihm eine Hingabe fordert, die damit in Konflikt steht.
Einfach formuliert: Man kann nicht geloben unserem Kodex zu folgen und andernorts schwören einem vollkommen anderen Kodex zu folgen. Das funktioniert genauso wenig wie man Benediktinermönch und gleichzeitig Shaolin sein kann.
Ein tritorianischer Ritter kann also kein katholischer Pfarrer werden, weil er dafür ein Gelübde ablegen müsste, das mit unserem Gelöbnis in Konflikt steht. Die Mitgliedschaft in einer anderen Gemeinschaft, die eine solche Hingabe nicht fordert, sei das nun ein Verein, Verband oder eben auch ein anderer jediistischer Orden, der das nicht ganz so ernst sieht, steht hingegen keineswegs mit unserem Gelöbnis in Konflikt.
Um es in einem Satz zusammenzufassen: "Wer nicht durch einen Schwur oder dergleichen an eine andere Gruppierung gebunden ist kann diesbezüglich unbesorgt unseren Ordensweg antreten."
Ohnehin gibt es keinen Anlass sich deshalb im vornherein zu sehr zu sorgen. Es dauert Jahre bevor ein Mitglied Ritter wird und das Gelöbnis ablegt. Bis dahin weiß man schon ob man das will oder nicht.



F: Dürfen Mitglieder des Ordens Alkohol trinken?

A: Ja das dürfen sie. Der 5. Kodexpunkt fordert "Kein Missbrauch von berauschenden oder süchtig machenden Substanzen." und die Statusordnung stellt für Ritter klar: "Abhängigkeit von Drogen ist mit seinem Weg unvereinbar". Knackpunkt sind also nicht besagte Substanzen oder Drogen. Knackpunkt sind der Missbrauch und die Abhängigkeit. Tee, Alkohol oder Medikamente zu sich zu nehmen ist im Kern also nicht unbedingt problematisch. Wichtig ist stets der bewusste Konsum und das Wahren der Kontrolle.
Kann das Mitglied den Umfang seines Konsums nicht mehr Kraft seines Willens beherrschen (Abhängigkeit) oder verliert es im Rahmen des Konsums die Kontrolle über sich selbst (Missbrauch) sind die Grenzen des Kodex beziehungsweise der Ordnungen überschritten.
Dass die Abhängigkeit erst beim Ritter Erwähnung findet ist eine Gnadenfrist für Neumitglieder die so genug Zeit erhalten sollen bestehende Abhängigkeiten zu beenden.

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Orden der Jedi <OdJ>
Verfasst: 11.03.2013, 11:33 
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Beiträge: 51
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Die Sache mit dem Namen sehe ich genauso. Viele Leute finden erst hierher, weil sie mit den Idealen der Jedis im Film sympathisieren und sich ebenfalls für solche Lebenswege interessieren, bzw. einen Anstoß suchen um ihr eigenes Leben zu verbessern und solche Werte wie sie in den Filmen von den Jedis gelebt werden in ihr eigenes Leben aufzunehmen. Doch das Maß der Abgrenzung zwischen Film und den verschiedenen realen Orden sollte jeder Orden für sich entscheiden. Ob man dann von Außenstehenden Ernst genommen wird oder nicht kann den Ordensmitgliedern ja egal sein, denn sie selbst wissen ja wofür ihr Orden steht und wofür nicht und dass es kein Star Wars Fanclub oder dergleichen ist.

Was bezweckt euer Orden mit einem polizeilichen Führungszeugnis ? Die viel interessantere Frage ist jedoch: Gibt es allein aufgrund von diesem Zeugnis Aufnahmeverweigerungen? Ich nehme einmal an das Darth Vader wohl kaum ein gutes polizeiliches Führungszeugnis hätte, dennoch hat er sich am Ende aufgrund von seinen Taten einen Platz and Yodas und Obi Wans Seite verdient. Was ich damit sagen will: Ich denke dass jede Person, selbst wenn sie eine noch so negative Vergangenheit hat, eine Chance verdient hat, wenn sie zur Selbsterkenntnis gelangt ist dass dieses Verhalten falsch war und in Zukunft aus neu gewonnener Überzeugung anders handelt. Inwieweit also eurem Orden solch ein Zeugnis wichtig ist würde mich interessieren.

_________________
"Train yourself to let go of everything you fear to loose" - Yoda


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 Betreff des Beitrags: Re: Orden der Jedi <OdJ>
Verfasst: 11.03.2013, 12:37 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Aquila hat geschrieben:
Was bezweckt euer Orden mit einem polizeilichen Führungszeugnis ? Die viel interessantere Frage ist jedoch: Gibt es allein aufgrund von diesem Zeugnis Aufnahmeverweigerungen? Ich nehme einmal an das Darth Vader wohl kaum ein gutes polizeiliches Führungszeugnis hätte, dennoch hat er sich am Ende aufgrund von seinen Taten einen Platz and Yodas und Obi Wans Seite verdient. Was ich damit sagen will: Ich denke dass jede Person, selbst wenn sie eine noch so negative Vergangenheit hat, eine Chance verdient hat, wenn sie zur Selbsterkenntnis gelangt ist dass dieses Verhalten falsch war und in Zukunft aus neu gewonnener Überzeugung anders handelt. Inwieweit also eurem Orden solch ein Zeugnis wichtig ist würde mich interessieren.



im 6. Punkt unseres Kodex heisst es zu Anfang:
"Der Jedi lässt die Vergangenheit ziehen verleugnet sie aber auch nicht"
Und zum Schluss
"Der Jedi vergibt anderen und auch sich selbst."

Im Einvernehmen mit unserem Kodex spricht unter den von dir genannten Umständen ganz und gar nichts gegen eine Aufnahme.
Es ist auch überhaupt nicht Sinn und Zweck des Zeugnisses ehemalige Straftäter auszusortieren, der Zweck wäre ohnehin verfehlt, weil auch verurteilte Mörder nach einer gewissen Zeit wieder ein leeres Führungszeugnis haben.
Durch das Zeugnis legt manch einer doch schon unangenehme Teile seiner Vergangenheit offen.
Und genau dieses Auseinandersetzen mit dem vergangenen ist absolut essentiell um es schließlich "ziehen zu lassen".

Es ist schlicht ein bedeutender Unterschied, ob du deine Vergangenheit offenlegst und du in jedem Fall aufgenommen wirst oder deine Vergangenheit im vornherein im Argen bleibt.

Wir sind eine Ordensgemeinschaft mit einem gemeinsam angestrebten Lebensweg.
Da hat Vertrauen einen besonderen Stellenwert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tritorianer Orden <Θ>
Verfasst: 29.05.2015, 20:50 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Wollte nur anmerken, dass wir uns kürzlich in "Tritorianer Orden" umbenannt haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tritorianer Orden <Θ>
Verfasst: 23.12.2015, 20:14 
Tritorianer Orden <Θ>
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Beiträge: 361
Zwei neue Einträge fürs FAQ:


F: In eurem Regelwerk steht, dass der Ritter an den Orden gebunden ist, heißt das man darf nirgends sonst Mitglied sein?

A: In der Statusordnung steht wortwörtlich unter dem Ritterparagraphen: "Er steht treu zum Orden, ist mit seinem Gelöbnis an ihn gebunden und kann keine andere vergleichbare Bindung eingehen."
Diese Zeile dreht sich um das Gelöbnis, dass das Mitglied beim Ritterschlag, also nach mehreren Jahren der Ausbildung, ablegt.
Kurz und knapp zusammengefasst gelobt es dabei weiterhin alle die Ideale anzunehmen und zu verwirklichen zu suchen, die der Kodex uns darbietet und dabei weiterhin unserem Ordensweg zu folgen.
Treu zum Orden zu stehen heißt die Lehren nicht zu vergessen und die Pflicht zu erfüllen auch andere so gut es geht auf dem Ordensweg zu unterstützen. Gebunden ist der Ritter allein durch das Gelöbnis. Er kann also kein weiteres Gelöbnis, oder keinen anderen Schwur oder Eid ablegen, der von ihm eine Hingabe fordert, die damit in Konflikt steht.
Einfach formuliert: Man kann nicht geloben unserem Kodex zu folgen und andernorts schwören einem vollkommen anderen Kodex zu folgen. Das funktioniert genauso wenig wie man Benediktinermönch und gleichzeitig Shaolin sein kann.
Ein tritorianischer Ritter kann also kein katholischer Pfarrer werden, weil er dafür ein Gelübde ablegen müsste, das mit unserem Gelöbnis in Konflikt steht. Die Mitgliedschaft in einer anderen Gemeinschaft, die eine solche Hingabe nicht fordert, sei das nun ein Verein, Verband oder eben auch ein anderer jediistischer Orden, der das nicht ganz so ernst sieht, steht hingegen keineswegs mit unserem Gelöbnis in Konflikt.
Um es in einem Satz zusammenzufassen: "Wer nicht durch einen Schwur oder dergleichen an eine andere Gruppierung gebunden ist kann diesbezüglich unbesorgt unseren Ordensweg antreten."
Ohnehin gibt es keinen Anlass sich deshalb im vornherein zu sehr zu sorgen. Es dauert Jahre bevor ein Mitglied Ritter wird und das Gelöbnis ablegt. Bis dahin weiß man schon ob man das will oder nicht.



F: Dürfen Mitglieder des Ordens Alkohol trinken?

A: Ja das dürfen sie. Der 5. Kodexpunkt fordert "Kein Missbrauch von berauschenden oder süchtig machenden Substanzen." und die Statusordnung stellt für Ritter klar: "Abhängigkeit von Drogen ist mit seinem Weg unvereinbar". Knackpunkt sind also nicht besagte Substanzen oder Drogen. Knackpunkt sind der Missbrauch und die Abhängigkeit. Tee, Alkohol oder Medikamente zu sich zu nehmen ist im Kern also nicht unbedingt problematisch. Wichtig ist stets der bewusste Konsum und das Wahren der Kontrolle.
Kann das Mitglied den Umfang seines Konsums nicht mehr Kraft seines Willens beherrschen (Abhängigkeit) oder verliert es im Rahmen des Konsums die Kontrolle über sich selbst (Missbrauch) sind die Grenzen des Kodex beziehungsweise der Ordnungen überschritten.
Dass die Abhängigkeit erst beim Ritter Erwähnung findet ist eine Gnadenfrist für Neumitglieder die so genug Zeit erhalten sollen bestehende Abhängigkeiten zu beenden.

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