Jediismus in Deutschland


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• Jediismus allgemein • Philosophie & Religion



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 Betreff des Beitrags: Über Jediismus
Verfasst: 21.05.2013, 00:49 

Registriert: 02.02.2013, 11:44
Beiträge: 9
.....


Zuletzt geändert von Orsyn Ar'atol am 04.08.2013, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Über Jediismus
Verfasst: 21.05.2013, 18:27 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Finde ich sehr gut geschrieben, auch wenn ich für meinen Teil mit vielem nicht konform gehen würde.

Dein Ansatz der Güterabwägung besonders im Bezug auf die "Verkürzung des eigenen Lebens" und das "Lebendigkeitsgut" beispielsweise wirkt ziemlich konstruiert und theoretisch.

_________________
"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Über Jediismus
Verfasst: 21.05.2013, 23:52 
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Registriert: 14.02.2013, 00:48
Beiträge: 51
Wohnort: BY
Sehr interessanter Beitrag Neor, Danke dafür.

Manche Dinge sehe ich ähnlich, manche sehe ich total anders. Meine momentane Signatur ist ein Satz, der in deinem Beitrag auch vorkommt. In diesem Punkt gebe ich dir 100% recht. Ohne pauschalisieren zu wollen finde ich dennoch dass die heutige Gesellschaft konsumfixiert ist und es soviele unnötige Schrottsachen zu kaufen gibt wie nie zuvor. In Zeiten in denen es immer nur um (Wirtschafts)Wachstum und konsumieren ohne Grenzen geht ist eine Lossagung von möglichst vielen materiellen Dingen eine ungeheure Befreiung. Ohne manche dieser Dinge geht es in der heutigen Zeit aber nicht, bzw. schlecht (z.B. Laptop, Internet, etc.), zumindest wenn man nicht die Möglichkeit hat als Einsiedler und Selbstversorger abseits der Zivilisation zu leben. Ich versuche dennoch mein Konsumverhalten möglichst einzuschränken und zu dosieren. Generell finde ich das Gerede von ständigem Wachstum irrsinnig. Warum muss immer alles weiter, mehr, besser, größer werden? Das geht nur auf Kosten anderer. Warum kann man auf einem bestimmten Niveau nicht anhalten und es stabil halten? Ständiges Wachstum führt nur zu immer mehr Rohstoffen die benötigt werden um die immer größer werdende Menge an Konsumgütern zu erzeugen. Dies führt zu immer schneller werdendem Rohstoffverbrauch (Ausbeutung ist hier wohl das passendere Wort). Wofür die Erde teils Milliarden Jahre gebraucht hat um es zu erzeugen, vernichtet der Mensch in 100 Jahren. Konsum und Wachstum sei Dank...(Achtung Ironie)

Es gibt Dinge in deinem Beitrag die ich nicht so sehe, bzw. komplett anders. Wieso willst du einem Jedi vorschreiben dass er vegan leben soll? Natürlich gibt es Aspekte der Massentierhaltung die Tierquälerei sind und damit nicht in Ordnung. Eine artgerechtere Haltung, mehr Auslauf und allgemein bessere Lebensbedingungen wären angebracht. Dies würde zu teureren Preisen führen, was wiederum zur Folge hätte, dass weniger Fleisch konsumiert wird. Ich bin gerne bereit seltener Fleisch zu essen und mehr zu bezahlen für eine bessere Haltung der Tiere, ganz auf Fleisch verzichten oder gar vegan leben will ich aber sicher nicht. Ich verstehe dein Argument, wenn du sagst dass ein Jedi jedes Lebewesen ehrt und demnach nicht tötet. Aber der ständige Wechsel von Leben und Tod ist das natürlichste auf der Welt. Tiere jagen und töten auch um zu überleben. Der Mensch ist ein Jäger seit er existiert. So sehe ich das.

Ein weiterer Punkt ist deine Meinung zum Klimawandel. Als Meteorologiestudent kenne ich mich damit etwas aus. Du behauptest dass sich durch den Klimwandel die Lebensbedingungen auf der Erde verschlechtern. Das ist mir zu einfach ausgedrückt. Sehr vereinfacht könnte man sagen dass sich die klimatischen Zonen vom Äquator zu den Polen hin ausdehnen. Das heißt der Lebensraum z.B. für Eisbären wird kleiner oder verschwindet in Zukunft vielleicht völlig. Auf der anderen Seite vergrößert sich aber der Lebensraum für andere Arten. Durch neue klimatische Bedingungen auf der Erde können auch völlig neue Arten entstehen. Meiner Meinung nach ist der Natur der Klimawandel ziemlich egal. Einige Tier-und Pflanzenarten werden dadurch aussterben, neue werden dadurch entstehen. Das ist der Kreislauf der Natur. Außerdem ist nicht sicher geklärt dass der Mensch die Hauptschuld am Klimwandel trägt. Es deutet vieles darauf hin und der größere Teil der Wissenschaftler tendiert zu dieser Meinung, es gibt aber auch genügend Klimatologen die mit ebenfalls überzeugenden Argumenten behaupten dass der momentane Klimawandel andere nichtanthropogene Gründe hat. Durch den Temperaturanstieg werden zum Beispiel auch riesige Flächen in Sibirien landwirtschaftlich nutzbar, die vorher aufgrund von Dauerfrost unbewirtbar waren. Wie du siehst hat die Medaille wieder einmal zwei Seiten. Umweltschutz finde ich sehr wichtig und meine Meinung vom Homo Sapiens ist auch sehr gering aufgrund der unglaublichen Naturzerstörung die er betreibt (von mir aus könnte die Menschheit lieber heute als morgen aussterben, ich bin der Meinung dass der blaue Planet ohne die Spezies Mensch besser dran ist). Aber diese Panikmache wegen dem CO² Ausstoß halte ich für übertrieben( der Anteil an CO² in der Atmosphäre beträgt 0,04%) und für Geldmacherei seitens der Wirtschaft. Welche Aerosole welche Rolle für den Treibhauseffekt spielen und welche Rolle die Wolken (Wasserdampf) spielen ist noch weitesgehendst unerforscht. Nur CO² als Schuldigen anzugeben ist viel zu einfach.

Ein letzter Punkt dem ich nicht zustimme ist deine Position zur Abtreibung. Ich bin grundsätzlich nicht gegen Abtreibung. Warum soll nicht jede Frau selber entscheiden dürfen ob sie ein Kind bekommen will oder nicht? Wie du schreibst kann es auch bei Verhütung immer mal wieder zu einer Schwangerschaft kommen. Wenn sich ein Paar es nicht zutraut ein Kind zu bekommen oder die Verantwortung dafür zu übernehmen (da kann es die verschiedensten Gründe geben, finanzielle, psychische, etc.), warum dann nicht frühzeitig abtreiben? Lieber so als dass dann vernachlässigt wird, nicht geliebt wird oder sogar misshandelt oder sonstiges. Was ist mit Schwangerschaft nach Vergewaltigung? Unter bestimmten Umständen kann Abtreibung die bessere Wahl sein, ich finde das Recht auf diese Entscheidung sollte bei der Schwangeren liegen. Außerdem müssen vor einer möglichen Abtreibung ja immer auch mehrere Gespräche mit Psychologen geführt werden, wo nach Gründen gefragt wird und auch andere Möglichkeiten (z.B.Adoption) besprochen werden. Abtreibung ohne weiteres ist demnach gar nicht möglich. Und deshalb soll man nur Sex in einer langjährigen Beziehung haben und ONS sind verboten? Von dieser Regel halte ich gelinde gesagt gar nichts.

Ich fand deinen Beitrag über den Neo-Jediismus nicht schlecht, die Dinge die ich angesprochen habe fand ich aber von deiner Seite aus zu dogmatisch. Das würde mich definitv abhalten ein Neo-Jediist zu werden. Hast du denn vor einen Neo-Jediisten-Orden zu gründen? Oder kannst du dich mit einem Orden identifizieren den es bereits gibt?

_________________
"Train yourself to let go of everything you fear to loose" - Yoda


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 Betreff des Beitrags: Re: Über Jediismus
Verfasst: 22.05.2013, 01:01 

Registriert: 02.02.2013, 11:44
Beiträge: 9
Hallo,
ich finde es lustig, dass ihr vor allem auf den Praxis-Teil eingeht, der Rest ist ja eigentlich weitaus wichtiger. Wenn ihr andere Dinge aus dem Satz "Die Jedi achten alles Leben, in jeder Form" ableitet, ist das prinzipiell möglich. Ich werde euch nicht sagen, was ihr zu tun oder zu lassen habt. Aber wer dem Weg des Jedi folgen will, sollte sich mit diesem Satz auseinandersetzen und ich habe einen Vorschlag gemacht, wie man diesen Satz ernst nehmen kann. (Ich bin übrigens nicht gegen das Abtreibungsrecht, aber ich glaube nicht, dass durch eine Abtreibung Achtung vor dem Leben verwirklicht wird und darum geht es dem Jediismus schließlich.) Wenn jemand glaubt, er könnte diesen Satz ernst nehmen und gleichzeitig weiterhin den (unnötigen und leidvollen) Tod von Tieren reproduzieren, Drogen nehmen, und den Klimawandel unterstützen, dann kann man das gerne meinen, aber wer würde verneinen, dass durch ein anderes Verhalten mehr Achtung vor dem Leben ausgedrückt wird? Ich glaube wir sind einfach zu bequem und glauben lieber daran, alles was wir tun wäre irgendwie richtig, solange wir nur denken, es sei schon ok. Der Jedi sollte sich aber von dem bestmöglichen, dem richtigen leiten lassen und nicht von dem, was ihm vielleicht gerade Spaß macht. Es geht darum ein ethisches Leben zu verwirklichen, sich vom Hedonismus und der Gleichgültigkeit loszusagen. Ich wäre gerne in einem 'realen'/bzw. 'Neo'-jedi-Orden, aber ich glaube inzwischen eher, dass dies schwer möglich scheint, da mir kaum jemand in der Lage scheint, die - zugegebenermaßen etwas elitären - Ansprüche, die an einen Jedi gestellt werden müssten, zu erfüllen.

Ein Jedi ist m. E. ein sehr gebildeter Mensch, der sein Leben vollständig in den Dienst des Guten stellt, der sich politisch für eine gerechte und friedvolle Gesellschaft engagiert und auch seine körperlichen Fähigkeiten entfaltet. Wer will in unserer Gesellschaft schon so sein? Wer ist bereit so viel zu geben? In diesem Sinne ist der (Neo)Jediismus für mich eine Religion, weil er den Menschen ganzheitlich auf das Gute hinordnet und deshalb mehr ist, als nur eine Theorie, sondern ein Lebensinhalt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über Jediismus
Verfasst: 22.05.2013, 20:43 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
@ Aquila
Vermutlich verstehe ich dich falsch, aber das klingt als hängst du an deinem Recht auf ONS ^^

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Über Jediismus
Verfasst: 22.05.2013, 22:13 
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Registriert: 14.02.2013, 00:48
Beiträge: 51
Wohnort: BY
Naja hängen ist jetzt das falsche Wort^^

Ich bin auch kein großer Fan von ONS aber wenn ich mir als Jediist vorschreiben lassen müsste nur in langfristigen Beziehungen Sex haben zu dürfen dann finde ich dass das zu weit geht. Was ist wenn jemand mal über einen längeren Zeitraum Single ist?

Von dem her halte ich davon einfach nichts.

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"Train yourself to let go of everything you fear to loose" - Yoda


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 Betreff des Beitrags: Re: Über Jediismus
Verfasst: 22.05.2013, 23:03 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Naja ich denke unser Kodex ist da der richtige Ansatz.
Sich einfach eine Verbotsliste aufzuhängen ist für einen jediistischen Ansatz denke ich ohnehin ein bisschen zu flach.

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