Jediismus in Deutschland


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• Jediismus allgemein • Philosophie & Religion



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 Betreff des Beitrags: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 10.04.2013, 00:35 
Orden der Hoffnung <OOH>
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Registriert: 30.01.2013, 22:08
Beiträge: 109
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Der Titel des Themas sagt schon, worum es hier gehen soll.
Ist das Jedi sein für euch eine Philosphie oder eine Religion?
Begründet eure Wahl oder eure Ansicht dazu bitte mal, ich finde das sehr interessant.

Macht, Weisheit und Güte

_________________
"Über nichts wird flüchtiger geurteilt als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein."

Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 10.04.2013, 00:37 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Was verstehst du unter einer Religion?

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 14.04.2013, 21:42 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Da du die Ausgangsfrage nicht präzisieren möchtest lege ich der Antwort einfach mal das zugrunde, was ich unter "Religion" und "Philosophie" verstehe.

Ein Philosoph ist, aus dem griechischen, ein "Freund der Weisheit".
Nach klassisch griechischer Auffassung ist ein solcher "Philosophos" vor allem als "Denker" zu verstehen, der sich nicht nur auf pragmatischer Basis mit der Welt auseinandersetzt, sondern auch Fragen stellt, die weit über das oberflächliche hinausgehen und auf ein ganzheitliches Verständnis abzielen.
Eine daraus herzuleitende „Lebensphilosophie“ ist in erster Linie eine Weltsicht, eine Perspektive, eine Lebensanschauung.
Damit geht grundsätzlich keinerlei echte Handlung einher.

Da der Jedi für mich eine Person ist, die nicht nur grübelt und faselt, sondern auch aktiv wird kann es das nicht sein.


Was ist Religion für mich?
Aus meiner Sicht ist Religion eine Art, auf einem Weltbild beruhender, moralischer Imperativ. Dahinter steht die, aus einer Erkenntnis dieses Weltbildes entwachsene, Forderung bestimmten Handlungsweisen, Prinzipien und Regeln zu folgen.
Dem liegt im Kern oft auch eine Philosophie zugrunde, erweitert diese aber um konkrete Handlungen.

Das deckt sich wesentlich stärker mit dem, was meiner Auffassung den Jediismus ausmacht.

Wenn eine mögliche Antwort also nur zwischen „Philosophie“ und „Religion“ alternieren soll, dann ziehe ich ganz klar die „jediistische Praxis“ als Religion der „jediistischen Theorie“ als Philosophie vor.

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"Leider ist die grundlegende Einsicht in den Wert grundlegender Einsichten nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden."


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 16.04.2013, 16:23 
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Registriert: 14.02.2013, 00:48
Beiträge: 51
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Ich persönlich lebe den Jediismus als Philosophie, nicht als Religion, und als das sehe ich ihn dann auch an.

Ich verbinde mit dem Wort Religion immer Sachen wie Gottheit, Glaube, Schuld, Dienen, Unterwürfigkeit, Regeln etc. Deshalb hat Religion für mich immer etwas zwanghaftes, forderndes, Gesetze, nach denen man leben muss. Die Philosophie hingegen liefert ebenfalls antworten auf viele Fragen die in den Religionen auch gestellt werden, aber ohne die Wahrheit für sich zu beanspruchen und dogmatische Regeln festzusetzen. Von dem her kann ich mich damit viel eher identifizieren.

Viele fernöstliche Religionen (Buddhismus, Daoismus) sind meiner Meinung nach eher philosophisch als religiös (zumindest wenn man sie mit Christentum, Islam und Judentum vergleicht) und haben mehr praktische Lebensansätze und das Finden des eigenen "Ich"s als Ziel anstatt Götterglaube und solche Sachen.

Ich für mich würde sagen dass es mit dem Jediismus so ist wie z.B. mit der Stoa. Beide geben praktische Lebensweisheiten und Anweisungen wie man zu seinem Ziel, bzw. einer bestimmten Lebensweise gelangt. Niemand würde jedoch die Stoa als Religion bezeichnen. Ebensowenig ist für mich dann der Jediismus eine Religion, sondern ganz klar eine Philosophie. Kann natürlich jeder sehen wie er will.

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"Train yourself to let go of everything you fear to loose" - Yoda


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 16.04.2013, 18:08 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Wie du schon erkannt hast die Weltreligionen ergeben da kein konsistentes Bild.
Ich für meinen Teil finde es nicht besonders zufriedenstellend die "westlicheren" Religionen als den Maßstab zu sehen und dann zu sagen, die Religionen die anders ausgerichtet sind, sind keine richtigen Religionen.
Letztlich könnte ich das auch umdrehen und sagen die fernöstlichen Religionen, die du eher philosophisch nennst, sind im Kern die eigentlichen Religionen und die anderen Religionen, wie Christentum und Islam sind nur religiös verpackte Herrschaftsdogmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 19.04.2013, 23:14 
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Registriert: 14.02.2013, 00:48
Beiträge: 51
Wohnort: BY
Ich finde dieses Thema recht interessant. Schade dass bisher nur ich und Vrooktar unsere Meinung dazu offen kundgetan haben. Wie schauts mit den anderen aus ? ;)

Qui-Ran, der du diesen Beitrag erstellt hast, wie siehst du das denn mit dem Jediismus als Religion/Philosophie?

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 26.04.2013, 10:16 

Registriert: 26.04.2013, 08:27
Beiträge: 5
Ich grüße Euch :)

Ich sehe es ähnlich wie Aquila. Auch ich verbinde mit Religion "Gottheiten" bzw. Personenkulte, Glauben, Regeln und sogar Dogmen. Ich beziehe mich dabei im wesentlichen auf die größten Weltreligionen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und das Judentum (wobei ich den Buddhismus fast eher zur Philosophie als zur Religion zählen würde). Da sie die meisten gläubigen der Welt repräsentieren, denke ich dienen sie gut als Maßstab.

Ich bin der Meinung, Religion setzt immer blinden Glauben Voraus, ohne diesen Hinterfragen zu dürfen und die meisten beachten sich auch als allgemein gültig. Man bekommt Regeln, nach denen man leben muss, unabhängig der Umstände, Situation usw.

Jediismus als Philosophie gibt mir nicht alle Antworten vor, sondern zeigt mir einen Weg, meine Antwort selber zu finden und damit auch mich selber. Sie zeigt mir Mittel um einen Weg zu finden, meine Ziele zu erreichen. Gerade die Selbstreflektion ist für mich ein wichtiger Bestandteil, der sich aber nach meiner Meinung mit "Religion" nicht vereinbaren lässt.

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„Öffnet euch. Spürt die Macht, die euch umgibt. Eure Sinne nutzen ihr müsst.“
- Zitat: Yoda


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 26.04.2013, 13:14 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Scaver hat geschrieben:
Gerade die Selbstreflektion ist für mich ein wichtiger Bestandteil, der sich aber nach meiner Meinung mit "Religion" nicht vereinbaren lässt.



Die Selbstreflexion ist Bestandteil vieler Religionen.
Sie wird nur kaum umgesetzt.
Das würde ich nicht darauf schieben, dass es kein natürlicher Bestandteil einer Religion ist, sondern vielmehr darauf, dass die ehrliche Selbstreflexion besonders schwer umzusetzen ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 26.04.2013, 21:09 

Registriert: 26.04.2013, 08:27
Beiträge: 5
Zitat:
Die Selbstreflexion ist Bestandteil vieler Religionen.
Sie wird nur kaum umgesetzt.

Genau das meine ich damit. In der Theorie sind fast alle Religionen "toll", aber ebenso mangelt es fast bei allen an der Umsetzung und der "Treue" zu eben jeden eigenen Vorsätzen, Regeln und Theorien.

Da sie in der Praxis nach meiner Erfahrung kaum vorkommt, sehe ich es nicht als essentielles Element der Religion im Ganzen.
Theorie ist gut und schön, aber Menschen, Religionen und auch andere Organisationen werden letztendlich nach ihren Taten, die sie tun oder auch unterlassen, beurteilt.

Zitat:
dass die ehrliche Selbstreflexion besonders schwer umzusetzen ist.

Richtig, das ist das Problem... es ist schwierig und die meisten stellen sich dem nicht wirklich, weder als Individuum, noch als Gemeinschaft, z.B. in einer Religionsgemeinschaft. Das führt mich wieder zu oben genannten.

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„Öffnet euch. Spürt die Macht, die euch umgibt. Eure Sinne nutzen ihr müsst.“
- Zitat: Yoda


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 27.04.2013, 09:38 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Würdest du auch sagen Charakter einer Religion ist zwangsweise die Intoleranz, nur weil fast alle Religionen diese praktizieren?

Mir ist der Ansatz zu flach.
Ich sage ja auch nicht "alle Häuser bestehen in erster Linie aus mineralischen Stoffen, wie Beton und Zement also können die Gebäude die man in Zukunft aus Stahl und Kunstharz baut keine Häuser sein"

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 03.07.2013, 22:06 

Registriert: 03.07.2013, 20:41
Beiträge: 5
Ich bin neu im Forum und geb jetzt einfach mal meine Meinung zum besten:
Für mich als Neuling ist Jediismus, soweit ich ihn bisher verstanden habe, eine Lebensphilosophie, der ich versuche nachzukommen, soweit ich es vermag. Ich versuche mein Leben nach den Prinzipien und Idealen der Jedi auszurichten und zu leben.
Ich besitze jedoch zum Jediismus noch eine Religion die ich um Nichts in der Welt verlassen oder verleugnen will. Dazu muss man sagen, dass es keine Religion ist die auf ihre Vollständigkeit und Unfehlbarkeit pocht, in der es jedoch Gott gibt und zu der ich bisher für mich noch keinen Widerspruch gefunden habe.
Ich sehe den Jediismus als Möglichkeit, mein Leben weiter zu vervollständigen und Idealen zu folgen die sich leichter kommunizieren lassen als der Glaube an Gott, sodass man sich mit ähnlichdenkenden Menschen Unterhalten kann ohne gleich in den Verdacht zu kommen jemanden missionieren zu wollen.
Ich denke, dass die Welt besser wäre wenn mehr Menschen den Idealen der Jedi folgen würden, egal an was sie glauben oder welcher Religion sie angehören.
Über meine Religion streite ich nicht, über meine Religion diskutiere ich nicht, meine Religion zwinge ich niemand anderem auf, bei meiner Religion richte ich mich nicht nach der Mehrheit der Mitgläubigen.
Beim Jediismus kann ich über die Auslegung mit anderen diskutieren, wenn die Mehrheit eine Art der Auslegung billigt kann sie dies als gültig festlegen und man folgt ihr, verlässt den Orden oder versucht die Mehrheit von seiner eigenen Idee zu überzeugen, wenn dies misslingt, muss man die Meinung der Mehrheit akzeptieren.
Jedoch wird sich der Jediismus für mich immer meiner Religion unterordnen oder ich befolge ihn nicht mehr.
In diesem Sinne sehe ich den Jediismus als Philosophie die mir hilft, das was mein Glauben fordert, in die Realität zu bringen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 04.07.2013, 08:18 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Vielleicht hättest du Lust deine Vorstellungen in einem eigenen Thread umfassender zu erläutern?
Ich bin mir sicher, dass es für einige von Interesse sein kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 12.07.2013, 09:13 

Registriert: 03.07.2013, 20:41
Beiträge: 5
Ich schreib am besten einen Thread im Willkommensforum, oder? Das ist eh noch überfällig. Allerdings bräuchte ich dafür etwas mehr Zeit, da man ja auch niemanden auf die Schuhe treten will und man andererseits, meiner Meinung nach, alles vertreten können muss, was man schreibt und anderen zugänglich macht, weswegen ich mir meine Threads genau überlegen muss.
Ich hab am Mittwoch meine letzt Prüfung vor den Semesterferien und bin bis dahin noch ein bischen zu sehr unter Zeitdruck um einen längeren Thread zu schreiben. ich schreib dann am besten am Mittwoch, Donnerstag oder Freitag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 12.07.2013, 14:18 
Tritorianer Orden <Θ>
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Registriert: 24.01.2013, 18:51
Beiträge: 361
Ganz wie das willst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophie oder Religion?
Verfasst: 11.11.2014, 00:53 

Registriert: 17.06.2014, 19:36
Beiträge: 16
Wohnort: Euskirchen
Ich selbst lebe den Jediismus als Religion, ich glaube an die Werte die ich denke die der Jediismus vermitteln möchte und Lebe sie voll und jeden Tag aus.
Gelassenheit, Hilfsbereitschaft, Toleranz sind da nur wenige Stichworte die ich dabei nennen kann.
Ich helfe Menschen schon bei der kleinsten sache, wenn es nur grade mal den Kinderwagen einen Treppe runtertragen ist, oder einer Alten Frau das Geld aufzuheben das ihr gerade runtergfallen ist.

Ich bin dennoch offen mir anzuhören was andersgläubige, zum bspl. Evangelisten, Buddhisten etc. zu sagen haben, nicht zu verneinen woran sie Glauben, und ihr Weltbild zu festigen ohne meins zu vernachlässigen.

Ich glaube an zweite Chancen, die Versuche das Leben jedes einzelnen mit noch so kleinen Gesten besser zu machen und daran, auch ohne wirklich Hass Leben zu können, selbst wenn mir mal aus Zorn ein solches Wirt rausrutscht.

Ich lebe nach meiner Vorstellung wie diese Religion aussehen sollte, aber zwinge keinem meinen Glauben auf, nicht gleichgesinnten und auch nicht Leuten die nicht daran Glauben.

Das ist mein Gedanke dazu warum ich für mich den Jediismus als Religion lebe.


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